305

Artôt de Padilla, Lola, soprano (1876-1933). Autograph letter signed. Paris, [postmark: 5 May] without year. 8vo. 3 pp. on bifolium. With autogr. envelope.

EUR 550.00

In French, to the composer Fernand Halphen, asking him for a ticket for her friend for the dress rehearsal on the following Saturday, as well as for a brief answer whether one is still available at all: "J'ai oublié tout à l'heure d'encore vous ennuyer de mon [!] indiscrète prière, pour un billet n'importe où pour la répétition générale Samedi - (si c'est toujours ce jour-là!!!) Ma meilleure et plus chère amie partira Samedi soir et je serais désolée si elle ne me voyait pas cette unique fois! Je vous demande encore de tâcher de m'avoir une place et je vous en serais bien reconnaissante! Dès que vous savez si je puis avoir une place mettez-moi un petit mot à la poste je vous pris [...]". - The daughter of the Belgian mezzosoprano Désirée Artôt de Padilla performed at Berlin's Comical Opera between 1905 and 1908, where she took part in the operatic premiere of "Romeo und Julia auf dem Dorf". As a member of the ensemble of Berlin's Royal Opera House she received the title of a Royal Prussian Kammersängerin in 1913.

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306

Baker, Josephine, American-born French dancer, singer, and actress (1906-1975). Signed and inscribed photograph. N. p. o. d. 132:85 mm.

EUR 850.00

Depicting the dancer in a feathered costume from "La Revue des Reve", titled in the image and published by Superfilm S. A. Roma. - Corner bumped and crimped.

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307

Beck, Johann Nepomuk, Sänger (1827-1904). Eigenh. Brief mit U. Wien, 29. I. 1863. Wien, 29. I. 1863. 2 SS. auf Doppelblatt. 8vo.

EUR 350.00

An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "[...] Diese Woche werde ich wegen angehäufter Arbeit kaum mehr persönlich bei Ihnen vorsprechen können, sende daher ein Briefchen durch die Post. Möchten Sie die Güte haben mich wissen zu lassen, wo Warrens wohnt? Ich möchte nämlich anfragen, ob es ihm nicht möglich wäre mich bei irgend einem Institute unterzubringen. Freilich sind solche fixe Bedienstungen eine Art Sklaverei aber Angesichts der trüben Verhältnisse meines Vaterlandes wäre dadurch doch eine Basis gewonnen. Zweite Bitte! Hoffmann & Campe in Hamburg haben meine Jadwiga verlangt; ich habe dieselbe bereits expedirt. Sowohl für ein hiesiges grosses Journal wie auch für ausländische Blätter ist eine Reihe von längeren Artikeln abgegeben. Bis jedoch meine Honorare flott werden, dürften noch einige Wochen verstreichen und Sie würden mich durch den Vorschuss einer Summe, welche ich Ihnen dankbar wieder erstatten würde, ungemein verpflichten. Ich könnte dadurch ruhig fortarbeiten und etwas mehr für meinen Körper thun, der so dringend der Pflege bedarf […]". - Auf Briefpapier mit schwarzem Trauerrand. - In Wien entdeckt, debütierte Beck nach kurzer Ausbildung am Pester deutschen Volkstheater, vollendete seine Ausbildung zum Bariton in Wien und gab sein professionelles Debüt an der Wiener Hofoper als Sprecher in Mozarts "Zauberflöte". Danach sang er an den Opernhäusern in Hamburg, Bremen, Köln, Düsseldorf, Mainz, Würzburg, Wiesbaden und Frankfurt/Main. Seit 1853 fest an der Wiener Hofoper engagiert, wurde er 1862 zum Kammersänger ernannt.

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308

Bergman, Ingmar, Swedish director (1918-2007). Portrait signed and dedicated. [Frankfurt a. M., 1976]. [Frankfurt a. M., 1976]. 177:153 mm.

EUR 320.00

Probably taken at the occasion of the awarding of the Goethe Prize to Bergman.

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309

Bernhardt, Sarah, French actress (1844-1922). Autograph letter signed ("Sarah Bernhardt"). No place or date. Small 8vo. 1 page on bifolium.

EUR 800.00

To an unnamed addressee, whom she expresses her thanks and regrets not being able to see him: "Combien je vous remercie et qu'il m'est chagrinant ne pouvant [?] vous voir. à plein coeur merci [...]". - On stationery with black border and monogram.

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310

Brandt, Marianne, Sängerin (1842-1921). Eigenh. Musikzitat mit U. Graz, September 1883. Graz, September 1883. 1 S. Qu.-8vo.

EUR 600.00

Eine Notenzeile mit unterlegtem Text aus "Lohengrin", II. Akt: "Ich kann nicht fort hieher bin ich gebannt!". - Nach Absolvierung des Konservatoriums in Wien debütierte Marianne Brandt 1867 am Stadttheater von Olmütz und erhielt im folgenden Jahr ein Engagement als erste Altistin an die Berliner Hofoper (bis 1886). Als bekannte Wagner-Interpretin wirkte sie bei den Uraufführungen der "Götterdämmerung" (1876) und des "Parsifal" (1882) in Bayreuth mit und gab mehrere Gastspiele in London und Wien.

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311

Chaplin, Sir Charles, English actor and filmmaker (1889-1977). Portrait post card, signed and inscribed. N. p., [c. 1935]. N. p., [c. 1935]. 8vo. 1 page.

EUR 950.00

Skiing in St. Moritz, Switzerland. - Some traces of handling.

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312

Chaplin, Sir Charles, English actor and filmmaker (1889-1977). Portrait photograph signed and inscribed. No place, 19. VII. 1955. No place, 19. VII. 1955. 236:180mm.

EUR 1,800.00

To my friend Richard, | In memory of a | pleasant visit to Bern. - Bust portrait showing him as an older man laughing and wearing a suit. Inscribed in the image, lower left. - Slight mirroring in dark areas, minor scattered dings.

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313

Clair, René, French filmmaker and writer (1898-1981). Autograph letter signed. [Paris], 21. XII. 1928. [Paris], 21. XII. 1928. Large 4to. 2 pp.

EUR 1,500.00

To the unnamed Belgian author, filmmaker and documentarist Henri Storck. Back from a trip to Belgium, he thanks Storck for the friendly reception at the Club du Cinéma, attaching some photographs and inviting Storck to let him know if he can be of any assistance to the Club. In the first postscript he begs Storck to give his apologies to Léon Spilliaert, whom he was not able to visit, while in the second one he asks for his help in obtaining a drawing from James Ensor: "Cher Monsieur, De retour à Paris, je tiens à vous dire encore une fois ma gratitude pour l'accueil qui m'a été fait par le Club du Cinéma. Veuillez, je vous prie, remercier en mon nom, tous vos amis. Il m'est agréable de vous dire, personnellement, combien j'ai été sensible à vos attentions et au plaisir de vous connaître. C'est un grand réconfort pour moi de savoir que, loin de Paris, mon effort est suivi avec sympathie par des esprits que j'estime. Vous trouverez ci joint les quelques photographies demandées. Ne manquez pas d'avoir reconnu à moi, si je puis être en quoique ce soit utile au Club. Et croyez, je vous prie, à mes sentiments les plus sympathiques, René Clair. P.S. 1.) Présentez encore une fois mes excuses à M. Spilliaert. J'ai beaucoup déploré que la fatigue de ma femme m'empêche d'aller chez lui. 2.) Si par hasard, M. Ensor était d'humeur facile un jour, pourriez-vous lui demander s'il voudrait me céder le charmant dessin qui me tentait, (vous savez, avec ce petit parachute et les bonshommes accrochés) […] ". - Léon Spilliaert (1881-1946) was a Belgian painter and graphic artist; James Ensor (1860-1949) was a Belgian painter and printmaker. On stationery with printed address.

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314

Devrient, Max, Schauspieler (1857-1929). Kabinettphotographie mit eigenh. Widmung und U. Wien, März [1]907. Wien, März [1]907. 216:132 mm.

EUR 220.00

Meinen hochverehrten Freunden Herrn und Frau Wilhelm Zierer in dankbarer Erinnerung. - Kniestück aus dem Atelier Eugen Schöfer, Wien, mit dessen gedr. Signet am unteren Rand des Trägerkartons.

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315

Dietrich, Marlene, German-American actress and singer (1901-1992). Signed portrait. No place or date. 250:200 mm.

EUR 300.00

BN#46027

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316

Durieux, Tilla, Schauspielerin (1880-1971). Eigenh. Brief mit U. Vitznau, 30. April [um 1917/18]. Vitznau, 30. April [um 1917/18]. 4 SS. 4to.

EUR 800.00

Ausführlicher Brief an die Schriftstellerin Grete Meisel-Heß, über deren Werk "Die Bedeutung der Monogamie" (Verlag Eugen Diederichs, Jena 1917) und die Schauspielerin Gemma Boic, die sich 1914 das Leben genommen hatte: "Eben habe ich die letzte Zeile Ihres Buches: Die Bed. d. Monog. gelesen und fühle das Bedürfnis Ihnen zu sagen, dass es wirklich in jeder Weise ausgezeichnet ist. Aber nicht dies allein ist der Grund meines Briefes, der, was die Zustimmung Ihrer Ansichten anbelangt, sicher viele Brüder hat, sondern eine kleine Anmerkung die Sie über Gemma Boic machten. Ich kannte dieses unglückliche Mädchen, wir waren Schülerinnen einer sehr verehrten Mozartspielerin in Wien und Frl. Boic suchte mich auf Grund dieser Bekanntschaft in Berlin auf, um sich mit mir über ihre Pläne auszusprechen. Sie war damals schon irgendwo engagiert gewesen und klagte mir, dass sie schwer weiterkomme. Ich hörte mit grosser Teilnahme zu, denn mich interessierte das temperamentvolle Geschöpf, dann schwankte ich lange ob ich mit meinem Rat herausrücken sollte. Endlich überwand ich meine Schüchternheit, die mich bei solchen Anlässen leider immer überfällt und ich riet ihr sich mit allem Eifer auf das Erlernen - der deutschen Sprache - zu werfen […] Die Folge war, dass Frl. Boic sich aufs Tiefste gekränkt von mir zurückzog und nie mehr etwas von mir wissen wollte […] Leider, leider, wollen gerade die Talentiertesten nichts davon hören, dass man arbeiten, arbeiten und wieder arbeiten muss. Ja, sie halten es sogar für ein Zeichen von Untalentiertheit, wenn man arbeitet. Ihnen, verehrte Frau, brauche ich das Törichte dieser Gedanken, nicht auseinanderzusetzen […] Als die Brochüre über sie erschien, wurde sie mir von einem Herrn mit höhnischen Worten zugeschickt, der mich ungefähr beschuldigte, Frl. Boic ins Unglück getrieben zu haben. Hat sie Derartiges geäussert so war sie geistig anormal, denn ich hatte sie gänzlich aus den Augen verloren und nie habe ich in meinem ganzen Leben Talente unterdrückt […]". - Durieux debütierte 1901 in Olmütz und war 1903-11 eine der ersten Schauspielerinnen Max Reinhardts in Berlin. Danach spielte sie am Lessingtheater und am Berliner Kgl. Schauspielhaus. In zweiter Ehe bis 1926 mit Paul Cassirer verheiratet, ging sie nach dem Machtwechsel 1933 auf Auslandstournee, ließ sich später mit ihrem dritten Mann in Agram nieder und spielte noch kurz vor dem "Anschluß" in Wien und Prag. Nach der Deportation ihres Mannes durch die Gestapo für die jugoslawischen Partisanen tätig, lebte sie von der Herstellung von Puppen für das kroatische Marionettendrama. Durieux kehrte 1952 nach Deutschland zurück, wurde Mitglied des Bremer Theaters und spielte an den großen Berliner Bühnen. Nach ihrer ersten Filmrolle 1953 war sie seit 1957 auch für Rundfunk und Fernsehen tätig und erhielt zahlreiche Auszeichnungen in Ost- und Westdeutschland, darunter 1967 den Professorentitel. - Gefaltet und etwas knittrig.

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317

Duse, Eleonora, singer (1858-1924). 2 autograph letters signed ("E" and "E. Duse"). N. p. o. d. and Genoa, September 1887. N. p. o. d. and Genoa, September 1887. 8vo. Altogether (1+2 =) 3 pp. on 3 ff. With 1 autogr. envelope.

EUR 1,800.00

I: To a Cristina, on a performance of the Spanish violinist Pablo de Sarasate: "Cara Cristina se ti secchi di venire al concerto allora rifiuta, ma se sei curiosa di sentire er sor Sarasate, io ho un posto sul palco mio da offrirti [...]". - II: To a critic who had reviewed her work favourably, with congratulation for his wedding: "[...] Oggi, credo, ella sia di ritorno [dal viaggio di nozze] ed eccomi ultima fra le ultime ad augurarle tutte le cose buone che un cuore buono può augurare a una persona cui si vuol bene [...]". - I: Negligibly spotty. II: Rather stained; the reverse written in someone else's hand.

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Sehr schönes und seltenes Charakter-Portrait Georges aus seiner kurzen Zeit in Hollywood
318

George, Heinrich, Schauspieler (1893-1946). Portraitphotographie mit eigenh. Widmung und U. Berlin, Mai 1934. Berlin, Mai 1934. 293:233 mm.

EUR 450.00

Gewidmet dem Oldenburger Theaterkritiker Erich Schiff: "Herzlichst zur Erinnerung an das Gastspiel 'Mensch aus Erde gemacht' und den schönen Abend in Ihrem Heim! | Berlin-Wannsee Mai 34. | Heinrich George". - Das vorliegende Photo von Metro-Goldwyn-Mayer stammt aus Georges kurzer Zeit in Hollywood. Anfang 1931 stand er dort für mehrere Monate für MGM vor der Kamera ("Menschen hinter Gittern", die deutsche Fassung von "The Big House"), entschied sich dann aber für eine Rückkehr in die deutsche Heimat und bezog im Herbst 1932 mit seiner frisch angetrauten Gattin Berta Drews seine Villa am Kleinen Wannsee, wo er Erich Schiff dieses Foto widmete. - Erich Schiff (1882-1970) war ein bekannter Oldenburger Jurist, Theaterkritiker und -autor. Unter der NS-Diktatur war er als "Halbjude" zahlreichen Repressalien ausgesetzt: er mußte seine Tätigkeit als Feuilletonist und Theater-Syndikus von Oldenburg einstellen und wurde in ein Arbeitslager deportiert. Seine Bühnenwerke "De lüttje Wippsteert" und "Lögen hefft korte Been" zählen noch heute zu den Klassikern des niederdeutschen Theaters. - Schiffs Gemahlin war die Theater- und Film-Schauspielerin Maria Martinsen (1901-1992), die u. a. 1929 als Spelunken-Jenny in der berühmt gewordenen Oldenburger Inszenierung der Brechtschen "Dreigroschenoper" brillierte. - Wenige winzige weiße Flecken im Bildbereich (laborbedingt), rückseitig Montagespuren, minimale Knickspuren.

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319

Godlewski, Karl, Zirkusakrobat, Solotänzer und Ballettmeister (1862-1949). Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D. 2 SS. auf Doppelblatt. 8vo.

EUR 350.00

An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Leider war es mir heute den ganzen Vormittag nicht möglich Dich tellephonisch [!] zu erreichen um betreff der Proben mit Dir zu sprechen denn brieflich hätte ich das nicht besprochen [...]". - Der aus Dortmund stammende Künstler war nach Jahren des Reisens mit einem Wanderzirkus vor allem im Berliner Zirkus Renz zu sehen, wo er als Clown und Schleuderbrett-Springer brillierte. 1893 wurde er von Wilhelm Jahn an die Wiener Hofoper berufen, wo er als Erster Mimiker, Solotänzer des Wiener Hofopernballetts und Ballettmeister über Jahre hinweg stilprägend war. Als Godlewski im Frühjahr 1918 das Jubiläum von 25 Jahren Zugehörigkeit zur k.k. Hofoper feierte, blickte er auf 1770 Aufführungen zurück.

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320

Guitry, Sacha, French actor, director, and writer (1885-1957). Autograph letter signed, and with some small sketches. Honfleur, 10. VII. 1911. Honfleur, 10. VII. 1911. 4to. 2 pages. On autograph headed paper "La Chaumière route de Trouville Honfleur (Calvados)".

EUR 3,500.00

Fine letter to an unnamed addressee, embellished with small sketches, and on working on his next play "Un Beau Mariage" ("A Beautiful Wedding"), presenting his stage design for the three final acts and asking whether the addressee has already spoken to Madame Henriot about a role: "Je viens de recevoir ta lettre qui m'a fait tant de peine. Je te confirme ma dépêche qui vient de partir, je travaille avec un acharnement que tu prends de loin pour de la lenteur. Et puis ce qui retarde encore l'envoi des 3 derniers actes c'est cette idée lumineuse que j'ai eue de faire imprimer mon manuscrit. Hier j'exprimais au prote mon impatience. Il me répondit avec un pauvre air navré: 'Monsieur, je manque de caractère!'. C'est touchant. Mais surtout, il ne faut pas que tu sois inquiet. Comme je ne veux pas que ton attente dure un jour de plus, voici la description illustrée des deux décors que je souhaite pour les trois derniers actes. 2e acte [followed by an illustration] 3 et 4eme actes [followed by an illustration]. Il n'ya d'indispensables dans ces deux décors que les deux portes et l'antichambre et la rampe d'escalier du 2eme acte, et, au 3eme et 4eme actes ce qui est indispensable c'est l'herbe, les pommiers, l'entrée de la maison, l'allée et un panorama au fond. Les arrangements que j'ai apportés à ma pièce ne nécessitent plus qu'un seul acte à condition qu'il dure une bonne demi heure. Et si cet acte ne doit toucher que 10 frs ce qui est son cas, je préfère qu'il soit d'un ami. Si on reprenait 'quand il y en a pour deux' hein? Et Dorgère? Je ne crois pas que ce soit une mauvaise idée. Ça peut peut-être l'amuser de jouer sans payer. A ce propos je te communique trois petits projets d'affiches: [followed by 3 illustrations for "Un Beau Mariage"] As-tu vu Madame Henriot pour le rôle de Madame Beauthier? Qu'est-ce qu'on fera pour la 10eme? Répètes le 1er septembre? Jamais je n'ai vu un homme aussi méchant que toi. As-tu reçu tes crevettes? Bravo pour ton procès sur Bataille [...]". - "Un Beau Mariage" was first performed at the Théâtre de la Renaissance in 1911.

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321

Harvey, Lilian, Schauspielerin (1906-1968). Portraitpostkarte mit eigenh. U. O. O. u. D. 1 S. 8vo.

EUR 200.00

BN#46240

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322

Heller, André, Künstler (geb. 1947). Ms. Brief mit eigenh. U. Wien, 28. XII. 1976. Wien, 28. XII. 1976. 1 S. Qu.-8vo.

EUR 250.00

An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ihr Titelseitenaufmacher: 'Der Andre-Heller-Schwindel' ist eine monumentale Entgleisung. Unter all den als Begründung angeführten Vorwürfen wäre der einzig ernstzunehmende jener: der Verwendung eines Bob-Dylan-Textes unter meinem Namen. Wäre, wenn er stimmen würde. Wahr ist vielmehr: Die zuständige Plattenfirma hat bei einem Teil der ersten Auflage der LP 'Bei lebendigem Leib' auf dem Etikett eine Schlamperei verbrochen und das Lied 'Du Engel Du' als Traditional ausgewiesen. Als ich es bemerkte, ließ ich es sofort korrigieren, und bei der AKM (der allmächtigen Geldverteiler- und Urheberschutzstelle) habe ich 'Du Engel Du' selbstverständlich nie unter meinem Namen registrieren lassen. Von 'Schwindel' kann und darf daher nicht die Rede sein [...]". - Mit kleinen eh. Korrekturen.

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323

Hepburn, Audrey, British-Dutch actress and Oscar winner (1929-1993). Autograph letter signed ("Audrey H.") and a heart... added by her. Tolochenaz, 11. XI. 1987. Tolochenaz, 11. XI. 1987. 8vo. 2 pp. Printed stationery. With handwritten envelope.

EUR 2,500.00

To Madame Renée Jourde in Paris: "[…] Quelle tristesse! Je vous ai téléphoner mes vous n'est plus là! vous me manquerai terriblement [...] Vos mots pour New-York m'ont profondément touché. Merci! Merci! La soirée était merveilleuse pour moi, inoubliable. Quelle bonheur, entourer par mes hommes, Robby, Hubert et Sean. Il manqué que mon Luca!! Merci ma Renée, pour tous que vous avez fait pour moi pendant tellement d'année, vos soins, votre gentillesse constant et pour vôtre amitiée ci précieuse […]".

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To Friedrich Schiller, about "Tell" and "Wallenstein" - unpublished
324

Herzfeld, Jacob, actor and theatre director (1763-1826). Autograph letter signed. Hamburg, 29. I. 1802. Hamburg, 29. I. 1802. 4to. 1 p. on bifolium wuth integral address leaf and seal.

EUR 3,500.00

Unpublished letter to his frequent correspondent Friedrich Schiller: "Im Namen der Direction, und des Publikums bedaure ich es unendlich, daß das Gerücht wegen Wilhelm Tell ungegründet war. Mich tröstet die Hoffnung, dass wir doch wahrscheinlich bald wieder eine andere Original-Arbeit von Ihnen erwarten dürfen. Haben Sie die Gewogenheit mir mit nächstem Ihre von Gozzi bearbeitete Tragicomödie und die Wallensteins zu übersenden, wo wie ich Sie überhaupt ersuche, in Zukunft jede Ihrer dramatischen Arbeiten, ohne weitere Anfrage, gefälligst hieher zu senden. Es wird nie an der Bereitwilligkeit der Direction liegen, wenn einmahl eins unaufgeführt bleibt, nur bedeutende Local-Verhältnisse könnten es hindern […]". - After having trained as a physician at the University of Leipzig, Herzfeld pursued a stage career, making his debut in 1791 at Hamburg, where he remained as a character actor with a flair for comic characterizations until he rose to co-director of the theatre in 1798; from 1812 onwards he served as the sole director of the municipal theatre. A leading man equally at home in comedies, Herzfeld did much to make Schiller's plays successful on the stage and delivered an acclaimed performance in the title role of "Wilhelm Tell".

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325

Iffland, August Wilhelm, Schauspieler, Intendant und Dramatiker (1759-1814). Eigenh. Brief mit U. O. O., 1. VII. 1801. O. O., 1. VII. 1801. 1 S. 4to.

EUR 550.00

Bedankt sich beim Vorsteher der k. k. Hoftheater, Freiherr von Braun, für eine goldene Dose mit hundert Stück Ducaten, die ihm dieser zum Abschied geschenkt hatte: "Ew. Wohlgeb. beehren mich mit einem Andenken, wovon ich nicht Erwartung haben konnte [...] Es ist das Schicksal, daß die, welche mit Wärme die Kunst lieben, gewöhnl. weit getrennt sind. Nur Aehnlichkeit der Empfindungen hebt allen Zwischenraum! Habe ich die Freude Ihnen zu gefallen, so habe ich die Gewißheit, in der Hauptsache nie unter Ihrer Erwartung zu handeln, und also die Hoffnung Ihres Wohlwollens werth zu bleiben. Das Publ[ikum] von Wien verlasse ich mit Liebe, Rührung und einem heiligen Andenken, das, was ich beim Abschied nicht mehr reden konnte, verbürgt was ich empfinde. Ihnen danke ich diese Freude - und mit Hochachtung empfange ich das schöne Denkmahl, was Sie von meiner blühenden Periode mir übergeben. Wenn in der großen Lebensgeschichte das Band und die Kraft, die Alles umfasst, in dem liegt, daß man ahnet, sich wieder zu begegnen: so sei es die meine, wenn ich mit Rührung scheide! Friede, Freude, Genuß, Ruhe, Ausdauer und Erkanntwerden, sei Ihr edler Lohn! […]". - Gefaltet.

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326

Irving, Henry, British actor (1838-1905). Portrait signed and dedicated. No place, 1893. No place, 1893. 165:107 mm.

EUR 450.00

With all good wishes. - Irving became the first actor to be awarded a knighthood, indicating full acceptance into the higher circles of British society.

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327

[Kalbeck, Paul, Regisseur und Schriftsteller (1884-1949)]. Korrespondenzsammlung, teils in Zusammenhang mit der Hochzeit (bzw.... Scheidung) von Paul Kalbeck und Helene Thimig. Versch. Orte, 1908-1927. Versch. Orte, 1908-1927.

EUR 1,500.00

Enthält 2 eh. Briefe, 2 Telegramme, 1 mehrf. gefalt. Theaterplakat mit eh. Zusatz u. 9 eh. Postkarten an seine Eltern Max u. Julie Kalbeck von Paul Kalbeck. - Ein 4-seitiger Brief von Max Kalbeck an Hugo Thimig über die Scheidung von Paul K. u. Helene T. ("Lieber Hugo, seit drei Tagen bin ich wie vor den Kopf geschlagen [...]. Ich rede aber, nur im Einverständniss mit Julie, gegen den Willen unseres grossmütigen Paul, der auch jetzt noch alles vermieden sehen möchte, was seiner, einmal über alles geliebten Leni Kummer oder Sorgen bereiten könnte. Ich setzte voraus, dass Ihr, Du u. Fanni, nicht mehr zu den Ahnungslosen gehört, die gleich uns, aus den Wolken fallen, wenn sie erfahren, dass die Scheidung von Paul u. Leni bereits eingeleitet worden ist [...]" (24. IV. 1918). - 3 Briefe von Hugo Thimig an Julie Kalbeck (1901-04, zus. 3½ SS. 8vo) u. 2 Briefe an Paul Kalbeck (4. III. 1910 u. 22. V. 1918; zus. 5 SS. 8vo): "Mein lieber Paul! Ich danke Dir für Deinen Brief! Was soll ich Dir darauf antworten? Ich weiß es nicht [...]. Wir bleiben uns gut, lieber Paul [...]" (Wien, 22. Mai 1918). - Mit zahlr. Beilagen, darunter eine eh. Postkarte von Max Kalbeck an seinen Sohn Paul, 2 Briefe Paul Kalbecks an seine Schwester Flore (zus. 6 SS.), ein 4-seitiger Brief eines Frl. "Luise" aus Berlin (16. X. 1913) an ein "Fräulein Anna" über ihre Trennung von Paul Kalbeck sowie jeweils ein Brief an Paul Kalbeck und dessen Eltern von einem Frl. "Gina M." in Wien über deren Trennung von Paul Kalbeck: "Lieber Paul, hier schicke ich Dir Deinen Ring zurück, und löse somit auch jede äußere Verbindung zwischen uns [...]". - "Geliebte Eltern, einmal noch laßt mich Euch so nennen, jetzt, wo ich als Tochter von Euch Abschied nehme, und Euch innig danken will für die Liebe, mit der Ihr mich immer aufgenommen habt [...]. Daß er [Paul] schon viel Unheil gestiftet hat, und noch viel verursachen wird, ist eine Folge seiner unsteten Natur, und kein Charakterfehler. Er selbst leidet wohl am schwersten darunter; und diese Last wollte ich gern von ihm nehmen, und mit ihm einen wunderschönen Lebensweg gehen. Daß mir dies nicht gelingen wollte, ist traurig für uns beide [...]" (beide: Wien, 18. XI. 1908). Hier wiederum beiliegend ein 4-seitiger Brief von Pauls Mutter Julie über seine Trennung von Gina.

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328

Kinski, Klaus, Schauspieler (1926-1991). Eigenh. Brief mit U. ("Nikolaus"). [Wien, 24. XII. 1956]. [Wien, 24. XII. 1956]. 2 SS. Gr.-4to. Mit eh. adr. Kuvert.

EUR 800.00

An seine erste Gattin Gislinde Kühbeck in München: "Ich danke Dir für Deine Briefe! Ich danke Dir für alles! Ich danke Dir, daß Du mich nicht allein gelassen hast! Ich danke Dir!!!! Ich danke Dir! Ich habe noch keine Nachricht vom Burgtheater! Jetzt hat der Fischer (O. W. Fischer) auch noch einen Brief ans Burgtheater geschrieben für mich! Er ist mit dem Direktor befreundet! Er hat ihm geschrieben, daß ich ein Genie bin und daß er mich engagieren muß! Ich glaube, daß alles noch gut wird! Ich habe doch ein Recht auf den Vertrag! [...]". - Klaus Kinski hatte im Sommer 1955 unter der Regie von Fritz Kortner in Wien gedreht ("Sarajevo"), im Oktober in München einen Selbstmordversuch überlebt und war 1956 von Adolf Rott - der aus Kinski einen neuen Josef Kainz formen wollte - ans Burgtheater verpflichtet werden, wo er unter der Regie von Raoul Aslan die Titelfigur in Goethes "Torquato Tasso" verkörperte: "Doch Kinskis Traum am Burgtheater währte nur eine Vorstellung lang. Nach der Tasso-Premiere am 13. März 1956 setzte ihm der damalige Direktor Adolf Rott den Stuhl vor die Tür. Ursache dafür war wohl die Unfähigkeit des Individualisten Kinski, sich in ein Ensemble zu integrieren und den Regeln und Traditionen des altehrwürdigen Hauses am Ring zu genügen. So diente auch ein Tabubruch als offizieller Grund für die Trennung: Denn Kinski brach mit einer eisernen Regel aus dem 18. Jahrhundert, die es den Burgschauspielern untersagte, zur Entgegennahme des Applauses vor den Vorhang zu treten; er verteilte vielmehr eifrig Handküßchen an die Theaterbesucher" (Oliver Bentz: Einer, der die Extreme liebte. Klaus Kinski zum 75. Geburtstag und zum 10. Todestag. In Wiener Zeitung, Extra-Lexikon, [2001]). - Mit kleinen Faltspuren und gering gebräunt, kaum fleckig. - Das Kuvert mit Absenderadresse "Kinski, Wien, XIII, Steckhovengasse, 9".

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329

Lehmann, Lilli, Sängerin (1848-1929). Eigenh. Brief mit U. Berlin, 15. I. 1880. Berlin, 15. I. 1880. 1¾ SS. 8vo. Mit einigen Beilagen (s. u.).

EUR 350.00

An einen namentlich nicht genannten Direktor: "Mir ists sehr lieb dass Sie mir persönlich schreiben, ich bin gar nicht gewöhnt durch Agenten zu vermitteln u. finde man kommt so viel schneller zum Ziel. Für 400 M. kann ich nicht zum Concert kommen, es thut mir leid, aber das geht nicht, u. ich hätte es nur für 500 gethan wenn ich eben vor oder nachher im Theater singen hätte können. Den Vorschlag für April nehme ich gerne an, doch kann ich auch darin keine Bestimmungen ertheilen, weil ich zu der Zeit keinen Urlaub habe & mich hierin stets nach dem Repertoire richten muß; es kommt aber vor dass ich 14 Tage nichts zu thun habe […]". - Lilli Lehmann wurde von ihrer Mutter, der Sängerin und Harfenistin Maria Theresia Lehmann-Löw ausgebildet. 1865 hatte sie am Deutschen Landestheater in Prag ihr Debüt, dem Engagements in Danzig, Leipzig und an der Berliner Hofoper folgten. 1885 folgte sie einer Einladung der Metropolitan Opera in New York, wo sie als überragende Interpretin deutscher und italienischer Opernpartien gefeiert wurde. Lehmann heiratete 1888 den Tenor Paul Kalisch, kehrte 1891 nach Deutschland zurück und gehörte später wieder dem Ensemble der Berliner Hofoper an. Sie war auch als Gesangspädagogin tätig. - Beiliegend ein Ausschnitt der "Neuen Freien Presse" vom 10. Jänner 1904, die einen Brief Lehmanns vom 1. Jänner an einen namentlich nicht genannten Adressaten über die Aufführung des "Don Juan" in Paris abdruckte, sowie drei Photographien der Sopranistin, zweimal am Balkon ihrer Villa am Mondsee, einmal im Kostüm.

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330

Marais, Jean, French actor, writer, director and sculptor (1913-1998). Autograph album sheet with dedication, full-page drawing and... signature. Apparently Vienna, no date. Large 4to.

EUR 850.00

Mille Amitiés | A Rudolf Leithner [...]. - On headed stationery of the Intercontinental Hotel, Vienna.

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331

Monroe, Marilyn, actress (1926-1962). Business check, filled out in type and signed... by hand. No place, 24. VI. 1960. No place, 24. VI. 1960. 75:210 mm. Triple-matted and framed with the famous photo of Monroe standing over the subway grate on the corner of Lexington Ave. and 52nd Street.

EUR 5,500.00

Issued by the Marilyn Monroe Productions, Inc., and payable to Hedda Rosten for $65.85. Rosten was Monroe's secretary and a close friend of hers.

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332

Müller, Johann Heinrich Friedrich, Schauspieler (1738-1815). Eigenh. Brief mit U. [Wien], 22. X. 1814. [Wien], 22. X. 1814. 1 S. 8vo. Mit eh. Adresse (Faltbrief) und rotem Siegel.

EUR 450.00

An seinen Sohn Friedrich Joseph Müller (1768-1834), "Kammerthürhüter in der Antichambre Sr. Majestaet des Kaisers; Gegenwärtig zugetheilt, der kaiserlichen Frau Großfürstin Odenburg": "Da Du geliebter Sohn! gegenwärtig in der Abwesenheit Deiner zu bedienenden kaiserlichen Hoheiten, vieleicht [!] ein Viertelstündchen geschäftsle[e]r hast; - so ersuchet Dich Dein 77jähriger alter Vater, dessen Augen mit jedem Tage dunkler werden, beykommende stumpf geschriebene Federn, zu verbessern. Welche nicht mehr die gehörige Spitze und Spalte aushalten, wirf weg. - Laß von Deinem Karl neue kaufen und schicke mir solche durch ihn so bald es möglich ist. Ich werde sie auf der Stelle vergüten. Ich umarme Dich innigst in Gedanken! Deine brave Mutter grüßet und küsset Dich herzlich; so wie Deine Schwestern. Wir beyden Alten können uns nur in unserer Wohnung über die sehnlichst gewünschte und so segenreiche Gegenwart, der so fest gebliebenen großen erhabensten Monarchen und Ihrer ruhmwürdigsten Feldherren, Staatsmänner und Minister, in der Stille freuen, da uns Jahre drücken, wir daher nicht mehr vermögend sind die Wonne zu genießen, die Du geliebter Sohn in so reichhaltiger Fülle empfindest […]". - Müller kam nach dem Studium in Halle über Engagements in Hamburg, Roswalde und Linz 1763 an das Wiener Burgtheater, wo er bis 1801 nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Direktor wirkte (vgl. DBE). Im Auftrag Kaiser Josephs II. knüpfte er Kontakte zu bedeutenden Theaterpersönlichkeiten seiner Zeit, u. a. zu Lessing und Wieland, und konnte einige der besten Schauspieler seiner Zeit für das Burgtheater gewinnen. Sein Sohn Friedrich Joseph wirkte von 1785 bis 1804 als Hofschauspieler, danach als k. k. Kammerdiener.

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333

Piscator, Erwin, German theatre director and producer (1893-1966). Typed letter signed. Neuilly-sur-Seine, 5. VII. 1937. Neuilly-sur-Seine, 5. VII. 1937. 4to. ½ p.

EUR 350.00

To the Belgian author, filmmaker and documentarist Henri Storck about the "Schwejk project": "[...] Croyez-vous qu'il soit possible de tourner le 'Schwejk' en Belgique et qu'on puisse y trouver le capital nécessaire pour réaliser ce film? Je vous serais très reconnaissant si vous pouviez me renseigner le plus rapidement possible à ce sujet [...]". - Slight damage to edges.

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334

Pixis, Francilla, Sängerin (1816-1888). Eigenh. Brief mit U. Prag, Februar 1843. Prag, Februar 1843. 4 SS. auf Doppelblatt. 8vo.

EUR 350.00

An die Schauspielerin Louise Schönfeld-Neumann (1818-1905), die Tochter des Schauspielerehepaars Karl Neumann und Amalie Haizinger: "Ich habe dich viel zu lieb, als daß ich dich nicht von einem wichtigen Ereigniß in Kenntniß setzen sollte was mich angeht! - Erfahre denn ohne alle Umschweife, daß das Verhältnis mit A. H., aufgelößt ist - Er konnte die Bedingung, welche mein Pflegevater, so wie meine Mutter ihm gestellt hatte, nicht erfüllen; nämlich die, eine fixe Anstellung u. damit verbundenen Lebenszweck zu erlangen. - Mein Vater obschon wohlhabend, ist es jedoch nicht in dem Grade, ihn gänzlich u. ordentlich etablieren zu können - und außerdem allem, habe ich bei näherem Beisammenseyn gefunden, daß er nicht die Eigenschaften besitzt, welche nöthig sind, eine Frau glücklich zu machen, indem er einen viel zu leichtsinnigen u. flatterhaften Charakter hat. - Ehe ich zu dieser Uiberzeugung gelangt bin, habe ich zwar manche trübe Stunde erlebt - denn du weißt liebe Louise, wie sehr ich ihm geneigt war - allein es ist beßer, eine kurze Zeit zu leiden, als für sein ganzes Leben unglücklich zu werden! Ich gab ihm mit weniger Schmerz sein Wort zurück als ich es je gedacht hätte - meinem Schöpfer dankend, daß er mir noch zu rechter Zeit die Augen geöffnet hat! - Mit doppeltem Eifer werde ich mich nun von neuem meiner Kunst widmen, die (ich gestehe es dir aufrichtig) in letzterer Zeit etwas von mir vernachläßigt wurde - sie bleibt jedoch immer unsere treuste Gefährtinn [!], kennt auch keine Rache - denn sie nimmt uns mit Freuden wieder auf u. an!! Meine gute Louise, möge diese bittere Erfahrung deiner Freundin, eine Mahnung für dich seyn - obwohl du klug genug bist, u. keiner Beispiele bedarfst - doch kann man immer nicht wissen was uns bevorsteht - manchmal täuscht sich auch der oder die Klügste! […]". - Die Adoptivtochter des Pianisten Johann Peter Pixis wurde von diesem unterrichtet und war als Konzertsängerin tätig. Nach ihrem Debüt 1833 in München sang sie in Berlin, Leipzig, Dresden, Mannheim, Wien, Paris, London und Italien. Der italienische Opernkomponist Giovanni Pacini schrieb für sie die Titelrolle in der Oper "Saffo". Pixis sang vor allem Partien des italienischen Belcanto, u. a. die Amina in Bellinis "La Sonnambula". - Auf Briefpapier mit gepr. Vignette.

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