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Abegg, Julius Friedrich Heinrich, Strafrechtswissenschaftler (1796-1868). Eigenh. Brief mit U. Breslau, 14. IV. 1854. Breslau, 14. IV. 1854. 2 SS. auf gefalt. Doppelblatt. Gr.-8vo. Mit eigenh. Adresse verso (Faltbrief).

EUR 250.00

An Herrn "M. Bruhn (Firma C. A. Schwetschke und Sohn)" über eine Abhandlung für eine Ausgabe des "Archivs des Criminalrechts" und die Bitte um "Copien". Abegg erwähnt, dass ihm "in diesem Jahre [...] die Bürde des Universitäts Rektors" auferlegt werde, weshalb er keine "Zeit für größere [...] Arbeiten" haben. Abegg empfiehlt deswegen einen anderen Publizisten, Mittermair, und erwähnt "Goltdammer's Zeitschrift", in der sowohl Abegg als auch Mittermair publizierten. - Schon 1824 wurde Abegg ao. Professor und 1824 o. Professor in Königsberg, ab 1826 lehrte er in Breslau. 1856 nahm Abegg an der evangelischen Kirchenkonferenz in Berlin teil. - Getöntes Papier. Siegelreste. Spuren alter Faltung und alter Montage. Kl. Ausriss durch Siegelöffnung. {BN#40551}

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Abeles, Marcus, Internist (1837-1894). Eigenh. Brief mit U. Karlsbad, 6. V. 1890. Karlsbad, 6. V. 1890. ½ SS. auf Doppelblatt. 8vo.

EUR 120.00

An eine Gräfin, die sich wegen einer Kur an ihn gewandt hatte: "[...] Mein Orakelspruch lautet: Wenn der allgemeine Kräftezustand befriedigend und die Thätigkeit des Herzens gut ist, sonst aber ein Grund für den Gebrauch des Carlsbader Wassers vorliegt, so bilden die siebzig Jahre kein Hinderniß. Wir haben hier zahlreiche bejahrte Stammgäste, darunter auch solche mit achtzig Jahren und darüber [...]". - Der aus Nedraschitz in Böhmen stammende Mediziner war bis 1870 Arzt in Cairo und Alexandrien und war später als Kurarzt in Karlsbad tätig. Seine Publikationen betreffen verschiedene Kapitel der physiologischen und pathologischen Chemie. - Mit schwarzem Trauerrand. {BN#36015}

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Aberle, Mat(t)hias, Mediziner (1784-1847). Eigenh. Albumblatt mit U. Wien, 28. IX. 1935. Wien, 28. IX. 1935. 1 S. Qu.-8vo.

EUR 120.00

Empfiehlt sich zu "freundschaftliche[m] collegiale[m] Andenken". - Adressat der Widmung ist wohl der Mediziner Rudolf Rt. von Vivenot (1807-1884). - Aberle praktizierte an den Militärkrankenhäusern von Innsbruck und Hall und wurde 1811 von der bayerischen Regierung zum Professor der Anatomie und der Physiologie an der neuerrichteten Schule für Landärzte in Salzburg ernannt. Nach der Abtretung Salzburgs an Österreich lehnte er einen Ruf nach Landshut ab und blieb bis zu seinem Tod Professor an der nunmehrigen Medizinisch-Chirurgischen Lehranstalt. Er gründete ein anatomisch-physiologisches und ein anatomisch-pathologisches Museum. Seine zahlreichen Publikationen erschienen in Zeitungen und Fachzeitschriften. - Rudolf Rt. von Vivenot gründete 1848 den "Konstitutionell-monarchistischen Verein"; als sich die angestrebte Gründung einer patriotischen Partei nicht verwirklichen ließ, zog er sich jedoch aus der aktiven Politik zurück. Seit 1868 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, wurde er 1872 Vorsitzender des Komitees zur Gründung des Sophienspitals in Wien; daneben war Vivenot Direktor des Unterstützungsvereins für Witwen und Waisen des medizinischen Doktor-Collegiums. - Montiert in altem Sammlungsumschlag. {BN#9469}

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Abetti, Antonio, Astronom (1846-1928). Eigenh. Brief mit U. Florenz, 6. XI. 1914. Florenz, 6. XI. 1914. 2¼ SS. auf Doppelblatt. Kl.-4to.

EUR 200.00

An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Leben sie doch, meine alten deutschen Freunden! Gott sei dank! Mit viel Vergnügen sah ich ihre liebe Postkarte Nov 2; aber blieb ich erstaunt daß sie, und Fr. Müller, nicht mir antworten, betreffend meines Briefes v. Mt. Ottobre über Nekrolog von Lorenzoni. Soll mein geschlossenen Brief nicht zu Ihnen Beiden gelangt sein! Und das, da ich mich des Italienisch bedient habe? [...]". - Antonio Abetti arbeitete vorwiegend über die Bestimmung der Position von Himmelskörpern, führte zahlreiche Beobachtungen von Kleinplaneten (Asteroiden), Kometen und Sternbedeckungen durch und beobachtete während einer Expedition nach Muddapur, (heute Madhupur in Jharkhand, Bengalen) den Venustransit von 1874 mittels eines Spektroskops. - Mit gestemp. Briefkopf. {BN#44662}

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Abetti, Giorgio, Astronom (1882-1982). Eigenh. Brief mit U. Rom, 2. IV. 1912. Rom, 2. IV. 1912. 1 S. auf Doppelblatt. 8vo.

EUR 200.00

An einen namentlich nicht genannten Adressaten mit der Bitte um Zusendung einer Monographie über den Durchmesser des Neptun, die in ihrer Bibliothek nicht vorhanden sei: "[...] WIrklich was mich interessiert sind originelle Messungen, welche nicht in anderen Zeitungen veröffentlicht geworden sind [...]". - Mit gepr. Briefkopf des Observatorium des Collegio Romano in Rom. {BN#44663}

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Achenwall, Gottfried, Historiker und Jurist (1719-1772). Eigenh. Dokument mit U. Göttingen, 30. IX. 1757. Göttingen, 30. IX. 1757. 1 S. Gr.-8vo.

EUR 400.00

Studienbestätigung und Zeugnis für eine Studenten: "Daß Herr Anton. Christian. Erectus Sültzner Juris Candidatus, meine Vorlesungen über das Natur- und Völker- Recht sowohl als über die Verfaßung der Europäischen Reiche angehört, und, wie ich mit Mehrheit nicht anders sagen kann, selbigen beständig mit gehöriger Aufmerksamkeit beygewohnet, auch überhaupt durch seine auf hiesiger Universität in seinen Studiis rühmlich angewandten Fleiß viele Geschicklichkeit erworben, solches habe auf Verlangen hiedurch mit Vergnügen bezeugen sollen [...]". - Achenwall war von 1753 bis 1761 ao. Prof. für Naturrecht, und von 1753 bis 1772 o. Prof. für Philosophie (Geschichte und Statistik) an der Universität Göttingen. Von 1756 bis 1772 war Achenwall ebenso Mitglied der Philosophischen Fakultät. - Linker Rand unschön beschnitten. Spuren alter Faltung. Papier mit Wasserzeichen. {BN#40547}

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Adams, John Couch, English mathematician and astronomer (1819-1892). Autograph letter signed. Observatory Cambridge, 10. VI. 1881. Observatory Cambridge, 10. VI. 1881. 1 p. 8vo. (113 x 123 mm).

EUR 180.00

To an unnamed Sir: "I have great pleasure in complying with your request for my autograph [...]". - In 1845 Adams dicovered a new planet, Neptun. - Adhesive residue spots verso. Traces of old folding. {BN#40545}

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Adler, Heinrich, Mediziner (1849-1909). Eigenh. Brief mit U. Wien, 23. VII. 1907. Wien, 23. VII. 1907. 1 S. 8vo.

EUR 100.00

An einen namentlich nicht genannten Adressaten [d. i. Alfred Rt. von Lindheim (1836-1913)]: "Verbindlichsten Dank für die Überlassung Ihres Berliner Referates, welches selbstverständlich erst nach dem Congress in der 'Monatsschrift für Gesundheitspflege' erscheinen soll [...]". - Adler war als Sekundararzt im k. k. Allgemeinen Krankenhaus und nach der Ernennung zum städtischen Arzt als Bezirksarzt im öffentlichen Dienst tätig. Später widmete er sich dann hauptsächlich dem Fachjournalismus und Angelegenheiten der ärztlichen Berufsverbände und war u. a. Redakteur der "Wiener medizinischen Wochenschrift" und der "Monatsschrift für die Gesundheitspflege". Seit 1883 gehörte er dem Geschäftsausschuß des Österreichischen Ärztevereins-Verbandes an. - Der Adressat wurde 1868 leitender Direktor der neugegründeten Wiener Handelsbank und war Mitbegründer der ersten Wiener Lagerhäuser und des Lokaltelegraphen. Er gehörte jahrzehntelang dem Direktionsrat der mit der Handelsbank vereinigten Unionsbank an, war 1876-78 dessen Vizepräsident und 1879-1909 Präsident des Schiedsgerichts der Warenbranche an der Wiener Börse sowie seit 1877 Mitglied der niederösterreichischen Handels- und Gewerbekammer. Als sein bekanntestes Werk gilt das 1891 erstmals erschienene ‚Schiedsgericht im modernen Zivilprozeß‘. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der Wiener medizinischen Wochenschrift. {BN#10146}

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Adler, Ludwig, Gynäkologe (1876-1958). Eigenh. Visitenkarte. Wien, o. D. Wien, o. D. 70 x 110 mm.

EUR 120.00

Gestattet sich, seine ergebensten Glückwünsche zu übermitteln. Ludwig Adler studierte an der Medizinischen Fakultät der Universität Wien, wo er im Jahr 1900 zum Doktor der gesamten Heilkunde promoviert wurde. Danach arbeitete er am Allgemeinen Krankenhaus der Stadt Wien und am Pathologisch-Anatomischen Institut der Universität Wien. Visitkartentext: "Privatdozent Dr. Ludwig Adler I. Assistent der I. Universitäts-Frauenklinik". {BN#44036}

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Adorno, Theodor W., German sociologist, philosopher and musicologist (1903-1969). Autograph dedication signed in: Philosophie der Neuen Musik. Frankfurt a. M., Europäische Verlagsanstalt, 1958. Frankfurt a. M., Europäische Verlagsanstalt, 1958. 204 pp. Original cloth with dustjacket. 8vo.

EUR 950.00

Title page with autograph dedication to his long-standing friend, the sociologist and national economist Alfred Sohn-Rethel (1899-1990): "Meinem lieben Alfred | in alter Freundschaft | Teddy | Frankfurt, Juli 1958"; signed "Teddy". With some underlinings and marginalia. {BN#29908}

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Adorno, Theodor W., German sociologist, philosopher and musicologist (1903-1969). 2 typed letters signed ("Th. W. Adorno"). Frankfurt a. M., 1962 and 1964. Frankfurt a. M., 1962 and 1964. Altogether (½+½ =) 1 p. on 2 ll.

EUR 1,800.00

To the sociologist and linguist Robert Picht (1937-2008) congratulating to his engagement (31. VII. 1962) and apologizing for the late respond (7. X. 1964; slightly wrinkled and with small tear in centerfold). - Each on stationery with printed letterhead. {BN#28062}

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Adorno, Theodor W., German sociologist, philosopher and musicologist (1903-1969). 4 typed letters signed. Frankfurt a. M. Frankfurt a. M. Large 4to. Altogether (1+1+1¼+1½=) 4¾ pp. on 4 ff. With 1 typed envelope.

EUR 3,500.00

In German, comprehensive letters to Martin Lutschewitz, about Adorno's fierce discussions with representatives of the musical 1950s youth movement. Adorno was accused of being too unfamiliar with the musical youth to be qualified to pronounce on it, and his "Dissonances" were a product of this debate. Here, he writes, in part: "The current situation in particular made your letter so especially meaningful to me, as my controversy with the so-called musical youth movement and the endlessly unfair behaviour of such people as Twittenhoff, Borries, and Wiora (as opposed to Doflein, with whom I conduct a constant and fruitful correspondence) has forced me into extremely pointed wording. The discussion is about a fairly large piece, 'Critique of the Musicians', which will be broadcast in the Stuttgart evening programme on May 25 and again on June 1 [...]" (12 May 1956). - Each on headed paper; published in: s. b. - Full English translations available upon request. {BN#31918}
¶ Cf. Sigrid Abel-Struth, "Zur 'Dissonanzen'-Diskussion", in: Musica III (1986), pp. 217-221.

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Agassiz, Louis, schweiz-amerikanischer Naturforscher (1807-1873). Eigenh. Brief mit U. Cambridge, 26. I. 1857. Cambridge, 26. I. 1857. 1½ SS. 8vo.

EUR 250.00

An "Professor Cotta. Freyburg": "Erlauben sie mir daß ich die Gelegenheit eines jungen Freundes, des Hr. Carl Koebel benütze um mich Ihnen freundlich Andenken zurückzurufen u. Ihnen zugleich Hr. Koebel bestens zu empfehlen. Er ist ein gestatzter eifriger Student, der eine Zeitlang in Freyburg sich niederzulassen gedenkt. Wollen Sie die Güte haben ihm Anweisung zu geben, wie er dorten seine Studien eintheilen soll. [...]". - In Folge einer Forschungsreise in die USA lehrte Agassiz von 1847 bis 1873 als Professor für Zoologie und Geologie an der Harvard University in Cambridge. Als Vertreter des 'Scientific Racism' war Agassiz ein Befürworter der systematischen Rassensegregation in den USA. - Spur einer alten Faltung. {BN#40541}

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Agricola, Johannes, reformer and close associate of Martin Luther (1494-1566). Autograph letter signed. N. p. o. d. N. p. o. d. Oblong 8vo (206:107 mm). 1 p.

EUR 12,500.00

To a mayor: "Günstiger her burgermeister schwager, weil canzeley gewonlich jeder zeit copeyschriefften den parten von den ausgebrachten befhelichen, zugestelt werden, nimpt mich wunder, warumb der v. Holzendorff die befheliche zu sehen begheret. Achte demnach man erpiete sich ime wegen des stadtschreibers gebhuer abschriefften darvon zuzustellen, unnd die quittungenn wolle man auch auffsuchen. Etwa nach mittags sollen gezeigt werden, die ich vor meine person darzu berichten wollen, doch auff vorbesserung der anderen gestellet, unnd uberschickt euch des von Holzendorffs selbst ubergebene rechnung auch andere brieffliche urkunden zu derselben sache ergangen, wollen die wol vorwaren lassen. Wunsche euch einen guten morgen [...]". - Browned due to paper. Extremely rare. {BN#36688}

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Ahlfeld, Johann Friedrich, Schriftsteller und Theologe (1810-1884). Eigenh. Albumblatt mit U. Leipzig, 9. X. 1881. Leipzig, 9. X. 1881. 1 S. Qu.-8vo.

EUR 220.00

Das Thier zerteilt u. frißt jedwede Blume, | Die ihm am Wege frisch entgegenlacht, | Der Mensch als Hüter an dem Heiligthume, | freut sich daran u. pflegt sie mit Bedacht [...]. - Der Sohn eines Zimmermanns und Tagelöhners besuchte die Gymnasien in Aschersleben sowie Dessau und studierte in Halle. Nach Tätigkeiten als Inspektor am Gymnasium in Zerbst, Rektor und Hilfsprediger in Wörlitz und als Pfarrer in Alsleben trat er an der Laurentiuskirche in Halle (seit 1847) gegen den Einfluß der freireligiösen, rationalistischen "Lichtfreunde" auf. "Seit 1851 war Ahlfeld, der durch seine Predigten großen Einfluß ausübte, Pfarrer an St. Nicolai und am Predigerkolleg in Leipzig. Ahlfeld, der ursprünglich Rationalist war, gilt als Erneuerer des Luthertums in Sachsen. Er entwarf das sächsische Landesgesangbuch von 1880 und trat als Volksschriftsteller hervor (u. a. 'Erzählungen für das Volk', 6Bde., 1847)" (DBE). {BN#36672}

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Aigner, Eduard, Nervenarzt (1871-1945). Eigenh. Brief mit U. Bad Kissingen, 27. III. 1913. Bad Kissingen, 27. III. 1913. 1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo.

EUR 90.00

An einen Herrn Baumgärtner: "Nicht schreiben will ich Ihnen von dem herrlichen Frühling, der hier eingezogen ist und von dem Wohlbehagen, das mich in dieser Ruhe umfängt. Schreiben will ich Ihnen, daß am 3. April ein Beleidigungsprozeß gegen Rambacher (in der Au) stattfindet u. am 17. April ein Lourdesproceß [sic] gegen einen Redakteur und einen Geistlichen [...]". - Eduard Aigner war Arzt in Freiburg und München und Schriftführer des Monistenbundes. In der Freidenkerbewegung wurde er durch seine Entlarvung der angeblichen Wunderheilungen von Lourdes. Zudem war Aigner ein "Bewunderer und Förderer der Wünschelrutenforschung" (Horst Groschopp: Dissidenten: Freidenker und Kultur in Deutschland. Baden-Baden 2011, S. 88). Zu seinen Veröffentlichungen zählen u. a. "Die Wahrheit über eine Wunderheilung von Lourdes" (1908), "Lourdes im Lichte deutscher medizinischer Wissenschaft" (1910), "Ein Lourdeswunder vor Gericht" (1913) und "Wesen und Wirkung der Wünschelroute" (1920). {BN#49193}

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Ainslie, Whitelaw, British surgeon (1767-1837). Autograph letter signed ("Whitelaw Ainslie"). Cairnbank near Dunse (Berwickshire), 3. XI. 1833. Cairnbank near Dunse (Berwickshire), 3. XI. 1833. 4to. 2½ pp. on double leaf.

EUR 450.00

Amusing and detailed letter to John Kenyon (1784-1856) from St. Peter's College, Cambridge: "You should have had an earlier reply to your kind letter, but the fact is, I have been moving about, and it and its much prized accompaniment only reached me a few days ago; accept my best thanks, my good friend, for both; the latter has not only surprised but delighted me. I say, surprised, because I did not know you had a single acre of land on Parnassus, & behold you turn out to be a rich proprietor. To be serious I have read your Poem with great pleasure, not only because it possesses much Poetic merit, but because it is something new 'in his temporibus' and carries one back to the days of Pope, and other 'Reasoners in Rhyme' - 'When sense to fancy near, like light and shade / Each chasing each, their due succession made.' Poetry must at all times be much under the influence of imagination, but of late years it has been too much so, and that is one powerful cause why it has, as an object of literature, got a good deal into the background. But let us hope that under your instrumentality, the Muses may be wooed in a different strain, from that in which they have lately been sought [...] It is commonly said that at a certain age the Nine begin to look cool on their 'old worshipers', and that they do not like grey-headed old fellows in fact: under this impression it was that I lately took a somewhat formal leave of them, in an address which you shall see when we next meet. Whether they will have anything more to do with me, I know not; thus much I do know, that several of them are rank Quoquets - as for Thalaia, I believe her to be no better than she should be: but pray do not you tell her so, next time you meet as I should not like her to cut me, altogether, bad as she is. Mrs. Ainslie and myself have for a short time been at this place in Berwickshire, it belongs to my brother, and is in the heart of a fine shooting, hunting, and fishing country, but these are amusements I now partake of with great moderation, and do not think I shall like Somerville write a Chase, or like Sir Humphrey Davy, give to the world a work on Salmon fishing. Our weather gets bleak, and I have taken a strange fancy to an 'easy' chair not far from the fire side, and which gives me the light at my back, in the most agreeable manner you can imagine. We prepare as usual wintering in Edinburgh, and I think it probable that I may take a run up to London in the Spring [...]". - Sir Whitelaw Ainslie served as a surgeon in the East India Company for almost thirty years and wrote the first English monograph on Indian Medicine ("Materia Medica of Hindostan", 1813). - The classicist John Kenyon, who had long dabbled in poetry, published his "Poems: for the most part occasional" in 1838. The collection was received by critics as being in the mould of Pope and Cowper. The verses quoted in the letter are from Kenyon's "Rhymed plea for tolerance in two dialogues", to be published in 1839. {BN#22725}

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Albert, Eduard, Chirurg (1841-1900). Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D. O. O. u. D. 1 S. 4to.

EUR 100.00

Lädt Karl Sonklar von Innstädten “zu der am 26. d. M. um 11 Uhr in der Aula stattfindenden 30jähr. Jubelfeier unseres Fakultäts-Seniors [...]”. - Albert wurde nach seiner Promotion Assistent bei Johann von Dumreicher an der Chirurgischen Klinik, habilitierte sich 1872, wurde im Jahr darauf Ordinarius an der Chirurgischen Klinik in Innsbruck und später Professor und Mitdirektor der Chirurgischen Klinik in Wien. Ihm “gelang vermutlich als erstem eine Nerventransplantation und eine Schilddrüsenentfernung” (DBE); sein ‘Lehrbuch der Chirurgie’ (1877-80), das mehrfach aufgelegt und in mehrere Sprachen übersetzt wurde, legte erstmals die Kenntnisse über Antisepsis zugrunde. Zu seinen Schülern zählten u. a. Adolf Lorenz, Julius von Hochenegg und Rudolf Frank. Vgl. Öst. Lex. I, 16. - Der Geograph und Generalmajor Karl Sonklar von Innstädten (1816-1885) zählt neben Friedrich von Simony und Anton von Ruthner zu den Pionieren der Alpenerforschung; als geographischer Schriftsteller hat Sonklar "durch gründliche und vielseitige Beobachtungen über Gletscher, hydrographische, meteorologische und biogeographische Erscheinungen, besonders die Höhengrenzen, die er seinen wissenschaftlichen Beschreibungen beschränkterer Gebiete der Alpen einverleibte, wissenschaftliches Material von Werth dargeboten und zugleich die Methode der Länderbeschreibung geklärt" (ADB). Neben militärwissenschaftlichen Abhandlungen in den Bereichen der Taktik und Kriegsgeschichte veröffentlichte er auch ein kunstwissenschaftliches Werk, das nach dem wohlwollenden Urteil der Zeitgenossen "in keiner Anstalt, in welcher über Kunst vorgetragen wird, fehlen" dürfe (Wurzbach). - Aus der berühmten Autographensammlung des Adalbert Freiherr von Lanna (1836-1909). {BN#7224}

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Albert, Eduard, Chirurg (1841-1900). Eigenh. Postkarte mit U. [Wien, 1900?]. [Wien, 1900?]. 1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse.

EUR 140.00

An den Pathologen Richard Kretz: "Werde mich sehr freuen! Bestens grüßend | Ihr ergebenster | Albert". - Eduard Albert wurde nach seiner Promotion Assistent bei Johann von Dumreicher an der Chirurgischen Klinik, habilitierte sich 1872, wurde im Jahr darauf in Innsbruck und später Professor und Mitdirektor der Chirurgischen Klinik in Wien. Ihm "gelang vermutlich als erstem eine Nerventransplantation und eine Schilddrüsenentfernung" (DBE); sein "Lehrbuch der Chirurgie" (1877-80), das mehrfach aufgelegt und in mehrere Sprachen übersetzt wurde, legte erstmals die Kenntnisse über Antisepsis zugrunde. Zu seinen Schülern zählten u. a. Adolf Lorenz, Julius von Hochenegg und Rudolf Frank. - Etwas angestaubt und mit kleinen Faltspuren. {BN#36013}

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Albrecht, Heinrich, Mediziner (1866-1922). Eigenh. Postkarte mit U. Wien, 10. I. 1910. Wien, 10. I. 1910. 1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse.

EUR 140.00

An den Pathologen Richard Kretz mit einem Literaturhinweis. - Albrecht wurde nach seiner Promotion 1891 Assistent bei Emil Zuckerkandl in der Anatomie und war seit 1893 in der pathologischen Anatomie unter Anton Weichselbaum und Alexander Kolisko tätig. 1897 war er Mitglied der Kommission der Akademie der Wissenschaften zur Erforschung der Pest in Indien, habilitierte sich zwei Jahre später und wurde a.o. Prof. für Pathologische Anatomie und 1908 Leiter des Instituts für Pathologische Histologie und Bakteriologie. Seit 1913 als Professor in Graz tätig, wurde er 1920 als Nachfolger Koliskos Ordinarius für Pathologische Anatomie in Wien, wo er auch die Leitung des Pathologisch-Anatomischen Instituts übernahm. Albrecht entdeckte die Art der Übertragung der Cerebrospinalmeningitis und führte u. a. Untersuchungen über den primären Tuberkuloseherd und den Keuchhusten- und Influenzaerreger durch. {BN#36012}

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