Larsen, Egon, Schriftsteller und Journalist (1904-1990). Teilnachlaß.

Verschiedene Orte, 1960er Jahre.

Zusammen 1756 Bll. und 109 Photographien.

 3,500.00

Der vorliegende Teilnachlaß des 1904 in München als Egon Lehrburger geborenen Schriftstellers und Journalisten umfaßt ein gutes Stück seines umfangreichen Archivs, in dem sich neben eigenen und fremden Typoskripten vorwiegend Prospektmaterial, Bildpostkarten, Zeitungsausschnitte, teils eh. Notizen und ms. Rezensionen zu den verschiedensten Themen finden, darunter etwa Landes- und Weltgeschichte, Politik, Biographien (u. a. über Oswald Mosley, Wilhelm II., Karl Marx, Alfried Krupp von Bohlen und Halbach, Heinrich Himmler, Jack the Ripper, Dr. Crippen und Anatole Deibler), Kriminalität und Polizei sowie Transport zu Land, Luft und See.

Egon Larsen war Berliner Korrespondent des Münchner Verlags Knorr & Hirth, Mitarbeiter des New York-Times Bilderdienstes und von 1935 bis 38 Journalist in Prag. Nach dem Münchner Abkommen 1938 emigrierte er nach London, wo er bis zu seinem Tod 1990 lebte. Während des Krieges war Larsen für den Freien Deutschen Kulturbund, die deutsche Sektion der BBC und für den "Soldatensender Calais" tätig; nach dem Krieg schrieb Larsen für diverse Zeitungen und Zeitschriften, wurde 1954 Londonkorrespondent des Bayerischen Rundfunks und lieferte regelmäßig Beiträge für den Schulfunk in den Jahren 1968 bis 1984 und für die Hörbild-Reihe "Unterwegs". Daneben verfaßte Larsen zahlreiche Bücher über u. a. die "Abenteuer der Technik", Amnesty International, Graf Rumford, "Radio and Television", "Mensch und Meerestiefe" sowie seine Autobiographie "Weimar Eyewitness" (deutsch unter dem Titel "Die Weimarer Republik" bei Heyne erschienen). Egon Larsen war Mitglied des englischen PEN Clubs. Er starb am 17. Oktober 1990 in London.

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