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Hartenkeil, Johann Jakob (Hg.). Medicinisch-chirurgische Zeitung. Eilfter Ergänzungsband (1805-1810). [Abschrift der Zeit].... O. O., [wohl kurz nach 1810]. O. O., [wohl kurz nach 1810]. Deutsche Handschrift auf Papier. 448 paginierte SS. Marmorierter Pappband der Zeit. 8vo.

EUR 150.00

Vollständiges handschriftlich kopiertes Exemplar des 11. Ergänzungsbandes zu J. J. Hartenkeils "Medicinisch-chirurgischer Zeitung", eine der führenden medizinischen Fachzeitschriften im deutschen Sprachraum. Von 1790 bis zu seinem Tod 1808 redigierte Hartenkeil 71 Vierteljahresbände und 11 Ergänzungsbände; die Auflage betrug bis zu 2500 Exemplare. - Sehr sauber ausgeführte Abschrift; wahrscheinlich umbruchsgleich mit der als Vorlage dienenden Druckfassung. Nur bis zur Bandmitte aufgeschnitten: offensichtlich wurde die Kopie auf großen ungefalzten Druckbögen in vorgezeichnete Schriftspiegel ausgeführt und erst danach vom Buchbinder gefaltet. Aus dem Besitz des Karlsbader Balneologen und Chirurgen Gallus Rt. von Hochberger (1803-1901) mit seinem eigenh. Besitzvermerk am Titel; Stempel und Exlibris der Karlsbader Stadtbibliothek. {BN#32198}

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[Herbarium]. Strail, Charles Antoine, Theologe und Botaniker (1808-1893). [Herbier]. Ière Partie. Magnée (Wallonien, Belgien), 1848. Magnée (Wallonien, Belgien), 1848. 51 Doppelbll. mit getrockneten, unter schmalen Papierstreifen montierten Pflanzen-Spezimina, sorgfältig beschriftet und taxiert nach Linnéscher Klassifikation. (Dabei:) Ders. Eigenh. Brief mit U. Magnée, 18. VI. 1848. 2 SS. 8vo. An Monsieur de Kessel. Lose in marmorierter Papier-Flügelmappe der Zeit mit herzförmigem Deckelschildchen. 4to (19 × 24 cm).

EUR 2,500.00

Das reizende, wohlerhaltene Herbarium, von dessen "deux petits volumes" sich nur der erste überliefert hat, wurde (wie sich aus dem beiliegendem Schreiben ergibt) von dem botanisierenden Pfarrer Ch. A. Strail, Gründungsmitglied der "Société Royale de Botanique de Belgique", für die Gattin Monsieur de Kessels zusammengestellt. Dazu angeregt habe ihn - außer dem "superbe herbier" der Madame Tulk - der Umstand, dass er derzeit unter getrockneten Kräutern begraben sei und sein Haus einem Heuschober gleiche ("Je suis maintenat enfouie sous une masse d’herbes desséchérs. Ma petite maison ressemble vraiment à une grenier au foin"). Die Pflanzen hatte er auf einer Reise ins benachbarte Beaufays gesammelt; zu jeder Art finden sich minutiöse taxonomische Angaben und Erläuterungen. Zum Ährigen Christophskraut (Actaea spicata) etwa bemerkt Strail: "Le calice de cette plante tombe aussitot que sa fleur s'ouvre". Der Abbé Strail publizierte später eine "Florule de Chaudfontaine et de Magnée" (1863), sowie ein Standardwerk über die Minzen, für das er in reger Korrespondenz mit Gleichgesinnten stand und sich aus vielen Teilen Europas Material zusenden ließ, so etwa von Mitgliedern des "Botanical Exchange Club of the British Isles". In seinem Pfarrhaus empfing er Botaniker und Herbaristen, die im Garten auf eine Ansammlung der seltensten Pflanzenarten stießen. - Trägerblätter gering gebräunt und teils mit kurzen Einrissen im Falz. Die Mappe leicht berieben; der Brief knittrig und mit Randeinrissen (ehemals am Innendeckel befestigt; dort noch das "Bath"-Briefsiegel). Insgesamt sehr frisches und gut erhaltenes Herbarium; ein schönes Zeugnis der physikotheologischen Naturbegeisterung des 19. Jahrhunderts. {BN#31472}

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Hermann von Lehnin, [Pseudo-]Frater. Der Prophet des Hauses Brandenburg Frater Herrmann aus... dem dreizehnten Jahrhundert, erläutert und ganz bewährt gefunden von zwei protestantischen Widerlegern des Propheten und zugleich Geschichtsschreibern von Brandenburg oder Kurzer Auszug der Widerlegung des Propheten Frater Herrmann und der Geschichte von Brandenburg mit Fortsetzung der Geschichte und Widerlegung der Weissagungen, wie auch der Übersetzung der lateinischen Verse der Prophezehung in's Deutsche, für die gegenwärtige Zeit sehr interessant. Wien , 1845-1847. Wien , 1845-1847. Deutsche Handschrift auf Papier. 80 Bll. (die letzten beiden weiß) mit fortlaufender Lagenzählung. 4to (185 x 230 mm). Lose gefaltete Lagen mit Spuren alter Heftung.

EUR 650.00

Späte handschriftliche Fassung und Kommentar des sogenannten "Vaticinium Lehninense", eine Ende des 17. Jahrhunderts in der Mark Brandenburg aufgetauchte Weissagung, "deren handschriftliches Original angeblich im Jahr 1683 im Beisein des Großen Kurfürsten im Kloster gefunden worden war. Der Klosterbruder Hermann, der den Text 1306 in seiner Zelle geschrieben haben soll, prophezeit darin in lateinischen Versen den Untergang der Hohenzollern-Dynastie und das Wiedererstehen von Kloster Lehnin. Dieses über Jahre immer wieder gedruckte und bis Mitte des 19. Jahrhunderts viel diskutierte 'Vaticinium Lehninense' ist eine Fälschung und war mit einiger Sicherheit ein Racheakt eines Berliner Propstes, der an dem evangelischen Bekenntnis der herrschenden Dynastie Anstoß nahm" (Wikipedia). - Durchgehend etwas braunfleckig; insgesamt sauberes, gut lesbares Manuskript. {BN#32488}

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Equestrian manuscript

[Horses]. Hyakuba no zu [The Hundred Horses]. [Japan, Bunsei era, 1818-30]. [Japan, Bunsei era, 1818-30]. Manuscript (brush and wash), 2 vols., 194 × 105 mm, concertina-folded, with 61 drawings of horses (each double page, i.e. c. 210 × 195 mm), captioned. Original blue paper covered boards, labels to upper covers titled in manuscript. Traces of a numerous very neat paper repairs (usually correcting minute wormholes, as typical of Japanese books of this date, not affecting images), former (Japanese) owner's stamps to cover labels and first illustration in each volume. Preserved in a later blue silk covered folding case (wanting one bone closure).

EUR 25,000.00

An elegant and delightful series of manuscript portraits of horses by an unidentified Japanese hand. 'The Hundred Horses' was a popular subject in Japanese art and is represented both in panel pictures, scrolls and books. The title is representative rather than prescriptive and does not denote one hundred in number, but simply 'many'. While the horse was an ancient component of Japanese art, the subject of the Hundred Horses was probably introduced into Japan under Chinese influence by the beginning of the Edo period (1603), with associations of courtly culture based on the noble and military connotations of the horse. The concern here is for careful typology of the different breeds, with characteristics of physique and markings neatly depicted and explained in the captions ('chestnut', 'spotted' etc), but the various postures and attitudes are arresting. An example of a manuscript book of similar period, slightly more elaborate, is preserved in Waseda University Library. {BN#38559}

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[Hospital day-book]. Anno 1768 Jahr. Mit Gott angefangen das Buch... von Versorgung und Auferstehung deren Krancken in daß Hospitall deren Closterfrauen Elisabethinerin auf der Landtstraß zu Wienn. Wie auch vorgemerckt werden darinen die Verstorbene und gesunds Entlassene. (Vienna), 1768-1773. (Vienna), 1768-1773. Folio. (464) pp. Contemporary half calf over marbled boards with four ties.

EUR 4,500.00

An interesting manuscript originating from Vienna's St. Elizabeth Hospital, founded in 1710 and operating to the present day. It lists the incoming women patients day by day, stating their names, age, civil status, birthplace, address, place of work and medical condition. At the end of each entry is either the date of their discharge or of their passing. As the hospital admitted female patients only, this MS provides an exceptional insight into the living conditions of women in 18th century Vienna, thus representing an important source for social history, containing information on common diseases and life expectancy, as well as on the patients' occupation and private life. Likely just one of a series, the MS documents the busy operations of a city hospital over a period of six years. - Old pencil shelfmark to lower pastedown. Insignificant traces of worming to spine, a bit of the lower spine end chipped. Light browning to paper, otherwise well preserved. From the library of the Viennese collector Werner Habel, with his signed and stamped ownership, dated 1985, to the pastedown. {BN#48926}

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A brothel in Arad

[Hungarian brothels]. Ein olympisches Spiel. [Vienna], 6-13 July 1885. [Vienna], 6-13 July 1885. Folio. 33 ff. German ms. on paper. Green cloth (c. 1950) with giltstamped cover title.

EUR 2,500.00

Narrative of an Austrian captain stationed in Arad (now Romania) about the operation of the local brothel and their life there. Much of the lewd account is dedicated to a so-called "Olympic Festival", a staged public defloration termed "baptism", after the passing of which obscene rite the deflowered girls became full members of the house: "Nun rief die Oberpriesterin: Das Opfer sei vollbracht! - In diesem Momente rauschte die Musik starker um das Ächzen des Mädchens unhörbar zu machen, das elektrische Licht warf seinen vollen Glanz mit möglichster Intensität auf den Opferaltar. Der Jüngling begann mit voller Kraft gegen die Pforte des Heiligthumes der Liebe vorzudringen. Man sah deutlich die konvulsivischen Zuckungen aller Muskel der Jungfrau und nach wenigen, aber markigen Stößen übertonte ein, von heftigem Schmerze ausgepreßtes - Ach! - der Jungfrau die melodischen Töne der Musik, denn der Sieg war errungen, die Pforte zum Tempel der Liebe und Wonne war geöffnet. Noch ein kräftiger Stoß und der Szepter der Liebe war bis an sein Ende im Heiligthume der Wollust weich gebettet [...]". - Inserted in the account of the "baptism" of fourteen-year-old Irma is a digression on Hungarian erotic tradition and superstition. - Tear in title page restored. Well-legible manuscript with numerous corrections and revisions by the author. Occasional slight finger and dust staining; traces of horizontal and vertical folds. {BN#30289}

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[Hydrotherapie]. Vorbericht. Uiber die Anwendung des kalten Wassers. O. O., um 1840. O. O., um 1840. Deutsche Handschrift auf Papier. 66 beschr. SS. auf 38 Bll. Marmorierter Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenfileten und blindgepr. Blütenstempeln. Gr.-8vo.

EUR 450.00

Hübsche, sauber ausgeführte medizinische Handschrift über verschiedene medizinische Anwendungen kalter Güsse und Bäder sowie Schwitzkuren und Umschläge. Obwohl Johann Siegmund Hahn schon 1738 sein klassisches Werk zur Hydrotherapie vorgelegt hatte, sollte die Wasserheilkunde erst Mitte des 19. Jahrhunderts mit Sebastian Kneipp ihren Durchbruch erleben. Die vorliegende Schrift gehört jedenfalls noch der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts an und bezieht sich u. a. auf die Methoden des seinerzeit berühmten schlesischen Naturheilkundlers und "Wasserdoktors" Vincenz Prießnitz (1799-1851). Der ungenannte Verfasser versammelt hier hydrotherapeutische Verfahren gegen Husten, Halsweh, Fieber, Zahnschmerzen, Nasenbluten, Augenleiden, aber auch Gicht, Koliken, Kindbettfieber, Lachkrampf, Frostbeulen, Tripper, ja sogar Pilzvergiftungen, Krebs und Geisteskrankheiten: "Behandlung eines Irren. Er wird in eine Wanne mit abgeschreckten Wasser gesetzt, welches 2 Zoll unter den Nabel geht, und dabei an Händen und Füßen gerieben, der Rüken wird ihm ebenfalls gerieben, und öfter Wasser über den Kopf und Nacken gegossen, auch läßt man ihn trinken, wen es möglich ist. Wenn sich das Wasser erwärmt hat, und man sieht, daß der Körper noch mehr Kälte ertragen kann, so wird noch mehr kaltes zugegossen, bis der Kranke starken Schauer bekommt. In diesem Zustand wird fort behandelt bis die natürliche Wärme wiederkehrt, dann läßt man ihn heraus, stelt ihm die Füße, und läßt ihm wo möglich 10 Mi. Bewegung machen, worauf er zu Bette gebracht." Mit mehreren Fallstudien. - Einband leicht berieben, sonst wohlerhalten. Besitzstempel "Mifka" am vorderen Vorsatz. {BN#24781}

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Renowned Arabic treatise on geography

Ibn al-Wardi. Kharidat al-'Aja'in wa faridat al-gharaib [The Pearl of... Wonders and the Uniqueness of Strange Things]. No place, late 16th century. No place, late 16th century. 4to (17 x 25 cm). Manuscript on paper: red, black and brown ink, in an elegant Maghribi script. 184 leaves (with a diagrammatic drawing of the Kaaba on leaf 124), lacking in the final gathering. 19th century red leather Islamic binding with flap, gilt, preserved in a clamshell solander box.

EUR 12,500.00

Abu Hafs Zayn al-Din Umar ibn al-Muzaffar Ibn al-Wardi AH 691 (1291/1292 AD)-AH 749 (1348/1349 AD), known as Ibn al-Wardi, was an Arab historian and geographer. This masterpiece is one of the most renowned treatises on geography in the Arab world of the 13th and 14th centuries. It is a large, rambling Heredotean narration, mixing all kinds of information on places, peoples and traditions known to the Muslim world at the time. The description of the known world centres on Medina and Mecca, unfolding with interesting details, distances, comparisons between cities, tribes or geopolitical situations, flora, fauna and legends. He also talks about Slavs and their lifestyle and mentions al-Mahdiyya as the residence of the Fatimid dynasty. In the earliest pages of the work he mentions the mythical Mount Qaf, always eager to attract the readers attention with strange and bizarre tales. His audience for the work was the cultivated, cosmopolitan and urban Arab elite. - In fair condition, with some marginal fraying and signs of use. {BN#47653}
¶ GAL II, p. 163.

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[Imhof, Johann Christoph von]. Alberti, Augustus, Theologe und Lieddichter (1672-1738). Prognosticon Genethliacum quod Per-Illustri et Generosissimo Domino, Dn.... Ioanni Christophoro de Imhof, a Stephansmullen, in Merlac et Solar [...], natalitio ejus die, Anno MDCCXXV, d. IX. Octobris septuagesies septies feliciter celebrato, paucis licet Distichis, laeto tamen augurio, devote gratulabundus offert, M. Augustus Alberti, ad D. Laurentii Diaconus Senior. Wohl Nürnberg, 1735. Wohl Nürnberg, 1735. Eigenh. Manuskript m. U. 1 w. Bl., Titelblatt, (2) SS., l. w. Bl. Mit zwei lavierten Tuschzeichnungen. Grauer Pappband der Zeit mit Imhofs goldgepr. Wappensupralibros auf rotem Grund. Farbige aufgelegte Rankenwerksbordüre (am Vorderdeckel nur in Bruchstücken erhalten). Folio (ca. 340:215 mm).

EUR 800.00

Geburtstagsode zum 76. Geburtstag (dem 77. begonnenen Lebensjahr) des Nürnberger Patriziers Johann Christoph von Imhof (1659-1736), Kurator der Universität Altdorf, Vogt in Stephansmühlen, Merlach (Staffelstein) und Solar (Hilpoltstein), wirklicher kaiserlicher, kurmainzischer und großherzoglich-toskanischer Geheimer Rat und kaiserlicher Burgvogt von Nürnberg. Die schöne Dedikationshandschrift kalligraphierte und zeichnete der Nürnberger Theologe Augustus Alberti, der in seiner Vaterstadt und in Altdorf studiert hatte. Er setzte seine Studien in Utrecht, Leiden, Franeker und Harderwijk fort; nach seiner Rückkehr bekleidete er eine Pfarrstelle in Eschenbach, bevor er 1716 Diakon zu St. Lorenz wurde (vgl. Jöcher/Adelung I, 415). Das am Schluß des Genethliacons in Aussicht genommene Jahr 1739, Imhofs 80. Geburtstag ("Deo volente, celebranda"), sollten Gratulant und Geehrter beide nicht mehr erleben: Imhof verstarb schon in Folgejahr; Alberti nur zwei Jahre hernach. - Deckel gering fleckig; insgesamt sauber und wohlerhalten. {BN#21892}

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[Imhof, Johann Christoph von]. Herdegen, Johann, Theologe und Philosoph (1692-1750). Epigramma Per-Illustri Domino Domino Johanni Christophoro ab ImHof... in Merlach Solar et Stephansmuhlen [...] cum Annum Aetatis Septimum supra Septuagesimum felicibus inchoaret Auspiciis ea qua decet submissa animi observantia oblatum a Johanne Herdegeno Eccl. ad Spir. S. Antist. Wohl Nürnberg, 1735. Wohl Nürnberg, 1735. Eigenh. Manuskript m. U. Titel. 1 w. Bl., Titelblatt, (2) SS., l. w. Bl. Geheftet. Folio.

EUR 600.00

Geburtstagsode zum 76. Geburtstag (dem 77. begonnenen Lebensjahr) des Nürnberger Patriziers Johann Christoph von Imhof (1659-1736), Kurator der Universität Altdorf, Vogt in Stephansmühlen, Merlach (Staffelstein) und Solar (Hilpoltstein), wirklicher kaiserlicher, kurmainzischer und großherzoglich-toskanischer Geheimer Rat und kaiserlicher Burgvogt von Nürnberg. Die schöne Handschrift widmet ihm der Nürnberger Theologe Johann Herdegen, der in Altdorf studiert hatte. Seit 1727 bekleidete er die "Prediger- und Pastor-Stelle der Kirche zum heil. Geist im neuem Spital. Nachdem er schon 1720 in den Pegnesischen Blumen-Orden unter dem Nahmen Amaranthes war aufgenommen worden, so bekam er 1732 in demselben die Raths- und Secretär-Stelle, 1739 bekam er die Professur für Logik in dem Aegidiano, und 1742 wurde ihm auch die Professur der hebräischen Sprache ertheilt" (Jöcher/Adelung II, 1935). Imhofs am Schluß des Genethliacons kunstreich in Aussicht genommenen 100. Geburtstag ("Si volet inde Deus, numeros invertit eosdem [77/LL]: Annos te centum vivere posse bonum est!"), sollten Gratulant und Geehrter beide nicht mehr erleben: Imhof verstarb schon in Folgejahr. - Papierbedingt gering gebräunt; minimale Randläsuren; das Deckblatt an den Rändern etwas angestaubt. Insgesamt sehr schön erhalten. {BN#21906}

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Twelve Miniatuzres by a Tyrolean Master

[Innsbruck Ursulines]. Officium Beatae Mariae Virg. extra Advent. ad vesp. Innsbruck, c. 1750. Innsbruck, c. 1750. Small folio (242 x 304 mm). Latin ms. in red and black ink on sturdy paper. (2), XIII, 117, (5) pp. (and several blanks). With 12 full-page washed and mounted ink drawings. Ruled throughout, with black and red borders surrounding text and illustrations. Contemp. brown calf, covers and spine elaborately giltstamped. Gilt brocade endpapers. All edges gilt.

EUR 12,000.00

Illustrated late Baroque book of hours, written in clean and regular characters. Apart from its magnificent binding, the volume boasts a remarkable cycle of mariological illustrations. The washed ink drawings are evidently the work of a trained artist whose workmanship were fully abreast with contemporary style and technique (including the occasional Rocaille touches). Especially the elegant treatment of the figures and the fine execution of landscape and details of clothing and interiors suggest one of the more significant mid-18th century Tyrolean painters; the characteristic faces with their pronounced eye areas are so similar to those known from the work of Joseph Adam Ritter von Mölk (1718-94) and his circle that an attribution appears justified. - The dated ms. ownership at the beginning ("Soc. Stae. Ursulae oenipontani 1751") locates this manuscript with the Ursuline monastery at Innsbruck, for whom it was probably drawn up in the first place. The Baroque décor of the monastery and church, founded in 1691, was entirely destroyed in the 19th century. - The magnificent binding shows a double ornamental border and corner fleurons on the covers. Splendid brocade endpapers with large curved scrollwork, blossoms and leaves on red gold background. A unique, near-immaculate specimen. {BN#30557}

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The ironsmiths of Waidhofen

[Iron industry in Lower Austria]. Register aller Stahl- und Eisen Commerzial-Arbeiter zu Waidhofen... an der Yps. ("Index of all Commercial Steel and Iron Workers in Waidhofen upon Ybbs"). Waidhofen/Ybbs, 26. VIII. 1823. Waidhofen/Ybbs, 26. VIII. 1823. Oblong 4to (256 x 204 mm). Manuscript (ink on paper), 64 pp. with numerous illustrations in watercolours and pen-and-ink, mainly in Grisaille manner (iron tools as well as punch-marks and monograms). Contemporary coloured pink and turquoise papered boards with gilt cover borders and paper applications. All edges gilt.

EUR 15,000.00

This uncommonly attractive manuscript from Waidhofen an der Ybbs, the centre of the Lower Austrian iron industry since the Middle Ages, depicts the products of the various local ironsmiths as well as their punch-marks in watercolours of superior quality, thus providing an invaluable a key to identifying extant iron tools. The illustrated tools include scythes, sickles, knives, hammers, pliers, compasses, wrenches and vices, saws, razors, locks and keys, axes and hatchets, spades, sabres, horseshoes, bells, lamps, guns and crossbows, files, nails, hooks, pots and pans, watering cans, spoons and ladles and many other specialist tools. - Dedicated to the 30-year-old Archduke Ferdinand (1793-1875), later (1835-48) Emperor of Austria as Ferdinand I, with illustrated dedicatory leaf following the title page: "Ihro Kais. Kön. Hoheit dem Kronprinz Ferdinand von Oesterreich bey Hochderselben Durchreise in der Commerzial-Stadt Waidhofen an der Yps, den 26. August 1823, in Ehrfurcht gewidmet vom Stadtmagistrat zu Waidhofen an der Yps" ("To his Imperial and Royal Highness the Crown Prince Ferdinand of Austria on the Occasion of His Passing Through the Commercial Town of Waidhofen Upon Ybbs on the 26th of August, 1823, Dedicated Reverently by the Town Council"). - Binding slightly rubbed and insignificantly stained in places. A fine document of Lower Austrian craft and trade history, important as a historical source. {BN#46110}

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Johann Adolph II., Herzog von Sachsen-Weißenfels (1685-1746). Schriftstück mit eigenh. U. ("Johann Adolph HzS"). Weissenfels, Augustusburg Castle, 6. VI. 1737. Weissenfels, Augustusburg Castle, 6. VI. 1737. Deutsche Handschrift auf Pergament. 14 SS. auf 7 Bll. Gr.-folio. Kordelheftung mit angehängtem Rest der großen hölzernen Siegelkapsel.

EUR 2,000.00

Die vorliegende Bestätigung der Zunftordnung für das Schuhmacher-Handwerk in Weißenfels entstand anläßlich von Johann Adolphs Thronbesteigung i. J. 1736. In 22 Artikeln wird das gesamte Verhalten der Angehörigen des Schuster-Gewerks innerhalb und außerhalb des Arbeitsprozesses geregelt: Verbot von Mißbräuchen, Maßnahmen gegen die sog. "Störer" und "Pfuscher", Annahme von Lehrlingen, Heirats-Vorschriften, Versorgung der Witwe eines Meisters, detaillierte Regelung, wer welche Schuhe herstellen darf, Verbot des Verkaufs von Schuhen außerhalb von Weißenfels, Verbot des Kaufs von Leder außerhalb der Märkte, kein Meister darf mehr als zwei Gesellen und einen Lehrjungen halten, Abgaben der Zunft an das herzogliche "Gleits-Amt", an den Rat zu Weißenfels und an den "Gotteskasten" usf. - Reichhaltige Quelle zur Wirtschafts-, Kultur- und Sittengeschichte in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. - Die Siegelkapsel ohne Deckel, das Wachssiegel weitgehend zerstört. Äußerlich stärker angestaubte, aber durchgehend gut leserliche Pergamenthandschrift. {BN#27849}

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A calligraphic manuscript on birds

Justumus, Dominique. Cahier d'écriture. Auch (Midi-Pyrénées), 1857. Auch (Midi-Pyrénées), 1857. Folio (433 x 280 mm). 17 ff. Coloured ink on coloured paper. Contemp. half cloth with gilt-stamped spine title.

EUR 12,500.00

Highly original and exceptionally colourful manuscript in elegant calligraphy, written in inks of various colours (mainly white, blue, red, and green) on glossy and silk paper in alternating colours. The writing is surrounded by elaborate calligrams showing birds and penwork. The text itself consists mainly of descriptions of various kinds of birds (such as the magpie, quail, pheasant, peacock, jay, and swallow), but also includes bits on bears and hedgehogs; another page offers two capital blackletter alphabets instead. The calligrapher has succeeded in marrying content, script, and image, achieving a unique and impressive synthesis, undoubtedly penned with a feather quill. - Binding insignificantly rubbed; extremeties bumped. The delicate pages show occasional slight signs of wrinkled; the silk papers are browned. Several pages show ink bleeding or offsetting on the reverse. {BN#30288}

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[Kilwa Sultanate]. [Anonymous manuscript titled:] The Early History Of Kilwa. No place, ca. 1870. No place, ca. 1870. 8vo (ca. 205 x 130 mm). 44 pp. Stitched manuscript written in a legible hand on the recto of the leaves, without a front cover.

EUR 8,500.00

Historically important chronicle of the Kilwa Sultanate, from the third century to the year 908 according to the Hijri calendar (ca. 10th to 16th centuries in the Gregorian Calendar), drawn from the chronicles collected by the nephew of Fakih Mufalih, a Kilwa dignitary. "The chronology of rulers of the Kilwa Sultanate is reported in a chronicle translated into Portuguese in the 16th century, and recorded by the chronicler João de Barros. There is another surviving chronicle by an unknown author, written in the early 16th century, and compiled in 1862 by (or for) sheikh Moheddin (Majid) of Zanzibar" (Wikipedia). It seems likely that this present chronicle is an early English translation or at least based on the Zanzibar chronicle of 1862. The chapter headings of the present chronicle are as follows: Chapter I: Of the first coming to Kilwa and its foundation by Persian princes of the district of Shiraz; Chapter II: Concerning the troubles of the people of Kilwa with the Matamandili; Chapter III; Concerning the rule of Abu Il Mawahib and giving a short account of his history; Chapter IV: Of the government of the Priest King whose surname was "The Early Rain"; Chapter 5: Of the return of the Sultanate to the house of Abu Il Matthhab; Chapter VI: Of the government of Hassan the son of the Wazir Suleman bin Malik Il'adl the of the Wazir Yarik, and therein the story of the Wazir Mohammed Kiwabi the son of the Sultan the Injured; Chapter VII: Of the government of the Sultan Jathil the son of the Sultan Suleman the Just King the uncle of the Sultan Mohammed Ibu Hosein. "The Kilwa Sultanate was a Medieval sultanate, centered at Kilwa (an island off modern-day Tanzania), whose authority, at its height, stretched over the entire length of the Swahili Coast. It was founded in the 10th century by Ali ibn al-Hassan Shirazi, a Persian prince of Shiraz. His family ruled the Sultanate until the year 1277. It was replaced by the Arab family of Abu Moaheb until 1505, when it was overthrown by a Portuguese invasion. By 1513, the sultanate was already fragmented into smaller states, many of which became protectorates of the Sultanate of Oman. At the zenith of its power in the 15th century, the Kilwa Sultanate owned or claimed overlordship over the mainland cities of Malindi, 25 Inhambane and Sofala and the island-states of Mombasa, Pemba, Zanzibar, Mafia, Comoro and Mozambique (plus numerous smaller places) - essentially what is now often referred to as the "Swahili Coast". Kilwa also claimed lordship across the channel over the myriad of small trading posts scattered on the coast of Madagascar (then known by its Arabic name of Island of the Moon). To the north, Kilwa's power was checked by the independent Somali city-states of Barawa (a self-ruling aristocratic republic) and Mogadishu (the once-dominant city, Kilwa's main rival). To the south, Kilwa's reach extended as far as Cape Correntes, below which merchant ships did not usually dare sail" (Wikipedia). - First page with some toning and a few small ink spots, but overall the manuscript is in very good condition. {BN#45322}

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[Kollár, Adam František, Geschichtsforscher und Bibliothekar (1718-1783), Berater Maria Theresias]. Paragraphi per deputationem regnotenus ordinatam ex libro Adami... Francisci Kollar Anno 1764 typis Viennae edito excerpti, et excelsis proceribus, ac inclytis statibus regni, humillime exhibiti. - Sacratissimae caesareo regiae et apostolicae majestati dominae dominae clementissimae excelsis regni Hungariae proceribus et inclytis statibus atque ordinibus humillime oblata apologia. Wohl Wien, um 1765. Wohl Wien, um 1765. 110 SS., (4 w. Bll.). Lateinische Handschrift auf Papier (Abschrift). Interimsbroschur. Dreiseitiger Rotschnitt. 8vo.

EUR 1,500.00

Zeitgenössische Abschrift der Apologie Kollárs, des großen slowakisch-ungarischen Historikers und Sprachgelehrten, der als aufklärerischer Berater Maria Theresias den Widerspruch des konservativen ungarischen Adels wie auch des Klerus hervorrief. In seiner Schrift "De originibus et usu perpetuo potestatis legislatoriae circa sacra apostolicorum regum Ungariae" ("Von den Anfängen und dem immerwährenden Gebrauche der gesetzgebenden Gewalt in geistlichen Dingen seitens der Apostolischen Könige Ungarns", 1764) verteidigte er das Recht der Habsburger, im ungarischen Teil des Reiches bindende Vorschriften in kirchlichen Dingen und sogar tiefgreifende Reformen zu erlassen, die für die magyarische Nobilität so Undenkbares wie das Ende der Leibeigenschaft, religiöse Toleranz und die Besteuerung des Adels umfassten. Nachdem das Werk zum "Bestseller" des Jahres wurde (Csizmadia, 6) und, kaum erschienen, Maria Theresia auf dem Landtag von 1764 in Verlegenheit brachte, wurde zur Beruhigung der Gemüter ein landesfürstliches Verbot für das Königreich Ungarn ausgesprochen (immerhin wurde das Buch schon 1769 unter "erga schedam" wieder freigegeben); der Vatikan setzte die schmale Abhandlung von 174 Seiten, die den Stein des Anstoßes gebildet hatte, auf den Index Librorum Prohibitorum (vgl. Reusch II, 945f.), wo sie bis zu dessen Abschaffung 1966 verblieb. Auf Wunsch des Hofes verfasste Kollár widerwillig noch im Juli 1764 eine Abbitte in Form einer oft fein ironischen Verteidigungsschrift, um die enragierten ungarischen Stände weiter zu besänftigen. "Der Reihe nach führt er die [...] beanstandeten Teile vor und ist bestrebt nachzuweisen, daß seine Behauptungen alle durch die ungarischen Gesetze unterstützt seien [...] Er ehre auch den Klerus, aber die Verehrung könne sich nicht so weit erstrecken, daß er die mit dem öffentlichen Wohl verwandte Göttin der Gerechtigkeit nicht noch mehr verehre oder gar verlasse. Wenn er also etwas gesagt hätte, das zu lesen und zu hören unangenehm ist, sei das auf das Konto der Gerechtigkeit und der Gesetze zu schreiben" (Csizmadia, 28f.). Obwohl die Apologie nicht gedruckt wurde, sind einige Abschriften bekannt, darunter in Budapest in der Széchenyi-Bibliothek und im Staatsarchiv sowie in der Bibliothek des Doms von Esztergom (vgl. ebda., Fußn. 77); die vorliegende ist von zeitgenössischer, sehr sauberer Schreiberhand ausgeführt. {BN#48856}
¶ Vgl. v. Arneth, Maria Theresia VII, 114-122. Csizmadia, Adam Franz Kollár und die ungarische rechtshistorische Forschung (1982), S. 28f. Böhm, Die Handschriften des kais. u. königl. Haus-, Hof- und Staats-Archivs, S. 100, Nr. 275: Opera varia A. F. Kollar (Österr. Staatsarchiv, HHStA HS Handschriftensammlung 275 [36, Hung. u. s. Nebenr.]). Ungar. Staatsarchiv I, 7, Bd. 54.

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Drei Wochen und drei Stund wårn um, / Håt er si druckt vom Studium. / Drauf wår d Hundsgruppe s Wirkungsfeld / Wo er mit 'Trrrr' de Kunst verbellt.

Köppel, Mathias. Rama tan ma. Wien, [1966]. Wien, [1966]. Dt. Manuskript auf Papier. 47 nn. Blätter. Mit 29 ganzseitigen, bildmäßig ausgeführten Aquarellen auf zwischengebundenen Kartontafeln. Halbleinenband mit aufkaschierten Deckelillustrationen, am hinteren Deckel signiert. Im Originalschuber mit gemaltem Deckelschildchen. 8vo.

EUR 2,000.00

Hochinteressante, satirische Dialektdichtung in Versen über den Wiener Kunstbetrieb der Nachkriegszeit; in Wort und Bild ausführlich porträtiert werden u. a. Leherb, Friedensreich Hundertwasser und Arnulf Rainer. Auf letzteren, der seine frühe Arbeiten bekanntlich mit dem Pseudonym "TRR" signierte, beziehen sich die oben zitierten Verse. - Die hervorragende Qualität der Illustrationen, aber auch die zu teils sehr emotionaler Kritik an den jeweils behandelten Personen herangezogenen Interna lassen darauf schließen, daß es sich bei dem Urheber dieses Werkes um einen Angehörigen der Wiener Akademie gehandelt haben muß. Die letzten Zeilen des Werkes sind möglicherweise als Hinweis darauf zu lesen, daß dieser als Gaststudent in Wien weilte: "A jeder wåschechte aus Wien / Håt wås vom liaben Augustin / [...] Kan Sinn für Ghäßigkeit und Neid / A guates Herz für brave Leut. / [...] Nur etwås kann eahms kräftig stiern; / Wann Zuagraste wås ausstallieren." - Der gleichnamige deutsche Künstler M. Koeppel (geb. 1937), der in den 60er Jahren in Wien studierte und zuletzt mit dem Triptychon "Die Öffnung der Berliner Mauer" zur Ausstattung des Berliner Abgeordnetenhauses beitrug, bestreitet jedenfalls die Urheberschaft am vorliegenden Buch ("Da die Zeichnungen eine gute Qualität haben, müßte ich mich allerdings nicht schämen, wenn Sie von mir wären ...". Aus dem beiliegenden Schreiben v. 10. XII. 1999). - Bemerkenswertes unveröffentlichtes Zeitdokument mit beeindruckend qualitätvollen, zeitgenössischen Porträts bzw. Karikaturen der Kunstschaffenden im Wien der Nachkriegszeit. {BN#2445}

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The history and descent of the Körmendys - for which the writer may have served 24 years in prison

Körmendy, István László, Hungarian jurist (1700-1804?). Status iurium, et totalis modernae constitutionis familiae Körmendianae... à Martino Literato de Körmend in suis ramis ab anno 1550 condescendentis et propagatae, in haereditate sua Egbell, in comitatu Nitriensi sita et habita. [Gbely?, ca. 1740, with additions to 1762]. [Gbely?, ca. 1740, with additions to 1762]. Folio (235 x 360 mm). (248) pp., 53 blank ff. (35) pp., 13 blank ff. Latin, German and Hungarian ink manuscript on paper, with a double-page illustration of a family tree. Contemporary full calf, spine elaborately gilt with two red spine labels "Status Familiae Kormendianae, Cum Deductione Universali" and "Opera Spectabilis Dni. Stepha Ladislai De Körmend"; covers in two shades of brown leather with two giltstamped borders and elaborate ornamentation. Leading edges gilt; marbled endpapers. Edges goffered and gilt with red marbled middle sections.

EUR 8,500.00

A vast, hitherto untapped collection of document copies spanning some two centuries of the history of the Körmendy family, edited by a descendant as a keepsake and portable archive for his heirs. Important not only for the history of this branch of the Körmendys, but also as evidence of the proliferation of nobility in early modern Europe, especially in Hungary, and of the legal ramifications within the realms of public law (governing the acquisition of noble status and the family's position within the state), civil law (lawsuits fought among noble families), and house law (the self-posited internal rules governing the family's dynastic succession and inheritance). - The manuscript begins with an autobiographical account of the writer, Stephan Ladislaus de Körmend, born on the 25th of July 1700 in Egbell in the Hungarian county of Neutra (today, Gbely in the Trnava Region of Slovakia), to parents Franciscus de Körmend and Zuzanna Zaffiry. It goes on to include an extensive array of copied documents which demonstrate the family's descent and legally tangled history from the mid-16th century onwards, when Martinus "Literatus" de Körmend was granted a title of nobility by King Ferdinand I for gallant military service under Peter Bakics (cf. Siebmacher 33.2, p. 135). A fine, double-page spread illustration shows the family tree growing from Martin Literatus at the bottom. At the end of the volume, a separate section in German provides communications from Imperial commanders in the Austro-Turkish War of 1737-39 that illustrate military operations of the year 1738, in which the writer appears to have been involved in a legal capacity. - Körmendy served as head notary of Bács-Bodrog County near the Serbian border from 1734 to 1739, but the upheavals of the war seem to have necessitated his return to his native northern Hungary. Other than that, he was previously known to Hungarian historians only as a diarist: a journal he kept in 1736 is mentioned in Gyula Dudás's work on the noble families of Bács (cf. below), and Péter László's Encyclopedia of Hungarian Literature published in 1994 records his professional work in Bács-Bodrog as well as his diary. - Hungarian genealogy knows of numerous families named Körmendy, and it is not clear whether or how they are related to each other: Béla Kempelen's dictionary of Hungarian noble families lists no fewer than ten (the present branch being the first), while that of Nagy has a nearly page-long entry on the various families, specifically citing one hailing from Trencsén county (now Trencín in Slovakia, neighbouring Trnava). Indeed, not every family named Körmendy was necessarily a noble one: the name is derived from the city of Körmend in Vas county, and the -y (or -i) at the end of the name (rendered in Latin as the preposition "de") primarily denotes origin and need not be an indication of nobility. It is important to note that the socially highly differentiated Hungarian nobility comprised close to five percent of the total population - some 75,000 families in 1787, compared to a mere 26,000 in France in 1789 - and thus was one of the largest noble classes in Europe both by percentage and in absolute numbers (cf. B. Király, Hungary in the Late 18th Century [1969], p. 38). While many members of the lesser gentry lived in conditions bordering on destitution, they were nonetheless fiercely proud of their aristocratic birth (which in 18th century Hungary still entailed exemption from taxation) and resisted as an intolerable break with tradition every Habsburgian effort to modernize the country. - A different, more sensational perspective on this painstaking collection of documents, possibly not reliable in all respects, is presented by the Viennese-born political journalist Anton Gross-Hoffinger (1808-73): in his popular account of Hungary, "Ungarn, das Reich, Land, und Volk wie es ist" (published under his pseudonym "Hanns Normann" in 1833), he states that Körmendy was an 18th-century Hungarian lawyer who exploited his country's proliferation of nobility and the chaotic legal situation surrounding it by forging not only his own family's title, but also those of many other ambitious, well-to-do individuals. According to Gross-Hoffinger (p. 141-143), he was finally taken to court when sixty years of age and, having managed to draw out the investigation for two decades, was sentenced to life imprisonment at the age of eighty (for no death penalty was pronounced on octogenarians), ultimately dying incarcerated at the age of 104. - Several stamps of the Körmendy family archive, Budapest ("A Körmendy nemzet seg családi levéltára Budapest") in green ink. Some annotations and markings in pencil or red crayon by later hands. A mended tear to the title page, and slight worming to the upper cover near the top edge, otherwise a very well preserved manuscript, elaborately bound as an heirloom. {BN#46774}
¶ Cf. Péter László, Magyar irodalmi lexikon II, 314. Gyula Dudás, A bácskai nemes családok : adalékul Bács-Bodrogh vármegye történetéhez (Zombor 1893). Siebmacher 33 (Die Wappen des Adels in Ungarn: Bd. IV, 15. Abt., 2. Teil), p. 135 with plate 98. Béla Kempelen, Magyar nemes családok VI (Bp. 1913), p. 246. Iván Nagy, Magyarország családai czimerekkel és nemzékrendi táblákkal VI (Pest 1860), p. 448f.

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Koschatzky, Cajetan Rudolf, Theologe, Pädagoge und Schriftsteller (1789-1824). Schreiben an einen Freund in ***** über eine... Reise von Jägerndorf nach Olmütz. Eigenh. Manuskript (Fragment) mit Namenszug im Titel. O. O. u. D. O. O. u. D. 2 SS. 4to.

EUR 100.00

Schönheit und Wahrheit sind die herrlichen Geschenke, die die Natur ohne Unterlaß den vernünftigen Bewohnern des Erdballs darbiethet. Allein wissend, daß sie dieselben einem höheren Wesen zu verdanken habe und nur das Medium sey, durch welches jenes lehrend und wohlthuend dem Menschengeschlechte sich nähert, tritt sie dem Beschauenden in einfachem Gewande still und bescheiden entgegen und verbirgt die gabenreiche Hand nicht selten in geheimnisvolles [!] Dunkel [...] Diese Wahrheiten [...] schwebten mir auf meiner Reise von Jägerndorf nach Olmütz beständig vor [...]. - Es fehlt zumindest ein zweites Blatt. - C. R. Koschatzky war Stadtkaplan in Jägerndorf und wurde 1822 Erzieher der Kinder des Landeshauptmanns von Troppau auf Schloß Streptowitz. {BN#15914}

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The third French Republic in orginal drawings

[La Republique de 1879]. La Republique de 1879. [France, c. 1880]. [France, c. 1880]. Oblong 4to. French ms. on paper. 46 pen-and-ink drawings on plates (numbered 1-48; wants 2, 17, and 18); 2 mounted photo prints. Contemp. half calf with giltstamped cover title "Album".

EUR 9,500.00

Interesting album containing political caricatures of a high quality, levelled at the state and society of the Third Republic under President Grévy (1879-87). During his term, France underwent strong social and political changes which are immediately reflected in the drawings. Obviously the work of a professional caricaturist, they were probably intended for publication in newspapers and magazines (or may even have been published). Some pictures poke fun at everyday events, others provide a comment on the developments of several months. - Several drawings tipped in; also includes two revised photographs of drawings (a third one is lacking). {BN#29563}

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