364

Adam, Albrecht, Maler (1786-1862). Eigenh. Brief mit U. Wien, August 1856. Wien, August 1856. 2 SS. 8vo.

EUR 250.00

An eine Autographensammlerin: "Ich versprach Ihnen eine Autographie von mir, und Sie werden verwundert seyn anstatt einigen Worten einen ganzen Bogen mit einem Bruchstück aus meiner Biographie zu erhalten, vielleicht noch mehr wird es Sie in Verwunderung setzen das jemand der nicht vollkommen orthographisch schreiben kan so etwas zu unternehmen sich getraut, indessen tröste ich mich damit das ich oft schon so glücklich war daß das was ich zu Papier brachte verstanden wurde, und meine Freunde die etwan Fehler oder unrichtigen Unterscheidungszeichen etc etc in Gedanken korregirten, und so will ich, auf Ihr Nachsicht zählend, diese Papiere an Sie gelangen laßen […]". - Ohne die genannte biographische Beilage. - Nach Studien an den Akademien in Augsburg und München lebte der gelernte Konditor Adam als Hofmaler des italienischen Vizekönigs Eugène de Beauharnais 1809-24 in Mailand und arbeitete anschließend an verschiedenen deutschen Höfen ehe er sich der Darstellungen von Schlachten verschrieb, die er u. a. im Auftrag von Kaiser Franz Joseph, König Ludwig I. und Joseph Wenzel Graf Radetzky ausführte. "Adams Verdienst besteht in der Vielseitigkeit und in der Naturwahrheit seiner Schilderungen [...] Mit Recht gilt er als einer der besten Schlachten- und Pferdemaler seiner Zeit [...]" (Thieme/Becker I, 57f., 57).

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365

Albert, Joseph, Photograph (1825-1886). Eigenh. Brief mit U. München, 2. V. 1878. München, 2. V. 1878. 1 S. 4to.

EUR 650.00

An den Kunsthändler und Verleger Valentin Andreas Heck (1842-1905): "In dem Ihnen zur gefl. Accepteinholung übermittelten Appoint auf O. K. habe ich das Datum einzusetzen absichtlich unterlassen. Der Herrn O. K. gesetzte Termin ist ultimo Juni; Sollte derselbe jedoch, wie Ihnen schon bemerkt, um einen Monat längeren Termin wünschen, so bitte ich das annehmen zu wollen […]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. Gefaltet. - Albert gründete 1850 in Augsburg ein photographisches Atelier, das er 1858 nach München verlegte. Durch Verwendung von Glasplatten als Träger der Druckschicht vervollkommnete er 1868 den Lichtdruck, der nach ihm Alberttypie genannt wird. Er gehörte zu den ersten, die die Photographie zu reinen Reproduktionszwecken verwerteten.

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366

Alma-Tadema, Lawrence, Dutch-British painter (1836-1912). Autograph lettercard signed. Grove End Road, St Johns Wood, London, 15. XI. 1888. Grove End Road, St Johns Wood, London, 15. XI. 1888. Oblong small 8vo. 1 p. With raised letterhead.

EUR 250.00

In German, notifying a "Herr Werkmeister" that a package will be available for examination at his (Alma-Tadema's) home on Saturday afternoon between 3 and 3.30 p.m. - Slight traces of mounting on reverse.

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367

Alt, Rudolf von, Maler (1812-1905). Visitenkarte mit 10 eigenh. Zeilen. O. O., 20. IX. 1895. O. O., 20. IX. 1895. 1½ SS. Visitenkartenformat.

EUR 850.00

Dem Wiener Schauspieler Josef Lewinsky zum 60., in Altersschrift: "Dem allverehrten Meister Josef Lewinsky meinen und meiner Tochter Louise herzlichste Gratulation zum Geburtstage und Jubiläum, möchten Sie noch lange den Künstlern wie den Menschen als leuchtendes Beispiel vorangehen! [...]". - Die Ecken mit Spuren alter Montage.

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368

Amerling, Friedrich von, Maler (1803-1887). Eigenh. Portraitzeichnung mit Datierung "July [1]856". O. O., Juli 1856. O. O., Juli 1856. Bleistift auf Papier. 1 S. 218:298 mm.

EUR 2,500.00

Portraitstudie eines Mädchens mit seitlich rückwärts geneigtem Kopf, unten rechts datiert. Etwas fleckig; linker Rand mit kl. Ausriß; in der oberen linken Ecke Stempelung "Aus der Verlassenschaft Amerling".

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369

Amsler, Samuel, Kupferstecher und Zeichner (1791-1849). Eigenh. Brief mit U. München, 14. V. 1832. München, 14. V. 1832. 2 SS. auf gefalt. Doppelblatt. 4to.

EUR 500.00

Bestätigt dem Kunsthändler Johann Sigmund Bermann (1794-1846) den Erhalt einer Zuschrift "worin Sie mir die Gründe die ich ehren muß angeben, warum Sie keine directe Bestellung auf mein Blatt machen wollen […]". - Neben einigen Zeichnungen schuf Amsler ausschließlich Kupferstiche, vor allem nach Werken von Raffael, Thorvaldsen und Schwanthaler.

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370

Angeli, Heinrich von, Maler (1840-1925). 3 eigenh. Briefe mit U. Wien, 26.12.1910 und 18.01.1911. Wien, 26.12.1910 und 18.01.1911. Zus. 5 SS. 8vo.

EUR 350.00

Bedankt sich bei der Adressatin für Einladungen.

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371

Axmann, Josef, Kupferstecher (1793-1873). Eigenh. Brief mit U. Wien, 18. I. 1829. Wien, 18. I. 1829. 1 S. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo.

EUR 350.00

Mit Vergnügen beantworte ich Ihr werthes Schreiben vom 6/1 d. J. indem ich die Verzeichnung gebe, daß ich diese Zeichnung auf das beste ausgeführt, zu der mir bestimmten Zeit liefern werde. Die Veränderungen die Sie mir andeuten, werde ich genau beobachten, und Ihnen früher, ehe die Platte ganz vollendet ist, einen Abdruck zur Einsicht senden. Mögen Sie doch bey jeder Zeichnung Ihre Meinung mir mittheilen, so wie ich auch vorzüglich wünsche, daß mir jedesmahl der Gegenstand, welchen die Zeichnung darstellt, mit einigen Worten geschildert würde, damit ich um so richtiger den Charakter des Ganzen und besonders den Ausdruck der Köpfe verstünde, und auf diese Art die Zeichnung um so richtiger auf das Kupfer übertragen könne. Da der Kopf bei diesem Bilde so ungemein zart ist, so frage ich mich an ob ich denselben nicht in punktierter Manier liefern dürfte […].

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372

Benk, Johannes, Bildhauer (1844-1914). Eigenh. Brief mit U. Wien, 25. X. 1873. Wien, 25. X. 1873. 1 S. auf Doppelblatt. 8vo.

EUR 200.00

An die Photographen-Association: "Recht gerne gebe ich meine Einwilligung zur fotografischen Aufnahme meiner auf der Weltausstellung befindlichen Arbeiten, da ich bestens überzeugt bin, daß dieß auf vorzügliche Weise geschieht und zugleich die Herausgabe eines Albums zum Zwecke hat; ich füge nur den Wunsch hinzu bei den herauszugebenden Fotografien meinen Nahmen darauf ersichtlich zu machen [...]". - Der Sohn eines aus Ungarn gebürtigen Bildhauers studierte an der Wiener Akademie unter Franz Bauer und wurde schon früh mit zahlreichen Modellierpreisen und der Fügerschen Goldmedaille für Komposition ausgezeichnet. Später an der Dresdner Akademie bei Ernst Haehnel, erhielt er für seine erste selbstständige Arbeit, die "Ruhe der heiligen Familie auf der Flucht", eine Goldmedaille und ein zweijähriges Wien-Stipendium; nach dem Empfang des großen Rom-Preises hielt er sich länger in Rom und Florenz auf und war seit 1872 in einem eigenem Atelier in Wien tätig, wo er u. a. Arbeiten für den Kunstpalast der Wiener Weltausstellung, eine kolossale Gruppe der Austria für die Waffenhalle des Wiener Arsenals und für zahlreiche Ringstraßenbauten schuf; er gilt als ein bedeutender Vertreter der Ringstraßenkunst. - Mit gepr. Monogramm.

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373

Bolt, Johann Friedrich, Kupferstecher (1769-1836). Eigenh. Brief mit U. Berlin, 24. II. 1801. Berlin, 24. II. 1801. 1 S. 4to.

EUR 600.00

An Breitkopf & Härtel zur Übersendung der "Platte zu Don Juan nebst Zeichnung u. 2 Abdrucken. - Ich bin diesmahl sehr glücklich beym Äzzn gewesen, weshalb ich das Vergnügen haben kann sie Ihnen früher zu senden als ich versprochen habe [...]". - Johann Friedrich Bolt war Schüler Daniel Bergers in Berlin und orientierte sich zeitlebens deutlich an Chodowieckis Schaffen. "Neben 400 in Punktmanier gestochenen Porträts entstanden zahlreiche Bleistift- und Rötelzeichnungen - hauptsächlich Porträts und humorvolle Darstellungen aus dem Berliner Leben - sowie Buchillustrationen. Bolt gab 1801 eine Sammlung von Arbeiten in verschiedenen graphischen Techniken unter dem Titel 'Artistische Versuche' heraus" (DBE).

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374

Canova, Antonio, Bildhauer (1757-1822). Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D. 1 S. 4to.

EUR 1,500.00

In italienischer Sprache an einen namentlich nicht genannten "Principe".

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375

Cornelius, Peter von, Maler (1783-1867). Eigenh. Brief mit U. Berlin, 8. VI. 1852. Berlin, 8. VI. 1852. 1 S. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo.

EUR 950.00

So eben von meiner kleinen Reise zurück gekehrt finde ich Ihren Brief und beeile mich ihn dahin zu beantworten daß ich bereit bin alle Ihre Wünsche zu erfüllen; es wäre gut gewesen mir zu verschweigen in welcher Gesellschaft ich dort erscheinen soll. Meinen Zeitgenossen gegenüber fühle ich mich keineswegs gebeugt, wenn ich aber an die Alten denke so überkömt mir ein Streben, und tief gedemüthigt ja vernichtet stehe ich vor mir selber […]. - Cornelius, "einer der bedeutendsten Maler des romantischen Klassizismus" (DBE), war u. a. an der Gestaltung der Fresken der neuerbauten Glyptothek in München beteiligt. 1825 übernahm er das Direktorium der Akademie in München, ließ sich endgültig dort nieder und wurde 1825 geadelt.

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376

Dallinger von Dalling, Alexander, Maler (1783–1844). Eigenh. Quittung mit U. Wien, 17. X. 1839. Wien, 17. X. 1839. 1 S. 4to.

EUR 420.00

Quittung über 450 Gulden, "[…] welche der gefertigte von den Herrn von Prevost, für daß auf dessen Bestellung, für Sr kaisl Hoheit dem Großfürsten von Russland gemahlte Bild […] unter heutigen Datum richtig und baar erhalten hat […]". - Knittrig. Einrisse an den Rändern.

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377

Danhauser, Joseph, Maler (1805-1845). Eigenh. Quittung mit U. 1 S. Folio.

EUR 450.00

Quittung über 120 Gulden "[…] welche ich Endesgefertigter aus der Kasse der […] Akademie der vereinigten bildenden Künste als Honorar für den während dem 1ten Semester des Studienjahres 1841 ertheilten außerordentlichen Unterricht im Mahlen mit Öhlfarben nach dem Naturmodell, richtig u. baar erhalten zu haben […]". - Der Sohn eines Möbeltischlers wurde nach der ersten Ausbildung bei seinem Vater Schüler Peter Kraffts an der Akademie St. Anna, studierte 1826 in Venedig und übernahm nach dem Tod des Vaters 1829 dessen Fabrik. Er schuf eigene Entwürfe für Möbel, die durch die Verwendung von Elementen des Rokoko die Entwicklung des Wiener Möbelstils im Biedermeier beeinflussten. Seit 1836 befasste er sich überwiegend mit Malerei, wurde 1838 Korrektor, war 1840-42 Prof. an der Wiener Akademie und bereiste anschließend mit Rudolf von Arthaber die Niederlande. Danhauser schuf hauptsächlich im bürgerlichen Milieu angesiedelte Genrebilder sowie genrehaft arrangierte Bildnisse bekannter Persönlichkeiten (u.a. Liszt am Klavier, 1840). Er gilt als herausragendster Maler des Wiener Biedermeier. - Gegengezeichnet.

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378

Defregger, Franz von, Genre- und Historienmaler (1835-1921). Kabinettphotographie mit eigenh. U. München, 16. II. 1892. München, 16. II. 1892. 165:110 mm.

EUR 350.00

Brustbild. - Der zu Lebzeiten “als führender Repräsentant der deutschen Malerei” (DBE) gefeierte Maler schuf neben zahlreichen Portraits vor allem Genremalerei.

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379

Delacroix, Eugène, French painter and etcher (1798-1863). Autograph letter signed. No place, "le 30 au soir". 8vo. 1 page on bifolium.

EUR 1,500.00

To Madame Belloe, thanking for an invitation.

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380

Dobiaschofsky, Franz Josef, Maler und Graphiker (1818-1867). Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D. 1 S. 4to.

EUR 250.00

Bittet Franz Grall, ihn Freitag zu besuchen, um seine Staffeleien abzuspannen, da er sein Atelier reinigen lassen muss. - Dobiaschofsky trat seit 1843 mit seinen Bildern an die Öffentlichkeit und erregte 1848 mit dem Gemälde Faust und Gretchen Aufsehen. Nach einer Tätigkeit als provisorischer Prof. der Malerei an der Vorbereitungsschule der Akademie 1850/51 reiste er 1854 nach Rom. 1856 zurückgekehrt, widmete er sich religiös-historischen Motiven.

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381

Doré, Gustave, Maler und Graphiker (1832-1883). Eigenh. Brief mit U. Ort unleserlich, 10. X. 1879. Ort unleserlich, 10. X. 1879. 1 S. 8vo.

EUR 600.00

Dieses ist ein Muster meiner schlächten Schrift welche Sie mir die Ehre machen zu wünschen […].

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382

Eberlein, Georg, Baumeister, Architekt und Maler (1819-1894). Eigenh. Brief mit U. Stuttgart, 24. IV. 1852. Stuttgart, 24. IV. 1852. 4 SS. auf Doppelblatt. Kl.-4to.

EUR 250.00

An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Sie waren so gütig vor 1½ Jahren ein Ihnen offerirtes Exemplar des Volkamer'schen Fensters zu bestellen, nebst einer beigefügten Bemerkung, daß Sie Original Zeichnungen zu[r] beabsichtigten Herausgabe von mir sehen möchten. Ihren Brief nebst den Auftrag habe ich Herrn Liebnig hier, den Sie gewiß kennen werden, eingereicht, wohl aber ist es mir immer noch in lebendiger Erinnerung, und ich nehme deshalb hiemit Gelegenheit Ihnen Einiges von meiner Hand zu zusenden [sic]. Mit dem Werk 'Deutsche Kunstwerke' werden Sie 1 colorirtes Exemplar erhalten haben werden [...]".

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383

Ebers, Emil, Maler (1807-1884). Eigenh. Brief mit U. [Düsseldorf], o. D. 1 S. auf Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief).

EUR 250.00

An den Kunsthistoriker Johann David Passavant (1787-1861) in Angelegenheiten des Frankfurter Kunstvereins: "Ew Wohlgebohren erlaube ich mir ergebenst zu ersuchen für mein Bild 'eines Geretteten, welcher unter der Pflege […] Fischer zum Leben erwacht', welches im Besitz des hiesigen Kunstvereins u. eine Wiederholung in kleinerem Maßstab ist, geneigtens einen Platz auf Ihrer Ausstellung zu gestatten. Sollte es schon zu spät seyn, so bitte ich das Bild alsbald nach Berlin senden zu wollen […]". - Ebers kam 1831 nach Düsseldorf, wo er Schüler der Akademie wurde, kehrte 1844 nach Schlesien zurück und lebte fortan in Breslau. Früher malte er hauptsächlich Szenen aus dem Treiben der Schleichhändler, Räuber und Soldaten; später aber behandelte er mit größerem Erfolg das Matrosen- und Lotsenleben, dem er den Stoff zu seinen besten Bildern entnahm.

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384

Eckhout, Jakob Joseph, belgischer Maler und Lithograf (1793-1861). Eigenh. Brief mit U. Brüssel, 7. XII. 1849. Brüssel, 7. XII. 1849. 2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Adresse (Faltbrief).

EUR 250.00

An den Kunsthändler Ernst Arnold in Dresden: "Par mon conseil Monsieur Stephens c'est décidé d'acheter la copie de Battoni que vous m'avez envoyé pour examiner; je viens d'en recevoir la nouvelle. J'aurais cependant préféré qu'il vous eut plutôt demandé la copie du même sujet par Corège,et je ne serais pas étonné qu'il ne vous l'a demande aussi bientôt d'après ce qu'il m'a écrit, je vous conseille donc de chercher une copie de ce sujet, mais surtout une très belle et de me le faire savoir. Je ferai tout ce qu'il me sera possible pour l'engager à la prendre. Je suis heureux, Monsieur, d'avoir pu vous être utile […]". - An der Akademie seiner Vaterstadt lernte Eeckhout das Modellieren und erlangte 1821 in Brüssel den Preis in der Bildhauerei für seine Skulptur Tod der Kleopatra. Seine Neigung trieb ihn aber zur Malerei, und schon 1824 errang das Gemälde Mädchen, einen Jüngling schachmatt setzend, zu Gent den ersten Preis. 1831 ließ er sich im Haag nieder und wurde 1839 daselbst Direktor der Akademie. 1844 ging er nach Belgien zurück und 1859 nach Paris, wo er 1861 starb. Eeckhout schöpfte eine Zeit lang seine Motive gern aus dem Leben der Scheveninger Fischer, kultivierte später aber mit Vorliebe das historische Genre (Wikipedia).

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385

Eichens, Friedrich Eduard, Zeichner und Kupferstecher (1804-1877). Eigenh. Brief mit U. Berlin, 28. I. 1852. Berlin, 28. I. 1852. 2½ SS. auf gefalt. Doppelblatt. 4to.

EUR 220.00

An Herrn Danker: "Nun mehr gewinnt unsere Angelegenheit den gehörigen Gang, und Jetzt haben Sie in Ihrem gestrigen Schreiben zum Ersten Male es ausgesprochen, daß Sie mir für den Ankauf des ganzen Frieses, die nöthige Sicherheit bieten wollen. In Betreff der Abzahlungen, nehme ich Ihren jetzigen Vorschlag an: die erste Zahlung in einem Wechsel zum Ersten Mai zahlbar, zu leisten - obgleich ich sehr wohl begreife, daß dies am Ende nur Anerkennung Ihres Prinzips ist ‚keine Vorauszahlungen zu leisten' […]. Es liegt nun an Ihnen die Contrakte in der gesetzlichen Form und nach dem vorhandenen Entwurf, um Lebens oder Sterbens willen, auszufertigen […] Ubrigens mein lieber Herr Danker, gebe ich Ihnen die Versicherung daß ich weder an Ihrer Zahlungsfähigkeit, noch Zahlungswilligkeit zweifele […]". - Mit seinem umfangreichen, Kupferstiche, Radierungen und Stahlstiche umfassenden Werk gehört Eichens "zu den bedeutendsten deutschen Stechern seiner Zeit" (Thieme/Becker X, 404).

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386

Ende, Hans am, Maler (1864-1918). Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D. 1 S. auf Doppelblatt. 8vo.

EUR 250.00

An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Anbei sende ich Ihnen die beiden Drucke unterzeichnet zu. Dieselben sind mir von Ort zu Ort nachgesandt, haben mich aber erst soeben erreicht [...]". - Hans am Ende studierte an der Münchner Akademie der bildenden Künste bei Wilhelm von Diez und wurde durch die persönliche Bekanntschaft mit Fritz Mackensen veranlaßt 1889 nach Worpswede zu gehen. "Dort hatte er bald engen Kontakt mit Fritz Overbeck und Heinrich Vogeler und widmete sich der Landschaftsmalerei. Studienaufenthalte führten ihn nach Berlin sowie nach Paris und Italien. Bekannt wurden die 'Worpsweder' auf den Ausstellungen in München von 1895 und 1896. Neben starkfarbigen Landschaften, deren Themen er überwiegend aus der Moorlandschaft um Worpswede bezog, schuf Ende eine Reihe von Radierungen, einige Farbradierungen und in seiner späteren Zeit Darstellungen von Menschen der Gegend um Worpswede. 1914 meldete er sich als Freiwilliger zum Kriegsdienst und starb infolge einer Verwundung" (DBE).

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387

Ender, Eduard, Maler (1822-1883). Eigenh. Brief mit U. O. O., 9. XI. 1867. O. O., 9. XI. 1867. 1½ SS. 8vo.

EUR 220.00

An einen Freund bezüglich Karten für Vorstellungen.

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388

Ender, Thomas, Maler (1793-1875). Eigenh. Brief mit U. Wien, 12. IV. 1834. Wien, 12. IV. 1834. ½ S. 4to.

EUR 260.00

An einen Herrn Stöber: "Mit Gegenwärtigen sind Sie berechtiget mein Portrait in Kupfer radieren zu können […]". - Auf der Wiener Akademie der bildenden Künste war Ender zunächst Schüler von Hubert Maurer, später von Josef Mößmer und Franz Steinfeld, studierte dann selbständig die Werke von Claude Lorrain und Ruisdael und unternahm verschiedene Reisen. Von Metternich gefördert, nahm er 1817 an der österr. Expedition anlässlich der Brautfahrt der Erzherzogin Leopoldine nach Brasilien teil, auf der er rund 700 Aquarelle und Zeichnungen schuf. 1819-23 lebte er als kaiserlicher Pensionär in Italien, arbeitete 1823 für Metternich im Salzkammergut, später für Erzherzog Johann in Gastein und war 1837-51 Prof. der Landschaftsmalerei an der Wiener Akademie. Gemeinsam mit anderen Künstlern schuf Ender die Vorlagen für Das pittoreske Österreich, das 1840-47 mit Chromolithographien nach Originalzeichnungen dieser Künstler erschien. Seine Ansichten aus der Umgebung Wiens, besonders jedoch diejenigen seiner Brasilienreise sind für die historische Topographie und die Völkerkunde von Bedeutung.

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389

Engerth, Eduard von, Maler (1818-1897). Eigenh. Brief mit U. Wien, 6. V. 1880. Wien, 6. V. 1880. 2 SS. auf Doppelblatt. 8vo.

EUR 250.00

An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Der jüngst verstorbene Maler Custos Franz Eybl im Belvedere hat eine Anzahl von ihm gemachter Copien nach Bildern der Galerie hinterlassen; und weiters eine Partie von gezeichneten Studien aus früherer Zeit. Die Familie möchte diesen Nachlaß veräußern und ich habe es übernommen Sie zu bitten, [sich] die Sachen ansehen und einen Rath gefälligst geben zu wollen, wie dieß am besten zu thun wäre [...]". - Engerth studierte u. a. bei Leopold Kupelwieser, wurde 1854 Direktor der Akademie in Prag, erhielt 1865 eine Professur an der Akademie der bildenden Künste in Wien und wurde 1871 Direktor der kaiserlichen Gemäldegalerie im Belvedere. Als Portraitmaler zählte er zu den bevorzugten Künstlern des Wiener Kaiserhofs. Auch malte er großangelegte Fresken wie die Darstellungen aus der Orpheus-Sage und die Hochzeit des Figaro in der Wiener Oper (1866-68, 1945 zum Teil zerstört). Zu Engerths Schülern zählen u. a. Julius Victor Berger und Franz Rumpler.

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390

Essenwein, August Ottmar Ritter von, Architekt, Kunsthistoriker und Museumsdirektor (1831-1892). Eigenh. Brief mit U. Nürnberg, 18. VI. 1877. Nürnberg, 18. VI. 1877. 3 SS. auf Doppelblatt. 8vo.

EUR 450.00

An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Für die gütige wohlgemeinte Veröffentlichung spreche ich den ergebensten Dank aus. Doch kann ich nicht unterlassen, die Behauptung auszusprechen, daß Sie dadurch die ganze Angelegenheit in die größte Gefahr bringen. Ich hatte ausdrücklich zu bemerken mir erlaubt, daß ich einstweilen privatim die Einladung erlasse [...]". - Nach dem Studium der Architektur in Berlin und am Polytechnikum in Karlsruhe wurde Essenwein 1857 Architekt für Hochbau im Dienst der österreichischen Staatsbahnen und 1865 Professor für Hochbau an der TH Graz. "Als erster Direktor des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg (seit 1866) verlegte Essenwein den vom Gründer Hans von Aufseß geplanten Schwerpunkt von der Quellensammlung auf die Sammlungen" (DBE). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Germanischen Nationalmuseums.

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391

Felsing, Jacob, Kupferstecher (1802-1883). Eigenh. Brief mit U. Darmstadt, 11. XI. 1875. Darmstadt, 11. XI. 1875. 2 SS. 8vo.

EUR 350.00

An Herrn Braumüller: "Nach einer eingehenden Besprechung mit Herrn Geheimrath Walter über Art und Größe des für Sie auszuführenden Kupferstiches nach dem jüngeren Portrait der Frau Landgräfin Caroline, sind wir übereingekommen, daß eine photographische Verkleinerung, in der selben Größe der Ihnen früher übersendeten Photographie, nach dem Originalgemälde; in der oberen Hälfte für den Stich benützt wird […] Ich verpflichte mich, den Stich innerhalb 3 Monaten vom Tage der Bestellung zu vollenden. Als Honorarzahlung genehmigen Sie die Summe von 500 fl süddeutscher Währung […] welche am Ende der Arbeit zu zahlen sind […]". - Felsing arbeitete in Mailand, Florenz, Rom und Neapel, wurde 1828 Mitglied und Preisträger der Mailänder Akademie, lehrte 1831 als Akademieprofessor in Florenz und kehrte 1832 nach Darmstadt zurück. Seit 1833 Hofkupferstecher, war er von 1854 an Prof. an der Darmstädter Akademie. 1843 gründete er den Rheinischen Kunstverein, 1861 die Darmstädter Kunstgenossenschaft.

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392

Förster, Ludwig, Architekt (1797-1863). Eigenh. Brief mit U. Wien, 7. II. 1845. Wien, 7. II. 1845. 1 S. auf Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief).

EUR 550.00

An den Architekten Karl Wiesenfeld in Prag: "Sie werden wohl die Güte haben mich wegen Verspätung meiner Antwort auf 2 Ihrer werthen Briefe durch überhäufte Geschäfte zu entschuldigen. Betreffend die Einrückung Ihrer Bemerkung über die Rechnung für Einnahmen bei der Architektenversammlung glaube ich daß sie füglich nicht der Oeffentlichkeit angehört, daher habe ich Anstand genommen Ihren Wunsch zu erfüllen; auch war beim Eintreffen Ihres Briefes der Bogen, in welchem eine passende Stelle gewesen wäre, schon gedruckt [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der "Allgemeinen Bauzeitung"; mit kleinen Randläsuren.

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393

Füger, Heinrich, Maler (1751-1818). Eigenh. Quittung mit U. Wien, 10. II. 1800. Wien, 10. II. 1800. ½ S. Folio.

EUR 280.00

Quittung über 200 Gulden. Gefaltet, mit rotem Siegel.

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