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(Albertus). Elogia divi Josephi, duodecim titulis exornata. O. O., um 1790. O. O., um 1790. 16 beschr. SS. auf 10 Bll. Taubenblauer Seidenband der Zeit. Gr.-4to.

EUR 120,00

Hübsch ausgeführte, unpublizierte Handschrift, wohl österreichischen Ursprungs, mit 12 thematischen Elogen auf den Hl. Joseph: I. S. Josephus e stirpe regia; II. S. Josephus vir justus; III. S. Josephus Virginis B.mae sponsus; IV. S. Josephus angelorum alloqio honoratus; V. S. Josephus mysterii incarnationis praescius; VI. S. Josephus divinorum mysteriorum praesens sectator; VII. S. Josephus Christi custos; VIII. S. Josephus Christi nutritius; IX. S. Josepho Christus subditus; X. S. Josephus moriens beatissimus; XI. S. Josephus patrum in limbo consolator; XII. S. Josephus thaumaturgus. Am Schluß signiert von einem "Albertus". - An Ecken und Kanten berieben; der Seidenbezug am Rücken fehlt. {BN#19876}

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Das Laster des Würfelspiels

Augustinus von Hippo, Hl. Sermones de verbis domini [und andere Werke]. [Österreich?], 1448. [Österreich?], 1448. Lateinische Handschrift (gotische Buchkursive) auf Papier. 550 SS. (um 1900 mit Bleistift paginiert; davon 547 beschrieben). Blattgröße 210 x 295 mm, Schriftspiegel zumeist 140 x 190 mm. 2 Spalten, meist 30-31 Zeilen (letzte Lage: 41-43 Zeilen), teils rubriziert bzw. mit roten Kapitelüberschriften und -enden; zahlreiche rote Lombardinitialen. Zeitgenöss. gotischer Ledereinband über Holzdeckeln mit Rahmeneinfassung und schräg gekreuzten Streicheisenlinien; blindgepr. 2 verschiedene Rosetten- sowie Adlerstempel (Raute). Beschläge, Schließbänder und -haften fehlen. Kl.-Folio (235 x 314 mm).

EUR 45.000,00

Schöne spätmittelalterliche Handschrift, in der Hauptsache Predigten des Hl. Augustinus (S. 1-410) umfassend, außerdem aber vier kürzere Abhandlungen seines nur wenig älteren Zeitgenossen, des Kirchenlehrers Gregor von Nazianz (S. 411-523) und am Ende datiert (1448). Abschließend eingebunden finden sich 12 Blätter, anscheinend wenig später von einer anderen Hand geschrieben, mit theologischen Schriften des frühen 15. Jahrhunderts, nämlich zwei Abhandlungen des französischen Mystikers Jean Gerson (S. 527-540) sowie dem Traktat des Wiener Domkanonikers Johann Geuss über das Laster des Würfelspiels (S. 541-550). - Inhalt im einzelnen: A) Augustinus von Hippo. 1-121: Sermones de verbis domini secundum Mattheum (mit Gesamtverzeichnis zu Beginn, dann inc. "Evangelium audivimus ... agite penitentiam"); 122-181: Sermones de verbis domini secundum Lucam (inc. "Petite et dabitur"); 182-344: Sermones de verbis domini secundum Johannem (inc. "Capitulum Evangelii quod lectum est"); 345-347: Sermo de verbis domini evangelio secundum Lucam de verbis apostoli, omnes nos manifestari oporte ante tribunal Christi (inc. "Omnium Christianorum spes"); 348-410: Liber de spiritu et anima (inc. "Quoniam dictum est mihi", expl. "quem cernere finis est doloris"). - B) Gregor von Nazianz. 411-470: De urbana vita [ad Pronianum; tr. Rufinus] (inc. "Proficiscenti mihi ex urbe magnopere iniungebas Aproniane fili"); 470-487: De nativitate domini [oratio XXXVIII] (inc. "Christus nascitur"); 487-506: De luminibus et secundis epiphaniis [oratio XXXIX] (inc. "Iterum Jesus meus et iterum"); 506-523: De pentecoste [oratio XLI] (inc. "De sollemnitate huius diei pauca dicenda sunt"; expl. "et potestas in spiritu sancto in secula seculorum. Amen"); danach Datierung: "et finitus est liber anno etc. 1448"; 524-526 vacant. C) Johannes Gerson: 527-537: Tractatus de trepidantibus accedere ad celebrationem misse post pollutionem in sompniis habitum (inc. "Dubitandum est aput me"); 537-540: De duplicii stuatu in dei ecclesia, curatorum et privilegiatorum (inc. "Pax quam omnibus"; expl. "inveniri. Deo gratias. Deo gratias"). D) [Johannes Geuß]. 541-550 [Sermo de ludo alearum] (inc. "Confundatur sorcium distributio scribitur Numeri ultimo. Hec verba possunt intellegi de sortilegio lusorum et confusione ipsorum"; expl. "unam libram et sic posset fieri recompensatio" (fehlt Text im Umfang von vier Spalten). - Durchgehend von annähernd gleichzeitiger Hand gelegentliche Ergänzungen und Marginalien im breiten weißen Rand. Auf die letzte, nachgebundene Lage von 12 Bll. (Wasserzeichen: Typus Piccard V [Waage], Abt. V, Nr. 294 ["Wien 1461"]) dürfte ursprüglich noch ein letztes Blatt Text gefolgt sein. Einband beschabt und bestoßen; Vorderdeckel mit kl. Sprung; Spuren eines stellenweise angeklebten grauen Papierumschlags. Die Handschrift gelegentlich leicht gebräunt bzw. mit minimalem Wasserrand zu Beginn. Die ersten 3 Bll. zeigen einen kl. Randeinriss ohne Textberührung, das erste außerdem einen Eckausriss (Verlust der Paginierung und eines klösterlichen Besitzvermerks des 17. Jhs.: "Conven[tus] C[...]"). {BN#44879}

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Balogh de Galantha, László, kgl. ungar. Archivar (fl. 2. Hälfte 18. Jh.). Abschrift einer Rechtsurkunde zu Prozessangelegenheiten des Nikolaus Ladislaus... Nagy de Csöppöny im Komitat Nytra mit eigenh. U. "Comes Ladislaus Balogh de Galantha" (als "Tabulae Judiciariae Octavalis Archi-Episcopalis Praeses"). Pozsony (Pressburg, Bratislava), 1778. Pozsony (Pressburg, Bratislava), 1778. 46 SS. Geheftet. Papierumschlag der Zeit. Reste eines roten Lacksiegels am letzten Blatt verso. Folio (ca. 245 x 360 mm).

EUR 850,00

Am vorderen Umschlag bezeichnet: "Nikolaus Ladislaus Nagy de Csöppöny contra Franciscum Vörös". Ladislaus (László) Balogh de Galántha (1773 geadelt) wirkte als königlich ungarischer Schatzmeister (altárnok) und ab 1760 als Reichsarchivar (országos levéltárnok). - Bindung etwas gelockert; durchgehend leicht braunfleckig und angestaubt. Ausriss am unteren Umschlagrand (kein Textverlust). {BN#33041}

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Das Künstleralbum des kaiserlichen Deckenmachers J. F. Hörmannsperger

Barockes Musterbuch und Album des Deckenmacher-Gesellen Johann Franz Hörmannsperger. Wien, 1736. Wien, 1736. 118 numerierte Bll. (recte 115, Bll. 96, 106 und 112 in der Numerierung übersprungen). Auf das kalligraphierte Geleitwort Hörmannspergers folgen 58 von ihm gefertigte Blätter mit Textilentwürfen (meist in Rot, Blau, Grün und Gold, davon 1 doppelblattgr. gefalteter und vier Bll. mit jeweils 2 Entwürfen) und die 7 prachtvollen gold- und silbergehöhten Gouachen; zwischengebunden sind ingesamt 52 Kupfer auf 48 gestochenen Tafeln, diese durchgehend im hervorragenden, teils gold- und silbergehöhten Kolorit der Zeit. Marmorierter Pappband der Zeit. Quer-Folio (390:252 mm).

EUR 85.000,00

Unikales Dokument der bürgerlichen Handwerkskunst des Spätbarock von musealer Qualität: Das Album enthält neben 58 sauber ausgeführten Textilentwürfen Hörmannspergers 7 großformatige Gouachen, die den selbstbewußten Urheber derselben bei der Ausübung seines Handwerks im Atelier, im Umgang mit der Kundschaft bei Anpreisung und Verkauf seiner Produkte, aber auch beim Musizieren und Kegeln sowie bei der Hauptversammlung der Wiener Deckenmacherzunft zeigen. Als Zwischenblätter zu den eigenen Arbeiten hat Hörmannsperger durchwegs profane Sujets (Zwerge, Soldaten, Karikaturen u. ä.) verwendet; einige der reizvollsten und seltensten Blätter aus der Produktion der Augsburger Stecherschule um 1720 sind jeweils alternierend zwischen seine eigenhändigen Textilentwürfe und Gouachen gebunden. - Eingeleitet wird das Album durch das Selbstportrait Hörmannspergers im Atelier (am Tisch liegend sein Zirkel und einer der nachfolgenden Textilentwürfe), am gegenüberliegenden Blatt äußert sich der damals 26jährige zur Enstehungsgeschichte desselben: "dann rechte kunst lobet den Maister: allhier ist ein buech und daß ist mein mit vill riss und zig, wie sie nacheinander zu sehen sein. Thue mich darmit zwar nit prallen, habe es doch alle mit meiner Hand gemallen. mit viller Zeit und mihe beschwernus [...] Ich Johann Frantz Hörmansperger". In den Unterschriften zu den prächtigen Gouachen beweist Hörmannsperger ebenso Humor wie überraschendes Selbstbewußtsein. Eine selbstgefertigte Decke preist er der ihn aufsuchenden Kundin im Verkaufsgespräch folgendermaßen an: "Mein schönes frauenzimmer hier habens ein schöne döcken: darunter könnens sie braf ströchken: Sie ist anter halb Ehlen breit und zwey Ehlen lang: da könens sie sich darunter umköhren mit ihrem Mann" (Bl. 94), die nächste Darstellung zeigt ihn beim Verkauf von Satteldecken an hochgestellte Offiziere ("so kauffens wir und nimens mit uns ins feld", Bl. 86); daraufhin sehen wir ihn in der Freizeit beim Kegeln in einem barocken Garten ("Lustig und frölich inß gemein: weilen wir döcken machergesellen sein: Jungfrauen auch inß gleichen: es wird ihnen die Zeit nicht vellen: hier stett roter und weißer wein. da können wir lustig und frölich sein", Bl. 94) sowie beim Tanz ("Lustig wohl auf. Musicanten streichts drauf. So seindt die Döckenmacher wohl auf. und tantzen mit schönen frauen zimer bis die schue werden zu trimer", Bl. 104). Das letzte Blatt zeugt dann von der Aufnahme eines Lehrlings bei der Quartalsvollversammlung der Wiener Deckenmacher ("[Die] Döckenmacher verßamlen ßich zu disem Haubt Quartal und bereden ßich was der Lad zu nutzen falt: der Jung will zwar aufgedinet sein. er ist nit zu groß. und auch nit zu klein. doch mues er ßeine lehr iahr erfillen. bis man ihn macht zu einen gesellen", Bl. 118). Die von Hörmannsperger unter Verwendung eines Zirkels gefertigten ornamentalen Textilentwürfe teils mit frei gestalteten heraldischen bzw. figuralen Mittelstücken; ein Deckentwurf (Bl. 113) ist durch Monogramm und kaiserliche Insignien als Auftragsarbeit für Kaiser Karl VI. ausgewiesen und wurde laut späterer Bildunterschrift auch für diesen ausgeführt. Zwischen seine eigenen Entwürfe hat Hörmannsperger die Blätter der großen Augsburger Meister seiner Zeit eingebunden: So finden sich - durchwegs in hervorragendem Kolorit mit Gold- und Silberhöhung - acht Blätter des Zwergenkabinetts von Elias Bäck (Fechtschule, Saufbegierde, Fresslust und Tabakrauchfreude), ein vollständiger Jahreszeiten- und Lebensalterzyklus von Martin Engelbrecht ("Der Menschen Jahr Veränderung"), insgesamt 19 der berühmten Blätter von Pfeffel, Schmidt und Engelbrecht zum Soldatenleben (davon zwei mit beweglichen Teilen), von Albrecht Schmidt außerdem ein schönes Flugblatt mit Darstellung der sieben redlichen Schwaben, zuletzt noch ein 8 Bll. umfassender, unbezeichneter Zyklus der weiblichen Temperamente (Die Kaltsinnige, Die Scherzhaffte, Die Furchtsame usw.). - Die österreichische, speziell Wiener Bettwarenerzeugung genoss zur Zeit ihrer Hochblüte im 18. Jahrhundert einen exzellenten Ruf. Exportiert wurde an die souveränen Höfe Europas, aber auch nach Griechenland, der Türkei sowie vielen Ländern des Orients. Zur Entstehungszeit des vorliegenden Albums produzierten in Wien zehn Meister dieses Gewerbes Decken, Matratzen und dergleichen, aber auch Tornister und Kürasse. - Provenienz: 1893 "vom Schwiegersohn d. Herrn Josef Lang" durch den k. u. k. Hof-Bettwaren-Lieferanten Josef Pauly erworben und von diesem 1896 an den damaligen Genossenschaftsvorsteher der Bettwarenerzeuger, Herrn Junghofer, weitergegeben (vgl. Paulys eigenh. Geschenkvermerk am fliegenden Vorsatz); zuletzt in österreichischem Privatbesitz. Der Deckenbezug des schlichten Pappbands am unteren Kapital unauffällig erneuert, innen teils etwas fingerfleckig, zwei Bll. mit kleinen Einrissen, im ganzen aber hervorragend erhalten. {BN#30828}

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Baudrand, Barthélemi, SJ / [Basile, Vincent, SJ (Übs.)]. Rasmiscgljajte ova dobro. Otza Bartola Baudrand Druscbe Jesussove.... Prinesegne u jesik slovinski. [Wohl Balkan, um 1845]. [Wohl Balkan, um 1845]. Titel, 11-130 (recte: 129), (1) SS. (Lagen 9 und 10 hinter 12 verbunden; S. 66 in der Zählung übersprungen). Marmorbroschur um 1880. 4to.

EUR 250,00

Zeitgenössische Abschrift von Vincent Basiles illyrischer (kroatischer) Übersetzung von Baudrands erbaulicher Meditation "L'Ame Penitente" (erstmals Lyon 1778). Der sizilianische Jesuit Basile (1811-82) wurde 1840 von seinem Orden nach Albanien und anschließend nach Dalmatien und die Herzegowina versetzt. Er gab mehrere Jesuitenschriften im südslawischen Idiom heraus; die vorliegende erschien erstmals 1844 in Rom und erlebte mehrere Auflagen. - Etwas braunfleckig und angestaubt. {BN#27227}
¶ Vgl. de Backer/Sommervogel I, 1000, 1 & 1040. OCLC 55609485.

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[Beethoven, Ludwig van]. Grand Sonate pour le Piano-Forte composée par Louis... van Beethoven oeuvre 28. O. O., nach 1802. O. O., nach 1802. Notenmanuskript. Quer Folio (240 x 330 mm). 30 Bll. letzte Seite leer. 8 Doppelblätter in 2 Lagen, Fadenbindung, starke Bütte, handrastriert, 10-zeilig, die beiden letzten Seiten 8-zeilig.

EUR 2.500,00

Zeitgenössische Abschrift des Op. 28, deren Vorlage Rätsel aufgibt: Ein Vergleich mit dem Autograph und dem Erstdruck (Bureau des Arts et d'Industrie, PN 28, Wien 1802) sowie mit Titelauflagen und frühen Nachdrucken (Autograph, Abschrift und Originalausgabe im Querformat, Simrock 240 [1802] und Zulehner 130 [ca. 1807] im Hochformat, Hummel 1321 [1805/1806] im Querformat) führt zu folgenden Resultaten: Das Manuskript hat einige Gemeinsamkeiten mit dem Erstdruck und dem Autograph, die es von späteren Drucken unterscheidet, die daher nicht als Vorlage in Frage kommen. Es gibt aber auch Gemeinsamkeiten mit dem Autograph, in denen sich dieses vom Erstdruck unterscheidet (!), sodass auch eine zwischenzeitliche Abschrift der Sonate aus dem Manuskript vor dem Erstdruck als Kopiervorlage in Frage kommen kann. - Eine mögliche Erklärung dafür wäre der verhältnismäßig lange Zeitraum zwischen Entstehung im Herbst 1801 und Veröffentlichung der Sonate im August 1802 aufgrund der personellen Veränderungen in der Gründungsphase des Verlages: 1. Gesellschaftsvertrag vom 1. 5. 1801 "Kunst- und Industrie-Comptoir" Kappeller und Holer. 2. Dem Gesuch zur Firmenprotokollierung vom 23. 10. 1801 legten die Verleger eine "Kontraktliste" bei, nach der sie bereits über eine Reihe von Kompositionen für die Veröffentlichung verfügten, darunter auch Beethovens Sonate Op. 28. 3. Die neue Firma wurde am 1. 5. 1802 protokolliert, 4. aber erst ab August 1802 die Musikalien des Verlages in der Wiener Zeitung (WZ) annonciert, wobei mit Beethovens Op. 28 (und der dazu passenden Verlags-/Plattennummer 28) ein öffentlichkeitswirksamer Paukenschlag gesetzt werden sollte: Beethovens Sonate wurde am 14.8.1802 (WZ 65) alleine vorgestellt, 4 Tage später folgte dann die Ankündigung der Werke von Krommer, Call, Albrechtsberger, Förster, Eberl, etc. mit den Verlagsnummern 1-30 (ohne die bereits vorgestellte VN 28, 18.8.1802, WZ 66, Weinmann, S. 220 f). - Gertsch/Prahia erwähnen im Vorwort zur Henle Urtext-Ausgabe (2008) zur Erklärung der ungewöhnlichen Zeitspanne zwischen Entstehung und Druck auch die - nicht belegbare - Hypothese, dass Beethoven "dem Widmungsträger Joseph Freiherr von Sonnenfels (1732-1817) auf die Sonate ein Exklusivrecht von einigen Monaten oder gar einem Jahr eingeräumt" hätte. - Das Papier ist nach Auskunft des Archivs der Gesellschaft der Musikfreunde für Wien um 1800 untypisch, und zeitlich nur grob auf die ersten Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts bestimmbar. - Etwas fingerfleckig, ansonsten sauber. {BN#48302}

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Berg (eig. Ebersberg), Ottokar Franz, Schriftsteller (1833-1886). Die Pfarrersköchin. Lebensbild mit Gesang in vier Acten.... O. O., um 1881. O. O., um 1881. 157, (3) SS. und ein durchschossenes Bl. zwischen S. 128 und 129. Marmorierter Halbleinenband der Zeit. Kl.-4to.

EUR 200,00

Zeitgenössische Abschrift von Ebersbergs 1868 geschriebener "Pfarrersköchin". Am letzten Blatt die Freigabe der Zensur (dat. Dauba 28. X. 1881) und mit einigen von derselben im Text gestrichenen Stellen; am Titel ein eh. Besitzeintrag von Johann Hugo Kochansky v. Kochan, einem Theaterunternehmer aus Hirschberg, der das Stück aufführen wollte. - Etwas gebräunt und fingerfleckig. {BN#27242}

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[Binding]. An early 16th century ledger in a fine... limp vellum binding. Probably Italy, early 16th century. Probably Italy, early 16th century. Small folio (ca. 220 x 300 mm). Contains 128 blank leaves, foliated in ink by a contemporary hand 17-144 (a first quire of 16 leaves, likely containing notes, has been removed). Contemporary limp vellum binding sewn on three leather bands with wide fore-edge flap. Remains of a handwritten spine label "Debitori [...] 1511" (?).

EUR 3.500,00

An attractive binding for an account book in the late mediaeval style, captioned "Debitori et creditori dipacta" along the top edge of the upper cover in a narrow Gothic majuscule written in brown ink, and an initial "A" within an ornamental circular border and acanthus ornaments drawn in the centre of the cover. The wide bands of dark leather, sewn down with crisscrossed lighter-coloured thongs, add to the binding's stark appeal. The volume encloses 128 blank leaves watermarked with a pear-shaped flower with two leaves, similar to Briquet 7386 (Florence 1507). Since the removal of the first quire, which must be assumed to have been used by the owner for keeping accounts, the only handwriting remaining in this book of otherwise blank leaves are a few notes in a Renaissance hand on the final page. - Some brownstaining to lower edge of some leaves; some staining and wrinkling to binding. Leather spine bands and thongs loosened in places; wants the tie which would have fastened the fore-edge flap. {BN#47490}

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Devotional manuscript in Dutch

Bossche, Johannes Baptista van den. Instructie om deuchdelick synen tyt [...] ghemaeckt by... den Eerwerdighen heere, Johannes Baptista vanden Bossche, prioor en pater van het Syon [...] int Jaer 1617. [No place], 1617. [No place], 1617. 8vo. Dutch manuscript on paper. 87 ff., last blank pasted to back cover (collation: A-L8).

EUR 3.500,00

Interesting devotional manuscript in Dutch containing extensive instructions and rules for behaving, praying and meditating, and living a good religious life in a monastery from hour to hour. The booklet also gives the texts prayers and meditations to perform during the day. It is a sort of "Diurnale" (a shortened Breviary), written by the prior of a monastery ("het Syon"), for his brothers. - Strangely enough the text seems to have been written by a Dutchman from the northern Netherlands where all the monasteries were demolished during the beginning of the Eighty Year's War, and where the Roman-Catholic faith was tolerated at best. "Het Syon" is an often used name for a monastery, for example one near Beverwijck, or near Delft, but, again, these cloisters were no longer in existence. Possibly, Johannes Baptista van den Bossche was a refugee from the north and active in the Southers Netherlands. The manuscript is written in a clear, sophisticated, and almost calligraphical handwriting (by Johannes van den Bossche himself?) in two scripts: italic and a script reminding the civilité type. - Very well preserved. {BN#26608}

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Brewing Manual

Brewing [Brauerei] - Welhorn, Gregor, Ingolstädter Brauer (fl. um 1786). Ganz trefliche höchstgeheime Wissenschaften, und vollkomene Explicirung der... höchst nutzbaren edlen Bierbräukunst. Ingolstadt, 1786. Ingolstadt, 1786. Deutsche Handschrift auf Papier. (2), 86 SS. (davon 66f. und 70f. weiß). Pappband der Zeit mit gepr. Deckelschildchen, datiert "1786". 4to (170 x 195 mm).

EUR 3.500,00

Umfangreiches Rezeptbuch zur Braukunst, in sechs Kapitel unterteilt. Enthält neben den Erklärungen zur Reinigung der Gerste und zur Zubereitung und Gärung von Malz auch "geheime Kunstmittel" und "fürtreffliche Arcana", etwa "wie man ein völlig sauer gewordenes Bier wieder annehmlich machen kann". Der Haupttext umfasst die Seiten 1-63 der alt paginierten Handschrift; er ist von einer Hand durchgehend in sauberer Kurrente geschrieben einschließlich der dreiseitigen rühmenden Vorrede. Laut Eintrag am Vortitel (datiert 15. Feb. 1786) wurde das Rezeptbuch angelegt von Gregor Welhorn, "Bürgerlicher Büer Brauer in der Churfürstlichen Haubt- und Vestungsstadt Ingolstadt". Als urspünglicher Verfasser wird im Vorwort jedoch Melchior Schlögl genannt, "Professor", "praxator peritissimus" (hocherfahrener Brauer) und "einer der berühmtesten Breumeister in Deutschland", der das Buch "mit allen seinen geheimen Chunstmitteln und Hauptarcanen für sich selbst zu seinen eigenen Behuf" geschrieben habe, "alles haarklein beschrieben im Jahr 1782". Dieser "berühmte Frater" wird bezeichnet als "leiblicher Bruder" von Vicelinus Schlögl, einem der "führnehmsten Professoren" - nämlich des Bäckerssohns Anton Vicelinus Schlögl (1743-1811), der es nach seiner Ausbildung im Augustinerchorherrenstift Polling bei Weilheim bis zum Professor der Mathematik und Physik an der Universität Ingolstadt brachte; beim Brauer Melchior dürfte es sich um dessen jüngeren Bruder (1752-88) handeln, der unter der Ordensnamen "Quarinus" als regulierter Chorherr und Professor der Physik im oberbayerischen Kloster Rottenbuch wirkte und am Observatorium Hohenpeißenberg meteorologische Beobachtungen anstellte (vgl. zu beiden Poggendorff II, 805). - Auf den letzten Blättern finden sich wohl zumeist in den 1790er Jahren entstandene Notizen, etwa zu Malzeinkäufen und anderen Ausgaben, weitere Braurezepte oder ein Rezept zum Vertreiben von Fliegen und Mücken. Bemerkenswert ist auch ein Eintrag über die Verstoßung einer Frau nach nur drei Ehejahren: "selben Samstag nach Willibaldi 1797 ist sie von mir zu ihren Eltern geschaft worden, aber nicht von Oberigkeits wegen, sondern blos alleinig habe ich es gedan" (S. 68). - Einband berieben und bestoßen, Rücken fehlt. Am Beginn Bindung etwas gelockert, noch vor der Paginierung zwei Blätter zwischen S. 82 und 83 herausgeschnitten. Gebräunt bzw. etwas fleckig. {BN#47516}

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[Buddhist manuscript]. Sutra. Burma, [ca. 1896 ]. Burma, [ca. 1896 ]. 600 x 65 mm. 21 palm leaves between two painted wooden boards with cord.

EUR 1.250,00

Burmese manuscript in Pali, most likely a register of Buddhist monastic rules. - Signs of age. {BN#49412}

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[Buddhist manuscript]. Sutra. Siam, 19th century. Siam, 19th century. 180 x 40 mm. Manuscript on 22 palm leaves between two wooden boards with cord.

EUR 250,00

Signs of age. {BN#49420}

In meine Auswahl

[Buddhist manuscript]. Sutra. , 18th/19th century. , 18th/19th century. 310 x 30 mm. Manuscript on 80 palm leaves between two wooden boards with cord.

EUR 600,00

Signs of age. {BN#49421}

In meine Auswahl

[Buddhist manuscript]. Sutra. Tibet, 18th/19th century. Tibet, 18th/19th century. 340 x 100 mm. Manuscript on ca. 240 palm leaves between two wooden boards. In the original wrapping cloth.

EUR 1.500,00

Signs of age. {BN#49422}

In meine Auswahl

[Buddhist manuscript]. Sutra. , 18th/19th century. , 18th/19th century. 155 x 30 mm. Manuscript on ca. 90 palm leaves between two wooden boards with cord.

EUR 250,00

Signs of age. {BN#49423}

In meine Auswahl

[Buddhist manuscript]. Sutra. Tibet, 19th century. Tibet, 19th century. 355 x 90 mm. 38 ff. Printed from woodblocks, all edges red.

EUR 500,00

BN#49424 {BN#49424}

In meine Auswahl

[Buddhist manuscript]. Sutra. Bhutan, 18th/19th century. Bhutan, 18th/19th century. 330 x 100 mm. 77 leaves. In the original yellow wrapping cloth.

EUR 1.000,00

Browned. {BN#49425}

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[Buddhist manuscript]. Sutra. [Tibet?], 18th/19th century. [Tibet?], 18th/19th century. 550 x 50 mm. Manuscript on 25 palm leaves between two wooden boards with cord. All edges gilt.

EUR 850,00

Signs of age. {BN#49426}

In meine Auswahl

[Buddhist manuscript]. Sutra. [Tibet?], 18th/19th century. [Tibet?], 18th/19th century. 215 x 60 mm. Manuscript on 73 palm leaves between two painted wooden boards with cord.

EUR 950,00

Signs of age. {BN#49427}

In meine Auswahl

[Buddhist manuscript]. Sutra. [Burma ?], 18th/19th century. [Burma ?], 18th/19th century. 200 x 45 mm. 37 palm leaves in two wooden boards with cord.

EUR 950,00

Signs of age. {BN#49419}

In meine Auswahl