349

Adenauer, Konrad, Politiker, erster Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland (1876-1967). Gedruckte Karte mit eigenh. U. O. O. u. D. Kl.-4to.

EUR 220.00

Herzliche Wünsche zum Weihnachtsfest und zum Neuen Jahr […].

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350

Atatürk, Turkish army officer in the Ottoman military and first President of Turkey (1881-1938). Portrait signed and inscribed. N. p., 22. VIII. 1922. N. p., 22. VIII. 1922. 220:160 mm. Mounted on cardboard.

EUR 25,000.00

An appealing knee-length portrait en face, dedicated to the Sinop Red Cross Society (Sinop Hilali Ahmer Cemiyeti).

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351

[Austria]. - Guestbook. Guestbook of the Austrian motorized transportation unit, comprising... 33 entries by monarchs and leading international politicians escorted during state visits. [Vienna], 1957-1962. [Vienna], 1957-1962. 106 ff., containing 25 pp. of signatures.

EUR 18,500.00

This exceptional album from the collection of colonel J. Schwarzlmüller contains signatures of the following monarchs, heads of state and politicians: Adolf Schärf, Konrad Adenauer, Heinrich von Brentano, King Paul I of Greece with his family (Queen Frederica, née Princess of Hanover, Princess Sophie, later Queen of Spain, Princess Irene and Constantin, Duke of Sparta, later King Constantin II), Einar Gerhardsen, Rodion J. Malinkowsky, Nobusuke Kishi, Julius Raab, Gaston Eyskens, H. E. Sukaro, Mohammad Rehza Pahlavi (Shah of Persia), Manindra (King of Nepal), Nikita Khrushchev, A. A. Gromyko, A. N. Kossygin, Willy Brandt, King Gustav VI Adolf of Sweden, Urho Kekkonen, John F. Kennedy and Jacqueline Kennedy, Mamatou Dia, Heinrich Lübke and his wife, Queen Juliane and Prince Consort Bernhard of the Netherlands, King Frederik IX of Denmark and Queen Irene, née Princess of Sweden, U Thant, as well as Josip Broz Tito (1967).

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352

Bamberger, Ludwig, Bankier und Politiker (1823-1899). Brief mit eigenh. U. Berlin "W., Margarethenstr. 18", 8. IV. 1879. Berlin "W., Margarethenstr. 18", 8. IV. 1879. 1 S. Gr.-8vo.

EUR 450.00

An namentlich nicht genannte Herren des Verlags von Heinrich Hübner: "Ich möchte gerne die in Ihrem Verlag erschienene Schrift 'der Ministerwechsel oder die Goldwäscher zu Grenzdorf' in der Freihandels-Korrespondenz anzeigen lassen. Wollen Sie mir nicht zu diesem Zweck einiges Nähere über die Entstehung der Schrift mittheilen oder mich mit dem Verfasser in Verbindung setzen [...]". - Die Schrift "Der Ministerwechsel oder die Goldwäscher zu Grenzdorf" stammt von Heinrich Hübner und wurde 1851 in dessen Verlag in Leipzig veröffentlicht. Ludwig Bamberger stammte aus einer jüdischen Bankiersfamilie und gilt als einer der bedeutendsten Vertreter des deutschen Liberalismus zur Zeit der Reichsgründung. 1870 gehörte er zu den Gründern der Deutschen Bank AG. Anfang der 1870er Jahre war Bamberger einer der wichtigsten Finanzpolitiker. Bamberger war ebenfalls an der Gründung der Reichsbank beteiligt und gilt als Vater der Münzreform sowie der deutschen Mark. - Spuren alter Faltung.

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353

Bismarck, Otto von, German statesman (1815-1898). Autograph letter signed ("vBismarck"). No place, "Lundi 6hr ½", [1866, according to a small remark in pencil]. No place, "Lundi 6hr ½", [1866, according to a small remark in pencil]. 8vo. ¾ page.

EUR 800.00

In this note written on Monday at 6:30 a.m. Otto von Bismarck tells Vincent Count Benedetti that his short trip will be taken by stages of 30 minutes, starting at 8 o'clock. Bismarck asks Benedetti whether he could come before that. "Pourriez-vous venir avant? Tout à vous vBismarck" (transl: "Could you come earlier? Entirely yours vBismarck").

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354

Brück, Christianus von, sachsen-weimarischer Kanzler (1516-1567). Eigenh. Brief mit U. Weimar, "Donnerstags am tage Margarethe" [d. i. 20. VII.] 1559. Weimar, "Donnerstags am tage Margarethe" [d. i. 20. VII.] 1559. 1S. 4to. Mit eh. Adresse verso (Faltbrief).

EUR 1,500.00

An "Magister Sebastiano Glaßer hennebergschen Canzler zu Schleussingen" über nicht näher genannte Vorkommnisse, die "Fürst vnd Herrn von Hennebergk" und "Herzog Johann Friderich der Mitler" betreffen, die einen Boten abfertigen werden. - Christianus von Brück bekleidete von 1543 bis 1567 den sächsisch-ernestinischen Rat unter Johann Friedrich II., ab 1556 das Kanzleramt und wurde 1566 Geheimer Rat. Zuletzt war Brück in die sogenannten Grumbachischen Händel verwickelt, wurde verurteilt und gevierteilt. - Mit Falt- und Siegelspuren sowie einer hs. Notiz verso "Doctor Bruck schreibth mir gesammbth ehrenhalber".

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355

Bunsen, Christian Frh. von, preußischer Diplomat (1791-1860). Eigenh. Brief mit U. Rom, 30. XII. 1824. Rom, 30. XII. 1824. 1¼ SS. 4to. Mit eh. Adresse verso.

EUR 850.00

An Professor Reiter in Florenz: "[...] Mai hat nachdem er 3 Wochen höchstens hier gewesen, nicht allein einen Codex rescriptus mit dem zweiten Bande von Fronto, sondern auch einen anderen mit 300 Seiten von Cicero de republica gefunden: beide Bücher sind [...] aus der Bibliothek des Klosters Bobbio (ein Schottenkloster). So hart es für Niebuhr sein muß zur Belohnung seiner unermüdeten Nachsuchungen nichts bedeutendes aus der Vaticana gefunden zu haben [...] so groß ist seine Freude über diesen so viel versprechenden Fund. [...] Mehrere ägyptische Papyrusrollen sind hier angekommen, theils mit Hieroglyph u Syllabanischer Schrift, theils mit griechischen und koptischen Buchstaben. Nieb. hat den Cardinal bewogen von denen mit Sylbenschrift [...] ein Facsimile an Champollion-Figeac zu schicken, der endlich die schwierige Schrift durch das Denkmal von Rosette und ein tiefes Studium des Koptischen entziffert hat [...]". - Nach dem Abschluss seines Studiums der Theologie und Philologie war Bunsen als Assistent des preußischen Botschafters in Rom, Barthold Georg Niebuhr, beschäftigt. Als dieser 1825 als Althistoriker an die Universität Bonn berufen wurde, erhielt Bunsen das Amt des Botschafters. Während seiner Zeit in Rom begann er sich zunehmend für die Entzifferung der Hieroglyphen zu interessieren. Im Jahr 1841 nahm Bunsen seine Tätigkeit als preußischer Gesandter in London auf, wo er bald den Kontakt zu den britischen Ägyptologen suchte und sich um die Verwirklichung einer Expedition nach Afrika bemühte, für die er den preußischen König Friedrich Wilhelm IV gewinnen konnte. Die preußische Forschungsexpedition in Ägypten und Nubien, die zwischen 1842 und 1845 stattfand, war ein großer Erfolg.

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looking for a bride
356

Catherine the Great, Empress of Russia (1729-1796). Autograph letter signed ("Caterina"). No place, 13. VI. [1773]. No place, 13. VI. [1773]. Small 4to. 2/3 page.

EUR 12,000.00

To Lieutenant General Friedrich Wilhelm von Baur about the visit of the Countess Palatine Caroline of Deuxponts, whom she had invited together with three of her daughters to find a fiancée for her son, the future Emperor Paul I of Russia, letting him know that the Countess would spend a night in Yamburg and would have lunch with her in Gatchina on Saturday: "Herr General Lieutenant die Landgräfin wird diese nacht in Yambourg schlafen [...] den Sonabend aber zu Gatschina mit mir den mittag speisen [...]". - The visit had been a success: Paul was to marry Caroline's daughter Wilhelmina Louisa the very same year.

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357

Colloredo-Waldsee, Rudolph Joseph Fst. von, Reichsvizekanzler (1706-1788). Schreiben mit eigenh. U. ("dienstschuldigster Diener R[eichs]fürst Colloredo... mp"). Wien, 9. IX. 1775. Wien, 9. IX. 1775. 1 S. Folio.

EUR 250.00

An einen Reichsgrafen: "Mit Euer Excellenz schätzbaren Zuschrift vom 14ten und 29ten des letzt abgewichenen Monats August habe ich beyde an Kai. Mai. angebogene Hauptberichte über Dero Beurlaubung bey den Euer Excellenz Ministerio anvertraut gewesenen Höfen wohl zu erhalten die Ehre gehabt, und nicht ermangelt, allerhöchst gedacht Seiner Mai. solche mit den dabey befindlichen Recredentialien geziemend vorzulegen. Da nun in solchem Maaß Euer Excellenz das von Ihro bis nun zu aufgehabte Ministerium rühmlich vollendet haben, und ein weiteres zu erwarten nicht mehr erfoderlich [!], weder zu erwarten seyn will, so wünsche Deroselben im Gegentheil zu dem antritt [!] der neuen Würde all ersinnliches Vergnügen, und beharre allstetts [!] mit ausnehmender Hochachtung [...]". - Papierbedingt gleichmäßig gebräunt und mit kleinen Spuren alter Faltung.

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358

Coubertin, Pierre de, Pädagoge und Begründer der modernen Olympischen Spiele (1896), bis 1925 deren Präsident (1863-1937). Eigenh. Brief mit U. Lausanne, 3. VI. o. J. 4 SS. 4to.

EUR 2,500.00

Inhaltsreicher und persönlich gehaltener Brief an einen "cher bon ami" über den Gesundheitszustand seiner Tochter Renée (d. i. Renée de Frédy de Coubertin, 1902-1968), für die das "horrible climat" Locarnos schlecht gewesen sei. Mit ihr zusammen sei er über den Gotthard mit dem Zug zurückgekommen, seine Tochter sei dann nach Küsnacht weitergereist. De Coubertin berichtet im Folgenden über Renées dortigen Aufenthalt, beschreibt das Sanatorium und nennt dem Empfänger die Adresse, an die dieser für Renée einen Brief schreiben solle.

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359

Dalai Lama, der 14., d. i. Tenzin Gyatso (geb. 1935). Portraitpostkarte mit eigenh. U. sowie der von Heinrich... Harrer. O. O. u. D. 1 S. 8vo.

BN#47336

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360

Ebert, Friedrich, erster Reichspräsident der Weimarer Republik (1919-1925). Albumblatt mit eigenh. U. O. O. u. D. Qu.-8vo.

Vorgefertigtes Albumblatt bzw. Autogrammkarte, lithogr. Aufdruck: "Der Reichspräsident".

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361

Elisabeth Charlotte (Liselotte) von der Pfalz, Herzogin von Orléans (1652-1722). Eigenh. Adresse. O. O. u. D. 1 S. Qu.-4to.

EUR 800.00

Abgerissenes Gegenblatt eines Briefs an ihre Halbschwester, Luise Raugräfin zu Pfalz (1661-1733). - Faltspuren. Mit schönem Siegel (klassischer Kopf).

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362

Ernst August von Braunschweig-Calenberg, Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg (Hannover) (1629-1698). Eigenh. Brief mit U. Weblinghoven, 29. X. 1676. Weblinghoven, 29. X. 1676. 5½ SS. auf geheft. Doppelblättern. 4to. Mit eh. Adresse verso (Faltbrief) und Siegel.

EUR 4,500.00

An Ottone Enrico del Carretto, Marchese di Savona e di Grana, Conte di Millesimo (1629-85) in Wien mit der Bitte um Anfrage beim Kaiser zwecks Zuschüssen und Quartieren für das Heer und mit wiederholter Versicherung seines ergebenen Dienstes für Seine Majestät. Ernst August gesteht dem Marquis de Grana zu, die Lage in diesem Land am besten einschätzen zu können. Er gibt die Möglichkeit zu bedenken, dass die Truppen nicht mehr gesund werden könnten, aus Unglück oder wegen eines feindlichen Überraschungsangriffes, und dass sie keine Entspannung der Lage garantieren können, weil sie in "bösen Dörfern" seien. Er selbst sei nur für den Dienst am Kaiser und am Kaiserreich in den Krieg eingetreten, wolle diese Kompanie mit vier zusätzlichen Regimentern führen und habe alle anderen Interessen aufgegeben: "[...] il ny a persone qui conoisse mieu la situation de ces peys icy que vous et je vous lesse jujer [...] si les choses ne sont pas come je les represente et s'il est possible que mes troupes ne gerissent vu par la misere vu par la surprise des ennemis contre les quelles il ne ce peuvent garantir destendes comme elles sont den des maichent vilages. Je peux attester avec verite que je ne suis entre den ceste guerre que pour le service de l'Ampereur et de l'Ampire et je continuere d'y servir de touttes mes forces et de tout mon pouvoir mais sen quartiers et subsides il m'est impossible, j'ay maine ceste companie 4 regiments de plus en companie que je restois oblige et j'ay abendonne tout autre interres pour appuier ceus du partie [...]". - Ernst Augusts stehendes Heer unterstützte Kaiser Leopold I. in den beiden Angriffskriegen, die der französische König Ludwig XIV. gegen die Niederlande (1672-78) und gegen die Pfalz (1688-97) führte, sowie im Türkenkrieg (1688-99). Für seine Verdienste um das Hl. Römische Reich wurde ihm von Leopold 1692 die Kurwürde verliehen, die Geburtsstunde des neunten Kurfürstentums Braunschweig-Lüneburg ("Kurhannover"). - Spuren alter Faltung. Durchwegs leicht gebräunt. Beide Ecken des letzten Blattes ausgerissen. Ausriss durch Siegelöffnung.

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363

Firmian, Karl Joseph Graf und Herr von, Südtiroler Kunstsammler und Politiker (1716-1782). Brief mit eigenh. U. Milan, 25. V. 1776. Milan, 25. V. 1776. 1 S. 4to.

EUR 1,250.00

In italienischer Sprache an "March.e Bonifazio Rangoni", über die Mitteilung des Grafen Gio: Batta d'Arco, dass Rangoni die Schönen Künste mit einer Spende an die königliche Akademie von Mantua unterstützt hat, wobei Firmian ihm seinen hochachtungsvollsten Dank dafür ausspricht: "Il. Sig.r Conte Gio: Batta d'Arco mi ha partecipato una notizia di molta mia soddifazione, avviando mi, che V. S. Illmo seguendo il naturale suo istinto di promovere le belle Arti, ha fatto un dono di Stampe alla Reale Accademia di Mantova, la quale gio Le professo delle altre obligazioni; perlocché [assico?]: randola del particolare mio gradimento, Le rendo distinte grazie dei favori; ch'Ella comparte all'Accademia, e deridero le occarioni di dimostrar le non meno la mia riconoscenza, che la perfett.mo stima e rispetto, con cui passo a protestarmi [...]". - Firmian wurde als österreichischer Gesandter 1753 nach Neapel und einige Jahre später als Minister in die Lombardei entsandt. Während Mozarts Aufenthalt in Italien war Firmian dessen wichtigster Förderer.

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364

Gentz, Friedrich von, Schriftsteller, Staatsdenker und Politiker (1764-1832). Eigenh. Brief mit U. O. O., ["Donnerstag Abend"] 24. IX. (o. J.). 1 S. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. Mit eh. Adresse verso (Faltbrief).

EUR 650.00

An Herrn "Major von Prokesch", d. i. Graf Anton Prokesch von Osten (1795-1876): "Die Krönung ist auf den Sonntag festgesetzt. Der Fürst reiset morgen früh um 4 Uhr nach Preßburg. Ich - zu meiner unaussprechlichen Qual - muß ihm übermorgen folgen. Sollte ich Sie morgen im Laufe des Tages nicht sehen, so richten Sie Sich auf jeden Fall so ein, mich morgen Abend zu besuchen, wo mir nichts glücklicheres begegnen kann, als eine Stunde oder zwey mit Ihnen zuzubringen [...]". - Mit einem kleinen Ausriss.

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365

Görtz, Johann Eustachius Graf von Schlitz, Erzieher, Diplomat und Schriftsteller (1737-1821). Eigenh. Brief mit U. Berlin, 17. VI. 1802. Berlin, 17. VI. 1802. 3½ SS. auf Doppelblatt. 4to.

EUR 1,500.00

In Französisch an einen namentlich nicht genannten Adressaten mit Versicherungen seiner Freundschaft und der erneuten Anfrage nach der derzeitigen Situation des Empfängers. Görtz erwähnt ein Treffen in München, wobei er davon ausgeht, dass der Empfänger damit nicht zufrieden gewesen sei. Er selbst sehe den nicht weiter erörterten Vorfall weniger schwarz, auch wenn sich das Leben beider Männer seither auf unangenehme Weise verändert habe. Görtz musste umziehen und wohnt nun beim Diplomatischen Korps. Nachts käme er nicht vor 2 Uhr zum Schlafen, doch habe er sich schon daran gewöhnt. Weiters interessiere er sich für die Zufriedenheit des Grafen Einsiedel in München; und den Nachfolger, den Einsiedel anstelle des Adressaten ernannt habe, kenne er nicht. Am Ende fragt Görtz nach Details über die Etiquette und den Aufwand des Herzogs von Bayern beim Besuch des Ministers von Frankreich und des Grafen Einsiedel: "[...] Donnés moi je vous prie quelque details sur Votre existance actuelle - si bientot Vous occuperés la place que mes sentimens Vous sentiraient dabord - et surtout si Vous êtes content. J'ai l'idée que Vous regretterés Munich - ce qui n'est pas precisement mon cas - mais cependant il s'accorde que nous aurons tous les deux dû adopter un changement d'existance qui nous contrarie. Quant aux circonstances de ma place Vous verrés par mes rapports que je n'ai entairement [!] qu'a me louer - mais le phisique [!] du local, point de Société excepté une Cohue pendant 2 à 3 mois d'hiver - ou une Société qui derange mon trais [!] de vie accoutumé, ioint a cela une Cherté excessive, ne me satisfait point. Par besoin de Société et pour être au courant et en liasion avec mes confrères - j'ai du me livrer à celle du Corps Diplomatique qui avait habituellment du monde - il en resulte que je ne me couche iamais avant deux heures du matin. [...]". - Görtz nahm in seiner Funktion als kurbrandenburgischer Reichstagsgesandter in Regensburg von 1788 bis 1806 am Rastatter Friedenskongress sowie an der Reichsdeputation teil, die nach dem Frieden von Lunéville zusammengetreten war. - Tadellos erhalten und mit einer kleinen Sammlernotiz in Tinte.

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366

Gortschakow, Alexander Fürst, Diplomat, Außenminister und Kanzler (1798-1883). Eigenh. Brief mit U. O. O., ["ce Dimanche matin"]. 7 Zeilen. Qu.-8vo.

EUR 2,500.00

In Französisch, bittet M. de Struve in dritter Person um etwas Zeit für eine kleine diplomatische Arbeit: "Si Monsieur de Struve a quelque moment de loisir à m'accéder je Lui serai bien obligé de vouloir bien passer chez moi ce matin et de m'accéder donc un petit travail diplomatique. À Lui M. l'assurance de mes sentimens [!] très distingués [...]". - Gortschakow war als russischer Gesandter beim Deutschen Bund in Frankfurt tätig und lernte dort 1850 den preußischen Vertreter, den jungen Otto von Bismarck, kennen. - Auf hellblauem Papier; die Datumsnotiz von anderer Hand "22. Aout 52"; mit einer Sammlernotiz in Bleistift.

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367

Khlesl, Melchior, Bischof von Wien und kaiserlicher Kanzler (1552-1630). Eigenh. Brief mit U. Prag, 25. IX. 1617. Prag, 25. IX. 1617. 1 S. Folio.

Mein f[reundlich] dienst auch was ich mehr liebs und guets vermag hochwüerdiger fürst besonders lieber h[err] und freundt. Auf das ansehentlich erbieten (im fahl sy der Kay. Mt. auf diser raiß dienen kundten) so E. L. schriftlich an mich gelangen lassen, seie ir Mt. bewegt worden in das allerhöchste negotium weliches sy derzeitt haben aufzutragen, darzue ich meines thails desto mehr geratten weill E. L. und die catholischen höhers nichts als die succession und curfürsten tag getriben, desto mehr werden sy allenthalben angenämb sein. Bey Pfalz ebenffalls weill sy dat man sich alda eines modi die gravamina beiseits zu legen zu vergleichen willens versichern künnen, ir Mt. den König und ganzes hauß obligiren sy ir desto mehr, desto lieber sy dises negotium über sich genummen. Der h[err] Hegemüller ist ir derhalben zuegeordnet weil er ein man secundum cor Dei ist und den sy lieben, der hat von ir Mt. mehrers im bevelich, welichem ich mich gleichnffals ganz billig vertraut deswegen ich billich abbrich und E. L. götlichen gnaden bevehlen thue. - Das Gegenblatt mit der Adresse bis auf einen breiten Steg abgeschnitten.
¶ Nicht bei Hammer-Purgstall.

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368

Knigge, Heinrich von. Obligation. [Hannover?], 18. V. 1359. [Hannover?], 18. V. 1359. Deutsche Handschrift auf Pergament. Mit 8 Siegelpressen aus makulierter Urkunde. 95:220 mm.

EUR 3,500.00

Heinrich von Knigge und Familie beurkunden eine Schuld von 20 Mark Silber Hannoveranischer Währung ("twintich mark lodeghes zulveres Honouerscher wichte und were") bei Margarethe, "husfrouwe" des Conrad von Lude, Bürgers von Hannover. Zahlbar ist die Schuld zum 26. April 1360 bei 10% Zinsen ("to tynse twe mark"). - Es bürgen die Herren von Alten, von Winnighusen und von Herbecke. - Zu den prominenten Mitgliedern des seit 1241 bezeugten Geschlechts der Knigge zählt u. a. der Namensgeber des bekannten "Benimmratgebers". - Etwas angestaubt, sonst gut erhalten.

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369

La Trémoille, Louis II. de, Feldherr (1460-1525). Brief mit eigenh. U. Dijon, 23. IX. 1522. Dijon, 23. IX. 1522. 1 S. Qu.-8vo.

EUR 3,500.00

Schönes Stück in französischer Sprache, an die Prinzessin von Oranien in Joinville (lt. beiliegender alter Katalogbeschreibung zu identifizieren mit Louise de Montmorency, 1496-1547), mit der Mitteilung, daß Bedienstete der Erzherzogin Margarete von Österreich (1480-1533) ihr einen Pass des Königs François I. überbringen würden: "[...] Les com[m]is de madame l'archiduchesse […] vous diront de leur besongne [...] que le Roy ma envoye une passe porte pour ceux […] Dedans peu de jours vous aviseray de la response que jauray du Roy comme jay conclu aveque lesdits commis [...]". - Sehr selten.

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370

Lassalle, Ferdinand, Sozialdemokrat (1825-1864). Schriftstück mit eigenh. U. Berlin und Leipzig, 21. XI. 1860. Berlin und Leipzig, 21. XI. 1860. 2 SS. auf Doppelblatt. Folio. Mit einer Beilage (s. u.).

EUR 6,500.00

Verlagsvertrag mit F. A. Brockhaus über sein rechtsphilosophisches Werk "Die Theorie der erworbenen Rechte und die Collision der Gesetze", das den ersten Teil des 1861 bei Brockhaus erschienenen "Systems der erworbenen Rechte. Eine Versöhnung des positiven Rechts mit der Rechtsphilosophie" bildete. - Mit zwei Siegeln "FL" und "AB"; einige Falteinrisse und Randläsuren. - Beiliegend eine zeitgenöss. "Abschrift des Originaltestamentes von Ferdinand Lassalle d. d. 27. August 1864" (3 SS. auf Doppelblatt. Folio).

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371

Lindenau, Bernhard August von, Astronom und Staatsmann (1779-1854). Eigenh. Brief mit U. Gotha, 28. V. 1820. Gotha, 28. V. 1820. 1 S. 8vo.

An einen namentlich nicht genannten Adressaten mit Dank "für die erbetene Uebersendung des Kupferstichs von Ems; heute erbitte ich mir 1. den Kupferstich vom Kloster Arnstein an der Lahn. 2. Primavesi [R]heinlauf. Ich füge keine baare Zahlung bei, da Sie mir vielleicht eine hiesige oder Leipziger Buchhandlung angeben koennen, an die ich die Zahlung leisten kann [...]". - Lindenau war Direktor der Sternwarte in Gotha und gab von 1815 bis 1818 die "Zeitschrift für Astronomie und verwandte Wissenschaften" heraus. Nachdem er 1820 Minister und Geheimer Rat in Gotha geworden war, musste er bereits 1822 die Regierungsgeschäfte für den krankheitsbedingt unzurechnungsfähigen Herzog Friedrich IV übernehmen und konnte das Herzogtum bis zu dessen Tod 1825 handlungsfähig halten. Zwei Jahre später trat er in den Dienst des Königreichs Sachsen und war zwischen 1831 und 1843 Vorsitzender des Gesamtministeriums. Als bedeutender Kunstmäzen legte er große Sammlungen an, die im Lindenau-Museum in Altenburg zugänglich sind. - Mit einer Fehlstelle am linken Seitenrand (kein Textverlust).

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372

Livingstone, David, African explorer (1813-1873). Autograph letter signed. Burnbank Road, Hamilton, 8. VI. 1865. Burnbank Road, Hamilton, 8. VI. 1865. 8vo. 3 pp. on on bifolium. With one addendum (s. b.).

EUR 9,500.00

The letter is addressed to Peter Le Neve Foster, Secretary to the Society of Arts, with whom Livingstone corresponded a good deal during this period, asking him to supply samples which give an idea of the papers for the Indian civil service examinations: "[...] Neither of my boys are fit as yet for it but I would like to shew them what is expected one of them got prizes for Geography German French & Latin yesterday and seems likely to go on in these studies - Another got a prize for drawing - I wish to set them to aim high [...]". - Livingstone worries about the future of his surviving son, while preparing for his final departure for Africa that August. He had been invited to return to Africa by the Royal Geographic Society that January, in order finally to sort out the problem of the Nile. He wrote this letter when staying with his long ailing and bedridden mother. Soon afterwards, thinking that she was rallying, he dashed down to Oxford in order to deliver a lecture, where he received a telegram announcing her death on the eighteenth. He and his wife Mary, who had died in Africa in 1862, had three sons, Robert Moffat Livingstone (1846-64), Thomas Steele Livingstone (1849-76) and William Oswell Livingstone (1851-92). Robert, the eldest, had died of his wounds the previous December, while fighting on the Union side in the American Civil War under the name Rupert Vincent so as not to bring discredit to his father, who was wont to accuse him of trading off his name. In Tim Jeal's opinion, 'Robert's life is really the story of Livingstone's failure as a parent' (Livingstone, Pimlico edition, p. 281). Oswell, the youngest, fell out of favour when in 1872, as a member of the RGS relief expedition that had been upstaged by Stanley, he failed to join his father but instead recommended him to return home, causing his father to dub him 'as poor a specimen of a son as Africa ever produced'. Tom, the middle and eldest surviving son, stayed the course and was to act as his father's chief executor; although it was to be his sister Agnes, Livingstone's doted-upon daughter, who became chief guardian of his reputation. - An album with letters to Foster by Henry Cole and others is included in the lot.

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For these Jews are not Jews, but devils incarnate who curse our Lord
373

Luther, Martin, theologian and reformer (1483-1546). Autograph letter signed ("Martinus LütheR D"). [Wittenberg, ca 1 Sept. 1543]. [Wittenberg, ca 1 Sept. 1543]. Folio (200 x 307 mm). 2 pp. German manuscript (brown ink) on paper (watermark: letter F in circle).

EUR 350,000.00

An extensive, uncommonly well-preserved letter to Georg Buchholzer (1503–66), Provost of St Nikolai in Berlin, regarding the latter’s altercation with the Brandenburgian court preacher Johann Agricola from Eisleben (1492–1566, also known as “Magister Eisleben”) about the treatment of the local Jews. Prince Elector Joachim II, who in 1539 had introduced the Reformation to Brandenburg and whose tolerant politics toward Jews enraged the population, had long desired a reconciliation between Luther and his former disciple Agricola, and he must have suspected that Provost Buchholzer was poisoning Luther’s mind against his court preacher. Buchholzer therefore wrote to Luther requesting an interpretation of some Biblical verses by which Agricola justified his pro-Jewish stance, and in his answer Luther insists that Buchholzer has done well to preach against the Jews and shall continue to do so, ignoring the habitual liar Agricola: “Grace and Peace. My dear Provost! I must be brief with writing, for the sake of my weak head. You are aware that you have no previous association with me, nor I with you, other than that you recently wrote to me asking for an explanation regarding several statements. And even if you were to write me many things about M. Eisleben, how could I believe you alone? For whoever says that you or anyone in Berlin or in all of Brandenburg is inciting me against Eisleben, if he says so unwittingly, may God forgive him, but if he says it knowingly, then he is a roguish liar, as well as M. Eisleben himself has lied frequently, here in Wittenberg. M. Eisleben needs nobody to incite me against him; he himself is much better at that, much better than anyone whom he might suspect of such dealing. He knows that full well. [...] In my opinion, he will give up his life before he gives up his lying. – You have preached against the Jews and fought serious battles over that with the Margrave. [...] And you were quite right to do so. Stand fast and persevere! The words against you which you quoted to me, allegedly protecting the Jews, I will not hope to be true, nor shall I believe that M. Eisleben ever will preach or ever has preached such. I do not yet consider him so deeply fallen. May God prevent him! [...] For then M. Eisleben would not be the Elector’s preacher, but a true devil, letting his sayings be so shamefully misused to the damnation of all those who associate with Jews. For these Jews are not Jews, but devils incarnate who curse our Lord, who abuse His mother as a whore and Him as Hebel Vorik and a bastard, this is known for certain. And anyone who is capable of eating or drinking or associating with such a foul mouth is a Christian as well as the devil is a saint. [...] You may show this letter to whomever you wish. I do not know, nor do I care, who wrote the other three letters from Wittenberg to Berlin. You will undoubtedly confess this to be the first letter you ever received from me. For your name and person were previously unknown to me [...]” (translated). - Luther had apparently forgotten that several years previously, in late 1539, he had answered a letter of Buchholzer’s inquiring about Catholic rites still in use in Reformed Brandenburg. More notably, although Luther is writing to a fellow scholar, this letter is written in German so as that the recipient may show it “to whomever he wishes” – that is to say, to the Elector himself, thus providing Buchholzer with a writ of protection against any suspicion which Joachim may harbour against him. - The Hebrew words “Hebel Vorik” (vanity and emptiness) are taken from Isaiah 30:7. They were part of a Jewish prayer in which Jews thanked God for having made them different from those peoples who worshipped “Hebel Vorik”, though Luther construed the words as a code for Jesus Christ. - Luther’s anti-Judaism had not always been this rabid – as a young man he had spoken out judiciously against the traditional defamation of Jews and against all forms of forcible conversion – but he soon grew increasingly bitter, and by 1543 his attitude was one of undisguised loathing. His most notorious antisemitic pamphlet, “On the Jews and Their Lies”, was published only months before the present letter was written. With the same rhetorical skill with which he had previously ridiculed the papacy he now invoked a grotesque abhorrence of Judaism. As an embodiment of his sentiments in his later years, demonstrating how precisely the antisemitic church politics and discourse of the 1540s matched Luther’s instructions, the letter has been quoted or paraphrased by several important biographies of the Reformer (cf. M. Brecht, Luther, vol. 3 [1987], p. 344; most recently: L. Roper, Luther [2016], p. 532 n. 33). - Less than two years later, in a letter dated March 9, 1545, Luther would write to Elector Joachim II directly, warning him against the “tricks” of the Jews, in whom he is said to have too much confidence, adding that he is “glad that the Provost [Buchholzer] is so severe on those Jews, which is a proof of his loyalty to your Grace; and I encourage him to continue in the path he has chosen”. - Condition report: several corrections in the text by Luther’s own hand. Date of receipt noted by Buchholzer at the foot of the verso page: “Received by me in Berlin on Wednesday after St Egyd [5 September] anno etc. 43.” Slightly browned and brownstained throughout; traces of contemporary folds. Not noticeably wrinkled; no significant edge tears; a beautifully preserved specimen. - Provenance: before 1914 nothing more of the letter was known than the words branding Agricola an incorrigible liar (“will give up his life before he gives up his lying”), which Buchholzer had hurled at his adversary during a disputation as late as 1562, offering to show him the passage in Luther’s letter. In the early 19th century, the editors of Agricola’s writings confessed that such a letter could not be found (cf. B. Kordes, Agricola’s Schriften möglichst vollständig verzeichnet [Altona 1817], p. 393: “To my knowledge, this letter does not exist”). Only in 1914 was it discovered in the collection of Baron Heinrich von Hymmen (1880–1960), and in the same year the theologian G. Kawerau published it in the appendix to volume 15 of Luther’s letters. It was still in the Hymmen collection in 1947 when the critical Weimar edition published it, based on a photograph. The Hymmen family is known to have supported the Protestant cause: during the Nazi era, Heinrich placed his Unterbach castle at the disposal of the illegal Confessing Church; the theologian Johannes Hymmen was Vice President of the “Evangelischer Oberkirchenrat” from 1936. The letter first surfaced in the trade more than three decades ago (Stargardt 630 [1983], lot 1238: DM 172,270 including premium and taxes; remarkably, that same year a four-page Luther manuscript [Z&K 2/II, 1856] commanded no more than DM 10,000). The letter has since rested in the private collection from which we recently acquired it.
¶ Luther, Werke: Kritische Gesamtausgabe, Briefwechsel vol. 10 (Weimar 1947), no. 3909 (pp. 388-391). First published in: Enders-Kawerau XV, no. 3309a (pp. 359-362). In modernized spelling: Kawerau, "Ein Brief Luthers an den Propst von Berlin, Georg Buchholzer", in: Schriften des Vereins für die Geschichte Berlins 50 (1917), pp. 430-436.

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374

Marie von Preußen, Königin von Bayern (1825-1889). Eigenh. Brief mit U. München, 1. III. 1845. München, 1. III. 1845. 2¾ SS. auf Doppelblatt. 8vo.

EUR 1,000.00

Wohl an Luise von Preußen, genannt "Vivi": "Gute liebe Vivi! Recht von ganzem Herzen wünsche ich Dir Glück u. Segen zu dem heutigen Tage, möchte er Dir viel viel Glück u. Freude bringen u. Alles, was Dein Herz wünscht. Meine Gedanken und Gebete waren bei meinem Erwachen schon bei Dir, meine gute Vivi, ich sehne mich heut wieder recht zu Dir, möchte Dir um den Hals fallen können u. Dir so Glück wünschen [...]". - S. 1 mit gedr. Zierbordüre, ein kleiner Randeinriß auf Bl. 2.

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375

Marlborough, John Churchill Duke of, englischer Feldherr (1650-1722). Dokument mit eigenh. U. Au Camp devant Donay, 9. V. 1710. Au Camp devant Donay, 9. V. 1710. 1 S. Folio. Mit schwarzem Siegel.

EUR 1,800.00

Ein für zwei Monate gültiger Passierschein für Leopold Eberhard von Württemberg-Mömpelgard und Tross mit oder ohne Eskorte für die Reise durch Holland und Deutschland zu dessen Fürstentum, auf vorgedr. Dokument: "Jean Duc & Comte de Marlborough, Prince du Saint Empire, Marquis de Blandford, Baron Churchill d'Aymouth & de Sandridge […] Nous Ordonnons par la Presente à tous Gens de Guerre étant sous notre Commandement, & prions ceux à qui il apartiendra, de vouloir laisser librement passer [aus Sekretärshand:] Monsieur le Duc Leopold Everard Prince de Montbeliard allant d'icy en Hollande, et de la à sa Principauté en Allemagne, avec ses Domestiques et Baggages, par toute sorte de voiture, avec ou sans escorte. Le present Passeport valable pour Deux mois […]". - Mit kleinen Einrissen, knittrig, leicht gebräunt.

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Upon her return to Scotland
376

Mary of Guise, Queen of Scots (1515-1560). Autograph letter signed ("Marie de Lorrainne"). Dieppe, 18. X. [1551]. Dieppe, 18. X. [1551]. Folio. 2 pages.

EUR 28,000.00

A beautiful and rare letter to her mother, Antoinette de Bourbon. After a year spent in France, she returned to Scotland with her daughter Marie to take over the Regency of the kingdom, entrusted to the count of Arran. Through her brother, the cardinal Charles de Lorraine, she had received a letter of great consolation which her mother had written to him: "[...] presantement je fais mon anbarquement. Je croy on me metera en terre à la Rie [Rye, sur les côtes du Sussex] ung por d'Angleterre. Les navires de Flandre sont dehors a se que j'entens quy me fera prandre plustost terre. Le voyage sera de grande despanse et tou l'iver mais non sy dangereux sy ne laisse aprocher mes voisins de ma poupe [...]. Quant à mes afair Mons. le Cardinal et moy an navons devizé anplement j'ai tout remis à vous et à luy [...]". - Some damage to edges; stained.

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Eight-page ALS
377

Mata Hari, (i. e. Margaretha Geertruida Zelle or MacLeod), Dutch dancer and spy (1876-1917). Autograph letter signed ("Marguerite Zelle McLeod"). [Paris], 20. VIII. 1916. [Paris], 20. VIII. 1916. 8vo. 8 pp. on 4 ff. (conjoined leaves). With a contemporary photograph of her in costume.

EUR 12,000.00

A wartime letter in which Mata Hari tells "Monsieur Petitpied" about her stay at the Paris Grand Hotel, her friends fighting since day one, and about her role as a "godmother" when they are at the front: "Me voilà déjà presque deux mois en voyage et il est vrai je ne vous ai pas encore donné de mes nouvelles. C'était un peu de votre faute parceque un jour que j'étais venue du consulat pour ces papiers inévitables, vous m'aviez reçu un peu brusquement. Peut-être étiez vous énervé; ou ennuyé, soit - j'ai cru qu'il serait plus sage de ma part de ne pas venir inutilement vous déranger et voilà la raison pour laquelle je suis partie sans vous dire adieu. Tant mieux si je me suis trompée et si vous le désirez je serai toujours heureuse de vous écrire de temps en temps. Me voilà à Paris et comme vous voyez descendue au Gd. Hôtel. Ce n'est pas ce qu'il y a de mieux mais c'est central et j'ai trop d'essayages à faire pour ce que je habiterais plus loin. J'ai le grand bonheur jusque ici d'avoir mes amis en vie malgré qu'ils sont au front depuis le premier jour de la guerre et en première ligne. Quand ils sont en congé je leur suis tout ce que je puisse être, comme femme, et quand ils n'y sont pas, je suis la 'marraine'. D'abord je me suis amusée des 'marraines' parceque il y a des ridicules, mais au fond il y a quelquechose de bien gentil, de bien Français, et voilà, que moi aussi je le suis devenue. […] L'atmosphère de Paris est toujours Parisienne, il y a l'imprévu et on a le sourire, sans savoir pourquoi. On a envie d'être gracieuse, aimable, parceque on l'est envers vous. Je pense sérieusement à revenir vivre ici, mais je n'ose en parler encore au Baron v d C. [Cappelen, one of her lovers] Je sais que je lui ferai beaucoup de chagrin et alors j'attends". Mata Hari's border-crossing and powerful connections would see her executed as a spy the following year. - On Grand Hotel stationery; light toning; together with a period photograph of her in costume.

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378

Maximilian I., Kaiser (1459-1519). Gedrucktes Mandat mit Vollziehungsstempel und eigenh. Vollziehungsstrich ("se"):... Verbot, in französische Kriegsdienste zu treten. Augsburg, 16. I. 1516. Augsburg, 16. I. 1516. Einblattdruck. 1 S. Qu.-Folio (560:400 mm). Mit papiergedecktem Siegel über rotem Wachs (weitgehend verloren). Gefaltet.

EUR 4,000.00

Mandat, "das nyemannd aus dem hailigen Reich unnd sonnderlich Teutscher nacion weder zu Ross noch fuess, dem künig von Franckreich als unnserm und des Reichs offenbaren veinde zu diennst zuziehen" erlaubt sein solle, "sonnder wo dieselben so also des willenns weren, erfarn, angegriffen, und an irem leib gestrafft, auch der die darüber bey Franckreich beleiben, hab und gueter, als verwürckt und haimgefallen, eingezogen werden sollen [...]". - Kaiser Maximilians geschickte Heiratspolitik hatte das Haus Habsburg mit Spanien alliiert; aus der daraus entstehenden Einklammerung Frankreichs erwuchs der zweieinhalb Jahrhunderte währende sog. habsburgisch-französische Gegensatz, der erst mit Kaunitz' "Renversement des Alliances" ausklingen sollte. Das vorliegende Mandat geht dem Tod Ferdinands II. von Aragón und dem darauffolgenden Thronantritt von Maximilians Sohn Karl (als Carlos I., später Kaiser Karl V.) um eben eine Woche voraus. - Mit gedr. Handzeichen des Kaisers und einer gedr. Gegenzeichnung von Kanzler Cyprian von Serenthein. Kleine Fraßspur (etwas Papierverlust im Text). Verso von zeitgenöss. Hand bezeichnet: "Mandata das niemant in Franckreich zu roß oder fuß ziehenn soll".

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