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Albrecht, Erzherzog von Österreich und Herzog von Teschen (1817-1895). Brief mit eigenh. U. Teplitz, 29. I. 1851. Teplitz, 29. I. 1851. 1 S. auf Doppelblatt. Folio.

EUR 180.00

An das Landesmilitärkommando in Prag: "In Folge hohen 1ten Armee-Kommando-Erlasses [...] wurde den Truppen des dießseitigen Armee-Korps eine neue Dislokazion zugewiesen. Man übersendet daher in der Anlage dem löblichen Landes-Militair-Kommando die dießfälligen Marschpläne, nach welchen die Truppe in die neue Kantonirung einzuwirken habe, zum nöthigen Dienstgebrauche [...]". - Erzherzog Albrecht sollte Jahre später, nach der Schlacht von Königgrätz, den Oberbefehl über das gesamte kaiserliche Heer übernehmen. Als Generalinspekteur hatte er wesentlichen Anteil an der Reorganisation der Armee. - Etwas gebräunt und angestaubt sowie mit kleineren Randläsuren; ohne die erwähnte Beilage. {BN#25329}

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Albrecht, Erzherzog von Österreich und Herzog von Teschen (1817-1895). Brief mit eigenh. U. ("Eh. Albrecht"). Wien, 10. II. 1867. Wien, 10. II. 1867. 2¾ SS. auf Doppelblatt. Folio.

EUR 150.00

An Erzherzog Karl Ferdinand über den Vorsitz von Erzherzog Ferdinand bei einer Kommission für die "1866 eingelangten Individual-Beschreibungen". - Erzherzog Albrecht übernahm nach der Schlacht von Königgrätz den Oberbefehl über das gesamte kaiserliche Heer. Als Generalinspekteur hatte er wesentlichen Anteil an der Reorganisation der Armee. - Auf Briefpapier mit blindgepr. Briefkopf. {BN#25356}

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Albrecht, Erzherzog von Österreich und Herzog von Teschen (1817-1895). Eigenh. Brief mit U. Wien, 7. V. 1889. Wien, 7. V. 1889. ½ S. auf Doppelblatt. Gr.-8vo.

EUR 300.00

An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Eben hat Erzherzogin Isabella von Erzherzogin Maria Theresia die telegr. Antwort erhalten, daß selbe die Trauer 4. Juni tragen wird [...]". - Erzherzog Albrecht übernahm nach der Schlacht von Königgrätz den Oberbefehl über das gesamte kaiserliche Heer. Als Generalinspekteur hatte er wesentlichen Anteil an der Reorganisation der Armee. - Stellenweise stärker fleckig. {BN#27232}

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Albrecht, Erzherzog von Österreich und Herzog von Teschen (1817-1895). Kabinettphotographie mit eigenh. U. [Krakau, 1. bis 3. September 1880]. [Krakau, 1. bis 3. September 1880]. 140:97 mm.

EUR 280.00

Brustbild im ¾-Profil aus dem Atelier Victor Angerer, Wien. Die Datierung von anderer Hand nachgetragen und von selber auf der Verso Seite beschrieben mit: "Dieses Bild schenkte mir S. kais. Hoheit [...] gelegentlich der Kaiserreise in Krakau". - Etwas knapp beschnitten, die Ecken abgeschrägt. {BN#26951}

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Albrecht, Erzherzog von Österreich und Herzog von Teschen (1817-1895). Schriftstück mit eigenh. U. Mailand, 23. VIII. 1849. Mailand, 23. VIII. 1849. 1 S. Folio.

EUR 150.00

Auf dem beim hiesigen Garnisons Auditoriate im Monat März v. J. aufgenommenen Inventar und Lizitations Protokolle über den Nachlaß des Kaplans Marchi erscheinen die beiden Oberlieutnants Thun und Löffler als Commissions-Mitglieder gefertigt, von denen den gepflogenen Erhebungen zu Folge der Erstere damals im Stande des Regiments sich befunden hat. Das Regiment wird demnach angewiesen, anher zu berichten, wo dieser Offizier sich gegenwärtig befinde [...]. - Erzherzog Albrecht übernahm nach der Schlacht von Königgrätz den Oberbefehl über das gesamte kaiserliche Heer. Als Generalinspekteur hatte er wesentlichen Anteil an der Reorganisation der Armee. - Mit mehreren Gegenzeichnungen; an den Rändern stärker lappig und angestaubt. {BN#17217}

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Albrecht, Herzog zu Sachsen-Weimar (1599-1644). Brief mit eigenh. U. Weimar, 19. VI. 1623. Weimar, 19. VI. 1623. ¾ S. auf Doppelblatt. Folio.

EUR 400.00

An seine Untertanen: "Uns ist euer untertheniger bericht des General Tylli aufbruch betreffende vorgetragen worden. Wir [haben] an solcher, und vorhero ergangener avisation ein besonder gnediges gefallen [gefunden]. Alßo erkennen wir es auch in gnaden und begehren ferner, Ihr wollet [das], was euch weiter zuekommen wirdt, ungesäumbt gehorsamblich berichten, Und do gleich berürter aufbruch erfolget sein möchte; Dennoch an mehrer und fleißiger Kundschafft nichts ermangeln laßen, sondern dieselbe auch in der ferne zuerlangen [...]". - Der Sohn Herzog Johanns von Sachsen-Weimar und der Herzogin Dorothea Maria, einer geborenen Fürstin von Anhalt, bereiste von 1619 bis 1621 Frankreich "und übernahm nach seiner Zurückkunft für seine älteren abwesenden Brüder die gemeinschaftliche Regierung des weimarischen Landes [...] [Er] galt als ein edler und weiser Fürst, der zwar das Verbrechen streng bestrafte, aber immer mit Gerechtigkeit und kluger Sorgfalt sein Land regierte. Schmeichler und Verleumder haßte er. Die Drangsale, welche seine armen Unterthanen in Folge des dreißigjährigen Krieges auszustehen hatten, verbitterten die letzten Jahre seines Lebens [...]" (ADB I, 319). - Mit papiergedecktem Siegel und kl. Randläsuren; das leere Bl. 2 etwa zur Hälfte ausgeschnitten. {BN#18477}

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Albrecht VII., Erzherzog von Österreich (1559-1621). Brief mit eigenh. U. Madrid, 18. Januar 1594. Madrid, 18. Januar 1594. 2 SS. auf Doppelblatt. Folio. Mit eh. Adresse (Faltbrief).

EUR 800.00

An seinen Bruder Maximilian (1558-1618) über den Kammerdiener Johann Baptist Caprin, ihren gemeinsamen Bruder Erzherzog Ernst und über den Türkenkrieg. - Der für die geistliche Laufbahn bestimmte jüngste Sohn von Kaiser Maximilian II. war 1577 Kardinal und Erzbischof von Toledo geworden und war von 1583 bis 1593 Statthalter von Portugal und seit 1596 auch in den spanischen Niederlanden. "Nachdem er mit päpstlicher Erlaubnis die geistlichen Würden niedergelegt und die Erbin der Niederlande, die Tochter Philipps II., Isabella Clara Eugenia, geheiratet hatte, war er seit 1599 selbständiger Landesfürst der Niederlande. Der Friede von Vervins mit Frankreich (1598) und der zwölfjährige Waffenstillstand mit den Generalstaaten (1609) schufen die Voraussetzungen für wichtige Aufbauarbeiten" (DBE). - Mit zahlreichen, meist alt hinterlegten Papierdurchbrüchen; etwas angestaubt und fleckig. {BN#27314}

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Albufera, Malvine Duchesse d', Herzogin (1822-1977). Eigenh. Brief mit U. Billancourt [?], 30. VIII. 1846. Billancourt [?], 30. VIII. 1846. 1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo.

EUR 50.00

In französischer Sprache an einen namentlich nicht genannten Adressaten. {BN#16989}

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[Album amicorum]. Leere Stammbuchkassette. O. O., 19. Jahrhundert. O. O., 19. Jahrhundert. Pappband der Zeit mit ockerfarbenem Samtbezug. Buntpapierschnitt. Deckel mit ovaler Metallapplikation. Qu.-8vo.

EUR 300.00

BN#47715 {BN#47715}

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[Album amicorum]. Stammbuch der Betty Danckwarth. Meist Ratzeburg oder Rostock, 1808 bis 1815. Meist Ratzeburg oder Rostock, 1808 bis 1815. Mit 6 (5 kolorierten) Zeichnungen und 30 Einträgen, zahlreiche Bll. weiß. Lederband d. Zt. mit etwas Vergoldung und Goldschnitt, Deckel mit Schild "B. D." bzw. "1808". Qu.-8vo.

EUR 350.00

Betty Danckwarth stammte offenbar aus Rostock, aus der Familie Danckwarth und der verwandten Familie von Wickede jeweils mehrere Einträge. - Etwas berieben, einige Wurmspuren, Rückenschild abgefallen; in Pp.-Schuber d. Zt., berieben u. bestoßen. {BN#47567}

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[Album amicorum]. Stammbuch der Marie Pacher. Wien, 1819 bis 1831. Wien, 1819 bis 1831. Mit 5 teils farbigen Zeichnungen und 3 Lithographien. 37 Einträge und zahlreiche weiße Bll. Lederband d. Zt. mit goldgepr. Namen u. Bordüren auf den Deckeln sowie Goldschnitt. Qu.-12mo.

EUR 350.00

Hübsches Stammbuch mit allegorischem Titelblatt in Sepia-Zeichnung, weitere Zeichnungen in Aquarell, Feder und Blei. Unter den Einträgern finden sich zahlreiche adlige Namen: von Prandau, von Garges, von Bersuder, von Goguel, von Vanderveld, von Sonnfeld, u. a. - Gelenke und Kanten etwas berieben bzw. angeplatzt. {BN#47566}

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[Album amicorum]. Friendship album of Johannes Zumler, later clergyman at... Brück. Meissen, Royal School of St Afra, 1602-1603. Meissen, Royal School of St Afra, 1602-1603. 8vo. 32 ff., including 15 pp. of poems and 32 pp. with 39 entries and 1 p. with contemporary contemplative entries by three writers. Contemp. limp vellum, using an old manuscript.

EUR 3,500.00

All the entries in this early 17th century friendship album, which is also notable for its unusual format and binding, date from Zumler's sojourn at the Royal School of St Afra in Meissen in Saxony, where he was educated from September 1598 to August 1604. Hence, this is also an early and unusual example of a public school friendship album, rather than than of a university student. Apart from a number of later clerics - including an early relation of Georg Agricola - most contributors are boys or teachers who later achieved some renown as scholars, such as the humanist Gallus von Racknitz. The entries are prefixed by 15 handwritten pages of Latin poems, all copied from the works of Georg Fabricius (1516-71), who had been director of the St Afra's in 1546. - Noteworthy contributors include: 1) Gallus Baron Racknitz (1590-1658), poet and humanist. - 2) Moritz III Baron Racknitz (b. ca 1590, d. before 1658), cousin of Gallus v. Racknitz. - 3) Michael Fleischer (1580-1653), clergyman in Krakau in Saxony. - 4) Paul Werner (d. 1626) of Gottlau, deacon at Seyda near Schweinitz. - 5) Johannes Helbig (ca 1590-1646), administrator at St Afra's school from 1608 to 1645. - 6) Caspar von Hermsdorf (d. 1619). - 7) Bartolomäus Sättler (dates unknown), a son of Jacob Sättler (1540-1619), clergyman at St Nikolai in Freiberg. Jacob was a son of the cloth-maker Ambrosius Sättler and Anna Bauer, sister of the outstanding scholar and scientist Georg Agricola (1494-1555), hailed as the "father of mineralogy". - 8) Daniel Menius (1585-1604), son of the like-named rector of St Afra's (1548-1625). - 9) Johannes Richter (d. 1609). - 10) Georg Lönig (d. 1639), clergyman in Lössnig near Leipzig in 1610 and later in Zehmen. - 11) Christoph Glaser (d. 1613), clergyman in Annaberg from 1613 onwards. - 12) Johann Ulrich (dates unknown), clergyman in Dommitzsch. - 13) Johannes Conrad (d. 1636), preacher in Bohemia, from where he was evicted, then clergyman in Großwaltersdorf and since 1628 in Großwaltersdorf near Freiberg, from 1633 onwards deacon in Meissen. - 14) Abraham Plato (1570-1637), majordomo of Gallus von Racknitz. - 15) Christian Gassmann (d. 1640), teacher and deputy rector of St Afra's. - 16) Sylvester Zenck (dates unknown) of Vienna, presumably another majordomo of Racknitz. - 17) Gabriel Wagner (1587-1655), theologian; from 1610 onwards preacher at Freiberg. - 18) Samuel Starck (dates unknown), successor of Michael Starck as clergyman in Hirschfeld. - 19) Wolfgang Schaller (1582-1626), physician, professor at Wittenberg, served twice as rector, private physician to Electress Hedwig of Denmark. - 20) Samuel Richter (d. 1633), clergyman in Chemnitz. - 21) Israel Maukisch (1584-1654), 1612 deputy rector in Braunschweig, then clergyman in Pulsnitz (1613), Berthelsdorf (1617), and from 1635 onwards in Freiberg. - 22) Johannes Nicolai (d. 1643), preacher in Pillnitz, later clergyman in Seifersbach near Sachsenburg. - A charming example of a German late Renaissance pupil's friendship album. {BN#47867}

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[Album amicorum]. Friendship album of Carl Gotthelf Welner from Schwarzenberg,... Saxony. Pforta, Leipzig, Dresden, Naumburg, Düben and other places, 1783-1811. Pforta, Leipzig, Dresden, Naumburg, Düben and other places, 1783-1811. Oblong 8vo. 149 ff. with more than 200 entries and 12 drawings (mostly watercolours). Contemporary calf, spine and covers gilt, marbled endpaper.

EUR 8,500.00

Carl Gotthelf Wellner was born at Schwarzenberg, in Saxony's Erzgebirge district near the German-Czech border. From 1778 to 1783 he attended the famous Pforta school in Schulpforta, enrolled at the juridical faculty of the University of Leipzig in 1784, finished his studies in 1787 and worked appr. from 1809 onwards as a factor at the alum mine Schwemsal at Thützen. His extensive tribal book (dedicated to "patrons and friends", transl.) contains more than 200 entries incl. Carl Friedrich Wellner (his father), Christiana Sophia Wellner, née Freytag (his mother), Karl Graf von Oertzen, E. F. Hausen, Friederike Hausen, Henriette Charlotte Hausen, Justus Heinrich Hausen, A. F. Oesen, Christiane Henriette Reinhold, Giuseppe Bianchini Cornetta, Carl August Benjamin Siegel (architect and painter, 1756-1832; with watercolour, dated 1787), Georg Friedrich Tiermann, Justus Heinrich Jansen, Caroline Schlegel, née Lucuis, (writer, 1739-1833), Friederike Lepsius, née Gläser (1778-1819), August Lepsius, Wilhelmine Hansen, née Müller, Ludolf Hansen, Gottlob Benjamin Reinhold, Johanna Henriette Reinhold, Christine Friederike Freisleben, Ludwig Winkler, J. M. Reverdy, Lyon ("was shot during the revolution ", remark from C. G. Wellner), Johann Gottfried Geissler, (rector at Pforta, librarian in Gotha, 1726-1800), Johann Christoph Hand, Ernst Konstantin Herbert, Friedrich Gottlieb Barth, (linguist, 1738-1794), Christian Gottlieb Hildebrand, Benjamin Weiske (theologian, 1748-1809), Karl Friedrich Liebel (theologist, 1745-1823), Christiane Amelia Frenken, Johann Gottlieb Schmidt (mathematician, 1742-1820), Jean Georg Richelieu, Christian August Reimann, Christian Wilhelm Friedrich Schmid, Julius Wilhelm v. Oppel (statesman, 1766-1832), Karl Heinrich Grünler (engraver, 1761-1828), Christian Ludwig Sieber, Johann Carl Hering, Christian Gottlieb Günther, Alexander Wilhelm Köhler, (writer and mayor of Freiberg, 1756-1832), Karl Schütz, Carl Traugott Schmidt, Christian Johann Kühn, Johann Philipp Ehrlich, Wilhelmine v. Liebenau, née Reimann, Christian Gottlob Hartenstein, Johann Daniel Titius (astronomer, physicist andbotanist, 1729-1796), Johann Friedrich Kühn, N. N. Glaser (Welner's brother-in-law), Friedrich Krakow, Karl August Ludwig v. Weiß, Friedrich Benedikt Freytag, Ludwig Wilhelm Geldern, and Christian Heinrich Grünler. - Somewhat scratched and scuffed, slightly browned and spotty inside. {BN#47703}

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Ein Konvertit aus dem Umkreis Mozarts

Album amicorum des Johann von Henikstein. Wien, Dresden, Triest, Hamburg, Danzig, Riga, Breslau, Berlin u. a., 1796 - 1799, einige spätere Einträge bis 1818. Wien, Dresden, Triest, Hamburg, Danzig, Riga, Breslau, Berlin u. a., 1796 - 1799, einige spätere Einträge bis 1818. Titel, 345 num. SS. (es fehlen die SS. 56/57, 66/67, 76/77, 87/88, 89/90, 106/107, 248/249, 278/279, 309/310, 329/330) und 11 nn. Bll. Lederbd. d. Zt. mit Deckel- und Rückenvergoldung. Qu.-8vo.

EUR 4,500.00

Johann von Henikstein war der Sohn des Großhändlers Abraham Hönig (1745-1811; 1784 geadelt; ab 1807 Ritter/Edler von Henikstein) und seiner Frau Karoline Josefa, geb. Seligmann (1748/53-1823); 1781 trat die Familie vom Judentum zum katholischen Bekenntnis über. Johanns Bruder Joseph erwarb sich Verdienste als Direktor der Oesterreichischen Nationalbank und als eifriger Förderer der Musik, als der er in seinem Haus regelmäßig Konzerte veranstaltete und zu den Freunden Wolfgang Amadeus Mozarts gehörte. - Das mit 30 meist sehr sauber ausgeführten Federzeichnungen, Aquarellen u. a. versehene Stammbuch umfaßt etwa 120 Einträge in deutscher, französischer, italienischer und englischer Sprache. Unter den Einträgern finden sich: Dr. v. Anreitter, Christoph v. Schrötter, Friedrich Pelikan, Therese v. Schrötter, Joseph Sauter, Vinzenz Zay, Alexis de Cappa, Julius v. Henikstein, G. Haeseler, D. Loehr, Daniel Abegg, Elise v. Jonak, Anton v. Uhl, Lisette Hoenigfeld, J. Loewe, Gottfried August Lutteroth, Graf Castiglioni, Ignaz Schumann v. Mansegg, Rosina Haen, Charlotte v. Specht, Therese und Felix Gourcy, Catharina Chiappone, Elisabeth v. Henikstein, Joseph v. Henikstein, Gräfin Eleonora Hendl, Philip Salomon, Fanny v. Koerber, J. Mendelssohn u. v. a. - Innen tlw. etwas fleckig; mit umlaufendem Goldschnitt; Deckel etwas beschabt und bestoßen bzw. angeplatzt. {BN#45365}

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With entries by Celsius and Doppelmayr

Album Amicorum of the Nuremberg classical scholar Nikolaus Weber, with... 51 entries by scholars, scientists, and artists of the time, including Andreas Celsius, Johann Gabriel Doppelmayr, and Christoph Jacob Trew. Nuremberg and Altdorf, 1717-1749. Nuremberg and Altdorf, 1717-1749. Oblong 8vo. 179 ff. with 51 entries and Weber's autogr. note of ownership on fol. 2r. Contemp. brown calf with richly gilt spine and covers. Brocade endpapers. All edges gilt.

EUR 25,000.00

Unique scholars' album of the philologist Nikolaus Weber (1699-1751), headmaster of the Nuremberg Holy Ghost school, with entries by scholars mainly based at the Universities of Nuremberg and Altdorf. One of the most important among the contributors to this volume, almost all of which are biographically recorded, is the Swedish astronomer Andreas Celsius (1701-44), who on 22 July 1733 penned these lines: "Problema: Unam eandemq[ue] theologiam et religionem per universum terrarum orbem propagare. - Resolutio: Doceatur ubiq[ue] gentium Philosophia certa et solida" (Problem: How to spread the same theology and religion throughout the entire world? - Solution: Teach all peoples a certain and solid philosophy). On behalf of the Swedish king, Celsius had visited the principal observatories of Europe in 1732/33 to form an opinion of the current developments in astronomy. His scientific "Grand Tour" had also led him to Nuremberg, where he had spent three months at the home of the astronomer Johann Gabriel Doppelmayr (see below) and had regularly participated in the specialist discussions hosted by the physician Christoph Jacob Trew (see below). 1733 is also the year of Celsius's "316 Observationes de Lumine Boreali", the first comprehensive treatise on the Northern Lights, published by Endter in Nuremberg. That year, Celsius also performed the first exact geographical measurement of the town's dimensions. - Celsius's host Johann Gabriel Doppelmayr (1677-1750), known for his 1750 "Atlas coelestis", contributed his entry many years before Celsius: on 17 July 1717, he dedicated a quotation from Seneca ("Animum sursum vocant initia sua", Epist. 79). The two opposite pages by Celsius and Doppelmayr are connected by a caption (by one of the two scientists): "Sic pagina jungit amicos" (thus a page links friends). - Another important entry is that of the physician and botanist Christoph Jakob Trew (1695-1769), who had studied medicine in Altdorf and then undertook a three-year tour through Germany, Switzerland, France, and the Netherlands. In 1720 he settled in Nuremberg as a general practicioner and became a member of the most important scientific academies; his library, encompassing more than 34,000 volumes, was considered the greatest collection of naturalist literature of its time. No less important was Trew's autograph and correspondence collection with its natural-scientific focus, containing more than 19,000 letters by polymaths from the early Renaissance to Enlightenment (including Albrecht von Haller, Conrad Gesner, and Lorenz Heister). Today, Trew is frequently associated with his principal botanical work, "Plantae selectae" (1750-73). - For many entries, Weber later added the date of the contributor's death (if he outlived them), which in several cases offers a more precise date than hitherto available. - Other contributors include Siegmund Jakob Apin (writer, pedagogue, and classical scholar, 1693-1732), Andreas Christian Eschenbach (theologian and classical scholar, 1663-1722), Johann Wilhelm Feuerlein (theologian, 1689-1766), Christoph Fürer von Haimendorf (poet, 1663-1732), Gottfried Engelhart Geiger (pedagogue, 1681-1748), Johann Jakob Hartmann (theologian, 1671-1728), Georg Jeremias Hofmann (teacher of oriental languages and theologian, 1670-1732), Johann David Köhler (historian, 1684-1755), Michael Friedrich Lochner von Hummelstein (physician and polymath, 1662-1720), Bernhard Walther Marperger (theologian and Lutheran poet, 1682-1746), Jonas Meldercreutz (mathematician and bibliophile, 1713-85), Gustav Philipp Mörl (theologian and librarian, 1673-1750), Johann Heinrich Müller (physicist, astronomer, and mathematician, 1671-1731), Joachim Negelein (theologian and classical scholar, 1675-1749), Johann Heinrich Schulze (physician and classical scholar, 1687-1744), Christian Gottlieb Schwarz (classical scholar and historian, 1675-1751), Gottfried Thomasius (polymath and physician, 1660-1746), Johann Siegmund Wernberger von Wernberg (jurist, 1678-1737), Justin Wetzel (preacher and professor of history and politics, 1667-1727), Georg Karl Wölker (jurist, 1660-1723), and Johann Wülfer (classical scholar and professor of church history, 1651-1724). - Decorative binding insignificantly rubbed, otherwise splendidly preserved autograph album of enormous value for the history of science. Autographs by Celsius, Trew, and Doppelmayr are of the utmost rarity. - Detailed list available upon request. {BN#18569}

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Mit einem Eintrag Hebels

Album amicorum des Johann Heinrich Scherber. Jena und Erlangen, 1779-1781. Jena und Erlangen, 1779-1781. 143 Bll. (pag. SS. 27 bis 346), 11 Bll. Register, 1 Bl. 283 Einträge mit 13 Scherenschnitten/Silhouetten, 3 einmontierten Kupferstichen (einer davon koloriert) und 1 kolorierten Zeichnung (Studenten beim Billardspiel). Lederband der Zeit. Qu.-8vo.

EUR 18,000.00

Der Inhaber des vorliegenden Stammbuches, Johann Heinrich Scherber (1759-1837), war Pfarrer von Bischofsgrün und später dann von Selb. Die Einträge entstanden ausschließlich während der Studentenzeit in Jena (Immatrikulation am 23. X.1777) und Erlangen (Immatrikulation am 03. V. 1779). Hervorzuheben ist ein bislang nicht bekannter Eintrag des Dichters Johann Peter Hebel (S. 102) und daß einige Beiträger einen Bezug zu Goethe haben, so etwa der "Onkel von Christiane von Goethe", Justus Herrmann Deahna, andere zu Jean Paul, etwa Johann Nicolaus Apel oder der Schwiegervater von Jean Pauls jüngster Tochter Odilie, Christian Hake. Unter den Eintragungen finden sich u. a.: 1) Erlangen, 27.06.1779. Friedrich Gustav Metzger (1762-1782) aus Rothenburg; in das Stammbuch des früh Verstorbenen hat sich Johann Peter Hebel eingetragen; der von Metzger mit einem Kommentar versehene Eintrag des Dichters ist wiedergegeben bei Pietsch. Das Stammbuch liegt im Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt a. M. - 2) Erlangen, 21.09.1780. Johann Nicolaus Apel ( 1757-1823), deutscher Autor, Naturforscher, Konstrukteur und Politiker. Stand u. a. in Briefkontakt mit Jean Paul, der von seinem Vater, dem Pastor Johann Apel (1726-1779) getauft worden war. - 3) Erlangen, 16.10.1780. Georg Christian Elias Erb (1759-1826), Pfarrer in Schornweisach, später in Neudrossenfeld. War als Feldprediger 1782-1784 bei den Bayreuther Regimentern in Amerika und nahm dort an den Kämpfen der Amerikanischen Revolution teil. Verfasser einiger Predigten. - 4) Jena, 14.03.1779. Johann Wilhelm Schmidt (1760-1816), Pfarrer, zuletzt in Buggingen. Freund des Dichters Johann Peter Hebel, der sich gleich zwei Mal in sein Stammbuch eingetragen hat, das in der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe liegt. - 5) Erlangen, 1780. Johann Gotthard Gericke (1759-1783), Theologiestudent aus Riga, der auf der Heimreise nach Riga ertrank. Sein Stammbuch ist erhalten geblieben, in dieses haben sich Goethe, Wieland und Herder - mit einem Gedicht - eingetragen. - 6) Erlangen, im März 1779. Johann Peter Hebel (1760-1826) mit einem Gedicht: "Fehlt innen Ruhe nicht, was fehlet meinem Leben. | Als was entberlich ist, und unentberlich scheint? | Solt ich bei iedem Unfal beben, | und weinen, wan die Torheit weint | Zum Andenken der ungeheuchelten Freundschaft von deinem treuen Freund J. P. Hebel [...]". Der vorliegende bislang unbekannte Hebeleintrag zitiert - wohl aus dem Gedächtnis - eine Strophe aus dem Gedicht "Glückseligkeit" des Dichters Johann Peter Uz. - 7) Erlangen, 04.05.1779. Johann Friedrich Plitt (1761-1823), ab 1803 "von" Plitt, Dr. iur., Hofrat, Minister-Resident usw. - 8) Erlangen, im May 1779. Ludwig Sebastian Zehelein (?-?), bis 1803 Conrector des Lyceums, ab 1803 Rector der Lateinschule in Tirschenreuth, Bruder des Lyrikers Ludwig Sebastian Zehelein. - 9) Erlangen, 07.05.1779. Ehrenfried Hans Friedrich Ferdinand Busch (1756-1816), als Secondeleutnant bei den Ansbacher Jägern in den Jahren 1781-1783 in Amerika kämpfend (in derselben Einheit wie die Einträger Erb und Deahna), später Hauptmann und Stadtvogt in Crailsheim. Busch "verliess Erlangen am 14.May in der Hoffnung, sein Glück als Officier in Amerika zu machen. Der Himmel begleite deinen Entschluß, gute Seele!" - 10) Erlangen, September 1780. Philipp Adolf Besserer von Thalfingen (um 1756- 1779), Sohn des Ratsältesten Christoph Erhard Besserer von Thalfingen, ertrank 1789 bei Bövingen, mutmaßlich Suizid. Sein Stammbuch liegt in der HAAB in Weimar (StB128). - 11) Erlangen, Nov. 1780. Sebastian Andreas Balthasar von Hößlin (1759-1845), bedeutender Stadtbaumeister der Stadt Augsburg. - 12) [Erlangen], 1779. Martin Heinrich Friedrich Pilger (1760 Wetzlar-1838 Charkov), zuletzt Ordinarius für Veterinärmedizin in Charkov. Nach einer militärischen Karriere veröffentlichte der Autodidakt Pilger zahlreiche Aufsätze zum Thema Veterinärmedizin, dies unter Nennung seines Offiziersranges als Hauptmann. Daneben veröffentlichte Pilger 1791 die sog. "Wezlarische Annalen", die ihn als echten deutschen Aufklärer zeigen, der sich mit buchstäblich allen anlegt. Bis heute von hoher Bedeutung seine Abhandlung "Ideen über die Behandlung der Juden in Deutschland", die ihn als Vorkämpfer der Juden-Emanzipation ausweisen. Der Ruf an die Universität Charkov in der Ukraine war Diskussionspunkt bei J. W. v. Goethe. In Charkov hat sich dieser streitlustige Mann dann mit allen überworfen. Zu ihm wird bemerkt: "Dies wenige mag von dem Charakter dieses Ehrenmannes zeugen | war zu nichts anderes tüchtig als zur Tragung der Flinte" und "General aller Schisser und dummen Jungen". - 13) Erlangen, Merz 1781. Ludwig Steinbrenner (1759-Großbödungen), Theologe. - 14) O. O. u. D. Justus Herrmann Deahna ( 1758-1825 Bayreuth) zuletzt Justiz- und Regierungsrat in Bayreuth. Nahm als junger Mann als Leutnant der Ansbacher Jäger für ca. 2 Jahre an dem Unabhängigkeitskrieg in Amerika teil. Seine Tochter Helene heiratete 1801 Christian August Vulpius, den Schwager Goethes, die andere Tochter Rosalie den Bankier Falkner. Deahna wird wegen dieser verwandtschaftlichen Beziehungen, die ihm Tischeinladungen mit Goethe einbrachten, in der Literatur als "Onkel von Christiane von Goethe" bezeichnet. - 15) . Erlangen, Mai -79. Justus Friedrich Zehelein (1760-1802), Schriftsteller, Lyriker, Komponist, Radierer. Friedrich von Matthisson hat ihn mit seinen Werken in Band 14 seiner Lyrischen Anthologie aufgenommen. - 16) Erlangen, 10.11.1780. Peter Adam Freiherr Liebert von Liebenhofen (1759-1818), Augsburger Bankier, Sohn des (weitaus berühmteren) Benedikt Adam Liebert, des Erbauers des Schaezlerpalais in Augsburg, in dem Marie Antoinette angeblich ein Paar Schuhe durchgetanzt hat. - 17) Erlangen, 17.08.1779. Christian Heinrich Gottlieb Harke(?-nach 1823), bayerischer Appellationsgerichtsrat, Verfasser eines Kommentars zum Bergrecht mit dem Titel "Commentar über das Bergrecht" (1823) und eines Lehrbuches zum Bergrecht. Sein Sohn, der spätere Hauptmann Friedrich Harke (1797-1873) heiratete 1829 die jüngste Tochter Jean Pauls, Odilie Richter. Auf den Briefen Friedrich Harkes basiert im wesentlichen das Buch von Christiane Pritzlaff "Geliebt und vergessen: Odilie Richter - Jean Pauls jüngste Tochter" (2013). - 18) Erlangen, 28.11.1780. Immanuel Gottlieb Koch (1762-1788 in türkischer Gefangenschaft), war ab 1788 dem österreichischen Infanterieregiment Nikolaus Esterhazy zugeteilt, geriet dann in türkische Gefangenschaft. (Das Regiment hatte 1788 die Festung der Osmanen in Schabatz, heute: Sabac/Serbien, gestürmt.) - 19) Erlangen, Mai 1779. Christoph Ludwig Schreiber (1758-1839), zunächst Deputierter der Stadt Heilbronn in den napoleonischen Kriegswirren, später badischer Hofrat, in der Zeit von 1817-1820 in Korrespondenz mit dem Freiherrn von Stein. Führte häufig Protokoll bei den Experimenten seines Freundes Eberhard Gmelin, v. a. bei der Behandlung der Caroline Heigelin, dem (so wird vermutet) Vorbild für das "Käthchen von Heilbronn" von Kleist, der seinerseits mit Schreibers Kommilitonen Georg Christian Wedekind nahe befreundet war. {BN#45511}

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Ostpreußisches Stammbuch mit Seidensphinx

Album amicorum der Friederike Sophie Mielcke, geb. von Hamilton (1786-nach 1832). Zumeist Königsberg; ferner Woplaucken, Rastenburg, Ragnitz, Rosendahl, Wolk, Wilkam, Queden, Partsch, Heinrichshöfen, 1801-1831. Zumeist Königsberg; ferner Woplaucken, Rastenburg, Ragnitz, Rosendahl, Wolk, Wilkam, Queden, Partsch, Heinrichshöfen, 1801-1831. (82) Bll. mit 87 Einträgen und 16 Illustrationen (Blumenaquarelle, Urnen- und Ruinenszenen in Aquarell und Bleistift, Pflanzenblätter und Sphinx aus Seide etc.). Lederband der Zeit mit goldgepr. Verzierungen. Buntpapiervorsätze. Dreiseitiger Goldschnitt. Qu.-8vo (ca. 192 x 122 mm).

EUR 5,000.00

Schönes ostpreußisches Freundschaftsalbum des frühen 19. Jahrhunderts, überwiegend von Damenhand verfasst, mit Einträgen aus den Familien Goltz, Trenck, Quooß, Schenk von Tautenburg, Schönermarck, Lebbin etc. Die Eignerin Friederike Mielcke war die Tochter des preußischen Generalmajors Ernst Wilhelm von Hamilton (1744-1811), ab 1814 verheiratet mit dem späteren kgl. Geheimen Regierungsrat August Gottfried Mielcke (1774-1837). Alle Einträge bis auf neun entstanden in der Zeit vor ihrer Eheschließung 1814, in erster Linie in Königsberg, und spiegeln das soldatische Umfeld der Generalstochter wider (mit Einträgen mehrerer Generale und sonstiger Stabsoffiziere sowie vieler Generalstöchter). Der prominenteste Einträger ist wohl der preußische Generalmajor Johann Friedrich von Herrmann (1739-1818), der mit seiner berühmt gewordenen Rede ("Preußen oder Tod!") bei der französischen Belagerung der Festung Pillau seine Offiziere auf den eigenen Sarg schwören ließ. Hier trägt er sich am 6. Nov. 1812, knapp 73-jährig, mit dem Vierzeiler ein: "Das Glück soll Dir an jedem Morgen / Der Freundschaft schönste Rosen streun, / Und niemals müßen finstre Sorgen / Beherrscher Deines Hertzens seyn." Friederikes Vater hat sich am 22. Oktober 1806 eingetragen, nur wenige Monate vor seiner schweren Verwundung in der Schlacht bei Preußisch Eylau: "Gott selbst hat Dir Dein Loos beschieden: / nimms dankbar aus der Vorsicht Hand. / Erfülle jede Pflicht zufrieden, / die sie mit diesem Loos verband. // Bey allen vorkommenden Begebenheiten Deines Lebens erinnere Dich Deines aufrichtig liebenden Vaters." Unter den zahlreichen, fast ausschließlich von weiblicher Hand beigetragenen Illustrationen ragt die aus Seide gestickte ägyptische Szene hervor, die Ernestine Philippine Pascha (1787-1854), Tochter des Königsberger Handelsmanns Carl Friedrich Pascha, am 12. April 1803 in Anspielung auf ihren orientalisierenden Familiennamen beigesteuert hat: Die Sphinx von Gizeh vor der Großen Pyramide, im Schatten von Palmen. Doch auch die konventionelleren Urnen- und Blumenaquarelle sowie die aus grüner Seide ausgeschnittenen und einmontierten Pflanzenblätter sind mit Sorgfalt und Talent ausgeführt. - Die Einträge gewähren einen Blick auf die gesellschaftlichen Verbindungen zu einer Vielzahl von Angehörigen namhafter Offiziersfamilien und deren vielfältigen verwandschaftlichen Beziehungen untereinander. Umso bemerkenswerter ist es, dass die Stammbuchhalterin selbst keinen Offizier heiratete, sondern einen Juristen. Dessen Vater Daniel Friedrich Mielcke (1739-1818), sein Onkel Christian Gottlieb Mielcke (1733-1807) und Großvater Peter Gottlieb Mielcke (1692-1753) waren im 18. Jahrhundert "an der aktiven Gestaltung des Kulturlebens Ostpreußens beteiligt und haben deutliche Spuren in der litauischen Literaturgeschichte" hinterlassen (Zavinta Sidabraite, Neue Fakten zur Biographie von Christian Gottlieb Mielcke). - Ein Blatt anscheinend herausgerissen, sonst durchwegs wohlerhalten und mit teils besonders reizvollem Illustrationsmaterial. {BN#49347}

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Jenenser Studentenalbum im Umkreis von E. T. A. Hoffmann und E. M. Arndt

Album amicorum des Karl Gottfried Weber (1780-1859) aus Steinwenden. Zumeist Jena (sowie vier Einträge aus Steinwenden), 1798-1800 & 1806. Zumeist Jena (sowie vier Einträge aus Steinwenden), 1798-1800 & 1806. 268 (statt 284) num. SS. mit 176 Eintragungen. Lederband der Zeit mit Rücken- und Deckelvergoldung. Dreiseitiger Goldschnitt. Buntpapiervorsätze. Qu.-8vo.

EUR 8,500.00

Der Stammbucheigner K. G. Weber war der älteste Sohn des Steinwendener Pfarrers Johann Karl Weber (1738-1800), des führenden Vertreters des pfälzischen Physiokratismus und Gegenspielers des Goethefreundes Heinrich Jung-Stilling. Als 17-jähriger Student hat sich Weber am selben Tag wie sein jüngerer Bruder, Ludwig Christian Wilhelm Weber (1783-1830), nämlich am 23. April 1798, in der Matrikel der Universität Jena eingetragen und gehörte - gemeinsam mit seinem Bruder und mehreren Dutzend weiteren Einträgern in diesem Stammbuch - zu den Mitunterzeichnern der beiden studentischen Petitionen zur Wiederanstellung Fichtes in Jena von 1799/1800, die von Herzog Karl August abgelehnt wurden. Das Stammbuch enthält eine Vielzahl prominent gewordener Einträger und gibt mit seinem eng gedrängten Entstehungszeitraum einen ausgezeichneten Einblick in die intellektuelle Aufbruchsstimmung in Jena nach Fichtes Abgang. - Von größter Seltenheit sind die Einträge des Dichters Gotthard Christian August Thieme (1780-1860: "Immer fidel Herr Bruder, bis dort oben der große Commersch angeht", 239, mit Zeichnung gekreuzter Degenklingen) und des Naturforschers Friedrich August Gebler (1781-1850: "Mit Männern sich geschlagen / Mit Mädchen sich vertragen / Und mehr Credit, als Geld / So kommt man durch die Welt", 158). Daneben finden sich auch Einträge von Personen aus dem Umfeld von E. T. A. Hoffmann (Carl Friedrich Speyer: Schillers "Zwey Tugendwege", 127), von Ernst Moritz Arndt (Johann Friedrich Hindrichs: "Adam war der einzige Ehemann, der mit völliger Gewißheit wußte, daß er Evchen als Jungfer in seine Arme schloß. Anmerk.: Die Gelehrten streiten sich darüber, ob er einen Nabel gehabt, weil er von keinerm Weibe geboren ward", 96), oder von Clemens von Brentano (Carl Friedrich von Mülmann: Horazzitat, 95). Einige Einträger werden in Goethes Tagebuch und/oder im Briefwechsel Goethes mit Schiller und anderen erwähnt (so etwa der Entomologe Carl Friedrich Posselt); ein Einträger (der Advokat Friedrich Wilhelm Rupp: "Der Kuss, den mir die blühende Tochter giebt [...]", nach Hölty; 151) war Taufpate der Geschwister von Karl Marx, ein anderer der Täufer von Georg Büchner (Johann Jacob Wiener: "Laß dich vom Teufel bei Einem Haare faßen, und du bist sein", 111), wieder ein anderer der akademische Lehrer Büchners an der Universität (Georg Friedrich Wilhelm Balser: "Sanftmuth ist die schönste Perle im Kranze weiblicher Tugend", 64). Es finden sich zahlreiche bekannte Politiker aus Baden, aber auch der langjährige Bürgermeister Weimars, Carl Schwabe (mit einer Traumanekdote, 205), der mit der mehrfachen Bestattung/Umbettung von Schillers Gebeinen bekanntgeworden ist. - Aufgrund des Todes seines Vaters am 18. Mai 1800 beendete der Weber seine Jenenser Studien und übernahm gemeinsam mit seinem Bruder die Stelle in Steinwenden. Er war später eng befreundet mit dem Mitinitiator des Hambacher Festes, Philipp Jakob Siebenpfeiffer, sowie mit Johann Wirth; die bayerische Regierung leitete eine Untersuchung gegen ihn ein. Sein Sohn Carl David Weber wanderte in die USA aus, wo er die kalifornische Stadt Stockton gründete. - Das vollständige Register enthält 165 Namen; 11 der aufgeführten Einträge fehlen, 22 der Einträge nicht im Register erfasst. Es fehlen die Seiten 21f., 35-38, 43f., 51-54, 65f., 81f., 115f., 123f., 137f., 145f., 165f., 183-186, 201f., somit 16 Blätter mit insgesamt 11 Einträgen (lt. Register). - Einige wenige Blätter gelockert oder lose; der hübsche Einband von sehr schöner Erhaltung. Gesamtverlistung der Einträger auf Anfrage. {BN#47868}

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Lichtenberg- und Goethekreis: "Menschenliebe ist besser als Orthodoxie"

Album amicorum des Johann Friedrich Ludwig Sahl (1765-1814). Überwiegend Buchsweiler/Elsass (38); ferner Pirmasens (8), Braunfels (6), Tournay (5), Cloppenburg (4), Nimwegen (4), Antwerpen (3), außerdem Godesberg, Arnheim, Quakenbrück, Greven, Gehrden, Osnabrück, Bremen, Sprenglingen und Duisburg, 1792-1795. Überwiegend Buchsweiler/Elsass (38); ferner Pirmasens (8), Braunfels (6), Tournay (5), Cloppenburg (4), Nimwegen (4), Antwerpen (3), außerdem Godesberg, Arnheim, Quakenbrück, Greven, Gehrden, Osnabrück, Bremen, Sprenglingen und Duisburg, 1792-1795. (5), 135 (statt 146) Bll. mit 110 Einträgen (davon 87 im Register verzeichnet). Originaler blau marmorierter Pappband (berieben und bestoßen). Dreiseitiger Rotschnitt. Qu.-8vo (ca. 180 x 103 mm).

EUR 8,500.00

J. F. L. Sahl war Sohn des fürstlichen Lustgärtners Johannes Lorenz Sahl aus dem Hofgärtnergeschlecht Sahl in Gotha; der Onkel Johann Conrad Sahl (1744-88) war ab 1762 Obergärtner zu Gotha. Die Eintragungen reflektieren die Lebensstationen der Familie in den Jahren kurz vor der revolutionsbedingten Vertreibung aus Buchsweiler (Unterelsass) im Jahre 1793 und Sahls anschließenden Jahren als Kanzlist bei der Provisorischen Regierung in Pirmasens (bis 1794) sowie als Kassensekretär bei der Hessischen Brigade in den Niederlanden (ab 1794-95). - Am 9. Jänner 1792 widmet der landgräfliche Archivar Christian Carl Kuder (1757-1820) Sahl das Wort: "Wo es uns wol gehet, da sey unser Vaterland" (7r); am Folgetag schreibt sich Magdalena Sophia Pfersdorff (1734-99) ein, Mutter des elsässischen Dichters und Wieland-Freundes Karl Friedrich Kasimir Pfersdorff (1769-1847) und über ihren Mann mit der Familie Händels verwandt: "Die Tugend dienst sich selbst zum Lohn / Sie ists allein die uns erhöht / Und der hat mehr als eine Kron / Der sie verdient und nie verschmäht" (16r). Drei Tage später wiederum schreibt sich Sahls Schwester Louise ein: "Sei Edel und gut, so wirst Du auch glüklich sein" (26v). Louise sollte 1794 Johann Conrad Sckell (1768-1834) heiraten, den späteren Hofgärtner in Belvedere, und wurde so Mutter des Dornburger Hofgärtners Karl August Sckell, der für Goethe den Weimarer Gingkobaum pflanzte und dessen Gespräche mit Goethe in dessen Tagebüchern verewigt sind. - "Freund! Der Mann mit edler Seele / ist ein Engel in der Welt, / er sey König oder zähle / sein erbettelt Kupfergeld" (55r), schreibt am 2. Juli 1794 in Antwerpen der Theologe Friedrich Ludwig Lichtenberg (1770-1846), Großneffe von Georg Christoph Lichtenberg, in Sahls Stammbuch. Am 10. September trägt sich der jungverstorbene Lichtenberg-Freund Friedrich Bechstatt (1775-99) ein: "Der Freundschaft heiliges Band trennt ewiges Nichtsseyn nur" (8v). Die undatierte Widmung "Die Wahrheit ist dem Biedermann das Heiligste, Schmeichelei und kriechende Gefälligkeit sind seiner Natur zuwider" (39r) stammt von Daniel Gottlieb Auber (1784-1835), Schwiegervater der Amalie Buff, einer Nichte der Charlotte Buff, die Goethe die Vorlage zur "Lotte" im Werther lieferte. Weiters zu nennen sind auch der elsässische Radierer, Maler und Sammler Friedrich Koch (1771-1832, 139v), der Generalstabsarzt Georg Friedrich Reuling (1739-99, 60r) sowie der Theologe und Schriftsteller Friedrich Ludwig Textor (1765-1822): "Menschenliebe ist besser, als Orthodoxie" (54r). - Der Großteil der Einträge sind in deutscher, sechs in französischer, zwei in niederländischer und drei in lateinischer Sprache abgefasst. Eingetragen haben sich neben den Honoratioren von Buchsweiler, Freunden und Kollegen im Verlauf der jahrelangen Feldzüge auch viele Offiziere der hessischen Truppen, aber auch Kaufleute, Schiffer und Kellermeister der besuchten Orte, daneben eine Reihe von Geistlichen. Beachtlich sind insbesondere die Bezüge zu Georg Lichtenberg und den Sckells, die im Goetheschen Kosmos eine feste Stelle haben. Insgesamt erzählt das Stammbuch eine Vertreibungsgeschichte: die Einträge 1792 in Buchsweiler künden von der noch heilen Welt des Zentrums Hanau-Lichtenbergischer Herrlichkeit vor der Vertreibung durch die französischen Revolutionstruppen, die weiteren Einträge von den kriegsbedingten Ortsveränderungen und Sozialkontakten in den Folgejahren. Ein kulturgeschichtliches Dokument. {BN#49346}

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Bismarck, Tsar Alexander, Emperor Franz Joseph and Empress Elisabeth at the court of Napoleon III

[Album amicorum]. Friendship album of Clothilde de la Rochelambert, comtesse... de La Bédoyère (1829-1884), with numerous entries by members of the European aristocracy. Fontainebleau, Saint-Cloud, Compiègne, Paris, Nizza, Biarritz, Bad Kissingen, Schwalbach, Baden, 1864-1881. Fontainebleau, Saint-Cloud, Compiègne, Paris, Nizza, Biarritz, Bad Kissingen, Schwalbach, Baden, 1864-1881. 4to. 34 ff., some written on both sides, irregularly counted, containing more than 250 entries (some pasted in). Red morocco with giltstamped borders and cover stampting inspired by the royal arms of Sardinia. Silk endpapers. All edges gilt.

EUR 25,000.00

Exceptionally plentiful friendship album owned by Comtesse de La Bédoyère, daughter of the senator Henri de La Rochelambert (1789-1863), wife of Georges Huchet de La Bédoyère (1814-67) and court lady to Empress Eugénie, wife of Napoleon III. Indeed, the first entry in the album belongs to the the emperor himself; this is followed on the same page by Eugénie with a quotation from Sophie d'Arbouville's poem "Je crois": "Je crois au Souvenir, au long regret du cœur, / Regret que l'on bénit comme un dernier bonheur, / Crépuscule d'amour, triste après la lumière / Mais plus brillant encore que le jour de la terre!" This is succeeded by the signature of the couple's only son, the eight-year-old Napoléon Eugène Louis; at the bottom of the page is a four-line German quotation from Schiller, which Napoléon III adds in Biarritz on 8 Oct. 1865. Another entry by Eugénie is on fol. 27r, and there are further entries by her son on fol. 21r and 27r (with a little drawing). - Two other noteworthy entries are on pages 21v and 23v: the first is by Bismarck, who signed in Biarritz on the 19th of October 1865, the very month when the secret negotiations between Prussia and France had begun over possibly coalitions before the Austro-Prussian War of 1866. The second, written at about the same time, is by Leopold, Prince of Hohenzollern and his wife Antonia (fol. 23v). Leopold is considered a pawn of the high politics of his age. In 1870 Bismarck would urge him to accept the Spanish Crown, a move fiercely opposed by Napoléon III. Although Leopold quickly yielded, it was this affair that would ultimately spark the Franco-Prussian War. - The numerous other contributors include: Alexander II of Russia (9r); Amadeus I of Spain (16r); Isabella II of Spain and her children Isabella and Alfonso (17r); Sophie Queen of the Netherlands (8r); Emperor Franz Joseph I and his wife Elisabeth (14r), as well as Elisabeth's lady-in-waiting, countess Caroline Hunyady (12v); Frederick Grand Duke of Baden, and his wife Louise (9a); Marie, Princess of Baden and Duchess of Hamilton (10r); Charles, King of Württemberg, and his wife Olga (37r); Frederick, Prince of Denmark (24r); Umberto I of Italy (7r); Marie Clotilde of Savoy (wife of Prince Napoléon, 7r); Grand Duchess Maria Nikolaievna of Russia (27v); Grand Duke Charles Alexander of Saxe-Weimar-Eisenach and his wife Sophie Princess of the Netherlands (22r); Louis I of Portugal and his wife Maria Pia of Savoy (19v); Frederick, Grand Duke of Mecklenburg (13r & 17r); George, Duke of Mecklenburg, and his wife Catherine, Grand Duchess of Russia (18r); Marie, Grand Duchess of Mecklenburg-Strelitz (4v); Adolf, Duke of Nassau (9r & 14v); Pauline, Princess Metternich (2v, 8v, 14v with her daughter Sophie and her aunt Hermine, 31r with her daughters Sophie, Antoinette Pascalina, and Clementine Marie, as well as Rosa, Duchess of Hohenlohe-Sternberg); Richard, Prince Metternich (9r); William I of Prussia and his wife Augusta (10r); Francis, Duke of Harrach (4v); Joseph Joachim Napoleon Murat (2r & 20v); Field Marshal Frederick of Wrangel (7v); the Duchess of Castiglione Colonna (known as a sculptor under the name Marcello, née Adèle d'Affry, 3v); Mélanie Renouard de Bussière Comtesse de Pourtalès (14v); Admiral Edmond Jurien de La Gravière (a four-line poem signed, 9v); Admiral Wilhelm von Tegetthoff (28v); Gustav Prince Blücher von Wahlstatt (9v, born 11 Oct. 1837, knight of the Order of Malta); the Mexican monarchist and ambassador to the court of Napoléon III, José Manuel Hidalgo y Esnaurrízar (3v); the philosopher Elme Marie Caro (a three-line poem, 11r); the politician and economist Félix Esquirou de Parieu (a nearly full-page poem, 10v & 11r); the artist Gustave Doré (with a fine drawing, 11r); the writers Hortense Cornu (7v), Edmond About (28r), and Prosper Mérimée (19r & 20v); Princess Alexandrine Dolgorouky (1834-1913, the mistress of the Tsar, 2v, with two lines from Byron); Ignacio Álvarez de Toledo y Palafox Portocarrero, Conte di Sclafani (son of the 16th Duque de Medina Sidonia, 1812-78, full-page sonnet 22v); Alexandre conte Colonna-Walewski (14v; possibly with his second wife Anna Maria Ricci, daughter of count Zanobi di Ricci and Isabelle née Princess Poniatowska, signing "Maria Walewski(y)". The album's final contribution is a photographic reproduction of F. X. Winterhalter's well-known portrait of Empress Eugénie. - Binding slightly rubbed; interior shows occasional brownstaining, but altogether in excellent state of preservation. {BN#48432}

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