1

Adami, Heinrich, Schriftsteller und Journalist (1807-1895). Eigenh. Brief mit U. Wien, 4. VI. 1833. Wien, 4. VI. 1833. 3 SS. auf Doppelblatt. 8vo.

EUR 320.00

An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ich fühle mich verpflichtet, Ihnen für die gütige Einsendung eines Beitrages zu dem Buche der 101 zu danken, bedaure aber von dem Mitgetheilten keinen Gebrauch machen zu können. Meine vorzüglichste Absicht bei der Redaktion dieses Werkes geht [...] dahin, ernste oder launige, gemütliche oder satirische Aufsätze in Prosa, in welchen das Leben und Treiben der Wiener mit all seinen Eigenthümlichkeiten sich abspiegeln soll, dergestalt zusammenzustellen, daß daraus eine treffende, wahre Sitten- und Charakterschilderung Wiens sich ergebe. Uiberhaupt jeden Beitrag einer aufmerksamen Beurtheilung unterwerfend, muß ich ganz besonders bei poetischen Einsendungen mit der größten Strenge vorgehen, und kann nur dasjenige aufnehmen, das sich durch gediegene Ausführung in Form und Inhalt vor den so zahlreich vorkommenden Erzeugnissen in diesem Genre auszeichnet [...]". - Der promovierte Jurist wirkte seit 1832 als Redakteur der "Wiener Theaterzeitung" von Adolf Bäuerle und widmete sich fast 16 Jahre hindurch der Musikkritik. Mehrere Jahre lang redigierte er auch Privat-Geschäfts- und Auskunfts-Kalender und wurde später Redakteur der "Wiener Zeitung", der "Presse" und seit 1850 der "Ostdeutschen-Post". - Papierbedingt etwas gebräunt.

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2

Adami, Heinrich, Schriftsteller und Journalist (1807-1895). Parodierendes Scherzgedicht bei Gelegenheit einer Aufführung der 'Griseldis'... auf einer Wiener Vorstadtbühne. Eigenh. Manuskript mit U. O. O., April 1837. O. O., April 1837. 2½ SS. auf Doppelblatt. 8vo.

EUR 350.00

Vergleichen oder nicht vergleichen? - | Dies also wär' vielleicht auch hier die Frage [...]. - Der promovierte Jurist wirkte seit 1832 als Redakteur der "Wiener Theaterzeitung" von Adolf Bäuerle und widmete sich fast 16 Jahre hindurch der Musikkritik. Mehrere Jahre lang redigierte er auch Privat-Geschäfts- und Auskunfts-Kalender und wurde später Redakteur der "Wiener Zeitung", der "Presse" und seit 1850 der "Ostdeutschen-Post". - Papierbedingt etwas gebräunt.

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3

Altenberg, Peter, Schriftsteller und Literat (1859-1919). Portraitpostkarte mit eigenh. U. (verso). [Wien, 1908]. [Wien, 1908]. 1 S. Qu.-8vo. Mit hs. Adresse.

EUR 400.00

An Richard Stern in Wien Leopoldstadt.

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4

Alvensleben, Ludwig von, Schriftsteller und Übersetzer (1800-1868). Eigenh. Brief mit U. ("LvAlvensleben"). Leipzig, 30. X. 1860. Leipzig, 30. X. 1860. 1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo.

EUR 220.00

An einen namentlich nicht genannten Verleger: "Würden Sie vielleicht geneigt sein, von mir ein Bändchen gesammelte Erzählungen in Verlag zu nehmen? Außer einer großen historischen Novelle [...] enthält dasselbe noch 8 kleinere Beiträge unter denen Ihnen die Wahl frei steht im Fall das Ganze - wie ich vermuthe - die Stärke eines Bandes übersteigen sollte [...]". - Ludwig von Alvensleben begann nach Beendigung seiner Offizierslaufbahn Rechtswissenschaften zu studieren, ließ sich als freier Schriftsteller in Leipzig und später in Meiningen nieder, wo er vorübergehend das Hoftheater leitete. Alvensleben, der auch unter den Ps. Gustav Sellen und Chlodwig schrieb, zog später nach Wien, wo er wegen revolutionärer Umtriebe verhaftet und zu einer einjährigen Kerkerstrafe verurteilt wurde. Als Unterhaltungsschriftsteller bekannt, war er ebenso wegen seiner Übersetzungen (darunter Werke von Balzac, Sue, Dumas, Moliere, Swift und Defoe) geschätzt.

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5

Arnim, Bettina von, Dichterin (1785-1859). Eigenh. Brief mit U. Wien, 7. IX. [nach 1842]. Wien, 7. IX. [nach 1842]. ½ S. Qu.-gr.-8vo.

EUR 1,250.00

Ich ersuche Herrn Schröder der Buchhandlung von Gerold in Wien ein Exemplar von 'Dies Buch gehört dem König' zu ersetzen da es mir bei meiner Durchreise abgelassen wurde [...]. - Leicht knittrig und mit Faltspuren.

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6

Arnim, Bettina von, Dichterin (1785-1859). Eigenh. Brief mit U. (Fragment). Berlin, 20. VIII. 1834. Berlin, 20. VIII. 1834. Zwei Zeilen auf 1 S. 40:188 mm auf Trägerpapier.

EUR 600.00

Möglicherweise an ihren Bruder Georg Brentano (1775-1851) in Frankfurt: "Lieber George Ich danke herzlich für Deinen lieben Brief, das Wesentliche denk ich mündlich mit Dir zu besprechen".

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7

Auffenberg, Joseph Frh. von, Dichter und Dramatiker (1798-1857). Brief mit eigenh. U. Karlsruhe, 27. VIII. 1828. Karlsruhe, 27. VIII. 1828. 1 S. 4to.

EUR 500.00

An eine Theaterdirektion zur Übersendung seines neuen Trauerspiels "Das Nordlicht von Kasan". - 1839 zum großherzoglich badischen Hofmarschall ernannt, verlor Auffenberg 1849 aufgrund eines Fauxpas, den er bei einem Dîner Großherzog Leopolds von Baden begangen hatte, alle seine Stellungen. "Offenbar äffte er in betrunkenem Zustand den Großherzog hinter dessen Rücken nach, wurde aber von diesem dabei ertappt und suspendiert. Auffenberg zog daraufhin in seine Heimatstadt Freiburg im Breisgau und lebte zusammen mit einem Diener in einem Haus in der Kaiserstraße (heutige Kaiser-Joseph-Straße). Um sein Leben in den letzten Jahren gab es viele Gerüchte, da man Auffenberg in angeblich 'defekter Kleidung' in unfeinen Gasthäusern sah – immer begleitet von einem schwarzen Pudel. Die Vermutung, dass Auffenberg schon zu Lebzeiten verarmt war, wurde allerdings nach dessen Tod widerlegt: er vermachte 39.000 Gulden an das Hospital zu Valencia del Cid, wo man ihn 1832 nach dem Raubüberfall gesund gepflegt hatte. 1.000 Gulden vererbte er zudem seinem treuen Weggefährten der letzten Jahre, seinem Pudel" (Wikipedia). - Verso mit Vermerk der Direktion, daß eine Aufführung zur Zeit nicht infrage komme.

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8

Bacherer, Gustav, Schriftsteller (1813-1850). Eigenh. Brief mit U. Frankfurt, 28. V. 1841. Frankfurt, 28. V. 1841. 2 SS. 4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief).

EUR 450.00

An den Buchhändler A. Krabbe: "Schon seit längerer Zeit ist es mein Wunsch, mit Ihrer zwar noch jungen, aber recht zu einer großen Blüthe gekommenen Firma in Verbindung zu treten. Zunächst biet ich Ihnen meine neueste, sich noch theilweise unter der Feder befindende Schrift: 'Manuscript aus Oesterreich' zum Verlage an. In den Angelegenheiten dieses Werkes hab' ich das ganze vorige Frühjahr in Wien u. Prag zugebracht u. ich kann wohl sagen, dass mir durch Vergünstigung sehr glücklicher Beziehungen die gewichtigsten Mittheilungen geworden sind, welche die Verhältnisse u. großen Persönlichkeiten in Oesterreich in einem neuen überraschenden Lichte zeigen […]".

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9

Bäuerle, Adolf, Schriftsteller (1786-1859). Dokument mit eigenh. U. Wien, 31. I. 1846. Wien, 31. I. 1846. 1 S. Folio.

EUR 250.00

Schuldverschreibung: "Kraft welcher ich Endesgefertigter in bester Form Rechtens bekomme, dem Herrn Überbringer den Betrag von 100 fl d. i. Einhundert Gulden Conventions-Münze in k. k. Silberzwanzigern nach dem Zwanzigguldenfuße als Darlehen aufrecht schuldig zu sein. Die Zahlung dieses Capitals pr Einhundert Gulden Conventions-Münze, so wie der zu entrichtenden, fünfperzentigen Zinsen soll aus dem Verlage der Theaterzeitung in Gemäßheit des bestehenden Administrations-Vertrages vom 17. Jänner 1846 aus der Hälfte der dießfälligen reinen Einkünfte […]". - Bäuerle war einige Jahre im Staatsdienst, bevor er von 1806 bis 1859 die "Wiener Theaterzeitung" leitete. - Mit drei weiteren Unterschriften von Zeugen. Gepr. Siegel der Wiener Theaterzeitung. Auf der Verso-Seite zwei Stempel mit U. - Gefaltet.

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10

Baudissin, Wolf Graf von, Schriftsteller (1789-1878). Eigenh. Brief mit U. Dresden, 4. XII. 1876. Dresden, 4. XII. 1876. 4 SS. 8vo.

EUR 650.00

An den Schauspieler Josef Lewinski (1835-1907): "Es ist eine starke Zumuthung die ich an Ihr zwar gewiß vortreffliches Gedächtniß richte, wenn ich voraussetze dass Sie sich meiner noch entsinnen: ich kann aber der Versuchung nicht widerstehen Ihnen zu erzählen, wie wohlthuend ich vor einigen Tagen an Sie erinnert worden bin, und würde mich sehr glücklich schätzen, wenn meine Mittheilung Ihnen gleichfalls nicht unwillkommen wäre. Ich hatte meinen kleinen Kreisen, zu welchem Frau Marie Seebach, Herr von Heidler, Gesandschafts-Secretär der österreichischen Legation und einige Herren gehörten die vor Kurzem in Wien gewesen waren, eine eben fertig gewordene Übersetzung von Coppée's Luthier de Crémone vorgelesen und nach deren Beendigung geäußert ich wolle sie der hiesigen Theater Intendanz zur Aufführung vorschlagen. Da rief Frau Seebach, und alle genannten stimmten ihr bei: Lieber doch in Wien! Herr Lewinski würde den Filippo geben, wie kein anderer in Deutschland! Hier in Dresden ist keiner der die Rolle übernehmen könnte […]. Ich weiß das das Stück seinen Erfolg auf dem theatre francais ganz vorzüglich dem vortrefflichen Spiel des Schauspielers Coquelin verdankt, und weiß noch gewisser, dass Sie es eben so zur Geltung bringen würden, wie Jener […]". - Das Stück des französischen Schriftstellers François Edouard Joachim Coppée (1842-1908) war im selben Jahr erschienen; die erwähnte Übersetzung von Wolf Graf Baudissin erschien im Jahr darauf unter dem Titel "Der Geigenmacher von Cremona".

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11

Becher, Alfred Julius, Musikkritiker, Komponist und einer der Hauptführer des Wiener Oktoberaufstands von 1848 (1803-1848). Am 26. Mai 1848. Eigenh. Gedicht. O. O., wohl 1848. O. O., wohl 1848. 1 S. (21 Zeilen) auf Doppelblatt. 8vo.

EUR 650.00

Wie am Respektblatt vermerkt an "meinen einzigen Paradiesvogel": "Über Zeit und Raum erhaben / Ist des Herzens inn'res Leben, / Und es weiß, wenn sich zu laben / Augenblicke nur gegeben, / Doppelt diese flücht'gen Gaben / Durch die Innigkeit zu heben! [...]". - Der einer rheinländischen Familie entstammende Kritiker gehörte zum Freundeskreis von Mendelssohn und Grabbe, war Professor für Musikwissenschaft im Haag und in London und kam 1845 nach Wien. "1848 begann er sich politisch zu betätigen, redigierte das Blatt 'Der Radikale' und gehörte zu den führenden Köpfen der Wiener Revolution; nach der Erstürmung Wiens wurde er verhaftet und standrechtlich erschossen" (ÖBL I, 60).

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12

Bechstein, Ludwig, Schriftsteller (1801-1860). Eigenh. Brief mit U. ("Bechstein"). Meiningen, 25. XI. 1845. Meiningen, 25. XI. 1845. 1 S. auf Doppelblatt. 8vo.

EUR 850.00

An einen namentlich nicht genannten Adressaten mit Dank für die Zusendung von Zeichnungen und Autographen. - Bechstein war Bibliothekar an der herzoglichen Bibliothek in Meiningen, gründete den Hennebergischen altertumsforschenden Verein und übernahm 1848 die Leitung des Archivs. Er schrieb Gedichte, historische Romane und Novellen und wurde bekannt als Sammler und Herausgeber von Sagen und Märchen.

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13

Beck, Karl, Schriftsteller (1817-1879). Schriftstück mit eigenh. U. Wien, 12. I. 1849. Wien, 12. I. 1849. 16 Zeilen auf 1 S. Gr.-4to.

EUR 350.00

Ein gedr. Aufruf des "Österreichischen Lloyd" mit der Aufforderung zur Einsendung von Manuskripten, den Beck wie folgt erwidert: "Ihre warmen lieben Zeilen haben mir in dieser trüben Zeit, da ich körperlich leidend, da mein unschuldiger Bruder sich noch immer in Untersuchungshaft befindet, grosse und wahre Freude bereitet. Zugleich danke ich Ihnen auf das Beste für die Zusendung Ihres Blattes [...] Sehr willkommen wäre mir, wenn Sie an meinen Blättern thätig mitwirken moechten. Bilder und Skizzen aus Gratz, kleinere Berichte oder Correspondenzen im großen Styl würden mir ausserordentlich willkommen sein [...]". - Der Sohn des Verlegers und Antiquars Carl Heinrich Beck führte seit 1846 selbständig den 1763 gegründeten Verlag und kümmerte sich besonders um den theologischen und juristischen Bereich. "Zusammen mit Karl Brater gründete er die 'Blätter für administrative Praxis' und legte die großen Gesetzesausgaben und -kommentare seines Unternehmens an. Nach seinem frühen Tod wurden die Geschäfte von Ernst Rohmer, der die Witwe von Beck heiratete, geführt" (DBE). - Mit kleinen Randläsuren.

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14

Becker, August, Schriftsteller (1828-1891). Eigenh. Brief mit U. und eigenh. Albumblatt mit... U. Eisenach, 18. VIII. 1882. Eisenach, 18. VIII. 1882. ½ S. (Brief) und 1 S. auf Doppelblatt. Gr.-8vo.

EUR 240.00

An einen namentlich nicht genannten Adressaten zur Übersendung des Albumblattes mit 15 Zeilen aus seinem romantischen Spielmannepos "Jung Friedel der Spielmann" (1854). - Im protestantischen Dorfschulhaus von Klingenmünster aufgewachsen, zog Becker zu historischen Studien nach München und wurde Mitarbeiter an den "Fliegenden Blättern" und an Cottas "Allgemeiner Zeitung"; von 1859 bis 1864 war er Redakteur der liberalen "Isar-Zeitung" in München. "Ersten Erfolg feierte er mit dem spätromantischen Versepos Jung Friedel der Spielmann (1854). Später schrieb er vor allem Unterhaltungsromane und Dorfgeschichten. Als sein Hauptwerk gilt die kulturhistorische Monographie 'Die Pfalz und die Pfälzer' (1858)" (DBE).

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15

Becker, Nikolaus, Dichter (1809-1845). Eigenh. Albumblatt mit U. Köln, 3. II. 1843. Köln, 3. II. 1843. 1 S. Qu.-8vo.

EUR 1,200.00

Daß nicht die Execution / Auf Dein Geheiß mich dränge! / Hier ist das Buch, hier ist es schon / Im goldigen Gepränge! / Und hegst Du dennoch stillen Groll / Und lüstet's Dich zu schelten - / Ich stehe stumm und reuevoll, / So laß es mich entgelten. - Nikolaus Becker war nach seinem Studium der Rechte Auskultator am Kölner Landgericht und nahm 1840 eine Gerichtsschreiberstelle in Geilenkirchen an. "Unter dem Einfluß der deutsch-französischen Spannungen schrieb er 1840 sein Gedicht 'Sie sollen ihn nicht haben, den freien deutschen Rhein', das ihm Ehrengaben des preußischen und bayerischen Königs einbrachte" (DBE) und das mehr als 200 Mal vertont wurde. - Papierbedingt etwas gebräunt und mit kleinen Randläsuren sowie zwei kleinen Papierdurchbrüchen.

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16

Becker, Wilhelm Gottlieb, Belletrist und Kunstschriftsteller (1753-1813). Eigenh. Brief mit U. ("W. G. Becker"). Dresden, 18. II. 1806. Dresden, 18. II. 1806. 2 SS. auf Doppelblatt. 8vo.

EUR 1,500.00

An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Herzlichen Dank für Deine gütige Sorgfalt und Bereitwilligkeit mir gefällig zu seyn! Es freut mich, daß der liebe brave Böhm, dem ich herzlich gut bin, mir den Amor von Mangs stechen will [...] Wenn ich Seydelmanns Zeichnung bei Dyk erwähnte, so geschah es des herrl. Ausdrucks wegen, der in beiden Kupfern (unter uns gesagt) doch nicht ganz gelungen ist. Bause hat ihn zweimal gestochen, für Dresden u. für Dessau. Wenigstens wünschte ich, daß H. Böhm die Zeichnung sähe. Das Format zum Titelkupfer zum Taschenbuch ist etwas größer, als zu den übrigen Kupfern, welches auch besser für die Darstellung ist [...]". - Wilhelm Gottlieb Becker war seit 1795 Inspektor der Dresdener kurfürstlichen sächsischen Antikengalerie und des Münzkabinetts und erhielt 1805 die Aufsicht über das "Grüne Gewölbe" und den Titel eines kgl. sächsischen Hofrats. "Becker schrieb Lyrik ('Gedichte an Elisen', 1775), übersetzte u. a. Dandré Bardons 'Costume der ältesten Völker' (4 Hefte, 1776/77) und war Herausgeber einiger Periodika, darunter 1794-1814 des 'Taschenbuchs zum geselligen Vergnügen'. Er war ein Verfechter des englischen Landschaftsgartens in Deutschland. Sein kunstgeschichtliches Hauptwerk 'Augusteum. Dresden's antike Denkmäler enthaltend' (3 Bde.) erschien 1804-11" (DBE).

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17

Becker, Wilhelm Gottlieb, Belletrist und Kunstschriftsteller (1753-1813). Eigenh. Brief mit U. Dresden, 30. I. 1810. Dresden, 30. I. 1810. 1 S. 4to.

EUR 2,200.00

An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Heute gedachte ich nach Teplitz abzureisen, aber das Schicksal hat es anders bestimmt. Nachdem schon seit einigen Tagen ein böser Geist in meinem linken Fuße gespukt hatte, ist endlich ein heftiges Podagra darin ausgebrochen, so daß ich unter heftigen Schmerzen auf einer Stelle liege u. es mir Mühe kostet, diese Zeile zu schreiben. Sobald das Wichtigste vorüber ist, was sich doch wohl bis Ende der Woche verziehen möchte, werde ich aber meine Badereise antreten [...]". - Weiters über das (hier nicht beiliegende Manuskript) zum "8ten deutschen Heft des Augusteum". - Wilhelm Gottlieb Becker war seit 1795 Inspektor der Dresdener kurfürstlichen sächsischen Antikengalerie und des Münzkabinetts und erhielt 1805 die Aufsicht über das "Grüne Gewölbe" und den Titel eines kgl. sächsischen Hofrats. "Becker schrieb Lyrik ('Gedichte an Elisen', 1775), übersetzte u. a. Dandré Bardons 'Costume der ältesten Völker' (4 Hefte, 1776/77) und war Herausgeber einiger Periodika, darunter 1794-1814 des 'Taschenbuchs zum geselligen Vergnügen'. Er war ein Verfechter des englischen Landschaftsgartens in Deutschland. Sein kunstgeschichtliches Hauptwerk 'Augusteum. Dresden's antike Denkmäler enthaltend' (3 Bde.) erschien 1804-11" (DBE).

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18

Beer, Michael, Schriftsteller (1800-1833). Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D. 1 S. auf Doppelblatt. Kl.-8vo. Mit eh. Adresse (Faltbrief).

EUR 1,500.00

An den Schriftsteller Karl Immermann: "Madame Lalott ist eben so tyrannisch gegen mich wie gegen ihren armen Mann [...] sie will durchaus daß ich mich heute früh ausschließlich mit ihr beschäftige. - Ich würde also mein Lustspiel morden wenn ich mit Ihnen zum Morde gehen wollte [...]". - Der weitgereiste Schriftsteller wurde am Hof Ludwigs I. von Bayern gefördert und war mit Eduard von Schenk befreundet. Mit seinem Einakter "Der Paria" (1825) setzte er sich für die Emanzipation der Juden ein; mit dem Trauerspiel "Struensee" (1829) wurde er bekannt.

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19

Beitzke, Heinrich, Militärschriftsteller (1798-1867). Philippine Welser. Eigenh. Manuskript mit U. O. O. u. D. 4 SS. auf Doppelblatt. 8vo.

EUR 280.00

Eine Romanze in 12 Strophen zu je 8 Zeilen: "Zu Augsburg hinein in glänzender Pracht | Zu des Reichstag's kräftigem Walten, | Zog des ersten Ferdinand's Kaisermacht | Mit der Fürsten hohen Gewalten. | Zur Seiten ritt ihm sein ältester Sohn | Fürst Erbe vom mächtigen Kaiserthron | Jung, ritterlich, lockigen Haares | Schön, wie Apollo und Ares [...]". - Heinrich Beitzke nahm 1845 als Major seinen Abschied und lebte fortan als freier Schriftsteller in Köslin. "1858-62 für den Wahlkreis Anklam, danach für Hamm-Soest Mitglied des preußischen Abgeordnetenhauses, nahm Beitzke auf seiten der Fortschrittspartei u. a. regen Anteil an der Reorganisation des Heeres. Er verfaßte u. a. die Geschichte der deutschen Freiheitskriege in den Jahren 1813 und 1814" (DBE). - Papierbedingt etwas gebräunt und mit kleinen, in die Unterschrift hineinreichenden Randläsuren.

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20

Berla, Alois, d. i. A. Scheich(e)l, Schriftsteller (1826-1896). Eigenh. Briefgedicht mit U. O. O., 31. III. / 1. IV. 1871. O. O., 31. III. / 1. IV. 1871. 1¾ SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo.

EUR 350.00

An eine Dame: "Der Mann, den sich dein Herz erkoren, | Der einst der Kunst zum Heil geboren, | Hat gestern man im Künstlerkreise | Gefeiert in gar schöner Weise [...]". - Der in Wien geborene Dramatiker studierte ursprünglich Musik, war später als Schauspieler und Sänger tätig und verfaßte 1848 sein erstes Theaterstück "Der letzte Zopf", das am Deutschen Theater in Pest uraufgeführt wurde. "Daraufhin wurde er als Theaterdichter an das Theater an der Wien verpflichtet. Berla schrieb rund 130 Bühnenstücke, von denen 'Drei Paar Schuhe' (1871) und 'Das verwunschene Schloß' (1877) von Karl Millöcker vertont wurden. Ferner übersetzte und bearbeitete er fremde Bühnenstücke" (DBE). - Mit kleinen Randläsuren.

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21

Berla, Alois, d. i. A. Scheich(e)l, Schriftsteller (1826-1896). Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D. 1 S. 8vo.

EUR 300.00

An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ich bitte Sie, wenn Sie etwas für mich haben, es mir zu schicken, Herr Hellmesberger hält mich sehr in Athem und ich habe keine Mittel [...]". - Der in Wien geborene Dramatiker studierte ursprünglich Musik, war später als Schauspieler und Sänger tätig und verfaßte 1848 sein erstes Theaterstück "Der letzte Zopf", das am Deutschen Theater in Pest uraufgeführt wurde. "Daraufhin wurde er als Theaterdichter an das Theater an der Wien verpflichtet. Berla schrieb rund 130 Bühnenstücke, von denen 'Drei Paar Schuhe' (1871) und 'Das verwunschene Schloß' (1877) von Karl Millöcker vertont wurden. Ferner übersetzte und bearbeitete er fremde Bühnenstücke" (DBE). - Mit kleinen Randläsuren.

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22

Bernstein, Aaron, Schriftsteller (1812-1884). Eigenh. Brief mit U. Berlin-Friedenau, 24. IV. 1879. Berlin-Friedenau, 24. IV. 1879. 1 S. Gr.-8vo.

EUR 250.00

Lieber Herr und Freund. | Verzeihen Sie mir diese Benennung! Sie benehmen sich so menschenfreundlich gegen mich, daß ich meiner persönlichen Empfindung hierüber nur mit diesem Worte ein innerliches Genüge verschaffen kann. Geben Sie mir doch einmal Gelegenheit, dieser Empfindung durch irgend einen Liebesdienst Ausdruck zu verleihen! [...]. - Der aus Danzig stammende Schriftsteller und Publizist hatte 1848 Barrikadenkämpfer an der Revolution teilgenommen und im Jahr darauf die "Urwählerzeitung. Organ für Jedermann aus dem Volk", nach deren Verbot (1851) im Jahr 1852 die "Volkszeitung" gegründet. "Bernstein verfaßte außerdem zahlreiche naturwissenschaftliche Werke ('Naturwissenschaftliche Volksbücher', 21 Bde., 1855/56). In seinen literarischen Schriften beschäftigte er sich vorwiegend mit dem Judentum, so z. B. in der Novelle 'Mendele Gibbor' (1860)" (DBE).

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23

Bertuch, Karl, Schriftsteller (1777-1815). Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D. ½ S. 8vo.

EUR 350.00

An einen Herrn Lefevre zur Übersendung eines Buches, worin er "eine leichte colorirte Zeichnung der Dombaya" zu haben wünschte. - Am linken Rand stärker fleckig.

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24

Bettinelli, Saverio, Schriftsteller (1718-1808). Eigenh. Brief mit U. Mantua, 2. X. 1799. Mantua, 2. X. 1799. 1 S. Kl.-4to.

EUR 1,200.00

In italienischer Sprache an einen namentlich nicht genannten Adressaten.

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25

Biedenfeld, Ferdinand Leopold Frh. von, Schriftsteller und Theaterdirektor (1788-1862). Eigenh. Brief mit U. Weimar, 5. IV. 1839. Weimar, 5. IV. 1839. 1 S. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. Mit eh. Adresse (Faltbrief).

EUR 250.00

An Professor Döbler: "Die Jena'sche Professorschaft hat mich beim Abschied sehr dringend gebeten, durch die morgende Botenpost den Herrn Hofrath Götting wissen zu lassen, ob Sie Montag oder Dienstag in Jena seyn werden. Zugleich soll ich Ihr edles Herz darauf aufmerksam machen, daß Sie sich in Jena nicht mehr verplempern dürfen, indem sie dort bereits vergeben sind u. schon beim Aussteigen in Empfang genommen werden sollen [...]". - Nach Versuchen als dramatischer Schriftsteller wurde der Gatte der Sängerin Felicitas Bonasegla-Schüler 1824 Direktor des neugegründeten Königsstädter Theaters in Berlin, gründete 1825 ein eigenes Theater in Magdeburg und übernahm 1830 die Direktion des Theaters in Breslau. Über Leipzig und Weimar kehrte er schließlich nach Karlsruhe zurück. Er veröffentlichte u. a. in der "Zeitschrift für die elegante Welt" und verfaßte neben Unterhaltungsschriften vorwiegend Dramen, u. a. das Trauerspiel "Die Parias" (1824). - Mit kleinen Randläsuren.

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26

Bittner, Anton, Schauspieler und Schriftsteller (ca. 1820-1880). Der Geitzige. Eigenh. Manuskript (Fragment). O. O. u. D. 1 S. 4to. Mit einer Beilage (s. u.).

EUR 300.00

Verschwendung und Leichtsinn die reichen sich d'Hand | Und selbst die Natur handelt ohne Verstand. | Im Sommer wird von ihr die Hitz nur verschwendt | Mit der man im Winter sich einheitzen könnt [...]. - Der aus Melk stammende Schauspieler war erst Statist am Theater in der Josefstadt und spielte später häufig an norddeutschen Provinzbühnen. Seit 1860 auch als Theaterschriftsteller tätig, wurde Bittner 1876 wahnsinnig und wurde in die Irrenanstalt Brünnlfeld eingeliefert. - Beiliegend eine Photographie, auf der Bittner und ein Hund zu sehen sind.

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27

Bjørnson, Bjørnstjerne, Dichter und Literaturnobelpreisträger (1832-1910). Eigenh. Brief mit U. und eigenh. Albumblatt mit... U. O. O. u. D. bzw. Wien, 20. XI. 1879. O. O. u. D. bzw. Wien, 20. XI. 1879. Zusammen (1+1 =) 2 SS. auf 3 Bll. Gr.-4to (Brief) und qu.-8vo.

EUR 650.00

Der Brief in norwegischer Sprache mit einer Empfehlung für den damals jungen Studenten und späteren Schriftsteller Nordahl Rolfsen (1848-1928), das Albumblatt aus Wien stammend: "Nicht aus Copenhagen, aber aus Kristiania, nicht aus Dänemark aber aus Norwegen [...]". - Beiliegend einige Zeitungsausschnitte.

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28

Blei, Franz, Schriftsteller (1871-1942). Eigenh. Brief mit U. München, 23. IV. 1905. München, 23. IV. 1905. 4 SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo.

EUR 1,500.00

Wohl an den Wiener Verlag C. W. Stern: "Sehr geehrter Herr, ich möchte mir gestatten, zu dem, was Ihnen Herr von Bayros persönlich betreffs der Publikation der 'Purpurschnecke' mittheilen wird, noch einige Bemerkungen zu schreiben, die sowohl im Interesse der Publikation als dem des Verlages sein dürften. Meine und des Marquis Bayros Ansicht ist, dass in der Ausstattung des Buches alles gethan werden muss, das Bibliophilenpublikum dafür zu gewinnen, umso mehr als die Reproduktionstechnik der Blätter (Strichätzung oder Hochätzung, nicht Raster) keine an und für sich kostbare ist und die Kostbarkeit dafür auf Papier, Typendruck und Einband zu verwenden wäre, was alles grösste Sorgfalt verlangt, um nicht blos die Sache zu geben, sondern diese in der schönstmöglichen Form. Ich weiß z. B. von hiesigen Buchhandlungen (Hirsch und Jaffé), dass sie für Publikationen wie den 'Parfümierten Garten' oder 'Gamiani', die ein Leipziger Verlag herausbrachte, blos deshalb keine Abonnenten und Käufer fanden, weil diese Bücher zu mesquin ausgestattet waren. Ich kann Ihnen mittheilen, dass der Insel-Verlag keine privaten Publikationen wie Aretino und Meursius mehr zu machen gedenkt (zum grossen Bedauern der Bibliophilen) - es wäre eine gute Gelegenheit, die Arbeit des Verlages weiterzuführen, in dessen Intentionen. Dass es den Käufern, die in Betracht kommen, nicht darauf ankommt, für ein geschmackvoll gemachtes Buch zehn Mark mehr zu bezahlen, ist eine alte Erfahrung. Ich bin im Besitz der Adressen der Insel-Bibliophilen, die ich Ihnen für den Prospekt-Versand der 'Purpurschnecke' gern zur Verfügung stelle, vorausgesetzt, das Buch kommt glänzend zu stande, wobei, auch bei einem Ladenpreise von 30 Mark, mir weniger riskiert scheint als im gegentheiligen Falle. Das Gedichtms., das Ihnen Herr von Bayros überbringt, ist nicht das Ganze und enthält auch manches, das in der letzten Redaktion wegfallen wird. Der Gesamtumfang wird etwa sein: 15 Blatt Zeichnungen, 15 Blatt Titel dazu, 120 Seiten Gedicht mit den Titeln auf einer separaten Seite, also ungefähr 10 Bogen Octav. Wie wir uns das Detail denken, darüber wird Ihnen Herr von Bayros genaue Auskunft geben. Wichtig scheint mir nur ein Papier, das weich ist und das für die Reproduktion der Zeichnungen nicht satiniert zu werden braucht. Für den Einband würde ich rothes Maroquin vorschlagen, vorausgesetzt, dass dies das Buch nicht unverhältnismässig vertheuert; in diesem Falle dann elfenbeinweiße Leinwand. Für die Luxusexemplare, auf China, würde ich aber unbedingt Maroquin vorschlagen. Dass man davon leicht 50 Exemplare mindestens verkauft, scheint mir außer Frage, nach allem, was ich von Leuten, die die Blätter gesehen haben, hörte: 'Hoffentlich giebt es eine Luxusausgabe'. [...] Dass die Auflage eine auf etwa 500 Exemplare limitierte sein müsste, um dem Buch seinen Seltenheitswert und dem Preise seine zweite Berechtigung zu geben, versteht sich wohl von selbst [...]". - Der von Franz Blei herausgegebene und von Franz von Bayros illustrierte Band "Fleurettens Purpurschnecke - Erotische Lieder und Gedichte aus dem achtzehnten Jahrhundert" erschien noch in jenem Jahr als Privatdruck in einer Auflage von 560 Exemplaren bei C. W. Stern in Wien (vgl. WG² Blei, 19). - Gelocht (geringf. Buchstabenberührung).

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29

Bleibtreu, Karl, Schriftsteller (1859-1928). Der todte Seemann. Eigenh. Manuskript mit U. O. O. u. D. 2 SS. 8vo.

EUR 200.00

Im Kirchhof jetzt des Heimathdorfs | Wirst du verscharrt im Rasenklee | Wo statt dem Salzarom der See' | Das Marschland schwarzen Haidentorfs | Mit feucht unheimlichem Geruch | Dein Grab umweht [...]. - Mit "Revolution der Literatur" hatte Karl Bleibtreu ein Programm des frühen Münchner Naturalismus nach dem Vorbild Emile Zolas geschaffen, mit dem "pathologischen Roman" "Größenwahn" (1888) und dem Novellenband "Schlechte Gesellschaft" (1885) schuf der ebenso beliebte wie umstrittene, häufig gar gehaßte Redakteur, Herausgeber, Kritiker und Programmatiker einen Schlüsselroman über Streitigkeiten unter Berliner Naturalisten und eine desillusionierende Darstellung des Lebens der großstädtischen Bohème.

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30

Blumauer, Alois, Schriftsteller (1755-1798). Brief mit e. U. Wien, 8. III. 1797. Wien, 8. III. 1797. 1 S. 4to.

EUR 650.00

An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ihre letzt verlangten Statuta Carthusiensia sind sogleich per Postwagen an Sie abgegangen, wovon ich guten Empfang wünsche, und da heute so eben mein schöner Auktionskatalog fertig geworden, so sende ich Ihnen selben, weil der Auktions Termin schon sehr nahe ist, mit der Briefpost [...]". - Etwas angestaubt und fleckig.

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