Leopold V. Ferdinand, Erzherzog von Österreich, Bischof von Passau und Straßburg, Landesfürst von Tirol (1586-1632). Brief mit eigenh. U.

Innsbruck, 1. XII. 1630.

1 S. auf Doppelblatt. Mit Adresse und papiergedecktem Siegel.

 450.00

An Franz Christoph Khevenhüller, Reichsgraf zu Frankenburg in Aichelberg (1588-1650), mit der Mitteilung von seiner voraussichtlicher Ankunft in Görz am 18. d. M. und dass sein "Cammerdiener und Ambtmann" ihm davon "parte geben werde" sowie "zugleich auch ferner mit dir conferiren solle, waß du mehrers Umbstandts von Ihme vernemmen wirdest".

Leopold V. Ferdinand war 1609 von Rudolf II. zum Verwalter von Jülich und Kleve ernannt worden. Im Bruderzwist zwischen Rudolf und Matthias stellte sich Leopold auf die Seite Rudolfs und erhielt nach der Aussöhnung 1619 und nach dem Tod des Erzherzogs Maximilian III. von seinem Bruder Kaiser Ferdinand II. Tirol und die österreichischen Vorlande als Gubernator des Gesamthauses, "erreichte jedoch in drei Verträgen mit dem Kaiser 1623-30 die Alleinherrschaft als erblicher Landesfürst. 1625 ließ sich Leopold vom Papst von seinen geistlichen Aufgaben entpflichten und heiratete 1626 Claudia von Medici. Die von ihm begründete jüngere Tiroler Linie der Habsburger starb 1665 mit seinen Söhnen aus" (DBE).

Etwas fleckig und an den Rändern angestaubt sowie mit kleinen Randläsuren.

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