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Fleurimont, G. R. Médailles du règne de Louis XV. [Paris, 1736?]. [Paris, 1736?]. Folio (254 x 342 mm). Engraved frontispiece (by Cars, after F. le Moyne), title, dedication and 54 numbered plates. Contemporary red full morocco gilt, leading edges gilt, gilt inner dentelle. Gilt patterned endpapers. All edges gilt.

EUR 3.500,00

Early edition of this elegant documentation of the medals issued under the reign of Louis XV between 1715 (celebrating his accession) and 1736 ("L'Education de Monsieur le Dauphin"). The medals are shown with descriptive letterpress, within ornamental borders. Engraved throughout. The dedication to this work sometimes bears the name of Nicolaus Godonnesche and sometimes that of Fleurimont (as in this copy) and, according to Cohen/de Ricci, the number of plates varies: earlier issues are usually attributed to Godonnesche and have fewer plates, dated no later than 1736, while later ones contain up to 78 plates and bear the name of the series' continuator, Fleurimont (undated by Cohen/de Ricci). This copy would appear to fall beetween the two: an early, unexpanded issue by Fleurimont. - Provenance: from the library of the stationer Risley (Brewer) Risley (d. 1755), of Chetwood, Buckhinghamshire, with his armorial bookplate on pastedown. Later in the collection of Patricia Milne-Henderson, wife of the art historian Michael Jaffé, the director of the Fitzwilliam Museum (her bookplate). - Spine slightly worn, with traces of repairs at head and foot; hinges weakened. A beautifully bound set. {BN#46420}
¶ OCLC 83442862 (as here). Cohen/de Ricci 441 & 397. Kat. der Ornamentstichslg. Berlin, 4264 (33 plates, to 1727, signed by Godonnesche) & 4265 (70 plates, to 1746, signed by Fleurimont).

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Fortoul, H[ippolyte]. Les Fastes de Versailles depuis son origine jusqu'a... nos jours. Paris, Houdaille & Cie., 1844. Paris, Houdaille & Cie., 1844. (8), 327, (5) SS. Mit gest. Frontispiz, gest., altkol. Stahlstichtitel und 21 gest. Tafeln. Roter Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und -vergoldung. Dreiseitiger Goldschnitt; Marmorvorsätze. Gr.-8vo.

EUR 120,00

Zweite, anders ausgestattete Ausgabe (EA 1839) des schönen Werks über die Reichtümer der französischen Königsresidenz. Der Schriftsteller Hippolyte Fortoul (1811-56) wurde 1840 Professor für französische Literatur in Toulouse und machte sich um die Edition der Schriften des Abbé Sieyès verdient. Ab 1851 diente er als Unterrichtsminister. - Ecken und Kanten etwas bestoßen. Am Vortitel zeitgenöss. hs. Besitzvermerk "Annie A. Broadwood"; am Titel wiederum gezeichnet "Annie King" (dazu das kleine Monogrammexlibris "AAK" am vorderen Innendeckel). Papierbedingt durchgehend etwas gebräunt bzw. braunfleckig; die Tafeln meist weniger betroffen. {BN#17158}
¶ Hoefer 18, 227. Vgl. Brunet VI, 24177. Graesse II, 618.

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Gargiulo, Raffaele. Raccolta de monumenti più interessanti del Re. Museo... Borbonico e di varie collezioni private. Neapel, Museo Reale, 1825. Neapel, Museo Reale, 1825. Gest. Titel und 160 (dav. 1 gefalt.) Umriß-Kupfertafeln. Grüner strukturierter Pappband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und Fileten. Gr.-4to (235:282 mm).

EUR 750,00

Erste Ausgabe. - Die Tafeln zeigen antike Büsten, Skulpturen, Vasen, Leuchter, Rüstungen, Kannen, Tische, Wandbilder etc. Zum Keramiker R. Gargiulo (gest. 1858) vgl. Minghetti, Ceramisti (Milano, 1939). - Teils unbedeutend stockfleckig. Am Schluß beigebunden ist ein zeitgenöss. hs. Tafelverzeichnis (8 Bll.). Einband gering berieben. Aus der Bibliothek des Herzogs Max in Bayern (1808-88), Vater der Kaiserin Elisabeth von Österreich, mit dem charakteristischen Signaturschildchen am Rücken. {BN#24430}
¶ Brunet II, 1485. Borroni 1856 (nennen beide nur 80 Tafeln). Murray III, 45 (nennt 2 Bde. mit 200 Tafeln).

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Garnier, Charles. Le nouvel opera de Paris. Paris, Ducher et Cie., 1880. Paris, Ducher et Cie., 1880. 2 Bde. in einem (nur die beiden Tafelbände) mit zus. 75 Tafeln. Bd. 1: Vortitel in rot, Haupttitel in rot und schwarz, 1 Bl. Tafelverzeichnis, gest. Portrait, 35 Tafeln (num. 1-40; 5 doppelt gezählt). Bd. 2: Vortitel in rot, Titel in rot und schwarz, 1 Bl. Tafelverzeichnis, 40 Tafeln (num. 1-60; 20 Chromolithographien doppelt gezählt). Dabei: Vortitel des Textbands. Zusammen lose in roter Halbleinenmappe der Zeit mit goldgepr. Deckeltitel "Le Nouvel Opera de Paris | Bronzes" und vier Schließbändern. Imperial-Folio.

EUR 7.500,00

Erste Ausgabe. - Die Tafelbände des seltenen Prachtwerks zur "Opéra Garnier", des nach seinem Erbauer benannten, 1875 eröffneten neobarocken Pariser Opernhaus, eines der meistbestaunten Bauwerke seiner Zeit. Die Tafeln zeigen Pläne, Querschnitte und Aufrisse des Gebäudes, detailgenau gestochen nach Zeichnungen von Duchamp, Jasson, Riquois und anderen. Die prächtigen Chromolithographien (darunter auch vom berühmten Treppenhaus) vermitteln einen Eindruck von Reichtum und Luxus der Innenausstattung. "Mit einem Schlage wurde [Garniers] Name bekannt, als ihm 1861 in dem Wettbewerb um eine Neue Oper einstimmig der 1. Preis zuerkannt wurde [...] Mit dem unerhörten Aufwande von nahezu 50 Millionen Francs hat Garnier in seiner Oper das bis heute unübertroffene architektonische Prunkstück des modernen Paris geschaffen" (Thieme/B.). Zu den Tafeln hinzu kamen noch vier Bände mit Photographien von Durandelle sowie Garniers monographischer Textband, die hier nicht vorliegen. - Teils etwas berieben; ungefähr 10 Tafeln mit kl. Randläsuren (eine mit größerem Randeinriß). Alter Bibliotheksstempel ("Malmö Stadts Yrkesskolas Bibliotek") am vorderen Innendeckel. {BN#19083}
¶ Thieme/Becker 13, 205. Nicht im Kat. der Ornamentstichslg. Berlin.

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Gavarni, Paul [d. i. Chevalier, Sulpice Guillaume] / Méry, Joseph. Les Parures. Fantasie par Gavarni. Texte par Méry.... Histoire de la mode par le C.te Foelix [d. i. L. F. Raban]. Paris, (Lacour für) G. de Gonet, Martinon, Veuve Louis Janet sowie Karl Twietmeyer (Leipzig), [1850]. Paris, (Lacour für) G. de Gonet, Martinon, Veuve Louis Janet sowie Karl Twietmeyer (Leipzig), [1850]. (4), 300 SS. Mit handkol. gest. Frontispiz und 15 handkol. gest. Tafeln mit breiten, fein schablonengestanzten Spitzenborten und Schutzblättern aus Japanpapier. Goldgepr. roter Originalleinenband. Dreiseitiger Goldschnitt. Kl.-Folio.

EUR 600,00

Erste Ausgabe. - Reizendes Werk der französischen Modeillustration, das außer Kleidung und textilen Accessoires auch Juwelen- und Blumenschmuck zur Geltung bringt. Die 16 Stahlstiche von Geoffroy nach dem geschätzten Zeichner Gavarni (1804-66) enthalten "studies of beautiful women, fashionably attired for the most part, which were drawn in London. Méry wrote the 'fantasy' accompanying them to fit Gavarni's designs" (Ray). - Vorliegend die "appealing [...] special edition in which the steel engravings are printed and delicately colored on paper with borders cut to various lace patterns. So presented, Gavarni's designs become fashion plates of the first order" (ebd.). - Im selben Jahr erschien noch ein gleich aufgemachter weiterer, ebenfalls in sich selbständiger Band, worauf noch der Reihentitel "Perles et Parues" am Vortitel hindeutet. - Teils etwas stockfleckig; Einband mit winzigen Läsuren an den Kapitalen. Ungarischer Bibliotheksstempel. {BN#10970}
¶ Lipperheide Cm 9 (incpl.). Ray (French) 209A. Carteret III, 461. Vicaire 770f. Sander 469. OCLC 1533760. Nicht bei Colas.

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Gilbert, Antoine Pierre Marie. Description de la Basilique Métropolitaine de Paris. Paris, Le Clere, 1821. Paris, Le Clere, 1821. Kupferfrontispiz, X, II, 447 SS., 1 Bl. Mit 3 gest. Tafeln, davon 2 mehrfach gefaltet. Broschur der Zeit mit gedr. Rückenschildchen. Gr.-8vo.

EUR 180,00

Erste Ausgabe. - Kunsthistorische Studie Gilberts (1785-1858) zur Kathedrale Notre-Dame de Paris, von den früheren Kirchen am selben Ort bis zum berühmten Höhepunkt frühgotischer Baukunst (begonnen 1163, vollendet Mitte des 13. Jh.s). Die Kupferstiche zeigen Hauptfassade (Frontispiz) und Grundriß der Kathedrale sowie die bedeutenden Bauplastiken des Hauptportals. Sie stammen von Jacques Marie Véran (geb. 1780) aus Arles, der v. a. als Buchillustrator tätig war. - Unbeschnitten; anfangs tw. unaufgeschnitten. Durchgehend leicht stockfleckig. {BN#1490}

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Gilbert, Antoine Pierre Marie. Description de la Cathédrale d'Amiens. Amiens, Caron-Vitet, 1833. Amiens, Caron-Vitet, 1833. Kupferfrontispiz, III-XII, 380 SS. Mit 4 gest. Tafeln sowie einigen gest. Vignetten. Bedruckte Originalbroschur. Gr.-8vo.

EUR 220,00

Kunsthistorische Studie Gilberts (1785-1858) zur klassischen gotischen Kathedrale von Amiens (eine der besterhaltenen Frankreichs), begonnen 1220 und vollendet 1288. Die Kupferstiche zeigen die berühmte Haupt- (West-)Fassade (Frontispiz), den Grundriß der Kathedrale, die östliche Rückansicht sowie Innenansichten des Hauptschiffs und des Allerheiligsten. Sie stammen von Auguste Joron, Millet, Teillard sowie Charles P. J. Normand (1765-1840), der 1792 den Grand Prix gewonnen hatte. - Unbeschnitten; anfangs tw. unaufgeschnitten. {BN#1494}

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Hermbstädt, Sigismund Friedrich (Hrsg.). Magazin für Färber, Zeugdrucker und Bleicher. Berlin, kgl. preuß. akadem. Kunst- und Buchhandlung, 1815. Berlin, kgl. preuß. akadem. Kunst- und Buchhandlung, 1815. 2 Bde. (von 8) in einem. XIV, 330 SS. X, 262 SS. Mit zus. 10 gest. Tafeln (dav. 2 koloriert). Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschildchen. Dreiseitiger gesprenkelter Rotschnitt. 8vo.

EUR 380,00

Zweite, vermehrte Auflage dieser "Sammlung der neuesten und wichtigsten Entdeckungen, Erfahrungen und Beobachtungen, zur Beförderung und Vervollkommnung der Wollen-, Seiden-, Baumwollen- und Leinen-Färberei, der Zeugdruckerei, und der Kunst zu bleichen" (Untertitel). Vorliegend die beiden Bände 3 und 4. Der Erfurter Chemiker und Pharmazeut S. F. Hermbstaedt (1760-1833) war (seit 1810) erster Professor der Technologie an der Universität Berlin. - Papierbedingt schwach braunfleckig. Der Einband etwas berieben. {BN#18508}
¶ Nicht bei Schießl oder Kirchner. Vgl. Poggendorff I, 1082.

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Hoff, Johann Friedrich. Adrian Ludwig Richter. Maler und Radierer. Des Meisters... eigenhändige Radierungen [...]. Dresden, J. Heinrich Richter, 1877. Dresden, J. Heinrich Richter, 1877. XXXX, 489, (4) SS. Mit einem Portraitfrontispiz in Lichtdruck und einem 4seitigen lithogr. Brieffaksimile. Halbpergamentband der Zeit mit gepr. Rückentitel. Gr.-8vo.

EUR 110,00

Erste Ausgabe. - Erstes grundlegendes Werkverzeichnis. Durchgehend annotiertes Handexemplar mit zahlr. hs. Zusätzen, Verbesserungen und Anstreichungen in Bleistift, Buntstift und roter Tinte (um 1909, lt. dat. hs. Schenkungsvermerk). Mit Griffregister. Gutes Exemplar. {BN#3639}
¶ Thieme/Becker XXVIII, 299.

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Ilg, Albert (Hrsg.). Alt-Wien in Bild und Wort. Herausgegeben vom Wiener... Alterthumsverein und von der Redaction des Wiener Illustrirten Extrablattes. Wien, Verlag des Wiener Alterthumsvereins in Commission bei C. Gerold’s Sohn, 1893. Wien, Verlag des Wiener Alterthumsvereins in Commission bei C. Gerold’s Sohn, 1893. Titelblatt, 1 Blatt Vorwort, 105 (statt 109) Tafeln in Holzstich. Zusammen lose in Halbleinenmappe mit Bindebändern. Folio (Tafelgröße 29,5:46 cm).

EUR 180,00

Jede Tafel mit einer halbseitigen Ansicht. Zumeist mit Randläsuren (die Abbildung meistens nicht betroffen). Untere Ecke des Vorderdeckels der Mappe abgebrochen. Es fehlen die Tafeln 26, 53, 54 und 69. {BN#5478}
¶ Nicht in Slg. Mayer.

In meine Auswahl

[Inneneinrichtung]. Muster zu Zimmerverzierungen und Ameublements. Zweite Sammlung. Leipzig, Voss & Compagnie, 1795. Leipzig, Voss & Compagnie, 1795. (14) SS. Mit 24 zeitgenöss. kolorierten num. Kupfern auf 17 Tafeln. Zeitgenöss. Interimsbroschur mit gedr. Deckelschildchen. Qu.-Folio (238 x 378 mm).

EUR 1.750,00

Schöne Entwürfe für Möbel sowie Wand-und Deckenschmuck. Enthält "auf 24 colorirten Kupfertafeln, zwey Zimmerverzierungen im Ganzen; zwey Spiegeleinfassungen im Geschmack der Arabesken, einen Herrnhuter Ofen, Stühle im gothischen und neusten Geschmack; Gartenmeublen; drey Arbeitstische für Damen; eine Damentoilette in Form einer Commode; ein modernes Bureau für Damen; eine neue Facon einer Commode; englische Fensterrahmen; zwey Ofenschirme; verschiedene Stuhllehnen für Staats- und gemeinere Zimmer, ein ländliches Meublement von Stühlen, Tischen und Canapees aus knotigen und irregulären Aesten wilder Bäume; ein Trimeau oder Flötenkasten; zwey Gehäuse für Stutzuhren; eine Säule zur Verzierung großer Säle; eine englische Glockenlaterne; zwey Desseins zu Fußdecken; verschiedene Muster zu Bronzeleisten; Beschläge zu Kanapees, Stühlen, Consols, Bilderrahmen u. d.gl.; Pariser Bordüren zu Einfassung einfach tapezirter Zimmer" (zeitgenöss. Verlagsanzeige). - Deckel mit Einrissen; eine Tafel mit kl. Eckabriß (keine Bildberührung); die letzten beiden Tafeln lose. Aus der "wertvollen und umfangreichen Bibliothek der Familie Mittrowsky" (Hdb. der hist. Buchbestände) auf Schloß Szávas in Ungarn mit entspr. (teils gestrichenem) Besitzstempel und Deckelsignaturschildchen. Graf Johann Nepomuk Mittrowsky (1757-99), Militärarzt im Infanterieregiment des Grafen Lássy, ergänzte seine Bibliothek "vor allem mit medizinischer Literatur sowie mit Bohemica, Moravica und Silesiaca, die er größtenteils aus säkularisierten Klöstern in Mähren erwarb" (ebd.). {BN#30105}
¶ Vgl. Kat. der Ornamentstichslg. Berlin 3977 (nur 2. Aufl. der ersten Slg., ersch. 1794 mit nur 6 Tafeln).

In meine Auswahl

[Japanische Kunst]. Bijutsu sekai. Tokyo, Shun'yodo, 1891. Tokyo, Shun'yodo, 1891. 8vo. 18 woodblock prints (10 double-page); ink and color on mica-coated paper.

EUR 1.000,00

Volume 10 of "Bijutsu sekai" ("The World of Art"), the famous journal of woodblock prints edited by Watanabe Seitei (Shotei). The illustrations are derived from old and new paintings. Similar copies are held by the Harvard Art Museums/Arthur M. Sackler Museum. - Slight edge defects to wrappers, otherwise fine. {BN#44524}
¶ OCLC 37898366. Meiji shinbun zasshi bunko shozo zasshi mokuji soran 65.

In meine Auswahl

Tiroler Wallfahrtsbilder

Jezl, Jacob. Die vollständige Folge der "Schwarzmander" in der Innsbrucker... Hofkirche. [Innsbruck, um 1715]. [Innsbruck, um 1715]. 28 durchlaufend numerierte Radierungen (62:118 mm bei einem Blattmaß von 220:345 mm) auf 14 Bll. (jeweils recto u. verso bedruckt; die letzte in der Platte signiert). In losen Bogen ineinandergelegt, die Blätter jeweils von zeitgenössischer Hand mit ausführlicher dt. Beschreibung der Dargestellten versehen.

EUR 2.800,00

Bemerkenswertes Beispiel naiver Tiroler Volkskunst des Hochbarock. Die Radierungen dokumentieren das Skulpturenprogramm am Grabmal Kaiser Maximilians in der Innsbrucker Hofkirche und zeigen alle 28 um den Kenotaph des Kaisers wachenden "Schwarz-Mander". Die Bilder der hier komplett vorliegenden Folge wurden mit Sicherheit in der Innsbrucker Hofkirche auch einzeln als Wallfahrtsbilder ausgegeben. Während der handschriftliche Text dem Werk Mildorfers folgt, sind die Radierung völlig unabhängig von den dort veröffentlichten Abbildungen und wohl auch etwas früher als diese entstanden. - Der aus einer Innsbrucker Goldschmied- und Medailleurfamilie stammende Jakob Jezl (1677-1748) lernte das Radierhandwerk unter seinem gleichnamigen Vater, der der Regierung und den Ständen von Innsbruck wiederholt "kleinere Arbeiten lieferte" (Thieme/B.). Wie schon sein Vater verfertigte auch er "eine Reihe von Gelegenheitsbildern mit Darstellungen von Ehrenpforten, Wallfahrtsandenken, Exlibris u. dgl., doch alles ohne jegliche Kenntnis von Anatomie oder Perspektive. Besonders kläglich fiel der Stich der Bronzestatuen der Innsbrucker Hofkirche aus" (ebenda). Nur das erste und letzte Blatt etwas angestaubt bzw. im Rand leicht knittrig. Die ersten drei Radierungen zeitgenössisch koloriert. Die vollständige Serie in einem außergewöhnlich breitrandigen Exemplar und durchwegs klaren Abzügen auf gänzlich unbeschnittenen Bögen. Aus der Sammlung Josef Ringer. {BN#23337}
¶ Thieme/Becker XVIII, 549.

In meine Auswahl

Krafft, Albert. Catalogue de la Galerie de Tableaux Imperiale et... Royale au Belvedere a Vienne. Wien, H. F. Müller, 1845. Wien, H. F. Müller, 1845. XII, 274, (2) SS. Mit zwei mehrfach gefalteten, gestochenen Tafeln. Bedruckte Originalbroschur. 8vo.

EUR 60,00

Französische Ausgabe des erstmals 1837 (in deutscher Sprache) erschienenen Standardwerks. "Eine mit musterhafter Genauigkeit und Gründlichkeit ausgeführte Arbeit" (Wurzbach). - Albrecht Krafft, Sohn des Wiener Portraitmalers Peter Krafft (dieser ein Schüler von Tischbein und Füger), hatte - dem väterlichen Wunsche entsprechend - zugleich mit dem Gymnasium auch die Akademie der Bildenden Künste besucht, bevor er sich, eigenen Neigungen folgend, der Orientalistik zuwandte. "Von seinem geplanten krit. Katalog der kaiserl. Gemäldegal. im Belvedere, der etwa 10 Bände umfassen sollte, ist nur ein Band erschienen (1837), ein für seine Zeit vorzügliches Buch" (Thieme/B.). {BN#23514}
¶ Thieme/Becker 21, 384. Vgl. Wurzbach XIII, 99.

In meine Auswahl

Kramer, Eduard, Architekt, Schüler Otto Wagners (1874-1943). Skizze für die neuen Hotelbauten in Brioni. O. O., 16. X. 1905. O. O., 16. X. 1905. Fassadenaufriß (Bleistiftzeichnung mit gespritztem Hintergrund in Aquarellfarbe) mit eigenh. Beschriftung in Versalien, rechts unten eh. signiert und datiert. Zeitgenössisch auf Buntpapier montiert, rückseitig mit zwei Ringen zur Aufhängung versehen. 565:175 mm.

EUR 1.500,00

Ausnehmend dekorative und, wie an der zeitgenössischen Montage ersichtlich, bereits von Kramer zu Ausstellungs- bzw. Präsentationszwecken hergestellte Architekturzeichnung ganz im Stile seines Lehrers Otto Wagner, in dessen Spezialschule für Architektur er 1894/5 inskribiert war. Der in Galizien geborene "Kramer war freiberuflicher Architekt in Wien, wahrscheinlich war er am Bau des 'Meeres von Zinshäusern' (Altenberg) beteiligt, die zum Teil in umfangreichen Handbüchern am Anfang des Jahrhunderts publiziert wurden" (M. Pozzetto, Die Schule Otto Wagners 1894-1912 [Wien 1980], S. 235). {BN#16207}

In meine Auswahl

Le Brun, [Charles] . Conference sur l'expression generale et particuliere des passions,... enrichie de figures, suivant l'edition d'Amsterdam de l'année 1713. Conferenza sopra l'espressione generale e particolare delle passioni [...]. Verona, Agostin Carattoni, 1751. Verona, Agostin Carattoni, 1751. XXIII, (1), 111, (1) SS. Mit rad. Titel auf der Rectoseite des ersten Blatts und 32 (statt 52) rad. Tafeln. Marmorierter Pappband der Zeit. 8vo.

EUR 250,00

Theoretisches Hauptwerk des französischen Malers und Architekten Charles Lebrun (1619-90), posthum von verschiedenen Hörern veröffentlicht, hier in einer zweisprachigen französisch-italienischen Ausgabe. "Offering a theoretical basis for the pictorial representation of the passions, Charles Le Brun's 'Conférence sur l'expression générale et particulière' is one of the most emblematic projects of French classicism. The lecture was given in 1668 in front of the Académie Royale de Peinture et de Sculpture - the powerful Parisian institution which, under the aegis of Colbert, controlled the world of art - and only appeared in print a few years later when disciples of the master decided to publish it" (Line Cottegnies, "Codifying the Passions in the Classical Age: a few reflections on Charles Le Brun's scheme and its influence in France and in England", in: Etudes Epistémè 1 [2002]). - Einband stärker berieben; Rücken lädiert. Verblaßter zeitgenöss. hs. Besitzvermerk am Titel. {BN#29067}
¶ ICCU TO0E30365.

In meine Auswahl

Le Brun, [Charles]. Handwörterbuch der Seelenmahlerei. Zum gemeinnützigen Gebrauch, besonders für... Zeichner, Mahler und Liebhaber charakteristischer und allegorischer Darstellungen. Nebst zwei und funfzig in Kupfer gestochenen Köpfen, die vorzüglichsten Gemüthsbewegungen und Leidenschaften betreffend. Leipzig, Kleefeld, 1802. Leipzig, Kleefeld, 1802. VIII, 326 SS. Mit 13 gest. Tafeln. Pappband der Zeit mit gepr. Rückenschildchen. 8vo.

EUR 850,00

Erste deutsche Ausgabe der "Expression des passions de l'âme" (bei Fromm: "Traité de la physionomie"). Seltenes Werk über allegorische Malerei; enthält ferner ein interessantes Lexikon mit Begriffen zur Malerei der Gemütsverfassungen, Temperamente etc., illustriert mit Zeichnungen nach Charles Le Brun (1619-90). - Teils wasserrandig; der schlichte Einband am Rücken ausgeblichen. {BN#12016}
¶ Fromm 14617.

In meine Auswahl

Le Clerc, Sebastian. Abhandlung von der Theoretischen und Practischen Geometrie zum... Gebrauche der Künstler, Werk- und Baumeister. (Und:) Zugabe und Verbesserung der teutschen Übersetzung der Geometrie des Monsieur le Clerc. Augsburg, Johann Georg Hertel, 1756-1758. Augsburg, Johann Georg Hertel, 1756-1758. XXXVIII, 272 SS. Titel in rot und schwarz. Mit gest. Frontispiz (G. Eichler del., E. Eichel sculps.) und 45 gefalt. Kupfertafeln. Beibindung: 19, (1) SS. Zeitgenöss. Lederband auf 5 Bünden mit reicher Rückenvergoldung und goldgepr. rotem Rückenschildchen. Dreiseitiger Rotschnitt. Marmorvorsätze. 8vo.

EUR 350,00

Klassisches Lehrbuch des konstruktiven Zeichnens; die geometrischen Tafeln mit hübschen Veduten geziert. - Der Lothringer Radierer und Stecher Sébastien Le Clerc (1637-1714), Sohn eines Metzer Goldschmids, studierte in Paris Geometrie, Perspektive und Mathematik und wurde 1660 Militäringenieur des Marschalls Henri de La Ferté-Senneterre. 1665 machte er die Bekanntschaft des Charles Lebrun; Jean-Baptiste Colbert vermittelte ihn an die Gobelin-Manufaktur. Ab 1672 war er Professor für Perspektive an der Académie royale de peinture et de sculpture. - Hübsch gebundenes Exemplar. {BN#25813}

In meine Auswahl

Leitner, Quirin. Die hervorragendsten Kunstwerke der Schatzkammer des österreichischen Kaiserhauses. Wien, Holzhausen, 1870-1873. Wien, Holzhausen, 1870-1873. 5 unn. Bll., 100 Originalradierungen von W. Ungar, J. G. Fahrnbauer, E. Schuhmann u. a. Originalhalblederband mit Rückentitel und -vergoldung sowie etwas Deckelblindprägung. Imperial-Folio.

EUR 850,00

Exemplar der Subskriptionsausgabe auf besserem Papier; Titel- und Tafelverzeichnis hier noch zweisprachig im dt./englischen Paralleltext vorliegend. Im Auftrag des Obersthofkämmers Franz Graf Folliot de Crenneville veranstaltetes Prachtwerk, das die von Quirin Leitner initiierte Neuaufstellung der Schatzkammer dokumentiert. Die hervorragend gestochenen Abbildungen zeigen die wichtigsten Objekte der kaiserlichen Sammlungen, darunter Kunstkammerobjekte wie Cellinis Salzfass, die Kronjuwelen, Uhren, aber auch Prachthandschriften. Das vorgebundene gedruckte Subskriptionsblatt weist unser Exemplar als jenes des "Herrn Josef Kalous, Realitaetenbesitzer, Ritter des San Silvesterordens etc." aus. - Die vordere Einbanddecke oben mit kl. Wasserschaden, innen jedoch tadellos und fleckenfrei. {BN#19495}
¶ ÖBL V, 121.

In meine Auswahl

[Lennox - Luftschiffahrt]. Das erste Luft-Post-Schiff genant der Adler nach der... Natur getreu abgebildet. O. O., um 1835. O. O., um 1835. Kupferstich, 395:261 mm.

EUR 950,00

Interessanter deutscher Kupferstich, der das von Gf. Lennox 1834/35 in London konstruierte Luftschiff zeigt und ausführlich beschreibt. "In 1835, the comte de Lennox built the 'Eagle', a cigar-shaped airship that he displayed in London. This craft had four large paddles on either side that 'experimental sailors' were to turn back and forth like the oars of ancient ships. No evidence exists that Lennox tried to fly his invention, nor is there any reason to think it would have worked if he had tried" (Don Berliner, Aviation: Reaching for the Sky [1997], p. 33). "[The airship of 98,700 cubic feet capacity] is of interest because a small balloon or ballonet, 7,050 cubic feet contents, was placed inside the larger one for an air filling. A car 66 feet in length was rigged beneath the envelope by means of ropes eighteen inces long. Above the car the envelope was provided with a long air cushion in connection with a valve. The intention was by compression of the air in the cushion and the inner balloon, to alter the height of the airship, in order to travel with the most favourable air currents. The motive power was 20 oar propellers worked by men. The airship proved to be too heavy on completion to lift its own weight, and was destroyed by the onlookers" (George Whale, British Airships: Past, Present and Future [1919], p. 16). - Stellenweise unbedeutend braunfleckig; gering knittrig. Faltspuren. {BN#23983}
¶ Vgl. die formatgleiche Handzeichnung, dat. 1838, beschr. im ILA-Kat. Liebmann/Wahl (1912), Nr. 136; wahrscheinlich Vorzeichnung zu oder Kopie nach unserem Stich.

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