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(Albertus). Elogia divi Josephi, duodecim titulis exornata. O. O., um 1790. O. O., um 1790. 16 beschr. SS. auf 10 Bll. Taubenblauer Seidenband der Zeit. Gr.-4to.

EUR 120,00

Hübsch ausgeführte, unpublizierte Handschrift, wohl österreichischen Ursprungs, mit 12 thematischen Elogen auf den Hl. Joseph: I. S. Josephus e stirpe regia; II. S. Josephus vir justus; III. S. Josephus Virginis B.mae sponsus; IV. S. Josephus angelorum alloqio honoratus; V. S. Josephus mysterii incarnationis praescius; VI. S. Josephus divinorum mysteriorum praesens sectator; VII. S. Josephus Christi custos; VIII. S. Josephus Christi nutritius; IX. S. Josepho Christus subditus; X. S. Josephus moriens beatissimus; XI. S. Josephus patrum in limbo consolator; XII. S. Josephus thaumaturgus. Am Schluß signiert von einem "Albertus". - An Ecken und Kanten berieben; der Seidenbezug am Rücken fehlt. {BN#19876}

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Das Laster des Würfelspiels

Augustinus von Hippo, Hl. Sermones de verbis domini [und andere Werke]. [Österreich?], 1448. [Österreich?], 1448. Lateinische Handschrift (gotische Buchkursive) auf Papier. 550 SS. (um 1900 mit Bleistift paginiert; davon 547 beschrieben). Blattgröße 210 x 295 mm, Schriftspiegel zumeist 140 x 190 mm. 2 Spalten, meist 30-31 Zeilen (letzte Lage: 41-43 Zeilen), teils rubriziert bzw. mit roten Kapitelüberschriften und -enden; zahlreiche rote Lombardinitialen. Zeitgenöss. gotischer Ledereinband über Holzdeckeln mit Rahmeneinfassung und schräg gekreuzten Streicheisenlinien; blindgepr. 2 verschiedene Rosetten- sowie Adlerstempel (Raute). Beschläge, Schließbänder und -haften fehlen. Kl.-Folio (235 x 314 mm).

EUR 45.000,00

Schöne spätmittelalterliche Handschrift, in der Hauptsache Predigten des Hl. Augustinus (S. 1-410) umfassend, außerdem aber vier kürzere Abhandlungen seines nur wenig älteren Zeitgenossen, des Kirchenlehrers Gregor von Nazianz (S. 411-523) und am Ende datiert (1448). Abschließend eingebunden finden sich 12 Blätter, anscheinend wenig später von einer anderen Hand geschrieben, mit theologischen Schriften des frühen 15. Jahrhunderts, nämlich zwei Abhandlungen des französischen Mystikers Jean Gerson (S. 527-540) sowie dem Traktat des Wiener Domkanonikers Johann Geuss über das Laster des Würfelspiels (S. 541-550). - Inhalt im einzelnen: A) Augustinus von Hippo. 1-121: Sermones de verbis domini secundum Mattheum (mit Gesamtverzeichnis zu Beginn, dann inc. "Evangelium audivimus ... agite penitentiam"); 122-181: Sermones de verbis domini secundum Lucam (inc. "Petite et dabitur"); 182-344: Sermones de verbis domini secundum Johannem (inc. "Capitulum Evangelii quod lectum est"); 345-347: Sermo de verbis domini evangelio secundum Lucam de verbis apostoli, omnes nos manifestari oporte ante tribunal Christi (inc. "Omnium Christianorum spes"); 348-410: Liber de spiritu et anima (inc. "Quoniam dictum est mihi", expl. "quem cernere finis est doloris"). - B) Gregor von Nazianz. 411-470: De urbana vita [ad Pronianum; tr. Rufinus] (inc. "Proficiscenti mihi ex urbe magnopere iniungebas Aproniane fili"); 470-487: De nativitate domini [oratio XXXVIII] (inc. "Christus nascitur"); 487-506: De luminibus et secundis epiphaniis [oratio XXXIX] (inc. "Iterum Jesus meus et iterum"); 506-523: De pentecoste [oratio XLI] (inc. "De sollemnitate huius diei pauca dicenda sunt"; expl. "et potestas in spiritu sancto in secula seculorum. Amen"); danach Datierung: "et finitus est liber anno etc. 1448"; 524-526 vacant. C) Johannes Gerson: 527-537: Tractatus de trepidantibus accedere ad celebrationem misse post pollutionem in sompniis habitum (inc. "Dubitandum est aput me"); 537-540: De duplicii stuatu in dei ecclesia, curatorum et privilegiatorum (inc. "Pax quam omnibus"; expl. "inveniri. Deo gratias. Deo gratias"). D) [Johannes Geuß]. 541-550 [Sermo de ludo alearum] (inc. "Confundatur sorcium distributio scribitur Numeri ultimo. Hec verba possunt intellegi de sortilegio lusorum et confusione ipsorum"; expl. "unam libram et sic posset fieri recompensatio" (fehlt Text im Umfang von vier Spalten). - Durchgehend von annähernd gleichzeitiger Hand gelegentliche Ergänzungen und Marginalien im breiten weißen Rand. Auf die letzte, nachgebundene Lage von 12 Bll. (Wasserzeichen: Typus Piccard V [Waage], Abt. V, Nr. 294 ["Wien 1461"]) dürfte ursprüglich noch ein letztes Blatt Text gefolgt sein. Einband beschabt und bestoßen; Vorderdeckel mit kl. Sprung; Spuren eines stellenweise angeklebten grauen Papierumschlags. Die Handschrift gelegentlich leicht gebräunt bzw. mit minimalem Wasserrand zu Beginn. Die ersten 3 Bll. zeigen einen kl. Randeinriss ohne Textberührung, das erste außerdem einen Eckausriss (Verlust der Paginierung und eines klösterlichen Besitzvermerks des 17. Jhs.: "Conven[tus] C[...]"). {BN#44879}

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Das Künstleralbum des kaiserlichen Deckenmachers J. F. Hörmannsperger

Barockes Musterbuch und Album des Deckenmacher-Gesellen Johann Franz Hörmannsperger. Wien, 1736. Wien, 1736. 118 numerierte Bll. (recte 115, Bll. 96, 106 und 112 in der Numerierung übersprungen). Auf das kalligraphierte Geleitwort Hörmannspergers folgen 58 von ihm gefertigte Blätter mit Textilentwürfen (meist in Rot, Blau, Grün und Gold, davon 1 doppelblattgr. gefalteter und vier Bll. mit jeweils 2 Entwürfen) und die 7 prachtvollen gold- und silbergehöhten Gouachen; zwischengebunden sind ingesamt 52 Kupfer auf 48 gestochenen Tafeln, diese durchgehend im hervorragenden, teils gold- und silbergehöhten Kolorit der Zeit. Marmorierter Pappband der Zeit. Quer-Folio (390:252 mm).

EUR 85.000,00

Unikales Dokument der bürgerlichen Handwerkskunst des Spätbarock von musealer Qualität: Das Album enthält neben 58 sauber ausgeführten Textilentwürfen Hörmannspergers 7 großformatige Gouachen, die den selbstbewußten Urheber derselben bei der Ausübung seines Handwerks im Atelier, im Umgang mit der Kundschaft bei Anpreisung und Verkauf seiner Produkte, aber auch beim Musizieren und Kegeln sowie bei der Hauptversammlung der Wiener Deckenmacherzunft zeigen. Als Zwischenblätter zu den eigenen Arbeiten hat Hörmannsperger durchwegs profane Sujets (Zwerge, Soldaten, Karikaturen u. ä.) verwendet; einige der reizvollsten und seltensten Blätter aus der Produktion der Augsburger Stecherschule um 1720 sind jeweils alternierend zwischen seine eigenhändigen Textilentwürfe und Gouachen gebunden. - Eingeleitet wird das Album durch das Selbstportrait Hörmannspergers im Atelier (am Tisch liegend sein Zirkel und einer der nachfolgenden Textilentwürfe), am gegenüberliegenden Blatt äußert sich der damals 26jährige zur Enstehungsgeschichte desselben: "dann rechte kunst lobet den Maister: allhier ist ein buech und daß ist mein mit vill riss und zig, wie sie nacheinander zu sehen sein. Thue mich darmit zwar nit prallen, habe es doch alle mit meiner Hand gemallen. mit viller Zeit und mihe beschwernus [...] Ich Johann Frantz Hörmansperger". In den Unterschriften zu den prächtigen Gouachen beweist Hörmannsperger ebenso Humor wie überraschendes Selbstbewußtsein. Eine selbstgefertigte Decke preist er der ihn aufsuchenden Kundin im Verkaufsgespräch folgendermaßen an: "Mein schönes frauenzimmer hier habens ein schöne döcken: darunter könnens sie braf ströchken: Sie ist anter halb Ehlen breit und zwey Ehlen lang: da könens sie sich darunter umköhren mit ihrem Mann" (Bl. 94), die nächste Darstellung zeigt ihn beim Verkauf von Satteldecken an hochgestellte Offiziere ("so kauffens wir und nimens mit uns ins feld", Bl. 86); daraufhin sehen wir ihn in der Freizeit beim Kegeln in einem barocken Garten ("Lustig und frölich inß gemein: weilen wir döcken machergesellen sein: Jungfrauen auch inß gleichen: es wird ihnen die Zeit nicht vellen: hier stett roter und weißer wein. da können wir lustig und frölich sein", Bl. 94) sowie beim Tanz ("Lustig wohl auf. Musicanten streichts drauf. So seindt die Döckenmacher wohl auf. und tantzen mit schönen frauen zimer bis die schue werden zu trimer", Bl. 104). Das letzte Blatt zeugt dann von der Aufnahme eines Lehrlings bei der Quartalsvollversammlung der Wiener Deckenmacher ("[Die] Döckenmacher verßamlen ßich zu disem Haubt Quartal und bereden ßich was der Lad zu nutzen falt: der Jung will zwar aufgedinet sein. er ist nit zu groß. und auch nit zu klein. doch mues er ßeine lehr iahr erfillen. bis man ihn macht zu einen gesellen", Bl. 118). Die von Hörmannsperger unter Verwendung eines Zirkels gefertigten ornamentalen Textilentwürfe teils mit frei gestalteten heraldischen bzw. figuralen Mittelstücken; ein Deckentwurf (Bl. 113) ist durch Monogramm und kaiserliche Insignien als Auftragsarbeit für Kaiser Karl VI. ausgewiesen und wurde laut späterer Bildunterschrift auch für diesen ausgeführt. Zwischen seine eigenen Entwürfe hat Hörmannsperger die Blätter der großen Augsburger Meister seiner Zeit eingebunden: So finden sich - durchwegs in hervorragendem Kolorit mit Gold- und Silberhöhung - acht Blätter des Zwergenkabinetts von Elias Bäck (Fechtschule, Saufbegierde, Fresslust und Tabakrauchfreude), ein vollständiger Jahreszeiten- und Lebensalterzyklus von Martin Engelbrecht ("Der Menschen Jahr Veränderung"), insgesamt 19 der berühmten Blätter von Pfeffel, Schmidt und Engelbrecht zum Soldatenleben (davon zwei mit beweglichen Teilen), von Albrecht Schmidt außerdem ein schönes Flugblatt mit Darstellung der sieben redlichen Schwaben, zuletzt noch ein 8 Bll. umfassender, unbezeichneter Zyklus der weiblichen Temperamente (Die Kaltsinnige, Die Scherzhaffte, Die Furchtsame usw.). - Die österreichische, speziell Wiener Bettwarenerzeugung genoss zur Zeit ihrer Hochblüte im 18. Jahrhundert einen exzellenten Ruf. Exportiert wurde an die souveränen Höfe Europas, aber auch nach Griechenland, der Türkei sowie vielen Ländern des Orients. Zur Entstehungszeit des vorliegenden Albums produzierten in Wien zehn Meister dieses Gewerbes Decken, Matratzen und dergleichen, aber auch Tornister und Kürasse. - Provenienz: 1893 "vom Schwiegersohn d. Herrn Josef Lang" durch den k. u. k. Hof-Bettwaren-Lieferanten Josef Pauly erworben und von diesem 1896 an den damaligen Genossenschaftsvorsteher der Bettwarenerzeuger, Herrn Junghofer, weitergegeben (vgl. Paulys eigenh. Geschenkvermerk am fliegenden Vorsatz); zuletzt in österreichischem Privatbesitz. Der Deckenbezug des schlichten Pappbands am unteren Kapital unauffällig erneuert, innen teils etwas fingerfleckig, zwei Bll. mit kleinen Einrissen, im ganzen aber hervorragend erhalten. {BN#30828}

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Baudrand, Barthélemi, SJ / [Basile, Vincent, SJ (Übs.)]. Rasmiscgljajte ova dobro. Otza Bartola Baudrand Druscbe Jesussove.... Prinesegne u jesik slovinski. [Wohl Balkan, um 1845]. [Wohl Balkan, um 1845]. Titel, 11-130 (recte: 129), (1) SS. (Lagen 9 und 10 hinter 12 verbunden; S. 66 in der Zählung übersprungen). Marmorbroschur um 1880. 4to.

EUR 250,00

Zeitgenössische Abschrift von Vincent Basiles illyrischer (kroatischer) Übersetzung von Baudrands erbaulicher Meditation "L'Ame Penitente" (erstmals Lyon 1778). Der sizilianische Jesuit Basile (1811-82) wurde 1840 von seinem Orden nach Albanien und anschließend nach Dalmatien und die Herzegowina versetzt. Er gab mehrere Jesuitenschriften im südslawischen Idiom heraus; die vorliegende erschien erstmals 1844 in Rom und erlebte mehrere Auflagen. - Etwas braunfleckig und angestaubt. {BN#27227}
¶ Vgl. de Backer/Sommervogel I, 1000, 1 & 1040. OCLC 55609485.

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Berg (eig. Ebersberg), Ottokar Franz, Schriftsteller (1833-1886). Die Pfarrersköchin. Lebensbild mit Gesang in vier Acten.... O. O., um 1881. O. O., um 1881. 157, (3) SS. und ein durchschossenes Bl. zwischen S. 128 und 129. Marmorierter Halbleinenband der Zeit. Kl.-4to.

EUR 200,00

Zeitgenössische Abschrift von Ebersbergs 1868 geschriebener "Pfarrersköchin". Am letzten Blatt die Freigabe der Zensur (dat. Dauba 28. X. 1881) und mit einigen von derselben im Text gestrichenen Stellen; am Titel ein eh. Besitzeintrag von Johann Hugo Kochansky v. Kochan, einem Theaterunternehmer aus Hirschberg, der das Stück aufführen wollte. - Etwas gebräunt und fingerfleckig. {BN#27242}

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Devotional manuscript in Dutch

Bossche, Johannes Baptista van den. Instructie om deuchdelick synen tyt [...] ghemaeckt by... den Eerwerdighen heere, Johannes Baptista vanden Bossche, prioor en pater van het Syon [...] int Jaer 1617. [No place], 1617. [No place], 1617. 8vo. Dutch manuscript on paper. 87 ff., last blank pasted to back cover (collation: A-L8).

EUR 3.500,00

Interesting devotional manuscript in Dutch containing extensive instructions and rules for behaving, praying and meditating, and living a good religious life in a monastery from hour to hour. The booklet also gives the texts prayers and meditations to perform during the day. It is a sort of "Diurnale" (a shortened Breviary), written by the prior of a monastery ("het Syon"), for his brothers. - Strangely enough the text seems to have been written by a Dutchman from the northern Netherlands where all the monasteries were demolished during the beginning of the Eighty Year's War, and where the Roman-Catholic faith was tolerated at best. "Het Syon" is an often used name for a monastery, for example one near Beverwijck, or near Delft, but, again, these cloisters were no longer in existence. Possibly, Johannes Baptista van den Bossche was a refugee from the north and active in the Southers Netherlands. The manuscript is written in a clear, sophisticated, and almost calligraphical handwriting (by Johannes van den Bossche himself?) in two scripts: italic and a script reminding the civilité type. - Very well preserved. {BN#26608}

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[Bourbon-Parma]. Indexbuch über die Erledigung unterschiedlicher Rechtsvorgänge. Lat. Handschrift... auf Papier. Ohne Ort und Jahr (um 1830). Ohne Ort und Jahr (um 1830). 90 (dav. 61 weiße) Bll. Halbleder der Zeit m. Blanko-Deckelschild u. Bindebändern. Folio.

EUR 250,00

Die Eintragungen erfolgten in 8 Spalten: laufende Nummer in Spalte 1, beginnend mit 101; Spalte 2: Name des Antragstellers (Exhibenten); Spalte 3: Meritum Exhibiti; Spalte 4: Wie entschieden wurde und wo vermerkt; Spalte 5: Datum; Spalte 6: Beilagen; Spalte 7 Relationen; Spalte 9: Aktenzahlen. Die Namen sind großteils ungarisch, ebenso genannte Städte und sonstige Ortschaften. Die Eintragungen sind auf Latein, einige Eintragungen beziehen sich anscheinend auf einen früheren Band. Auf Seite 15 ist die Datierung 28 Oktober (1)834. Auf dem letzten, deutsch beschriebenen Blatt 1826: "Relatio ad Nr. 452 Zufolge eingeholter Auskunft ist das Operat der im Jahre (1)826 abgeführten gewünschten Untersuchung unterm 28. Feber (1)828 durch das Gubernium Seiner Majestät unterbreitet worden". - Anscheinend wurde der Band von etwa zwei bis drei verschiedenen Schreibern angelegt. Die laufenden Nummer reichen von 101 bis 474; beiliegend ein loses Blatt mit weiteren Eintragungen. Entstanden ist der Band vermutlich in Ungarn in einer herrschaftlichen Kanzlei. - Die ersten Bll. mit dem gekrönten Stempel “Bourbon Parma”, auch das Buchzeichen der Kaiserin Zita. - Einband etw. berieben, bestoßen u. tlw. (bes. Rücken) m. Wurmspuren. {BN#9200}

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Manuscript Wall Map

[China]. Manuscript map of China. China, ca 1780. China, ca 1780. Manuscript map of 81 x 80 cm on mulberry paper, entirely in contemporary hand colour, folded between its original blue paper covers and preserved in a black modern leather protective case. Text in classical Chinese. Scale: ca 1:8,500,000.

EUR 45.000,00

Superb, unique manuscript map of China executed towards 1780, under the powerful Qing dynasty, showing the whole extent of the Empire at the height of its power. No bibliography appears to mention our map, which is likely unique and is not known to have been published. It presents a major historical interest because it was drawn during the golden age of the Chinese civilization, when the borders of the Empire were more far-flung than ever. In fact, the reigns of Yonghzheng (1723-1735) and Qianlong are considered the zenith of power of the Qing Empire, which spread out over more than 13 million square kilometres - a size unmatched in Chinese history before or after. - Qianlong (1711-99), the fourth emperor of the Qing dynasty, reigned over China from October 18th, 1735 until February 9th, 1796. His reign is considered the golden age of Chinese civilization, the height of the Qing Dynasty. The Emperor, an ambitious statesman conscious of his duty, expanded the borders of the Chinese Empire towards central Asia. A poet, accomplished painter and master of calligraphy, he promoted the development of Chinese culture across the empire and gathered one of the most important collections of art in the world. He founded the library of the four treasures, Siku Quanshu, so as to establish the largest collection of books in the history of China. This was a period of great territorial expansion and interior stability: under Qianlong, the Chinese Empire grew considerably, particularly in central Asia. Chinese Turkestan was incorporated into the Empire and renamed Xinjiang, while in the west, the valley of Ili was conquered. The present map is filled with geographical and historical details magnificently hand-written in classical Chinese. The legend indicates the distances from Nagasaki and gives multiple details about each and every Chinese province and the neighbouring countries. It also provides information about the population of the neighbouring countries such as the Philippines, Vietnam, and Java. The artist uses several colours to distinguish the various provinces of China as well as the neighbouring countries. Some elements depicted on the map are of particular interest, such as the clearly delineated Great Wall, from north-east to north-west, and the Gobi Desert, in the north and north-east of the map. Also, the illustration of the mouth of the great Yellow River is noteworthy. This river, the cradle of the Chinese civilization, has been known for changing its course since antiquity. Today, it runs to the Bohai Sea in the north of the Shandong province. On the present map, however, as on other contemporary maps, the mouth of the river is located in the south of the Jiangsu province. Other features shown include the Dongting Lake, in the Hunan province, the most important source of water in China; the sacred mountain of Taoism, Dong Yue Dai Shan, which all Chinese hope to climb one day; Korea and the Yalu River, the border between China and Korea; Japan and the sea of Japan in the north-east; Taiwan; Mongolia in the north; in the south-west, Vietnam, Malaysia, Java, the Philippines. - A red stamp of a previous owner in Chinese characters in the lower right corner of the map. The map has a high degree of precision, as 1 cm represents 100 Li (approximately 85 km). A superb and unique manuscript hand-coloured map of China, in perfect condition, revealing the extent of the Chinese Empire in the mid-18th century. {BN#47279}

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[Chromometer]. Deutsche Handschrift auf Papier. O. O. u. D., [2. Hälft d. 18. Jhdts.]. O. O. u. D., [2. Hälft d. 18. Jhdts.]. 2 SS. Folio.

EUR 150,00

Instruktive Darstellung der Funktionsweise eines Chromometers, die wohl für einen Lexikonartikel oder als Aufsatz für eine technische Zeitschrift gedacht war: "Chromometer, Chromoskop oder Wärmemesser wird ein Instrument genannt, welches die Änderungen in der Wärme oder Temperatur der Luft oder eines andern Fluidums, dem es ausgesetzt, wird, genau anzeigt. Diese Kenntnis der abweichenden Temperatur ist bey mehreren ökonomischen Geschäften höchst wichtig; sie kann auch in einer regelmäßigen Bleich- und Färbeanstalt, wo man nicht auf[s] geradewohl operirt, und immer gleiche Resultate verlangt, nicht enbehrt werden; aber nur durch jenes Instrument wird sie möglich. So wie die Aräometer, so sind auch die Thermometer nach der Eintheilung ihrer Skalen verschieden. Die gebräuchlichsten sind das Reaumürische und Fahrenheit Thermometer, deren Eintheilung hinlänglich bekannt ist [...]". - Verfasser des vorliegenden Manuskript ist "Fritz v. Meiding[er]" - so die Unterschrift unter dem Text -, wohl ident mit dem Gelehrten, Naturforscher und Erfinder Johann Friedrich Reichsfrhr. von Meidinger (1726-1777). {BN#15980}

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Colon, Hernando. Historia del Almirante. Spanien, c. 1550. Spanien, c. 1550. Spanische Handschrift auf Pergament. 24,7 x 28,5 cm (Schriftspiegel 16 x 21 cm). 2 Sp. 16 Zln. Mit großer Initiale L in roter, grüner und blauer Deckfarbe vor Goldgrund. Verso mit großer Miniatur sowie reichem Rankenwerk in Deckfarben und Gold.

EUR 25.000,00

Die "Historia del Almirante", die Lebensgeschichte des Christoph Kolumbus, soll um 1530 von seinem Sohn Hernando Colón (1487-1539) niedergeschrieben worden sein. Die Originalhandschrift ist verloren. Ein erster Druck erschien 1571 in italienischer Sprache. Die spanische Druckfassung von 1749 ist lediglich eine Rückübersetzung (vgl. Sabin 14674). Daher weicht sie an vielen Stellen von der hier vorliegenden Abschrift, die die Urfassung wiedergeben dürfte, erheblich ab. Nach dem Stil der Rankeninitiale mit dünnem Fleuronée (stark abgerieben) zu schließen, ist das Blatt unseres Manuskripts wohl im mittleren 16. Jahrhundert entstanden. Der Text beginnt mit "Los rebeldes perseverando en su mal animo el Almirante resolvio enviar contre essos al Prefecto su hermano que con buenas palabras sgredviese a juicio y arrepentimento pero con compania hastante para que si quisiesen onfendere oudiese resistirlos" (in der späteren Druckfassung: "Perseverando los rebeldes en su mal ánimo y propósito, llegaron hasta un cuarto de legua de los navíos, a un pueblo de indios llamado Maima, donde después edificaron los cristianos una cuidad llamada Sevilla.") - Das Blatt ist trotz des für Pergamentmanuskripte ungewöhnlichen Quartformats offenbar unbeschnitten. Von uns nicht zu klären ist, ob die Miniatur auf der Rückseite zum originalen Bestand gehört oder eine spätere (historistische) Arbeit ist. Es sind keinerlei Spuren von Rasur zu erkennen, so daß wohl nicht von einem Palimpsest auszugehen ist. Da inmitten des Textes auch nicht mit einer leeren Seite zu rechnen ist, könnte es sich bei der Miniatur auch um ein Original des 16. Jahrhunderts handeln. Dafür spricht der Stil der figürlichen Darstellung und des Rankenornaments, jedoch erscheint das architektonische Rahmenwerk in Form eines gotischen Triptychons eher wie eine Arbeit des Historismus. Hinzu kommt, daß die Darstellung in keiner Weise zum Text paßt. Es handelt sich wohl um drei (legendäre) Szenen aus der Eroberung der Bretagne durch einen Heerführer Karls des Großen im Jahre 799 (die Bretagne, personifiziert durch eine Frauengestalt mit Beischrift "Armorica", dem keltischen Landesnamen, und Karl der Große mit Beischrift "Karolus Fran(corum) Rex", dargestellt als jugendlicher Herrscher in römischer Tracht, erscheinen vor Goldgrund in je einem Tondo des Maßwerks der Spitzbögen). - Textseite mit gebräunten Rändern und Abrieb (die Initiale stärker), die Miniatur mit wenig gebräunten Rändern, Vergoldung und Farbe (vor allem Grün) stellenw. ein wenig abgeplatzt. {BN#18222}

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Courtauld, Augustine, Polarforscher, Geograph und Seefahrer (1904-1959). Me. Wohl Gallspach (OÖ), 1956. Wohl Gallspach (OÖ), 1956. (4), 273, (1) Bll. Typoskript mit zahlr. eigenh. Strichen, Einschüben und Überarbeitungen in Bleistift (die handschr. Zusätze zusätzlich getippt und eingeheftet) sowie mit Einfügemarkierungen in rotem Buntstift. Gelocht und blockgeheftet zwischen Kartondeckeln. Gr.-4to. - Beiliegend: Ders. Man the Ropes. London, Hodder and Stoughton, 1957. 188 SS. Leinenband der Zeit mit bedr. Original-Schutzumschlag. 8vo.

EUR 2.500,00

Originaltyposkript der Autobiographie des englischen Geographen und Forschungsreisenden Augustine ("August") Courtauld, die 1957 unter dem Titel "Man the Ropes" erschien. Der Sohn einer traditionsreichen Textilunternehmerfamilie aus Essex schildert darin seine Kindheit und typisch unglücklichen Tage an der Privatschule Charterhouse (eine Anekdote von 1918, in der eine exzessive Prügelstrafe für die Verschwendung von Brot beschrieben wird, gleicht fast spiegelbildlich einer vom wenig jüngeren Stephen Spender in seiner Autobiographie beschriebenen Szene aus eben derselben Zeit an der Gresham's School), seine Studienjahre in Trinity, Cambridge, insbesondere aber seine Forschungsreisen in Eis- und Sandwüsten, seine Seefahrten, seinen Kriegsdienst in den Coastal Forces sowie seine letzten Jahre als Lokalpolitiker in seiner Essexer Heimat. - Courtaulds Forscherliebe galt den unerforschten Einöden der Welt, und schon 1926 hatte er mit dem berühmten schottischen Polarforscher James Wordie Grönland erkundet. 1927/28 erforschte er mit dem späteren Lord Rennell die Südsahara, wo er eine Ruhrinfektion nur knapp überlebte. Als Courtaulds berühmteste Forschungstat gilt seine fünfmonatige Alleinüberwinterung in der von seiner Expedition eingerichteten Wetterstation auf der grönländischen Eiskappe, 110 Meilen nördlich von Ammassalik, bei Temperaturen von -64° Kälte. Die 1930/31 von Gino Watkins geführte "British Arctic Air Route Expedition", die die Möglichkeiten einer kurzen Flugroute nach Westkanada erforschen sollte, war durch die maßgebliche finanzielle und ideelle Unterstützung Courtaulds zustandegekommen. 1935 kehrte Courtauld zurück nach Grönland, wo ihm die Erstbesteigung des Hvitserk (Gunnbjørns Fjeld) gelang, mit knapp 3700 Metern der höchste Berg der Arktis. Courtauld galt als brillanter Seefahrer, und seine zahlreichen Segeltouren führten ihn von Mallorca bis nach Trondheim (auf eine Törn nach Nordfrankreich nahm er gar Evelyn Waugh mit, der sich aber wegen des fortgesetzten Schlechtwetters bald davonstahl). Als der Krieg nahte, erkundete er für den englischen Marinenachrichtendienst die Nordküste Norwegens; er bildete gegen den Widerstand der Admiralität die "Royal Naval Volunteer Supplementary Reserve" und unterstützte die britischen Kommando-Einheiten in Norwegen. Nach dem Krieg versuchte er mit seiner Yawl eine Transatlantikfahrt nach Amerika, die aber am schlechten Wetter scheiterte; den Winter 1947 verbrachte er dennoch in Jamaika in der Villa Ian Flemings, wo sich sein Sohn im warmen karibischen Wasser von seiner Polioerkrankung erholte. In seinem 49. Lebensjahr erkrankte Courtauld selbst an Multipler Sklerose. Im Sanatorium Zeileis in Gallspach bei Grieskirchen (OÖ), wo er die letzten Jahre seines Lebens in Behandlung verbrachte, verfaßte er seine vorliegenden Lebenserinnerungen, deren Erscheinen im Druck er noch erlebte. Wie der Vergleich mit der Druckfassung zeigt, wurde das vorliegende Typoskript noch umfassend überarbeitet. Viele Änderungen dürften auch auf den Verlag zurückgehen, der stilistisch glättend eingriff - nicht immer zum Vorteil des Werks. Das notorisch trockene Understatement des Verfassers ist im Manuskript noch prononcierter, das auch das Urteil seines Reisegefährten Francis Rodd (Lord Rennell) bestätigt: "He was no linguist, but made himself understood." Courtauld starb am 3. März 1959 und wurde auf See bestattet. Dorothy Middleton würdigte den vielseitig begabten Courtauld als Forscher "who could have been more famous if he had been less modest and (perhaps) less of an individualist" (The Geogr. Journal 146/3 [1980], S. 446). Über zwei Jahrzehnte nach seinem Tod erschien eine Biographie von Nicholas Wollaston: "The Man on the Ice Cap". Courtaulds Witwe Mollie heiratete noch im Herbst 1959 Richard Austen ("Rab") Butler of Saffron Walden (1902-82, englischer Schatzkanzler, Innen- und Außenminister; Witwer von Courtaulds Cousine, Sydney Courtauld Butler) und feierte 2007 ihren 100. Geburtstag. - Vereinzelt schwach braunfleckig; die Ränder teils leicht lappig. Insgesamt wohlerhaltenes, vollständiges Typoskript der Autobiographie in der wohl letzten vom Autor selbst überarbeiteten Fassung. {BN#20992}

In meine Auswahl

Der Kepleriania Chronica. Der Kepleriania Chronica. Begnadet unter Schirmherrlicher Imprimatur, berichtet,... geschrieben und herfürgegeben von Magister Weishar, Chronist und Geheimschreyber etc. der Kepleriania. Wien, 1917. Wien, 1917. Manuskript in rot und schwarz mit zahlreichen, teils figürlichen Initialen und tw. blattgroßen Illustrationen in Federzeichnung. 241 SS. Blind- und goldgeprägter grüner Ganzleinenband der Zeit mit Deckeltitel. Ornamentale Vorsätze, dreiseitiger Rotschnitt. 4to.

EUR 850,00

Äußerst aufwendig gestaltete, ausführliche Chronik einer "Ritterschaft" (ein ambitioniertes Mittelschüler-Corps) am Wiener Gymnasium am Favoritener Keplerplatz. Die blattgroßen Illustrationen zeigen Ansichten mehrerer beliebter Ausflugsziele um Wien, die bei den "Heerfahrten" heimgesucht wurden, wie die Burgen Greifenstein, Liechtenstein, Kreuzenstein und Kammerstein, sowie Ortsansichten von Altenberg und Pötzleinsdorf. Die übrigen Illustrationen nehmen Alltagsszenen und Begebenheiten von Mitgliedern der Ritterschaft aufs Korn. Beim Buchschmuck nahm sich der Autor manche Anregung bei den Illustratoren der Wiener Secession zum Vorbild: So ziert etwa der Ritter, den C. O. Czeschka für die 1000-Jahr-Feier Mödlings 1908 als Plakatmotiv wählte, die Einleitung des vorliegenden Manuskripts. {BN#11145}

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[Eisenindustrie - Waidhofen an der Ybbs]. Register aller Stahl- und Eisen Commerzial-Arbeiter zu Waidhofen... an der Yps. Waidhofen/Ybbs, 26. VIII. 1823. Waidhofen/Ybbs, 26. VIII. 1823. Manuskript (Tinte auf Papier), 64 SS. mit zahlreichen Tusch- bzw. Aquarellillustrationen, überwiegend in Grisaillemanier (Eisengerät und Marken bzw. Zeichenschläge). Pappband der Zeit mit montierter geprägter Rahmenbordüre und Papierapplikationen, rosafarbener Rückenbezug, die Deckel mit türkisfarbenem Papier bezogen. Dreiseitiger Goldschnitt. Qu.-4to (256 x 204 mm).

EUR 15.000,00

Seit dem Mittelalter war Waidhofen das Zentrum der niederösterreichischen Eisenverarbeitung. Die besonders schöne Waidhofener Handschrift zeigt die Produkte der namentlich genannten lokalen Schmiede sowie ihre Zeichenschläge (Marken) in Aquarellen sehr hoher graphischer Qualität und kann somit als Schlüssel zur Zuweisung einzelner erhaltener Eisengeräte herangezogen werden. Unter anderem abgebildet sind Sensen, Sicheln, Strohmesser; Erzeugnisse der Knittel- und Hammergewerken; solche der Drahtzugswerker (ohne Marken), der Zirkel-, Schrott- und Zeugschmiede; der Schermesserschmiede(Rasiermesser); der Hacken-, Huf- und Waffenschmiede (keine Marken), der Kriegelschmiede, Krimmwerker, Klingenschmiede, Büchsen- und Lichtputzenmacher, Weiß- und Schwarz-Nagelschmiede (keine Zeichen); Lettschlosser, Feilenhauer, Sägeblätterschmiede; Nadler, Scherenschmiede, Krautmesserschmiede, Pfannen-, Löffel- und Kupferschmiede etc. - Gewidmet dem 30-jährigen Erzherzog Ferdinand (1793-1875), später (1835-48) als Ferdinand I. Kaiser von Österreich, mit illustriertem Widmungsblatt nach dem Titel: "Ihro Kais. Kön. Hoheit dem Kronprinz Ferdinand von Oesterreich bey Hochderselben Durchreise in der Commerzial-Stadt Waidhofen an der Yps, den 26. August 1823, in Ehrfurcht gewidmet vom Stadtmagistrat zu Waidhofen an der Yps". - Einband berieben bzw. stellenweise minimal fleckig. Schönes Dokument zur niederösterreichischen Handwerksgeschichte und zur Geschichte der Stadt Waidhofen an der Ybbs von hohem Quellenwert. {BN#46110}

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Erlach, Franz von, Musiker (fl. um 1830). Sammlung auserlesener Lieder mit Begleitung der Guitarre. Wohl Österreich, um 1830. Wohl Österreich, um 1830. Deutsche Handschrift und Notenhandschrift. Tinte auf Papier. (1) Bl. Widmung, 106, (1) SS. Schöner klassizistischer Halblederband der Zeit mit goldgepr. grünem Lederrücken; die Deckel bezogen mit strukturiertem kobaltblauem Papier mit attraktiver goldgepr. Schmuckordüre; am Vorderdeckel mittig goldumkränzte rote Auflage mit goldgepr. Deckeltitel "Auserlesene Lieder mit Begleitung der Guitarre". Stehkantenvergoldung. Vorsätze aus altrosafarbenem Lackpapier. Dreiseitiger Goldschnitt. Qu.-8vo (222:143 mm).

EUR 650,00

Schöne handschriftliche Sammlung des nicht näher nachweisbaren, wohl österreichischen Gitarrenspielers und Lieddichters, der sich am Widmungsblatt nennt: "Zum Andenken von Franz von Erlach". Die 36 notierten und mit mehrstrophigem Text niedergeschriebenen Lieder aus eigener und fremder Feder sind betitelt "Hedwigs Klage", "Heysa, juhe" (Ariette aus dem tragisch-komischen Original Zauberspiel: Moisasuras Zauberfluch v. Ferd. Raimund. Musik v. eben demselben)", "Die Harfenistin (Erzählung von Lafontaine)", "Aria aus der Schweizer Familie", "Der glückliche Mann", "Schäferlied", "An den Abendstern", "Des Jünglings Klage", "An den Mond (Duetto)", "Liebesklage", "Lied aus der Ferne", "Die Rose", "Die drey Reiche der Natur", "An die Geliebte", "Wenn die Hoffnung nicht wär", "Hektors Abschied von Andromache", "Das Schweitzer Heimweh", "Liebeserklärung", "Der Geisbock und die Todtenbeine", "Mein Garten", "Lied eines österreichischen Landwehrmanns auf Piquet", "Einladung zur Kirchweih (in Baierischer Volksmundart)", "Wiegenlied (v. Körner)", "Der Greis an seine Jugendjahre", "Liebesempfindungen", "Der Schlosser und sein Gesell", "Der Fremdling", "Abschied von der Heimath", "Der Arzt", "Das Schöne", "Sehnsucht um den Geliebten", "Das Nichts", "Die reine Liebe", "An Elise", "Das Echo" und "Liebes-ABC"; nach einem Gesamtregister folgt noch der Text eines Lieds "Der Zigeunerbube im Norden". - Durchgehend etwas gebräunt bzw. braunfleckig; Innengelenke angeplatzt; Ecken minimal bestoßen, sonst von sehr schöner Erhaltung. {BN#22543}

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Ferdinand III., röm.-dt. Kaiser (1608-1657). Pergamentmanuskript mit eigenh. U. Schloß Kaiserebersdorf bei Wien, 25. VIII. 1637. Schloß Kaiserebersdorf bei Wien, 25. VIII. 1637. Lateinische Handschrift, Tinte auf Pergament. 156 unnumerierte SS., 27 Zeilen. Pergamentband der Zeit auf 4 durchzogenen Bünden mit schöner goldgepr. Deckelbordüre (Rankenwerk mit Knospen und Blüten; oxydiert), Eckfleurons, Rückenvergoldung und zwei verschiedenen goldgepr. Wappensupralibros. Dreiseitiger Goldschnitt. Innenrand durchgehend gelocht; die Kordel mit dem Siegel nicht mehr vorhanden. Reste von Bindebändern. Folio.

EUR 12.000,00

Sammlung von habsburgischen Urkundenabschriften zum Haus Gonzaga und zum Mantuanischen Erbfolgekrieg, zusammengestellt von der kaiserlichen Hofkanzlei und eigenhändig unterzeichnet von Kaiser Ferdinand III. Die Dokumentsammlung, welche Textzeugnisse von Friedrich III., Maximilian I., Karl V., Maximilian II., Rudolf II., Matthias, Ferdinand II. etc. vereint, wurde höchstwahrscheinlich angelegt für den Herzog Ferrante III. Gonzaga, Graf von Guastalla (1618-78) zur Dokumentation und Sicherung seiner im Interesse des Kaiserhauses liegenden Ansprüche auf das Herzogtum Mantua, welches der Mantuanische Erbfolgekrieg wenige Jahre zuvor der französischen Einflußsphäre zugeschlagen hatte. - Das seit dem 12. Jahrhundert nachweisbare Haus Gonzaga regierte Mantua seit 1328; 1530 nahm Federico II. Gonzaga den Titel eines Herzogs von Mantua an. Als sich die Familie Mitte des 16. Jhs. die Grafschaften Montferrat und Guastalla einverleibte, befand sie sich auf dem Höhepunkt ihrer politischen und kulturellen Bedeutung: Durch die beiden territorial nicht angrenzenden Gebiete Mantua und Montferrat verliefen wichtige Verkehrs- und Handelswege. Das Herzogtum Mantua konnte ausschließlich durch die männliche Linie vererbt werden. Als Francesco IV. Gonzaga 1612 ohne männlichen Erben starb, folgten ihm seine Brüder Ferdinando und Vincenzo, die als Kardinäle allerdings kinderlos waren. Mit dem Tod von Vincenzo II. Gonzaga im Jahr 1627 erlosch der Hauptstamm der Familie, was den Mantuanischen Erbfolgekrieg auslöste: Kaiser Ferdinand II., Gatte von Eleonora Gonzaga, Vincenzos Schwester, versuchte Mantua als erledigtes Reichslehen einzuziehen, um es an die (auf spanischer Seite stehende) Seitenlinie Gonzaga-Guastalla zu vergeben. Dagegen standen die Interessen der älteren Linie des von Frankreich unterstützten Hauses Gonzaga von Nevers und Rethel. Die Kriegshandlungen endeten erst, als Schweden 1630 in den Dreißigjährigen Krieg eingriff und Kaiser Ferdinand seine Truppen rasch abziehen musste: Der Herzog von Nevers und Rethel wurde Herr über die verwüsteten, entvölkerten Länder von Mantua und Montferrat, und Frankreich faßte in Oberitalien Fuß. (Erst ein Dreivierteljahrhundert später sollte die kaiserliche Sache obsiegen: Der Spanische Erbfolgekrieg beendete die Auseinandersetzung 1708 im Sinne Habsburgs; der Herzog von Mantua und Montferrat stellte sich auf die französische Seite, und der Kaiser zog das Land ein.) - Die vorliegende Abschriftensammlung soll die Erbfolge des Hauses Gonzaga-Guastalla aus Archivalien und Urkunden belegen; dies unterstreicht auch das kaiserliche Supralibros am Vorderdeckel (Doppeladler; auf der Brust gevierter Wappenschild mit den Balken von Gonzaga und böhmischen Löwen, eingefaßt von spindelförmigem Ranken- und Knospenwerk, darin je im Oval die vier Evangelisten mit ihren Attributen) sowie am Hinterdeckel Guastallas aufbäumender Löwe im gekrönten Schild. Immer wieder gehen die Textzeugnisse ein auf die Feudalrechte der Gonzaga-Guastalla gegenüber ihren Vasallen und Untertanen und auf die Erblande der Gonzaga, insbesondere die Gebiete von Castiglione delle Stiviere und Castel Goffredo: "Ad perpetuam rei memoriam recognoscimus, ac postum facimus tenore praesentium universis, quod cum nobis submissime exponendum curavit. Illustris Ferdinandus Gonsaga, Priceps Castilionis à Stiveriis, Consanguineus et Princeps Noster charissimus, quem ad modum maiores olim sui ab Augustissimis Romanorum Imperatoribus & Regibus Praedecessoribus Nostris sacratissime recordationis super Marchionatu Castilionis à Stiverys, & Castro Guiffredi cum omnibus suis pertinentys investiti. Pater verò suus quondam Franciscus Gonsaga de eodem Marchionatu Castilionis et permutatione Castri Giuffredi [...] Matthias Romanorum Imperator semper Augustus [...] agnoscimus & notum facimus tenore praesentium universis. Quod cum Illustris Franciscus Gonsaga Princeps Castilioni à Stiverys, consanguineus et princeps noster charissimus, demisse Nobis esponi curavit, non tantum Maiores suos, verum etiam se ipsum à Predecessoribus Nostris Divis Romanorum Imperatoribus & Regibus praeclarissimae memoriae de Marchionatu Castilioni à Stiverys, et de Castro, et Terra Castri Guiffredi cum omnibus suis pertinentys investium, alijsque insignibus privilegys ornatum fuisse [...]". Am Schluß die eigenhändige Signatur von Kaiser Ferdinand III., gegengezeichnet von den Reichshofräten Conrad Hiltprandt und Johann Walderode. {BN#21943}

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Spectacular late 18th-century Italian manuscript on fireworks, illustrated throughout

[Fireworks]. Arte Pirotecnia. [Italy, late 18th century]. [Italy, late 18th century]. Large 4to (270 x 195 mm). 36 ff. With 72 very interesting pen-and-ink drawings, partly coloured in brown, yellow and reddish washes. Contemporary marbled boards. In custom-made cloth portfolio.

EUR 27.500,00

Spectacularly illustrated manuscript describing and illustrating many moveable and rotating pyrotechnical units and machines, including rockets. The title-page, bearing the name of a former owner (Valentino Vieri, who probably also added some probationes pennae), is followed by a description of the first 62 coloured drawings, beginning with the "Giuoco della Luna e Sole" (games of moon and sun), including all sorts of revolving, spouting, exploding and firing units, rockets, and other gadgets: On fol. 20r three objects are illuminated: an aloe vase, a tree, and a coat of arms, inscribed "Dini". Fols. 20v-23r show full-page installations, including a "Colona Trionfante" with a winged angel on top, a Lion of St. Mark, the symbol of the free Republic of Venice, holding an open book with his right paw (displaying the text "Pax tibi Marce Evangelista meus"), an oval on top of a balustrade, bearing the text "W. Gesu Giuseppe e Maria", a "Piramicia Egiziana", and a cupola with lanterns and fire pots. Fols. 23v-25r contains two double-page war scenes: the first, a fortified castle by a coast, with a vessel and a galley at sea; the second, a fortified tower and an army camp with tents opposite, with symbols of war and military equipment in the foreground. The final fols. 25v-36v contain indexes and instructions for fireworks: (1) "Indice delli Giuochi di Fuocho" (the various units and rockets; fols. 25v-26v); (2) "Regole Generali": 84 numbered instructions for construction and operation of fireworks (fols. 27r-35r); (3) "Indice delle Misture" (fols. 35v-36r); and "Catalogo de Generi ed Utensili" (fol. 36v). - There may be a connection between this manuscript and the Papal Master of Ceremonies Msgr. Giuseppe Dini (d. 1799). The Library of the Getty Research Centre possesses a ms. written by Dini ("Relazione o sia diario di tutto quelle che e stato osservato in Roma nelle venuta del Re delle due Sicilie Ferdinando IV e la Regina Maria Carolina Arciduchessa d'Austria", 1791) containing biographical and historical notes, including descriptions of the preparations for the royal visit with details about the route, the number of soldiers guarding the visitors, and the costs of the entertainment (including operatic performances and fireworks). At the back of that manuscript are printed announcements of the firework display and official appearances by Pope Pius VI. - In 1782 Dini - as that Pope's Master of Ceremonies - published a diary of the Papal journey, via Venice, to Vienna (undertaken with an aim to mitigate the social and ecclesiastical reforms enacted by Emperor Joseph II). Perhaps the ms. with its explicit references to the Republic of Venice can be connected with this 1782 journey (a German edition, "Vollständiges Tagebuch von der Reise des Pabsts Pius VI. nach Wien", appeared in Breslau in 1783). Another possibility is a connection with the election of the new Pope Pius VII in March 1800 in Venice, after a very difficult conclave in Venice that began in December 1799, soon after the death of Pius VI and just before the death of Dini on 2 November 1799. - Spine slightly damaged; some browning. In good condition. {BN#28367}

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[Fischereiordnung]. - Mondsee. Ordenliche Visch und Vischkhauffs ordnung von Johannes Christophorus,... "Abbte des Gotshaus Männsee". [Mondsee], 1. III. 1593. [Mondsee], 1. III. 1593. Deutsche Handschrift auf Papier. 5 SS. auf 3 Bll. sowie das hintere Bl. des Umschlags mit Datierung. Roter Pappband unter Verwendung alten Materials. Folio.

EUR 2.200,00

Entstanden unter dem Benediktinerabt Johannes Christophorus zu Mansee, regelt die vorliegende Fischereiordnung in 25 Punkten alle Belange des Fischfangs und -handels am Mondsee. - Der gegen Ende des 16. Jhdts. nachweisbare Abt war Verfasser des 1599 in Salzburg erschienenen "Berichts von S. Wolfgang, Bischofs zu Regensburg, Herkommen, Leben und Ableben" (vgl. Jöcher/Adelung II, 2301). - Das Wasserzeichen nicht bei Piccard, aber ähnlich zu Piccard IX/1, 508 (Ortenberg, Salzburg um 1575). - Aus der Privatsammlung von Michaela Gräfin Almeida, München, der bis ins Jahr 2007 Besitzerfamilie des Mondsee. {BN#11220}

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Gebetbuch. Lateinische Pergamenthandschrift. Rheinland, frühes 16. Jh. (nach 1503). Rheinland, frühes 16. Jh. (nach 1503). 109 Bll. (von späterer Hand in Bleistift foliiert I, 108); so offensichtlich komplett. Lateinische Bastarda auf Pergament. Durchgehend mit ein- bis fünfzeiligen blauen und roten Lombardinitialen, einige wenige (Bll. 31r, 49r, 69r, 71v, 74v) mit Federwerk. Holzdeckelband der Zeit (Rücken fehlt; Hinterdeckel gebrochen). 12mo (65 x 90 mm).

EUR 12.500,00

Hübsches, keiner bekannten Sammlung zuordenbares Gebetbuch im Taschenformat, nach dem wenig aufwendigen Fleuronnée und der Litanei wohl in den (nördlichen) Rheinlanden entstanden. Titel Bl. 1r: "Exhortacio salutaris terrorem iudicii ac timorem incutiens divinem ul[tionis]; incipit "Expergiscere o miserabilis homo" (zum Beginn, aber nicht zum weiteren Verlauf vgl. Nicolaus de Saliceto, Antidotarius animae). Enthält viele Ablassgebete; unter anderem Bl. 80r/v von Papst Alexander VI. zu Ehren der hl. Anna (1494; diese Bl. 38v auch in der Litanei an erster Stelle der weiblichen Heiligen genannt). Die Datierung kann mit hoher Wahrscheinlichkeit nach 1503 angesetzt werden, weil der Ablass für das Beten des Gebetes "Ave sanctissima virgo", den Papst Sixtus IV. gewährt hatte, gemäß Rubrum von Papst Julius II. (1503-13) verdoppelt wurde (Bl. 67r). Nach den Bußpsalmen (ab Bl. 31r) folgen Kyrie und Litanei (37v-38v: mit hl. Gereon und hl. Odila); auf Bll. 88r-97v Heiligengebete (u. a. für die Heiligen Rochus [Bl. 93v], Odilia [Bl. 95r], Gertrud [Bl. 95v], Apollonia [Bl. 96r], Maria Magdalena und Ursula [Bl. 97r]). - Im Rand des ersten Blatts recto späteres Zitat aus Maleachi 4.2 ("orietur vobis timentibus Deum sol iustitiae"); die weiße Versoseite mit hinzugesetzer längerer Notiz "Dum quis intrat Ecclesiam Auffer a nobis quis Domine cunctas iniquitates nostras" etc.; vereinzelt weitere frühneuzeitliche Marginalien. Am vorderen Innendeckel hs. Besitzvermerk "Co[...] Rabenau" (2. H. 18. Jh.). Einband mit Spuren früheren Lederbezugs und Abdruck eines Supralibrosstempels; Hinterdeckel knapp nach der Bindung gebrochen. Rechte Kante des Vorderdeckels sowie der Buchblock rechts unten durch Mäuseverbiss beeinträchtigt (kein Textverlust). {BN#45354}

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[Germany]. Li quatro ordeni delle Terre di Germania. Manuscript... by an unknown hand. N. p. o. d., [Italy, ca 1570-1610]. N. p. o. d., [Italy, ca 1570-1610]. ½ folio leaf (divided vertically), written on one side.

EUR 650,00

Elegantly disposed manuscript list of a series of princes and principalities in the Holy Roman Empire, written in a fine late 16th-century italic hand, supplemented by a contemporary hand. - Curious list of names of places and potentates in 'Germany' (actually, within the Holy Roman Empire, since the Duke of Lorraine and the Count of Savoy are included), enumerating every class by fours - e. g. four dukes, four landgraves, four cities, four vicars etc. Evidently either a jeu d'esprit or perhaps for a literary purpose, the piece is without any identification. Including the additions in another hand, there are 12 groups of four in all (a total of 48), enough for a deck of playing cards. In addition, the second hand has inserted digits from 1 to 12 randomly beside each group. Could this be the plan for a proposed pictorial set of cards? - Slightly browned and with small damages to edges. {BN#25434}

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Manuscript account of the sufferings of Gleyo in China

[Gleyo, Jean-François, missionary (1734-1786). Visions et revelations de Mr. Gleyo missionnaire en... Chine. Pendant les huit années quil a eté en prison pour la cause de la religion, depuis l’an 1769 jusqu'en l’an 1777. [Probably France, ca. 1800]. [Probably France, ca. 1800]. Manuscript (brown ink) on paper. 2 vols. 8vo. (Title page), 445 (but: 444) pp. (Title page), 446-764 pp., 91, (2) pp. Bound in 18th-century vellum manuscript over boards. All edges red.

EUR 18.500,00

A manuscript written in a single, unidentified hand during the last years of the 18th century, describing Gleyo's imprisonment in Ching-Tou, then Yuin-Tchang. - J.-F. Gleyo was born in Saint-Brieuc, the son of master mariner François Gleyo, and became a Priest of St. Sulpice. He sailed from Lorient to China in 1764, first arriving in Macao, where he learned Chinese and became associated with the evangelical work of the missionary Alary. In 1769 he was denounced and accused of links with the Pélén-Kiao rebels. Imprisoned and abused for several years, he owed his survival to his faith and mystical visions. He was released in 1777 after a Portuguese Jesuit mathematician intervened with the Emperor and resumed his apostolic labours. In his General History of the Foreign Missions, Launay states of Gleyo that "he recalls the great contemplatives, the most intrepid apostles, saints, and other confessors of the faith." The present manuscript recounts his encarceration and the consolations he received from heaven. It is sprinkled with Latin sentences and Chinese terms (especially in his letters written to Jean-Martin Moÿe after his release, included as a final section at the end of the second volume, with separate page numbers). The letters were published in the famous Jesuit collection of "Lettres édifiantes et curieuses". The original manuscript is kept in the Archives des Séminaires des Missions Étrangères, and a copy by various hands exists in the library of the Seminary of St. Sulpice; it is very likely that the present manuscript was copied from one of these sources. It is not listed in the catalogue of Manuscripts in the National Library and is thus of the utmost rarity. - Provenance: from the library of Jean R. Perrette with his bookplate on the pastedown. {BN#45762}

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