Unbekannte Inkunabelausgabe des Beichtbuchs mit Illustration des einflüsternden Teufels

[Escobar, Andreas de]. Modus confitendi.

O. O. u. Dr.

(6) Bll., 39 Zeilen. Mit großem Titelholzschnitt. Moderner Halbpergamentband über Marmordeckeln. 4to.

 7,500.00

Bislang nicht nachgewiesene Inkunabelausgabe der klassischen katholischen Beichtanweisung. Der bemerkenswerte Titelholzschnitt zeigt eine Beichtszene, hinter dem Beichtstuhl ein Teufel, der einen (im Spruchband gedruckten) verworrenen Spruch einflüstert.

Diese Schrift, erstmals um 1471 erschienen, erlebte allein in der Inkunabelzeit über 100 bekannte Ausgaben; die vorliegende ist über den Gesamtkatalog der Wiegendrucke nicht ermittelbar.

Der aus Lissabon stammende Dominikaner-, dann Augustiner- und schließlich Benediktinermönch Escobar (um 1367-1430) promovierte 1393 in Wien zum Doktor der Theologie und war später Bischof von Ciudad Rodrigo (1408), Ajaccio (1422) und Titular-Erzbischof von Megara (1428). Der päpstliche "poenitentiarius minor" war einer der am häufigsten gedruckten Autoren des späten 15. Jahrhunderts.

Etwas fleckig und mit kl. Quetschfalten.

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