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Jenenser Studentenalbum im Umkreis von E. T. A. Hoffmann und E. M. Arndt

Album amicorum des Karl Gottfried Weber (1780-1859) aus Steinwenden. Zumeist Jena (sowie vier Einträge aus Steinwenden), 1798-1800 & 1806. Zumeist Jena (sowie vier Einträge aus Steinwenden), 1798-1800 & 1806. 268 (statt 284) num. SS. mit 176 Eintragungen. Lederband der Zeit mit Rücken- und Deckelvergoldung. Dreiseitiger Goldschnitt. Buntpapiervorsätze. Qu.-8vo.

EUR 8,500.00

Der Stammbucheigner K. G. Weber war der älteste Sohn des Steinwendener Pfarrers Johann Karl Weber (1738-1800), des führenden Vertreters des pfälzischen Physiokratismus und Gegenspielers des Goethefreundes Heinrich Jung-Stilling. Als 17-jähriger Student hat sich Weber am selben Tag wie sein jüngerer Bruder, Ludwig Christian Wilhelm Weber (1783-1830), nämlich am 23. April 1798, in der Matrikel der Universität Jena eingetragen und gehörte - gemeinsam mit seinem Bruder und mehreren Dutzend weiteren Einträgern in diesem Stammbuch - zu den Mitunterzeichnern der beiden studentischen Petitionen zur Wiederanstellung Fichtes in Jena von 1799/1800, die von Herzog Karl August abgelehnt wurden. Das Stammbuch enthält eine Vielzahl prominent gewordener Einträger und gibt mit seinem eng gedrängten Entstehungszeitraum einen ausgezeichneten Einblick in die intellektuelle Aufbruchsstimmung in Jena nach Fichtes Abgang. - Von größter Seltenheit sind die Einträge des Dichters Gotthard Christian August Thieme (1780-1860: "Immer fidel Herr Bruder, bis dort oben der große Commersch angeht", 239, mit Zeichnung gekreuzter Degenklingen) und des Naturforschers Friedrich August Gebler (1781-1850: "Mit Männern sich geschlagen / Mit Mädchen sich vertragen / Und mehr Credit, als Geld / So kommt man durch die Welt", 158). Daneben finden sich auch Einträge von Personen aus dem Umfeld von E. T. A. Hoffmann (Carl Friedrich Speyer: Schillers "Zwey Tugendwege", 127), von Ernst Moritz Arndt (Johann Friedrich Hindrichs: "Adam war der einzige Ehemann, der mit völliger Gewißheit wußte, daß er Evchen als Jungfer in seine Arme schloß. Anmerk.: Die Gelehrten streiten sich darüber, ob er einen Nabel gehabt, weil er von keinerm Weibe geboren ward", 96), oder von Clemens von Brentano (Carl Friedrich von Mülmann: Horazzitat, 95). Einige Einträger werden in Goethes Tagebuch und/oder im Briefwechsel Goethes mit Schiller und anderen erwähnt (so etwa der Entomologe Carl Friedrich Posselt); ein Einträger (der Advokat Friedrich Wilhelm Rupp: "Der Kuss, den mir die blühende Tochter giebt [...]", nach Hölty; 151) war Taufpate der Geschwister von Karl Marx, ein anderer der Täufer von Georg Büchner (Johann Jacob Wiener: "Laß dich vom Teufel bei Einem Haare faßen, und du bist sein", 111), wieder ein anderer der akademische Lehrer Büchners an der Universität (Georg Friedrich Wilhelm Balser: "Sanftmuth ist die schönste Perle im Kranze weiblicher Tugend", 64). Es finden sich zahlreiche bekannte Politiker aus Baden, aber auch der langjährige Bürgermeister Weimars, Carl Schwabe (mit einer Traumanekdote, 205), der mit der mehrfachen Bestattung/Umbettung von Schillers Gebeinen bekanntgeworden ist. - Aufgrund des Todes seines Vaters am 18. Mai 1800 beendete der Weber seine Jenenser Studien und übernahm gemeinsam mit seinem Bruder die Stelle in Steinwenden. Er war später eng befreundet mit dem Mitinitiator des Hambacher Festes, Philipp Jakob Siebenpfeiffer, sowie mit Johann Wirth; die bayerische Regierung leitete eine Untersuchung gegen ihn ein. Sein Sohn Carl David Weber wanderte in die USA aus, wo er die kalifornische Stadt Stockton gründete. - Das vollständige Register enthält 165 Namen; 11 der aufgeführten Einträge fehlen, 22 der Einträge nicht im Register erfasst. Es fehlen die Seiten 21f., 35-38, 43f., 51-54, 65f., 81f., 115f., 123f., 137f., 145f., 165f., 183-186, 201f., somit 16 Blätter mit insgesamt 11 Einträgen (lt. Register). - Einige wenige Blätter gelockert oder lose; der hübsche Einband von sehr schöner Erhaltung. Gesamtverlistung der Einträger auf Anfrage. {BN#47868}

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Lichtenberg- und Goethekreis: "Menschenliebe ist besser als Orthodoxie"

Album amicorum des Johann Friedrich Ludwig Sahl (1765-1814). Überwiegend Buchsweiler/Elsass (38); ferner Pirmasens (8), Braunfels (6), Tournay (5), Cloppenburg (4), Nimwegen (4), Antwerpen (3), außerdem Godesberg, Arnheim, Quakenbrück, Greven, Gehrden, Osnabrück, Bremen, Sprenglingen und Duisburg, 1792-1795. Überwiegend Buchsweiler/Elsass (38); ferner Pirmasens (8), Braunfels (6), Tournay (5), Cloppenburg (4), Nimwegen (4), Antwerpen (3), außerdem Godesberg, Arnheim, Quakenbrück, Greven, Gehrden, Osnabrück, Bremen, Sprenglingen und Duisburg, 1792-1795. (5), 135 (statt 146) Bll. mit 110 Einträgen (davon 87 im Register verzeichnet). Originaler blau marmorierter Pappband (berieben und bestoßen). Dreiseitiger Rotschnitt. Qu.-8vo (ca. 180 x 103 mm).

EUR 8,500.00

J. F. L. Sahl war Sohn des fürstlichen Lustgärtners Johannes Lorenz Sahl aus dem Hofgärtnergeschlecht Sahl in Gotha; der Onkel Johann Conrad Sahl (1744-88) war ab 1762 Obergärtner zu Gotha. Die Eintragungen reflektieren die Lebensstationen der Familie in den Jahren kurz vor der revolutionsbedingten Vertreibung aus Buchsweiler (Unterelsass) im Jahre 1793 und Sahls anschließenden Jahren als Kanzlist bei der Provisorischen Regierung in Pirmasens (bis 1794) sowie als Kassensekretär bei der Hessischen Brigade in den Niederlanden (ab 1794-95). - Am 9. Jänner 1792 widmet der landgräfliche Archivar Christian Carl Kuder (1757-1820) Sahl das Wort: "Wo es uns wol gehet, da sey unser Vaterland" (7r); am Folgetag schreibt sich Magdalena Sophia Pfersdorff (1734-99) ein, Mutter des elsässischen Dichters und Wieland-Freundes Karl Friedrich Kasimir Pfersdorff (1769-1847) und über ihren Mann mit der Familie Händels verwandt: "Die Tugend dienst sich selbst zum Lohn / Sie ists allein die uns erhöht / Und der hat mehr als eine Kron / Der sie verdient und nie verschmäht" (16r). Drei Tage später wiederum schreibt sich Sahls Schwester Louise ein: "Sei Edel und gut, so wirst Du auch glüklich sein" (26v). Louise sollte 1794 Johann Conrad Sckell (1768-1834) heiraten, den späteren Hofgärtner in Belvedere, und wurde so Mutter des Dornburger Hofgärtners Karl August Sckell, der für Goethe den Weimarer Gingkobaum pflanzte und dessen Gespräche mit Goethe in dessen Tagebüchern verewigt sind. - "Freund! Der Mann mit edler Seele / ist ein Engel in der Welt, / er sey König oder zähle / sein erbettelt Kupfergeld" (55r), schreibt am 2. Juli 1794 in Antwerpen der Theologe Friedrich Ludwig Lichtenberg (1770-1846), Großneffe von Georg Christoph Lichtenberg, in Sahls Stammbuch. Am 10. September trägt sich der jungverstorbene Lichtenberg-Freund Friedrich Bechstatt (1775-99) ein: "Der Freundschaft heiliges Band trennt ewiges Nichtsseyn nur" (8v). Die undatierte Widmung "Die Wahrheit ist dem Biedermann das Heiligste, Schmeichelei und kriechende Gefälligkeit sind seiner Natur zuwider" (39r) stammt von Daniel Gottlieb Auber (1784-1835), Schwiegervater der Amalie Buff, einer Nichte der Charlotte Buff, die Goethe die Vorlage zur "Lotte" im Werther lieferte. Weiters zu nennen sind auch der elsässische Radierer, Maler und Sammler Friedrich Koch (1771-1832, 139v), der Generalstabsarzt Georg Friedrich Reuling (1739-99, 60r) sowie der Theologe und Schriftsteller Friedrich Ludwig Textor (1765-1822): "Menschenliebe ist besser, als Orthodoxie" (54r). - Der Großteil der Einträge sind in deutscher, sechs in französischer, zwei in niederländischer und drei in lateinischer Sprache abgefasst. Eingetragen haben sich neben den Honoratioren von Buchsweiler, Freunden und Kollegen im Verlauf der jahrelangen Feldzüge auch viele Offiziere der hessischen Truppen, aber auch Kaufleute, Schiffer und Kellermeister der besuchten Orte, daneben eine Reihe von Geistlichen. Beachtlich sind insbesondere die Bezüge zu Georg Lichtenberg und den Sckells, die im Goetheschen Kosmos eine feste Stelle haben. Insgesamt erzählt das Stammbuch eine Vertreibungsgeschichte: die Einträge 1792 in Buchsweiler künden von der noch heilen Welt des Zentrums Hanau-Lichtenbergischer Herrlichkeit vor der Vertreibung durch die französischen Revolutionstruppen, die weiteren Einträge von den kriegsbedingten Ortsveränderungen und Sozialkontakten in den Folgejahren. Ein kulturgeschichtliches Dokument. {BN#49346}

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Bismarck, Tsar Alexander, Emperor Franz Joseph and Empress Elisabeth at the court of Napoleon III

[Album amicorum]. Friendship album of Clothilde de la Rochelambert, comtesse... de La Bédoyère (1829-1884), with numerous entries by members of the European aristocracy. Fontainebleau, Saint-Cloud, Compiègne, Paris, Nizza, Biarritz, Bad Kissingen, Schwalbach, Baden, 1864-1881. Fontainebleau, Saint-Cloud, Compiègne, Paris, Nizza, Biarritz, Bad Kissingen, Schwalbach, Baden, 1864-1881. 4to. 34 ff., some written on both sides, irregularly counted, containing more than 250 entries (some pasted in). Red morocco with giltstamped borders and cover stampting inspired by the royal arms of Sardinia. Silk endpapers. All edges gilt.

EUR 25,000.00

Exceptionally plentiful friendship album owned by Comtesse de La Bédoyère, daughter of the senator Henri de La Rochelambert (1789-1863), wife of Georges Huchet de La Bédoyère (1814-67) and court lady to Empress Eugénie, wife of Napoleon III. Indeed, the first entry in the album belongs to the the emperor himself; this is followed on the same page by Eugénie with a quotation from Sophie d'Arbouville's poem "Je crois": "Je crois au Souvenir, au long regret du cœur, / Regret que l'on bénit comme un dernier bonheur, / Crépuscule d'amour, triste après la lumière / Mais plus brillant encore que le jour de la terre!" This is succeeded by the signature of the couple's only son, the eight-year-old Napoléon Eugène Louis; at the bottom of the page is a four-line German quotation from Schiller, which Napoléon III adds in Biarritz on 8 Oct. 1865. Another entry by Eugénie is on fol. 27r, and there are further entries by her son on fol. 21r and 27r (with a little drawing). - Two other noteworthy entries are on pages 21v and 23v: the first is by Bismarck, who signed in Biarritz on the 19th of October 1865, the very month when the secret negotiations between Prussia and France had begun over possibly coalitions before the Austro-Prussian War of 1866. The second, written at about the same time, is by Leopold, Prince of Hohenzollern and his wife Antonia (fol. 23v). Leopold is considered a pawn of the high politics of his age. In 1870 Bismarck would urge him to accept the Spanish Crown, a move fiercely opposed by Napoléon III. Although Leopold quickly yielded, it was this affair that would ultimately spark the Franco-Prussian War. - The numerous other contributors include: Alexander II of Russia (9r); Amadeus I of Spain (16r); Isabella II of Spain and her children Isabella and Alfonso (17r); Sophie Queen of the Netherlands (8r); Emperor Franz Joseph I and his wife Elisabeth (14r), as well as Elisabeth's lady-in-waiting, countess Caroline Hunyady (12v); Frederick Grand Duke of Baden, and his wife Louise (9a); Marie, Princess of Baden and Duchess of Hamilton (10r); Charles, King of Württemberg, and his wife Olga (37r); Frederick, Prince of Denmark (24r); Umberto I of Italy (7r); Marie Clotilde of Savoy (wife of Prince Napoléon, 7r); Grand Duchess Maria Nikolaievna of Russia (27v); Grand Duke Charles Alexander of Saxe-Weimar-Eisenach and his wife Sophie Princess of the Netherlands (22r); Louis I of Portugal and his wife Maria Pia of Savoy (19v); Frederick, Grand Duke of Mecklenburg (13r & 17r); George, Duke of Mecklenburg, and his wife Catherine, Grand Duchess of Russia (18r); Marie, Grand Duchess of Mecklenburg-Strelitz (4v); Adolf, Duke of Nassau (9r & 14v); Pauline, Princess Metternich (2v, 8v, 14v with her daughter Sophie and her aunt Hermine, 31r with her daughters Sophie, Antoinette Pascalina, and Clementine Marie, as well as Rosa, Duchess of Hohenlohe-Sternberg); Richard, Prince Metternich (9r); William I of Prussia and his wife Augusta (10r); Francis, Duke of Harrach (4v); Joseph Joachim Napoleon Murat (2r & 20v); Field Marshal Frederick of Wrangel (7v); the Duchess of Castiglione Colonna (known as a sculptor under the name Marcello, née Adèle d'Affry, 3v); Mélanie Renouard de Bussière Comtesse de Pourtalès (14v); Admiral Edmond Jurien de La Gravière (a four-line poem signed, 9v); Admiral Wilhelm von Tegetthoff (28v); Gustav Prince Blücher von Wahlstatt (9v, born 11 Oct. 1837, knight of the Order of Malta); the Mexican monarchist and ambassador to the court of Napoléon III, José Manuel Hidalgo y Esnaurrízar (3v); the philosopher Elme Marie Caro (a three-line poem, 11r); the politician and economist Félix Esquirou de Parieu (a nearly full-page poem, 10v & 11r); the artist Gustave Doré (with a fine drawing, 11r); the writers Hortense Cornu (7v), Edmond About (28r), and Prosper Mérimée (19r & 20v); Princess Alexandrine Dolgorouky (1834-1913, the mistress of the Tsar, 2v, with two lines from Byron); Ignacio Álvarez de Toledo y Palafox Portocarrero, Conte di Sclafani (son of the 16th Duque de Medina Sidonia, 1812-78, full-page sonnet 22v); Alexandre conte Colonna-Walewski (14v; possibly with his second wife Anna Maria Ricci, daughter of count Zanobi di Ricci and Isabelle née Princess Poniatowska, signing "Maria Walewski(y)". The album's final contribution is a photographic reproduction of F. X. Winterhalter's well-known portrait of Empress Eugénie. - Binding slightly rubbed; interior shows occasional brownstaining, but altogether in excellent state of preservation. {BN#48432}

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Album amicorum des Friedrich Wilhelm Stauwe. Jena, 1759 bis 1776. Jena, 1759 bis 1776. Mit 71 Einträgen auf 346 (statt 356) SS. und 6 Bll. Personenverzeichnis. Mit 7 Gouachen auf Pergament und 1 koloriertem Kupferstich. Brauner Kalbslederband der Zeit mit reicher Rücken- und Deckelvergoldung und umlaufendem Goldschnitt. Vorsätze in zeitgenöss. Kleisterpapier. Qu.-8vo.

EUR 8,500.00

Hübsches Album des in Jena studierenden F. W. S. (so am Vorderdeckel geprägt), in das sich 71 Kommilitonen eingetragen haben. Besonders erwähnenswert sind die hübschen Gouachen, die wohl alle von demselben Künstler stammen und u. a. studentische Szenen (Einzug zu Pferd und in Karossen, nächtliche Versammlungen), ein "Memento mori" mit einem Mönch in einer Klause, Landschaften und Allegorien auf die Tugend zeigen. - Der hübsche Einband mit Rocaille- und Gittermuster nur gering berieben, beschabt und bestoßen; am Hinterdeckel die geprägte Jahreszahl 1756; innen stellenweise leicht fleckig; S. 1 mit photographischem Exlibris eines Walter Amon. {BN#48410}

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The European aristocracy of the 1850s

[Album amicorum]. Friendship album of Princess Anna of Hesse-Darmstadt. Mainly Darmstadt but including Altenburg, Bad Homburg, Bad Kissingen, Baden-Baden, Berchtesgaden, Berlin, Erdmannsdorf/Fischbach, Frankfurt, Hohenschwangau, Munich and other places, 1852-1864. Mainly Darmstadt but including Altenburg, Bad Homburg, Bad Kissingen, Baden-Baden, Berchtesgaden, Berlin, Erdmannsdorf/Fischbach, Frankfurt, Hohenschwangau, Munich and other places, 1852-1864. 12mo (83 x 129 mm). 84 ff. containing entries by more than 230 personages. With one engraved devotional lace picture, one small pen-and-ink drawing, and one dried flower. Contemporary half calf over wooden boards; both covers elaborately decorated with ornamental plating and inlays of bone, brass, and mother-of-pearl (front cover very slightly cracked and brass plating loosened at the top left corner). Pocket in inside of lower cover; sheath with original thin pencil. Narrow gilt rules to spine. A single central clasp. All edges gilt.

EUR 18,000.00

Remarkable, wide-ranging friendship album of Princess Anna of Hesse and by Rhine (1843-65), only daughter of the Hessian general Karl of Hesse and Princess Elizabeth of Prussia. In May 1865 she married Grad Duke Frederick Francis II of Mecklenburg-Schwerin but died of puerperal fever a week after the birth of her only child. Both her parents as well as her later husband have signed her album. - The entries are mainly by members of the European aristocracy, including Archduke Albert of Austria-Teschen (1817-95), Czar Alexander II of Russia (1818-81), Princess Alice of Great Britain (1843-78), Duke Frederick of Anhalt (1831-1904), Countess Charlotte Fugger (1830-76), Gustav Prince of Vasa (1799-1877), Prince Henry XXII Reuss-Greiz (1846-1902), Helena Louise of Mecklenburg-Schwerin, Duchess of Orléans and Chartres (1814-58), Duke Joseph of Saxe-Altenburg (1789-1868), Joséphine de Beauharnais, Queen of Sweden and Norway (1807-76), Louis Philippe Albert d'Orléans, Comte de Paris (1838-94), King Ludwig II of Bavaria (1845-1912), King Maximilian II of Bavaria (1811-64), Princess Sophie of Orange-Nassau, Grandduchess of Saxe-Weimar-Eisenach (1824-97), Countess Théodolinde of Württemberg, Princess of Leuchtenberg (1814-57), Princess Therese of Oldenburg, née Nassau Weilburg (1815-71), Prince Wilhelm of Schaumburg-Lippe (1834-1906), and many others. The later "Swan King" Ludwig II has signed his name twice: once as a six-year old, together with his mother Marie Friederike of Prussia (1825-89), and again as a twelve-year-old, alone. Other entries by children include Mary Victoria Hamilton (1850-1922), who would marry Prince Albert I of Monaco in 1869, and the later ethnologist, zoologist and botanist Therese of Bavaria (1850-1925). Other contributors from the field of science and scholarship include the explorer Adalbert von Barnim (1841-60), the geologist Wilhelm von Branca (1844-1928), and the theologian Carl Heinrich August von Burger (1805-84). - Pages numbered in pencil up to p. 160 by a later hand. Provenance note on the final page of text (p. 133) by Marie of Schwarzburg-Rudolstadt, Grand Duchess of Mecklenburg (1850-1922): "This book belonged to the Grand Duchess Anna of Mecklenburg née Princess of Hesse-Darmstadt; it was later given to Duke John Albert of Mecklenburg in Dezember 1919 [...]". {BN#46956}

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[Album amicorum] Friendship album of the travelling student Mihály Pap,... containing entries by Johann II. Bernoulli and Daniel Bernoulli, Johann Jakob Breitinger, Mattli Conradi, Petrus Curtenius, Johann Jakob Gessner and Johann Rudolph Stähelin. Various places, 1765-1769. Various places, 1765-1769. Oblong 8vo. 85 ff. (partly written on both sides). No binding.

EUR 9,500.00

This friendship album kept by the travelling student Mihály Pap contains mainly Latin, Greek, Hebrew, and German entries, beginning in 1765 with numerous contributions from Swiss cities (Bern, Lausanne, Zurich); in the later 1760s, he collects entries mainly from German cities (Worms, Regensburg, Nuremberg, Marburg, Duisburg, etc.) as well as from London and Oxford. Somewhat curiously, although the album contains several entries from Göttingen, there is no contribution by the historian August Ludwig von Schlözer, the unrivalled star teacher for the many Hungarian exiles educated at the Georg August University. - Somewhat browned and wrinkled; some pages with slight edge defects. Wants binding. Detailed description upon request. {BN#45194}

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A book, a friend, a glass, a comely woman

[Album amicorum]. Friendship album of Conrad Friedrich Daumiller (Daumüller) from... Nuremberg. Nuremberg, Altdorf, Jena and other places, 1753-1756. Nuremberg, Altdorf, Jena and other places, 1753-1756. Oblong 8vo. Title page, 9 pp. of index, and 290 entires on a total of 155 ff. Contemporary red-dyed vellum, covers and spine elaborately gilt.

EUR 5,000.00

A southern German student's curious and substantial friendship album, containing numerous entries and poems in German, Latin, and French, many with salacious or erotic content: "Ein Buch, ein Freund, ein Glas, ein wol gebiltes Weib / Sind der Galanten Welt vergnügter Zeitvertreib." - "Vivent les filles de quatre etages, / Jeunes, Belles, Riches, et Sages". - "Fällt un-gesundes Wetter ein, / So lachen die Doctores. / In Jena sollen Jungfern sein? / O tempora o mores!" - "In Jena giebts keine Jungfer mehr, / Es sey denn eine Fremde." - "Der Priester Fluch, / Der Juristen Buch / Und das Ding unter dem Schürztuch: / Diese drey Geschirr / Machen die ganze Welt irr". - "Ein Mädgen Zehn Tausend reich, / An Thalern, nicht an Flöhen; / Soll diese Viertelstunde gleich / Mit mir zu Bette gehen." - "Ein Mädgen und ein Orgelwerk, / So fern ich dieses recht bemerck, / Vergleichen sich in Vielem: / Denn Beide muß man mit Bedacht, / Sowohl bei Tag als wie bei Nacht, / befingern und bespielen." Among such risqué contributions are the usual pious sayings, as well as quotations from the classics and by contemporary poets such as Gellert and Lessing. - Conrad Friedrich Daumiller (Daumüller) hailed from Nuremberg, studied theology in Altdorf and Jena, and died in 1761, still a young man, as a candidate for a preacher's office at the Carmelites' monastery in Nuremberg. Another friendship album of Daumiller's is known in the Anna Amalia library in Weimar, covering a similar period of time but comprising no more than 28 entries (Stb 318; acquired from a Nuremberg auction in 1811; cf. K. Goldmann, Nürnberger und Altdorfer Stammbücher aus vier Jahrhunderten, Nuremberg 1981, no. 376). - A few leaves have been removed, apparently by a (near) contemporary owner. Well preserved; binding somewhat faded; gilt decoration oxydized; slight defect to lower spine-end. {BN#46905}

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A Stettin merchant's education

[Album amicorum]. Fautoribus patronis atque amicis offert A. Barthold. Stettin, Berlin, Hamburg and other places, 1767-1782. Stettin, Berlin, Hamburg and other places, 1767-1782. Large oblong 8vo. 53 written and ca. 50 blank ff. with a total of ca. 50 entries. Coloured title page on vellum, 4 armorial miniatures and 5 coloured illustrations; one pen drawing in red ink. Contemporary calf binding with spine label, covers and spine elaborately gilt, all edges gilt.

EUR 7,500.00

A very charming album. The owner, Andreas Barthold, was born in 1752 into a wealthy merchant family from Stettin. He attended the school of mathematics established by pastor Johann Julius Hecker in 1747, which he left at the age of about 16 years, and was further educated at the Hamburg Academy of Commerce, founded in 1768. In 1773 he returned to Stettin, where he worked as a merchant, became a citizen in 1778, and married the following year. After this, his trail disappears. - Most of the entries in this album are from teachers and classmates at the Realschule in Berlin; another group of entries is by Hamburg merchants. Apart from the identifiable contributions (some 15 entries), the importance of this album lies in its very appealing colour illustrations, some of which are by known artists: this includes a view of a channel with ships by Christian Gottfried Mathes (1738-ca 1805), dated 1768, and a coastal landscape by Johann Carl Wilhelm Rosenberg (1737-1810), dated Stettin 1781. - Slight chipping to spine label; lower cover rubbed; bumped and chafed. Several leaves have been removed. Occasional slight staining and browning; very attractively bound. {BN#46816}

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[Album amicorum]. - "Leentje". Stammbuch-Kassette einer "Leentje". Leeuwarden und Nijmegen, 1835 bis 1859. Leeuwarden und Nijmegen, 1835 bis 1859. Mit 1 Bleistiftzeichnung, 1 Haararbeit, 2 Stickereien, 1 farbigen Zeichnung und 2 Spickelbildern. Hldr.-Kassette mit reicher Goldprägung und Schließe. Qu.-8vo.

EUR 250.00

Innerer Kartonkasten erneuert, Rücken unter Verwendung alten Materials restauriert. {BN#47579}

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[Album amicorum]. - Berlin. Stammbuch der "A. B." aus Berlin. Berlin, 1833 bis 1836. Berlin, 1833 bis 1836. 20 Einträge und zahlreiche weiße Bll. Mit 1 kolorierten Kupferstich und zwei Aquarellzeichnungen. Leder d. Zt. mit goldgeprägtem Monogramm "A. B." Qu.-8vo.

EUR 250.00

Etwas berieben und bestoßen. {BN#47577}

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[Album amicorum]. - Berlin. Stammbuch des E. Voelmy. Berlin, 1833 bis 1840. Berlin, 1833 bis 1840. 8 Einträge und zahlreiche weiße Bll. Halbleder d. Zt. mit Rückenvergoldung, goldgeprägten Deckeln mit Namen und Datierung, Goldschnitt. Qu.-8vo.

EUR 200.00

Innen gering fleckig und gebräunt, der Einband etwas berieben und bestoßen. {BN#47574}

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[Album amicorum]. - Berlin-Spandau. Stammbuch der "E. F." aus Spandau. Berlin-Spandau, 1833 bis 1836. Berlin-Spandau, 1833 bis 1836. 26 Einträge und zahlreiche weiße Bll. Leder d. Zt. mit goldgeprägtem Monogramm "E. F." am Vorder- und der Jahreszahl 1834 am Hinterdeckel. Qu.-8vo.

EUR 350.00

Innen stellenweise etwas fleckig, der Einband etwas berieben und bestoßen. {BN#47578}

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[Album amicorum]. - Brandenburg. Stammbuch des C. F. Briedenhan. Brandenburg, Berlin, Lüdersdorf, Halle und Sonneberg, 1803 bis 1805. Brandenburg, Berlin, Lüdersdorf, Halle und Sonneberg, 1803 bis 1805. Mit aquarelliertem Titelblatt. 361 meist einseitig num. Bll. mit 36 Einträgen. Lederband d. Zt. mit Rückentitel, goldgepr. Deckelbordüre und Goldschnitt. Qu.-8vo.

EUR 450.00

Der Freundschaft gewidmet von C. F. Briedenhan. Nicht sonderlich umfangreich geratenes, wohl studentisches Stammbuch mit hübsch illustriertem Titel und handschriftlichem Namensregister. - Anfangs gering fingerfleckig, der Einband berieben und beschabt. {BN#47573}

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[Album amicorum]. - Clauss. Stammbuch der Schülerin M. Clauss. Spandau, 1862 und 1863. Spandau, 1862 und 1863. 22 Einträge. Mit 1 montiertem Wiener Billet und 2 kleinen Oblaten. Leder d. Zt. mit goldgepr. Deckeltitel und Monogramm. Qu.-kl.-8vo.

EUR 300.00

Einband etwas berieben, Gelenke gelockert. {BN#47575}

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An Bord der George Canning

[Album amicorum]. - Hamburg. Stammbuchkassette des Ferdinand Gloede. Hamburg, Stade, Buenos Aires, Rio de Janeiro, u. a., 1822 bis 1846. Hamburg, Stade, Buenos Aires, Rio de Janeiro, u. a., 1822 bis 1846. Mit 10 meist farbigen Zeichnungen, 1 Haararbeit, 2 Stickereien, 1 Portrait-Silhouette und knapp 70 Einträgen sowie 8 w. Bll. Gelackte Karton-Kassette mit goldgeprägter Deckelbordüre und Rückentitel in Kartonschuber. Qu.-8vo.

EUR 2,500.00

Wie ein beiliegendes hs. Blatt späteren Datums erläutert, entstammte der Stammbuchhalter einer Hamburger Kaufmannsfamilie. Neben den Einträgen von Familienmitgliedern und seiner späteren Frau, Julie Büttner, gibt es etliche freundschaftliche Einträge, die auf See geschrieben oder gezeichnet wurden, nämlich "an Bord der George Canning" und "im atlantischen Ozean. An Bord der Henriette". Der Schreiber Joh. Hinr. Krabbe präzisierte den Ort mit genauen geographischen Koordinaten. Am 19. April 1833 war Gloede wohl nach Rio de Janeiro aufgebrochen, wie der beiliegende gereimte Abschiedsbrief von (H.?) Asmus belegt. Etliche Einträge von 1842 bis 1844 geben Buenos Aires als Ort an. Unter den zahlreichen Hamburger Einträgen ist auch Joao C. Bahlsen genannt. Ein hübsches naives Aquarell zeigt das Treideln eines Bootes; eine Zeichnung mit Schiffsportrait. - Vereinzelt fleckig oder gering gebräunt; der Schuber etwas berieben, die Kassette am Rücken bestoßen und mit kl. Einriß an Kopf und Fuß, Gelenk angebrochen. {BN#47572}

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[Album amicorum]. - Hannover u. a. Album einer Schülerin. Hannover, Detmold und Rinteln, 1864 bis 1881. Hannover, Detmold und Rinteln, 1864 bis 1881. Mit 2 Bleistiftzeichnungen, 1 gestochenen Ansicht, 1 montierten Patenbrief und zahlreichen montierten kleinen Oblaten. 24 meist montierte Einträge. Blindgepr. Ldr. mit goldgepr. Deckeltitel und Goldschnitt. Qu.-8vo.

EUR 400.00

So wie die Rosen blühen | So blühe stets dein Glück | Und wenn du Rosen siehst | So denk an mich zurück. - Stellenweise stärker fingerfleckig. {BN#47583}

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With an entry from Suriname

[Album amicorum]. - Holland. Stammbuch-Kassette des Jan Anemaet. Middelharnis, Groningen und Paramaribo, 1843-1846. Middelharnis, Groningen und Paramaribo, 1843-1846. 23 Bll. mit 18 Einträgen. Mit 3 Aquarellen, 2 Stickereien, 1 Haararbeit, 1 plastisch applizierten Oblate und 1 Souvenir-Blättchen. Goldgepr. Halblederkassette mit 2 lithogr. Ansichten auf den Innendeckeln. Qu.-8vo.

EUR 2,500.00

Das Souvenir-Blättchen aus Stanz-Spitze mit aufwändigen Applikationen aus Goldfäden und -perlen. Unter den Einträgern finden sich der Vater A. G. P. Anemaet, die Mutter A. Anemaet und der Bruder C. J. Anemaet, welcher 1846 aus Paramaribo (Hauptstadt von Surinam) schreibt. Weitere Einträger sind ein Kolff van Oosterwyk, C. J. W. Bulaeus und W. de Vlaming. {BN#47571}

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With entries by Bernoulli and other mathematicians

[Album amicorum]. - Hotze, Johann. Friendship album of Johann Hotze, comprising 46 entries... by Swiss and German scientists and scholars, including Daniel Bernoulli, Johann Jacob Breitinger, and Johann Ernst Hebenstreit. Tübingen, Leipzig, Frankfurt, Coburg, Erfurt, Erlangen, Halle, Jena, Basel, Zurich, Strasbourg, 1753-1757. Tübingen, Leipzig, Frankfurt, Coburg, Erfurt, Erlangen, Halle, Jena, Basel, Zurich, Strasbourg, 1753-1757. Oblong 8vo. Title page and 97 ff. (46 of which are inscribed). Red morocco, spine and covers lavishly gilt.

EUR 18,000.00

The album contains entries by many outstanding scientists and scholars of the time, including not only Bernoulli, Breitinger and Hebenstreit, but also Christian Augustus Crusius (Protestant theologian and philosopher, 1715-75), Johannes Gesner (physician and mathematician, 1709-90), Christian Gottlieb Ludwig (physician and botanist, 1709-73), Casimir Christoph Schmidel (naturalist, 1718-92), Heinrich Friedrich Delius (physician, 1720-91), Philipp Friedrich Gmelin (botanist, 1721-68), Christoph Jacob Trew (botanist, 1695-1769), Abraham Gotthelf Kästner (mathematician and teacher of Gauss, 1719-1800), Philipp Adolph Böhmer (physician, anatomist and personal physician to King Frederick William II of Prussia, 1711-89), and Andreas Elias Büchner (head of the Academy of Sciences Leopoldina, 1701-69). The album's owner, Johannes Hotze (1734-1801), was a Swiss physician of great international renown and the cousin of the pedagogue Johann Heinrich Pestalozzi. Born into a well-known family of surgeons, Hotze attended the Collegium Carolinum in Zurich and then studied at Strasbourg, Tübingen and Leipzig, from where date numerous entries. Goethe, who visited him twice, described him as a "most intelligent and benevolent man" ("Dichtung und Wahrheit" IV, 18). {BN#46965}

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[Album amicorum]. - Jena. Studentenstammbuch des Johann Martin Oberländer aus Hildburghausen. Jena, 1750-1752. Jena, 1750-1752. Quer-8vo (170 x 100 mm). Mit 2 Stammbuchkupfern auf den Innendeckeln. Gedrucktes Titelblatt mit hs. Ergänzung u. 163 fehlerhaft paginierte Bll. mit 276 Einträgen. Goldgepr. und bemalter Pergamentband der Zeit.

EUR 5,800.00

Das sehr reichhaltige Stammbuch eines Thüringer Theologiestudenten enthält ausschließlich Einträge aus Jena. Unter den Beiträgern, die zum größten Teil in der Matrikel der Universität Jena nachgewiesen werden können, sind vor allem Theologen, aber auch viele Juristen und einige Mediziner zu finden. Unter den zahlreichen namhaften Persönlichkeiten seien genannt Wilhelm Hieronymus Bach (1730-54), ein Verwandter Johann Sebastian Bachs aus dem Erfurter Zweig der Familie, Johann Adam Gottlob Barnickel (1733-87), später Rechtskonsulent der Vogtländischen Ritterschaft und Besitzer einer großen Bibliothek, Johann Michael Degner (1719-80), Rektor des Schweinfurter Gymnasiums und auch durch naturwissenschaftliche Arbeiten hervorgetreten, Johann Jakob Fröbel (1730-1802), der Vater Friedrich Fröbels, Friedrich Ludwig August Held (1732-74), schwarzburgischer Stadt- und Amtsphysikus, Johann Stephan Müller (1730-68), Professor der Theologie in Gießen, Johann Christoph Rasche (1733-1805), bekannt durch seine numismatischen Schriften, Johann Christoph Schellenberger (1726-90), Professor der Theologie und Pfarrer der Barfüßergemeinde in Erfurt, und Johann Georg Hieronymus Weingärtner (1733-93), ebenfalls Professor der Theologie und Oberpfarrer in Erfurt (vollständige Liste auf Anfrage). - Besonders interessant sind die gelegentlichen handschriftlichen Bemerkungen des Stammbuchhalters zu seinen Kommilitonen. Oberländer fügte nicht nur die späteren Tätigkeiten oder Sterbedaten seiner Studienkollegen an, sondern gibt mehrfach auch launige Kommentare ab. So schreibt er zu Johann Christian Faustus (geb. 1728), der als Feldprediger nach Kursk gegangen ist, "jagt Zobel in Sibirien". Faustus ist noch 1781 in Kursk nachweisbar. Andere Mitstudenten charakterisiert er als "verdrüßlichen Hauptmann von Kapernaum", "tiefsinnige[n] Mathematicus" oder konstatiert: "Anjetzo ein hypochondrischer Candidat, hat aber eine sehr reiche Mutter". Die beiden Kupfer auf den Innendeckeln zeigen das Collegium Jenense und den Jenaer Markt (letzteres mit Feuchtigkeitsspuren und Tintenkritzelei). - Einband stärker berieben und bestoßen, Innengelenke gebrochen, Buchblock vom Einband gelöst. Innen gering gebräunt, gelegentlich etwas wasser- oder fingerfleckig, vereinzelt kl. Randeinrisse. Mehrere Bll. entfernt, darunter 1 Registerblatt zu Beginn. {BN#46871}

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[Album amicorum]. - Klagenfurt. Stammbuchkassette. Klagenfurt, Görz und Weiz, 1859 bis 1861. Klagenfurt, Görz und Weiz, 1859 bis 1861. Mit 2 Zeichnungen und 1 Trockenblumenapplikation. 15 Einträge und 1 gelacktes Deckblatt. Pp.-Kassette d. Zt. mit goldgeprägten Zierleisten, Metallbeschlag und Applikationen aus Samt und Seide. Qu.-8vo.

EUR 500.00

Gering fleckig. {BN#47585}

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