458

Abert, Johann Joseph, Musikdirektor und Komponist (1832-1915). Eigenh. musikalisches Albumblatt mit U. ("J. J. Abert"). Stuttgart, Februar 1880. Stuttgart, Februar 1880. 1 S. Qu.-8vo.

EUR 300.00

Fünf Takte in zweizeiligem System aus seiner 1878 uraufgeführten Oper "Ekkehard". - Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Abert erhielt seine erste musikalische Ausbildung als Chorknabe in Gastdorf und studierte dann am Prager Konservatorium bei Johann Friedrich Kittl und Wenzel Johann Tomaschek Kontrabaß und Komposition. Seit 1852 war Abert Kontrabassist beim Stuttgarter Hoforchester, das 1854 seine c-Moll-Sinfonie 1854 uraufführte. "1860 unternahm er Studienreisen nach Paris und London, 1867-88 war er Nachfolger Eckerts als Hofkapellmeister in Stuttgart. Neben Opern und Sinfonien schrieb Abert eine Orchesterbearbeitung Bachscher Fugen. Sein Sohn Hermann Abert veröffentlichte die Biographie 'Johann Joseph Abert' (1916)" (DBE).

Add to shortlist

459

Abt, Franz, Komponist und Dirigent (1819-1885). Eigenh. Brief mit U. Braunschweig, 24. IX. 1860. Braunschweig, 24. IX. 1860. 4 SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo.

EUR 300.00

An einen namentlich nicht genannten Adressaten mit der Bitte um Nachsicht ob seiner verspäteten Antwort: "[...] Damit Sie mich wirklich entschuldigen, will ich Ihnen nur ein kleines Bild meiner Beschäftigung entwerfen. In meiner Eigenschaft als Hofkapellmeister habe ich nicht nur alle Angelegenheiten der Kapelle, sondern auch der Oper zu leiten u. zu ordnen. In Bezug auf die letzten ist meine Wirksamkeit ganz dieselbe, wie die eines Theaterdirektors u. eines Kapellmeisters zu gleicher Zeit; - der Intendant bekümmert sich nur um den finanziellen Theil [...]". - Franz Abt, der "bekannte populäre Liedercomponist" (DBA I 3, 115), sollte später Konzertreisen durch Europa, Teile Asiens und in die USA unternehmen, "wo er als Dgt. seiner Chöre in vielen Städten stürmisch gefeiert und von führenden Persönlichkeiten des Landes wie Carl Schurz und Präsident Grant empfangen wurde" (MGG I, 68).

Add to shortlist

460

Adam, Adolphe, French composer (1803-1856). Autograph letter signed ("Ad. Adam"). N. p. o. d. Small 8vo. 1 page on bifolium with integral address panel.

EUR 200.00

To Monsieur Richard asking him whether his bookbinder is working fast, because Adam would need the score in four or five days, as somebody could take it to Rome at the 13th or 14th and would assume the task to bring it to the Holy Father. The binding should cost at maximum about 20 francs: "Votre relieur est il capable d'aller très vite? il me faudrait cette partiture dans 4 ou 5 jours, parce que j'ai quelqu'un qui part pour Rome le 13 ou le 14 et qui se charge de la porter au Santissimo padre. une reliure d'une 20me de francs pas plus [...]".

Add to shortlist

461

Adelburg, August Rt. von, Violinist und Komponist (1830-1873). Eigenh. Brief mit U. Prag, 18. IV. 1857. Prag, 18. IV. 1857. 8 SS. auf 2 gefalt. Doppelbll. 8vo.

EUR 400.00

Berichtet dem namentlich nicht genannten Adressaten von einem Konzert: "[...] aber das Allerschönste ist, dass wieder eine Composition von mir gemacht wurde, und zwar meine 'Meeresfahrt', Text und Musik von mir, für Sopran, Alt, Violin und Clavier, welches sehr gefallen, und wobei mir einmal gerufen worden ist [...]". Berichtet ferner über seine Absichten, nach Konstantinopel zu reisen und dort die Bekanntschaft des Sultans zu machen, und bittet "die Sache noch nicht weiter zu sagen, bis das Project in etwas bestimmtere Form getreten sein wird [...]".

Add to shortlist

462

Adler, Guido, Musikwissenschaftler (1855-1941). Eigenh. Brief mit U. Edlach [bei Reichenau], 25. V. 1903. Edlach [bei Reichenau], 25. V. 1903. 2 SS. 4to.

EUR 950.00

Geehrter Herr Doctor! Ihr Schreiben v. 21. dM wurde mir hierher nachgesendet, wo mir kein anderes Papier zur Verfügung steht, als diese Blätter. Wenn Sie erklären, daß Ihnen der animus injuriandi fehlte, den ich nach der Faßung Ihres Angriffes annehmen mußte, so stehe ich nicht an zu sagen, daß dann auch bei mir der Anlaß fehlt, mich über Ihre Person hinwegzusetzen. Meine Erwiderung wollen Sie dann als an Sie persönlich gerichtet ansehen. - Über die fraglichen Puncte werden wir uns wohl nicht einigen können. Die vielen Widersprüche in Wagner's Aufstellungen laßen sich nicht aufheben. Es wird dann darauf ankommen, welche Meinung oder Richtung in einer Frage bei ihm überwiegt. Und da ist es zweifellos, daß W. der Wißenschaft gegenüber sich ablehnend verhielt, auch gegenüber der Naturwißenschaft, wenngleich er der Letzteren ab und zu gerecht zu werden suchte. Als Literat werden Sie wohl einsehen, daß eine Erklärung in dem Sinne, daß W. die Wißenschaft 'verlacht' habe (wie sie in dem Briefe an das Wagnerdenkmal-Comité lautet) empörend ist. Solche Eruptionen soll man wohl nicht der Öffentlichkeit übergeben. Gerade dagegen habe ich meine Stimme erhoben. Solche Citirungen sind nicht scharf genug zurückzuweisen. Ich habe also nicht gegen Aufzeichnungen mündlicher Äußerungen im Allgemeinen mich erklärt, sondern nur gegen Heranziehungen solcher Art. Sie hätten daher mit Ihrer Kritik der 'Unwißenschaftlichkeit' etwas vorsichtiger sein können. Es ist übrigens nicht meine Absicht, Sie zu belehren oder belehren zu wollen, sowie ich mich gegen jeden Versuch, mir Ihre Ansicht zu octroyiren, ablehnend verhalte. Ich muß übrigens gestehen, daß ich von einer 'Schlappe' oder 'Abfuhr' (einer im diplomatischen Verkehr wohl nicht üblichen Bezeichnung) nichts verspüre - vielleicht fehlt mir die Intelligenz hiezu. Wenn Andere auf Ihrer Seite stehen, desto beßer für Sie. Wollen Sie es mir überlaßen, 'meine Reputation nicht zu schädigen' - dieser Rath erscheint mir überflüßig. - Daß Sie mit solcher Wärme für ideelle Fragen eintreten, gereicht Ihnen zur Ehre. Nur gestatten Sie mir als Älterem die Bemerkung: Laßen Sie sich nicht binden u. behaupten Sie Ihre Freiheit! [...]. - Guido Adler gilt als Begründer der Wiener Musikwissenschaft. "A scholar, writer, critic, and founder of the field of Musicology, Guido Adler was an important figure in international music circles for nearly fifty years [...] As a teacher Adler’s impact was enormous. In addition to the many students who went on to become important musicologists in their own right, he founded Quarterly for Musicology, created scholarly festivals on Haydn and Beethoven, published numerous authoritative works of musicology and began publishing Monuments of Music in Austria – a work he edited for forty-four years" (Hargrett Library, Univ. of Georgia).

Add to shortlist

463

Amadé, Thaddäus Graf, Komponist (1783-1845). Schriftstück mit eigenh. U. Wien, 14. XI. 1841. Wien, 14. XI. 1841. ½ S. Folio.

EUR 2,500.00

Es wird hiermit angezeigt, daß der Geldbedarf für den Monat December d. J. bei dem k. k. Hofmusikgrafenamte in Zweyhundert Fünfzig Gulden C. Mz. bestehe [...]. Verso Exhibitennummer sowie Praesentatum-Vermerk vom 18. November. - Der aus Preßburg gebürtige Hofmusikgraf (die Oberleitung der Wiener Hofkapelle ausübender Kammerherr) Thaddäus von Amadé war ein früher Förderer von Franz Liszt.

Add to shortlist

464

Arnold, Johann Gottfried, violoncellist (1773-1806). Autograph letter signed. Frankfurt, 7. VIII. 1803. Frankfurt, 7. VIII. 1803. 4to. 1 p. With autogr. address.

EUR 550.00

To the composer Johann Anton André in Offenbach, inquiring whether the concert scores he sent him have arrived.

Add to shortlist

465

Artôt de Padilla, Désirée, Opernsängerin (1835-1907). Eigenh. Musikzitat mit U. O. O., April 1880. O. O., April 1880. 1 S. Qu.-8vo.

EUR 450.00

Eine Notenzeile mit Widmung an eine Madame Hesse. - Artôt de Padilla wurde 1858 an der Großen Oper zu Paris engagiert, anschließend am Teatro alla Scala in Mailand. Im Dezember 1859 kam sie von dort nach Berlin und nahm ein Engagement bei der neu gegründeten Italienischen Oper am Victoria-Theater an. In den folgenden Jahren war sie in den führenden Opernhäusern ganz Europas zu Gast.

Add to shortlist

466

Bach, August Wilhelm, Musiker und Komponist (1796-1869). Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D. 5 SS. Folio.

EUR 1,200.00

An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "In der Hoffnung dass es vielleicht von einigem Nutzen seyn dürfte wenn ich diejenigen Bemerkungen welche ich während meines Aufenthaltes in Breslau über den dortigen Zustand der Musik gemacht schriftlich mittheilte, so fand ich Gelegenheit in den zehn Tagen welche ich dort verweilte, folgende Erfahrungen in obiger Hinsicht zu machen. In Breslau angekommen ging ich zuerst in das königl. evangelische Seminar, um Herrn Hientsch, den ich von Berlin her kannte, wieder zu sehen. Er machte mich mit dem Äußerlichen der Anstalt gleich etwas bekannt. Auch probierte ich die Orgel, welche aber leider nur ein Manual hat und gar nicht von dem Umfange, von welchem ein solches Instrument für eine solche Anstalt billig seyn sollte. Auch ist eine Orgel für eine solche Anstalt, wo 80 und wohl noch mehr junge Leute sich zu Organisten bilden sollen, gar nicht ausreichend. Es ist daher höchst preiswürdig, dass ein hohes Ministerium dem Katholischen Seminario eine zweite Orgel bewilligt hat. Es steht daher zu hoffen, dass auch dem evangelischen Seminario eine solche 2te Orgel zu Theil werden wird […]". - August Wilhelm Bach, zunächst von seinem Vater im Orgelspiel unterrichtet, studierte bei Karl Zelter, Ludwig Berger und Karl Wilhelm Henning. 1814 wurde er Organist an St. Gertraud, 1816 an der Marienkirche in Berlin. 1822 berief ihn Zelter als Lehrer an das neugegründete Königliche Institut für Kirchenmusik; 1832 wurde er dessen Nachfolger als Direktor. Er lehrte auch an der Berliner Akademie der Künste und war Orgelsachverständiger im preußischen Kultusministerium.

Add to shortlist

467

Bahr-Mildenburg, Anna von, Sopranistin (1872-1947). Eigenh. Dokument mit U. ("Anna v. Mildenburg"). Wien, 4. XI. 1904. Wien, 4. XI. 1904. 1 S. 8vo.

EUR 200.00

Ich bevollmächtige Frau Parolla in meiner Angelegenheit Auskunft zu ertheilen […]. - Ihre Ausbildung zur Sopranistin erhielt die in Wien geborene Sängerin am Wiener Konservatorium u. a. bei der Mezzosopranistin und bedeutenden Wagner-Interpretin Rosa Papier-Paumgartner (1858-1932). 1895 debütierte sie unter Gustav Mahler als Walküre am Stadttheater Hamburg, zwei Jahre später sang sie die Kundry bei den Bayreuther Festspielen und als Gast die Brünhilde an der Wiener Hofoper. Gustav Mahler, der seit 1897 die Hofoper leitete, holte sie 1898 nach Wien; 1901 wurde sie Hofopernsängerin, 1928 Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper. Seit 1921 war Bahr-Mildenburg o.Prof. an der Münchener Akademie der Tonkunst und inszenierte als Gastregisseurin am Nationaltheater den "Ring des Nibelungen". Nach dem Tod ihres Gatten Hermann Bahr, mit dem sie seit 1909 verheiratet war, kehrte sie 1934 als Lehrerin an die Musikakademie und ans Konservatorium nach Wien zurück. Gemeinsam mit ihrem Gatten veröffentlichte sie 1912 "Bayreuth und das Wagner-Theater", um 1920 einen "Vortrag über Musik und Gebärde", 1921 ihre "Erinnerungen" und 1936 eine "Darstellung der Werke Richard Wagners aus dem Geiste der Dichtung und Musik".

Add to shortlist

468

Balfe, Michael William, Komponist, Sänger und Theaterunternehmer (1808-1870). Eigenh. musikalisches Albumblatt mit U. Wien, 20. X. 1853. Wien, 20. X. 1853. 1 S. Qu.-8vo., auf Papierträger montiert.

EUR 1,500.00

Acht Takte "Allegretto" für Klavier, gewidmet "To my dear Ida". Auf rot gedrucktem Notenpapier mit dekorativer Bordüre. - Der Ire Balfe, "ein äußerst rühriger Geist und vielseitiger Künstler, der aus seiner Kunst Geld zu machen verstand" (MGG I, 1102f.), wurde in England als Sänger gefeiert. "Seine in schneller Folge seit 1835 geschriebenen Opern waren erfolgreich [...] In London [erzielte] seine berühmteste Oper 'The Bohemian Girl' einen nachhaltigen Eindruck. Einige Reisen führten ihn 1846 nach Wien, 1849 nach Berlin. 1852-1856 besuchte er Petersburg und Triest, wo er mit Glück seine Opern aufführte" (ebda.).

Add to shortlist

469

Barbieri, Carlo Emanuele di, Dirigent und Komponist (1822-1867). Eigenh. Brief mit U. Dresden, 4. VII. 1849. Dresden, 4. VII. 1849. 3 SS. 4to.

EUR 850.00

An den Schriftsteller Titus Ullrich (1813-1891): "Erst vorgestern empfing ich Ihren lieben Brief vom 25 verflossenen Monats, er blieb nämlich die ganze Zeit im Gasthof zum Deutschen Hause liegen, u. ich wusste es nicht, denn ich wohne nicht dort wie ich früher beabsichtigte. Den 2. u. 3. Act habe ich durchgelesen, einige Kleinigkeiten werden wohl noch zu ändern sein aber die Verse passen wenigstens alle. In diesem Briefe kann ich mich nicht vollständig aussprechen denn ich habe nicht die nothige Gemütsruhe in diesen Augenblick was dazu erforderlich ist u ich hoffe die ersten Tage Septembers selbst nach Berlin auf 2 Tage kommen zu können u. dann wollen wir das ganze gehorig durchsehen und ordnen [...]". - Barbieri war als Kapellmeister an italienischen Bühnen tätig, bevor er 1844-46 Kapellmeister am Carltheater in Wien wurde und 1845 Gesangmeister am Kärntnertortheater. Danach wirkte er als Dirigent in Berlin, Dresden, Hamburg, Bremen und Rio de Janeiro, bis er schließlich 1862 seine Tätigkeit als Kapellmeister am Nationaltheater in Pest aufnahm.

Add to shortlist

470

Bargiel, Woldemar, Komponist (1828-1897). 6 Bagatellen. Eigenh. Musikmanuskript mit U. Berlin, "Juny July [18]51". Berlin, "Juny July [18]51". Titel, 8 SS. Lose gefalt. Bögen. Qu.-Folio.

EUR 4,500.00

6 Bagatellen für Piano-Forte (opus 4) des Berliner Musikpädagogen. Bleistift- und z. T. Buntstiftüberarbeitungen; oberhalb der "No. 1" signiert. Die Noten dieses Frühwerks erschienen 1852 bei Senff in Leipzig. - Der junge Bargiel, Halbbruder Clara Schumanns, war Soloaltist im Berliner Domchor gewesen; nach Beendigung seiner Studien am Leipziger Konservatorium (u. a. bei Moscheles) "kehrte er nach Berlin zurück, wirkte hier zunächst als Privatlehrer und begründete seinen Ruf als Komponist" (MGG I, 1268).

Add to shortlist

471

Bargiel, Woldemar, Komponist (1828-1897). Eigenh. Brief mit U. Berlin, 2. I. 1875. Berlin, 2. I. 1875. 1 S. auf Doppelblatt. Gr.-8vo.

EUR 350.00

An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Indem ich Ihnen für Ihr freundliches Anerbieten vom 9. Nov. vorigen Jahres bestens danke, muß ich Ihnen doch leider mittheilen, daß ich augenblicklich nicht im Stande bin Ihrem Wunsche zu entsprechen. Sollte mir in Zukunft etwas glücken das Ihnen für Ihren Vortrag passend erschiene, so würde ich mich freuen es bei Ihnen edirt zu sehen [...]". - Der junge Bargiel, Halbbruder Clara Schumanns, war Soloaltist im Berliner Domchor gewesen; nach Beendigung seiner Studien am Leipziger Konservatorium (u. a. bei Moscheles) "kehrte er nach Berlin zurück, wirkte hier zunächst als Privatlehrer und begründete seinen Ruf als Komponist" (MGG I, 1268).

Add to shortlist

472

Bártok, Béla, Hungarian composer and pianist (1881-1945). Autograph letter signed. Passail near Weiz, 7. VIII. 1903. Passail near Weiz, 7. VIII. 1903. Small 8vo. 2 pp. on bifolium.

EUR 2,500.00

To Ludwig Bösendorfer. As Bártok does not yet know his Gmunden address, he asks that his piano be sent "Railway Restante": "Sehr geehrter Herr! Da ich die Adresse meiner Wohnung in Gmunden noch nicht weiss, bitte ich das Klavier nach Gmunden 'Bahn restante' zu senden. Ich treffe dort am 17. Aug. ein, also wäre es gut, wenn ich das Klavier bei meiner Ankunft schon dort finden könnte. Nach dessen Übernahme werde ich sehr geehrten Herrn davon verständigen [...]".

Add to shortlist

473

Bazzini, Antonio, Italian composer and violinist (1818-1897). Autograph musical quotation signed. Prague, 25. XII. 1857. Prague, 25. XII. 1857. 145:225 mm.

EUR 1,500.00

Four bars for string quartet from an unidentified work.

Add to shortlist

474

Becher, Alfred Julius, Musikkritiker, Komponist und einer der Hauptführer des Wiener Oktoberaufstands von 1848 (1803-1848). Brief mit eigenh. U. Elberfeld, 6. VI. 1832. Elberfeld, 6. VI. 1832. 1½ SS. auf Doppelblatt. Gr.-4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief).

EUR 1,500.00

Aus der Zeit von Bechers Tätigkeit als Advokat in Elberfeld; ein Brief aus Sekretärshand an C. F. Peters in Leipzig betr. "Prüfung, Bestellung und Beeidigung der Forderungen der Gläubiger in Fallitsachen P. J. Bluyhoen". - Der einer rheinländischen Familie entstammende Kritiker gehörte zum Freundeskreis von Mendelssohn und Grabbe, war Professor für Musikwissenschaft im Haag und in London und kam 1845 nach Wien. "1848 begann er sich politisch zu betätigen, redigierte das Blatt 'Der Radikale' und gehörte zu den führenden Köpfen der Wiener Revolution; nach der Erstürmung Wiens wurde er verhaftet und standrechtlich erschossen" (ÖBL I, 60).

Add to shortlist

475

Becker, Valentin Eduard, Komponist und Dirigent (1814-1890). Eigenh. Brief mit U. Würzburg, 8. XII. 1864. Würzburg, 8. XII. 1864. 1 S. auf Doppelblatt. Gr.-4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief).

EUR 450.00

An Hofkapellmeister Vinzenz Lachner in Mannheim: "[...] Ueberbringer dieses, Hr. Tür de Séchelles, Mitinhaber des in Bruchsal errichteten Inter National Instituts, hat eine tragische Oper in 3 Akten 'Spartacus' gedichtet, und in Folge in Musik gesetzt. Dichter und Komponist hegen nun natürlich den lebhaften Wunsch, ihr Werk und zwar vor allem an einer renommierten Bühne aufgeführt zu sehen. Eine solche aber ist vorzugsweise die Mannheimer Bühne, an welcher speziell die Oper durch das Verdienst ihres Meisters und Leiters, durch Ihr Verdienst, hochgeehrter Herr, weit berühmt ist [...]". - Im Hauptberuf städtischer Beamter und zuletzt bis 1855 als Stadtkämmerer tätig, widmete Becker sich der Musik und gründete und leitete mehrere Gesangsvereine in Würzburg. "Als Komponist zahlreicher, teilweise preisgekrönter Chor- und Studentenlieder (u.a. das Frankenlied 'Wohlauf, die Luft geht frisch und rein') war er auch im Ausland bekannt. Ferner schuf er Instrumentalstücke, Kirchenkompositionen und Opern ('Die Bergknappen', 1837)" (DBE). - Etwas angestaubt und mit stärkeren Läsuren am rechten Rand.

Add to shortlist

476

Belcke, Christian Gottlieb, Musiker (1796-1875). Eigenh. Brief mit U. Lucka bei Altenburg, 6. III. 1845. Lucka bei Altenburg, 6. III. 1845. 1 S. 4to.

EUR 1,800.00

An einen namentlich nicht genannten Verleger: "Für beifolgendes kleine Mscpt, welches ich Eur. Wohlgeboren zum Druck anbiete, habe ich eine besondere Vorliebe, indem es ein Erzeugniß, froher, glücklicher Stunden ist, welche vorigen Sommer im freundlichen Grünthal im sächs. Erzgebirge, gefeiert wurden, wo die dortgen Freunde: G. u. R. mich aufmunterten, dem frohen Beisammensein, ein Andenken zu weihen. Dieses kleine Musikstück, welches dem musikal. Standpunkte meiner neuen Freunde entsprechen musste, möchte ich 'Abendempfindung' nennen […]".

Add to shortlist

477

Belcke, Friedrich August, Posaunist (1795-1874). Eigenh. Brief mit U. Berlin, 12. VIII. 1927. Berlin, 12. VIII. 1927. 1 S. 4to.

EUR 1,500.00

An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "[...] erlaube ich mir beiliegenden 4stimmigen Canon für vier Männerstimmen vorzulegen. Sollte es mir gelingen, dass der Canon eine gefällige Annahme in Ihrer so weltberühmten Handlung fände, so würde es für mich eine große Freude sein […]".

Add to shortlist

478

Bellermann, Heinrich, Musikwissenschaftler und Komponist (1832-1903). Eigenh. Brief mit U. Berlin, 16. IX. 1883. Berlin, 16. IX. 1883. 1 S. Folio.

EUR 450.00

An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Das Melde'sche Werk über Akustik ist eine Arbeit, die mir ihrer großen Klarheit wegen außerordentlich gefällt. Ich habe mir alle Mühe gegeben, einen Bericht darüber zu schreiben, doch bin ich der Sache nicht gewachsen. Der Inhalt des Buches ist physikalisch, über Musik ist darin so gut wie nichts zu finden. Sie verzeihen mir daher gütigst, wenn ich Ihnen das Werk zurückschicke. Ich hoffe in einiger Zeit Ihnen über einen anderen Gegenstand einen kleinen Aufsatz geben zu können [...]". - Der Privatschüler von August Eduard Grell wurde 1866 Professor der Musik an der Berliner Universität. Er verfaßte "Die Mensuralnoten und Taktzeichen des 15. und 16. Jahrhunderts" (1858). 1883 erschien seine "Akustik".

Add to shortlist

479

Benedict, Julius, Komponist und Kapellmeister (1804-1885). Eigenh. Brief mit U. London, 5. VI. 1838. London, 5. VI. 1838. 1½ SS. 4to.

EUR 650.00

An Ignaz Franz Castelli (1781-1862): "Ich habe Ihren lieben Brief vom 21ten richtig erhalten und danke Ihnen für all' die Details die Sie mir darin geben. - Ich hoffe, dass Ihre Prognostica recht bald in's Leben treten werden. - Das Buch der Oper habe ich Ihnen mittels der K. K. Oest. Gesandtschaft hier schon am 9ten oder 10ten May überschickt und erwarte die Nachricht seiner glücklichen Ankunft in Wien mit der größten Ungeduld […]".

Add to shortlist

480

Berlioz, Hector, French composer (1803-1869). Autograph letter signed. N. p. o. d. Small 8vo. 1 p. Bifolium with integral address panel.

EUR 2,000.00

To his friend, the Hungarian born pianist Stephen Heller (1814-88): "Mon cher Heller / J'ai cherché dans toute la rue de Laval sans pouvoir trouver M. de Vesma [?] qui a eu la bonté de m'écrire ce matin et que je voudrais bien voir avant son déport pour la campagne. Savez vous son adresse numérotée?"

Add to shortlist

481

Berton, Henri Montan, French composer (1767-1844). Autograph letter signed ("H. Berton"). Paris, 14. IX. 1834. Paris, 14. IX. 1834. Large 4to. 1 page on bifolium with integral address panel.

EUR 600.00

To Monsieur François-Joseph Fétis, the director of Brussels conservatory, thanking him for publishing benevolent articles concerning Berton's friend "Sudre" in his music journals and asking Fétis to continue helping Sudre in Belgium as he did before in France: "Je profite du voyage de mon ami Sudre, pour me rappeller à Votre Souvenir; je n'ai pas besoin de Vous parler des mérites de Sa Langue Musicale car c'est en partie aux beaux et bienveillantes articles de Votre Revue, qu'il est redevable de la renommée dont jouît déja dans le Manuel Musicale Sa Découverte, je ne viens donc aujoud'hui que vous prier de lui continuer Vos bons offices en Belgique, comme vous l'avez déja fait en France. Vous rendrez un signalé service à un article estimable sous tous les rapportes [...]".

Add to shortlist

482

Berton, Pierre-Montan, French composer and conductor (1727-1780). Autograph letter signed ("Berton"). N. p., 13. I. 1774. N. p., 13. I. 1774. Small 4to. 1 page on bifolium.

EUR 850.00

To an unnamed Monsieur explaining that, while Berton was spending the holidays in Versailles, he was also informed that there has still been an old debt due to the succession of M.r Villeneuv. Berton is eager to clear off this debt to the addressee: "Pendant le sejour Des Fêtes [...], que j'ai faites à Versailles, l'on a presentée chéz moi, un effet appartent à la succession de M.r Villeneuv; C'est une si vielle dêtte, qui je ne m'en souvenoit nullement, où que je l'arois avoir acquité dans le tems; vous verrez par les papier [sic!] que j'ai l'honneur de vous l'envoyer, Monsieur, que l'on me condamné par deffaut, comme je reconnois de voir cette somme, et que je n'en jamais hesité de payer mes dêttes [...]". - The end of the letter concerns the way in which the sum would be repaid: Berton has to stay further three days in Versailles, and plans to give back the first part of the sum on Sunday morning. - In places minor ink set-off. Apart from light foxing very well preserved.

Add to shortlist

483

Blanc, Adolphe, violinist and composer (1828-1885). Autograph musical quotation signed. N. p., 4. IX. 1867. N. p., 4. IX. 1867. Oblong 4to. 1 p.

EUR 600.00

16 bars from his piano trio no. 4 (op. 35). - Another autograph musical quotation signed by Blanc (17 bars for piano, dated 23 June 1867) on the reverse.

Add to shortlist

484

Bösendorfer, Ludwig, Instrumentenbauer (1835-1919). Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D. 1 S. auf gefalt. Doppelblatt. 12mo.

EUR 220.00

Teilt einem Herrn Kugel den Termin eines bevorstehenden Konzertes der Pianistin Annette von Essipoff mit. - Der Sohn des Klavierbauers Ignaz Bösendorfer übernahm 1859 die Leitung der gerade in Betrieb genommenen neuen Fabrik vor dem Schottentor und führte im selben Jahr eine Änderung der "Wiener Klaviermechanik" ein, mit der eine höhere Anfangsgeschwindigkeit am Hammerkopf erreicht wurde; seit 1870 verwendete Bösendorfer Gußrahmen anstelle der bis dahin üblichen geschmiedeten Rahmen und stellte von 1878 an auch Klaviere mit "Englischer Mechanik" her. Seine Erzeugnisse zeigte Bösendorfer, der als “der beste Klavierfabrikant Österreichs galt” (DBE), mit großem Erfolg auf mehreren Weltausstellungen.

Add to shortlist

485

Bohrer, Max, Komponist (1785-1867). Eigenh. Brief mit U. mit 5 Notenbeispielen im Text. Paris, o. D. 2 SS. 4to.

EUR 1,800.00

An den Verleger Carl Friedrich Peters (1779-1827) in Leipzig: "Mein letztes Schreiben vom 16ten nebst der an Sie abgesandten Manuscripten werden Ihnen gut zu gekommen seyn, und ich sehe Ihrer Antwort darauf entgegen. Heute bin ich so frey Ihnen anzuzeigen dass Wessel et Com., auch Verleger des Duetts für Violin und Violoncello ist, welche Sie die Güte haben werden auf dem Titel zu bemerken, ferner bemerke Ihnen dass ich noch einige kleine Fehler in dem Duo für Clavier und Violin von A. Bohner gefunden habe welche Ihnen hiermit anzeigen, und bitte gefälligst zu ändern wie folgt […]". - Bohrer wurde 1799 Musiker beim Münchner Hoforchester, mit dem er zahlreiche Konzertreisen durch Europa unternahm. 1832 folgte er einer Berufung als Erster Cellist und Konzertmeister nach Stuttgart. Bohrer komponierte unter anderem Stücke für Cello.

Add to shortlist

486

Bornhardt, Johann Heinrich, Komponist und Musiker (1774-1843). Eigenh. Brief mit U. Braunschweig, 20. III. 1822. Braunschweig, 20. III. 1822. 1½ SS. 4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief) und rotem Siegel.

EUR 2,200.00

An den Verleger Carl Friedrich Peters (1779-1827) in Leipzig: "Ob ich gleich von Ihnen weiß, dass Sie von Guitarr Sachen mit Gesang, als Verleger, nicht viel mehr halten, so erlaube ich mir dennoch nachträglich zu meinen Sendungen Sie zu befragen, ob Sie nicht einiges, und zwar einzeln, aus dem so allbeliebten Freischütz für die Guitarre von mir nehmen wollen […]". - Der Musiklehrer führte die Gitarre in Norddeutschland ein. Zu diesem Instrument schrieb er eine mehrfach neu aufgelegte Gitarren-Schule.

Add to shortlist

487

Bronsart von Schellendorf, Ingeborg, Pianistin und Komponistin (1840-1913). Eigenh. Brief mit U. Hannover, 11. X. 1870. Hannover, 11. X. 1870. 3 SS. 8vo.

EUR 250.00

Im vergangenen Jahr stellten Sie mir in Aussicht, dass meine einactige Oper Jery und Bätely" in dieser Saison vielleicht zur Aufführung gelangen würde. Vor einigen Tagen wurde meine kleine Oper hier wieder gegeben u. zwar mit Herrn Staegemann als Thomas, der auch mit dieser Rolle den größten Erfolg erzielte. Er hat ganz entzückend gesungen u. gespielt. Das Publikum war sehr enthusiastisch: fast nach jeder Nummer wurde applaudiert […]". - Bronsart von Schellendorf war Schülerin von Martinow, Henselt und Franz Liszt und später sowohl als Pianistin wie auch als Komponistin tätig.

Add to shortlist