Leitgeb, Josef, Schriftsteller (1897-1952). Eigenh. Albumblatt mit U. ("J. Leitgeb").

O. O., [wohl Herbst/Winter 1934].

1 S. 8vo. Mit alt montiertem Portrait (Zeitungsausschnitt).

 40.00

"Zur Erinnerung an die Vorlesung im Radio Wien am 28. Oktober 1934".

Josef Leitgeb studierte Germanistik und Jura an der Universität Innsbruck und wurde 1925 zum Dr. jur. promoviert. Er arbeitete als Dorf- und Hauptschullehrer in Tirol und war seit 1945 Stadtschulinspektor in Innsbruck. Sein literarisches Schaffen war bestimmt von seinem Selbstverständnis als Tiroler Dichter. In Innsbruck fand er 1921 Anschluß an den Kreis um Ludwig von Ficker, den Herausgeber der Zeitschrift "Der Brenner". Seine von Georg Trakl und Rainer Maria Rilke beeinflußte liedhafte Lyrik zeugt von einer starken Heimat- und Naturverbundenheit (u. a. "Musik der Landschaft", 1935). In seinen zum Teil autobiographischen Romanen (u. a. "Christian und Brigitte", 1936) erscheint die ländliche Idylle als positive Gegenwelt zu einer von Krieg, Zerstörung und Orientierungslosigkeit geprägten Gegenwart. Leitgeb trat auch mit Essays und Erzählungen sowie als Übersetzer hervor. 1950 wurde er mit dem Österreichischen Staatspreis für Literatur ausgezeichnet.

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