Hunebourg, Henri Clarke d’, General und Staatsmann (1765-1818). Dokument mit handschriftlichen Eintragungen und eigenh. U. ("Clarke").

Paris, 9. XII. 1807.

1 S. Qu.-4to.

 200.00

Quittung über 1450 Francs 50 Centimes, die das Kriegsministerium vom "Payeur général des dépenses de la guerre" erhalten hat.

Nach einer langen Karriere als General Napoleons I. und Administrator in den eroberten Gebieten wurde Henri Clarke d'Hunebourg im August 1807 erstmals zum Kriegsminister ernannt und füllte diese Position zunächst äußerst erfolgreich aus. 1812 versuchte er den gescheiterten Coup Claude François de Maletas und die damit verbundene Kritik an Polizeiminister Anne Jean Marie René Savary zur Stärkung der eigenen Position zu nutzen. Seine Vorgangsweise erweckte Napoleons Misstrauen, der ihm 1813 seinen engen Vertrauten Pierre Daru als Minister für die Kriegsadministration zur Seite stellte. Die Konkurrenz der beiden Männer sollte sich bei der Verteidigung von Paris am 30. März 1814 negativ auswirken. Unmittelbar nach Napoleons Sturz versuchte Henri Clarke d'Hunebourg das Vertrauen Ludwigs XVIII. zu gewinnen und wurde von diesem im März 1815 zum Kriegsminister ernannt; wenige Tage vor Napoleons Rückkehr nach Paris und seiner "Herrschaft der Hundert Tage". D'Hunebourg begleitete Ludwig XVIII. ins kurzzeitige Exil und kehrte nach der endgültigen Niederlage Napoleons ein letztes mal auf den Posten des Kriegsministers zurück, bevor er 1817 in den Ruhestand ging.

Gefaltet. Mit einem mittigen Ausriss (kein Textverlust), die Ecken umgeknickt. Mit Sammlernotizen in Blei und Tinte und zwei Sammlungsstempeln.

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