Servi, Helly, Schauspielerin (1923-1990). Eigenh. Brief mit U.

Wien, 9. VI. 1941.

1 S. 8vo. Beiliegend ein Br. des Theaters in der Josefstadt an nämlichen Adressaten.

 50,00

An das Polizeikommissariat Währing: "Ich ersuche mich von der Dienstpflicht beim Reichsarbeitsdienst zu entheben. Ich bin laut Beilage als Schauspielerin im Theater in der Josefstadt fest verpflichtet und unentbehrlich. Heil Hitler! [...]" - Helly Servi, Tochter eines Gymnasiallehrers, trat als Kind neben Hansi Niese auf, studierte später am Max-Reinhardt-Seminar und wurde 1938/39 an das Theater in der Josefstadt engagiert. Nach zahlreichen Nebenrollen entwickelte sie sich mehr und mehr zur Volksschauspielerin und Charakterdarstellerin, die sowohl komödiantische als auch tragische Rollen eindrucksvoll präsentierte. Ihren letzten Auftritt hatte sie in dem Lustspiel "Dr. med. Hiob Prätorius" von Curt Goetz, zudem war sie bis 1983 in mehr als 40 Film- und Fernsehproduktionen zu sehen.

Der beiliegende Brief mit der Bestätigung ihrer Unabkömmlichkeit vom Theater.

Art.-Nr.: BN#12697 Schlagwörter: ,