Sortieren nach:

Ado von Vienne. Breviarium chronicorum ab origine mundi ad sua usque... tempora, id est, ad regnum Ludovici Francoru[m] regis cognomento Simplicis, An. Domini 1353. Basel, (Peter Perna), 1568. Basel, (Peter Perna), 1568. 236 (falsch: 226), (36) SS. Mit Holzschnittdruckermarke am Titel und siebenzlg. figuraler Holzschnittinitiale. Spät. Pergamentband mit Bindebändern. 8vo.

EUR 850,00

Erste Einzelausgabe der Weltchronik des Ado, im 9. Jh. Erzbischof von Vienne bei Lyon. "[Gehet] von der Schöpfung der Welt bis 874 [..., ist] aber von einer andern Hand bis 879 fortgesetzt worden. Es ist in den ältern Zeiten sehr kurz; die Geschichte der Fränkischen Könige der ersten Linie ist aus den Gestis regis Francorum entlehnet, in den neuern Nachrichten aber wirft man ihm viele Fehler vor" (Jöcher/A.). Erstmals 1522 in Paris separat gedruckt; nach einer weiteren Pariser Ausgabe von 1561 stellt die vorliegende, von Guillaume Morel besorgte die dritte Einzeledition dar. - Sehr sauberes, wohlerhaltenes Exemplar; am Titel Ausscheidestempel der Stadtbibliothek Douai. {BN#18265}
¶ VD 16, A 286. Adams A 153. Jöcher/A. I, 229. Nicht bei BM-STC German.

In meine Auswahl

Agricola, Georg. De ortu & causis subterraneorum lib. V. [und... vier weitere Werke]. Basel, Froben, 1558. Basel, Froben, 1558. (8), 470, (22) SS. Mit einem ganzseitigen Textholzschnitt. Rotbrauner Maroquinband des 17. Jahrhunderts auf vier Doppelbünden mit goldgeprägten Deckelfileten und ornamentalen Mittelstücken, Rückenschildchen und -vergoldung. Folio.

EUR 5.800,00

Sehr seltene zweite Ausgabe der erstmals 1548 veröffentlichten Schriften Agricolas zu Geologie, Mineralogie, Bergwesen und Alchemie. Enthält neben "De natura fossilium" (lt. Grolier/Horblit 2a the "first handbook of modern systematic mineralogy") die ebenfalls nie als Einzelausgaben erschienenen Schriften "De ortu et causis subterraneorum" ("A treatise on geology discussing underground heat and vapors", Stillwell), "De natura eorum quae effluunt" ("relates to subterranean waters and gases, ibidem) sowie "De veteribus & novis metallis". "In 'De Ortu et Causis Subterraneorum' Agricola made an important contribution to physical geology. He recognized the influence of water and wind on the shaping of the landscape and gave a clear account of the order of the strata he saw in the mines. Writing on the origin of mountains, he describes the eroding action of water as their cause with a perspicacity much in advance of his time" (PMM 79). Der zuletzt beigegebene "Bermannus" bringt am Ende das erste lateinisch-deutsche Wörterbuch bergmännischer Begriffe. - Der schöne Holzschnitt zeigt Musteranlagen von Thermal- und Heilbädern. - Durchgehend meist in der oberen Hälfte etwas wasserrandig. Der hübsche Einband am unteren Kapital unmerklich restauriert. Exlibris der "M. Boulton's Library, Soho" im vorderen Innendeckel, am Titel frühere Besitzvermerke eines "Cha. Brown" sowie von "J. Amson MD" (beide wohl noch aus dem 17. Jhdt.). {BN#14031}
¶ VD 16, A 921. Ferguson I, 9. Hoover 15. Darmstaedter, Agricola 89. Vgl. Freilich 11 (EA) sowie Stillwell (Science) IV, 562-565 (letztere einzeln für die hier enthaltenen Werke).

In meine Auswahl

Albertus Magnus. De natura locoru[m]. Libru[m] mira eruditio[n]e & singulari... fruge refertu[m], & iam primu[m], summa dilige[n]tia revisum [...]. (Wien, Hieronymus Vietor & Johannes Singriener für Leonhard & Lukas Alantsee, 1514). (Wien, Hieronymus Vietor & Johannes Singriener für Leonhard & Lukas Alantsee, 1514). (104) SS. Mit breiter Holzschnitt-Titelbordüre und ganzseitigem Wappenholzschnitt Maximilians I. am letzten Bl. verso. Papierrücken. 4to.

EUR 8.500,00

Sehr seltene erste Ausgabe dieser allgemeinen Erdbeschreibung, in der Albertus die Anfänge der naturwissenschaftlichen Geographie als selbständige Disziplin markiert und erstmals den Versuch einer vergleichenden Erdkunde unternimmt. Herausgegeben durch den bayerischen und überwiegend in Wien tätigen Mathematiker, Astronomen und Astrologen Georg Tannstetter. Zugleich ein frühes Americanum: Erwähnung von Vespuccis Reisen auf Bl. d4r. "Interesting to the American collector on account of a marginal note relating to Vespuccius, which seems to have been inserted with movable type, on the recto of the last leaf in signature d, after the book had been printed" (Sabin). Auch der zeitgenössische Besitzer hat den Namen durch eine eigene Marginalie "Vespucius" hervorgehoben. Außerdem behandelt wird der Mittlere Osten mit dem "sinus Persicus" und "sinus Arabicus" (Bl. l4r). Am Schluß gibt Tannstetter eine kurze Aufstellung der bisher ungedruckten Werke von Albertus, hier mit der zeitgenössischen handschriftlichen Ergänzung "De vegetabilis et plantis" (wie auch das Exemplar bei Denis sowie das in der BSB). - Bindung zu Beginn etwas gelockert; kl. Hinterlegung am oberen Rand des Titels (r/v). Mehrere Marginalien der Zeit. Stellenweise schwach fingerfleckig; im ganzen sauber und sehr hübsch erhalten. {BN#27526}
¶ VD 16, A 1345. IA 102.526. Alden/L. 514/1. Sabin 671. JCB I, 58. Harrisse 76.

In meine Auswahl

Amaseo, Romolo. De pace oratio. Krakau, Mathias Scharfenberger, 1530. Krakau, Mathias Scharfenberger, 1530. 13 nn. Bll., 1 w. Bll. Mit architektonischer Titelbordüre in Holzschnitt. Kleisterpapierbroschur um 1900. 4to.

EUR 3.500,00

Sehr seltene erste Ausgabe der bedeutenden Türkenschrift des 1552 in Udine verstorbenen Humanisten. Amaseo hatte die vorliegende, lt. Apponyi "sehr schöne, interessante" Rede am 1. Jänner des Jahres vor dem Kaiser, dem Papst und 30 Kardinälen in Bologna gehalten, und zwar unmittelbar, "nachdem der Friede zwischen den beiden Fürsten am Vorabend feierlich verkündet worden war. Der Redner hofft, daß der zwischen den christlichen Potentaten nunmehr gesicherte Friede es ermöglichen werde, den Türken endlich aufs Haupt zu schlagen [...] Amaseo wurde später vom Papst Paul III. in diplomatischen Missionen nach Polen gesandt, es scheint aber, daß er schon damals hohe Gönner dortselbst hatte, sonst wäre wohl die in Bologna gehaltene Rede nicht noch im selben Jahr in Krakau gedruckt worden" (Apponyi). - Auf dem von vierteiliger Holzschnittbordüre eingefaßten Titelblatt ein Dekastichon von Anianus Burgonius "in commendationem Romuli". - Nicht auf dt. oder internationalen Auktionen seit 1970, kein Ex. über OCL nachweisbar. Tadelloses Exemplar des seltenen Krakauer Drucks. {BN#10767}
¶ Göllner 359. Apponyi 1670. Sturminger 1. IA 1054.548. Wierzbowski 1061. Edit 16, CNCE 1486 (zwei Exemplare). Nicht bei Adams.

In meine Auswahl

[Amman, Jost/Weigel, Hans. Habitus praecipuorum populorum, tam virorum quam foeminarum singulari... arte depicti. Trachtenbuch darin fast allerley und der furnembsten Nationen die heutigs tags bekandt sein. Nürnberg, Hans Weigel, 1577]. Nürnberg, Hans Weigel, 1577]. 161 (statt 220) Holzschnitttafeln, im frühen 19. Jahrhundert aufgezogen, koloriert und teils auf dem hinterlegten Träger ergänzt. Späterer Halblederband unter Verwendung eines Rückenschildchens des 18. Jahrhunderts. Dreiseitiger gesprenkelter Rotschnitt. Folio (204 x 325 mm).

EUR 14.000,00

Erstausgabe von Jost Ammans enzyklopädischem Trachtenbuch. Wie meist fragmentarisch erhaltenes Exemplar, die Tafeln im frühen 19. Jahrhundert vom Besitzer, dem ausgebildeten Württemberger Landschaftsmaler Jakob Linckh (1786-1841; vgl. Thieme/B. 23, 254), auf Trägerpapier aufgezogen, durchgehend leuchtend handkoloriert und bis in die Bildlegenden kunstgerecht ergänzt. Linckh, der mehrere Studienaufenthalte in Rom verbracht hatte, war 1810 mit Baron Stackelberg nach Griechenland gereist, wo er sich mit Byron anfreundete und - gemeinsam mit Charles Cockerell - von diesem beauftragt wurde, die Illustrationen für Hobhouses Reisewerk anzufertigen. - Es fehlen 59 Kostümtafeln vollständig; die übrigen am Rand knapp beschnitten und zumeist mit erheblichen Ausrissen und Fehlstellen in der unteren Bildhälfte. Obwohl die vorliegende Zusammenstellung wie im Original mit der Darstellung des Kaisers beginnt, folgen die weiteren Holzschnitte keiner erkennbaren Anordnung. 20 Tafeln zeigen Kostüme aus der Türkei, Arabien, Persien, Ägypten und Äthiopien; außerdem zu sehen sind Griechen, Russen und Engländer. Allein 28 Tafeln sind dem heutigen Italien gewidmet; neben Frankreich und Spanien, Böhmen und Ungarn sind vor allem die deutschen Städte vertreten. Vorhanden ist außerdem die berühmte Darstellung der brasilianischen Tupinamba-Indianer: ein Mann mit Federkrone und -Gürtel, Kurzschwert sowie Pfeil und Bogen, neben ihm eine langhaarige Frau mit Kleinkind im Tragetuch. Der Holzschnitt ist eine Abwandlung nach Darstellungen in Francois Descerpzs "Recueil de la diversité des habits" (Paris, 1562; Antwerpen, 1572) und gilt als "one of the first likenesses of the Brazilian Indian" (Borba de Moraes). - Jakob Linckhs eigenh. Besitzvermerk (dat. 1825) am Titel; etwas späterer Besitzstempel "Anton Franzin" am Vorsatzblatt (möglicherweise identisch mit dem gleichnamigen Tiroler Gerichtsbeamten, um 1840). {BN#28741}
¶ VD 16, W 1487 (Ex. der BSB incpl.). Lipperheide 7-8 (beide incpl.). Andresen I, 234. Becker 140. Borba de Moraes II, 373f. Maggs, Bibl. Americana 1-214 ("This book is excessively rare in a complete state").

In meine Auswahl

Antwerpen - Steuerrecht. Placcaet ende Ordinantie Onsheeren [!] des Conincx, ghemaect... opt stuck vander Collectatie, van eenen hondersten penninck, vande roerende ende onroerende goeden, gheaccordeert byde Staten van herwaertsovere [...]. Antwerpen, Willem Silvius, 1578. Antwerpen, Willem Silvius, 1578. (2), 6 SS. (A4). Mit Wappenholzschnitt (Antwerpen) am Titel. Mod. roter Halblederband mit goldgepr. Rückentitel. 4to.

EUR 750,00

Sehr seltene niederländische Ausgabe dieses Erlasses über die Einhebung von Steuern auf bewegliche Güter und Immobilien. Am 21. November 1576 proklamiert und 1577 überarbeitet; im Gegensatz zum Brüsseler Erstdruck von 1576 in Bibliotheken praktisch nicht nachweisbar. Es erschien auch eine französische Ausgabe ("Edict et ordonnance du roy nostre sire sur le fait de la levée & collectation d'un centiesme denir des biens meubles & immeubles"; Brüssel 1576). - Sauberes, breitrandiges Exemplar mit unbeschnittenen Büttenrändern. {BN#18225}
¶ Valkema Blouw 6084. OCLC 80825067 (ohne Standortnachweis). Vgl. Goldsmiths'-Kress 183.

In meine Auswahl

Aus dem Besitz des Miniaturmalers Johann Spiegler, Titel koloriert

Apian, Petrus. Inscriptiones sacrosanctae vetustatis non illae quidem Romanae, sed... totius fere orbis summo studio ac maximis impensis Terra Marique conquistae feliciter incipiunt. Ingolstadt, P. Apianus, 1534. Ingolstadt, P. Apianus, 1534. (40), DXII, (8) SS. Rot-schwarz gedruckter Titel mit großem, um 1730 koloriertem Emblemholzschnitt nach Albrecht Dürer; am letzten Bl. verso Holzschnittdruckermarke. Mit koloriertem Holzschnittwappen des Raimund Fugger, 7 großen Holzschnittinitialen mit astronomischen und mathematischen Motiven, und 184 Holzschnittillustrationen; Text praktisch durchgehend von wechselnden vierteiligen Holzschnittbordüren eingefaßt. Pergamentband der Zeit mit hs. Rückentitel auf 3 durchzogenen Bünden. Folio (210:294 mm).

EUR 9.500,00

Einzige Ausgabe. - Das auf Kosten des Bankiers Raimund Fugger herausgegebene Werk versammelt antike Inschriften und Statuen aus ganz Europa, letztere aus Fuggers eigener Sammlung. Der Text beruht auf älteren Studien von Peutinger, Pirckheimer und anderen. Außerordentlich schön ausgestattete Produktion aus der Privatpresse des als Mathematiker und Geographen bekannten Petrus Apianus (1495-1552); "ein wirklich bedeutendes Zeugnis aus Apians Schaffen auf nicht-mathematischem Gebiet" (Günther). Der Titelholzschnitt von Hans Brosamer (nach Dürer) sowie der Fugger'sche Wappenholzschnitt von M. Ostendorfer hier in prächtigem, goldgehöhtem Originalkolorit, zweifellos ein Werk des am Titel unter dem Impressum signierenden Vorbesitzers Johann Spiegler ("Annumeror libris Joannis Spiegleri Juliomagensis"), der als während der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts wirkender Konstanzer Miniaturmaler bekannt ist (vgl. Brun, SKL III, 1913) und in der Forschung zum Teil mit dem Konstanzer Maler Franz Joseph (Johann) Spiegler (1691-1757; vgl. Thieme/Becker XXXI, 370f.) gleichgesetzt wird. - Gegen Ende kl. Feuchtigkeitsspuren im Bug mit kl. Einrissen; gelegentliche Papierverluste alt hinterlegt; die bis weit in den Rand hinein bedruckte Seite tt1r mit Verlust des letzten Zeichens der rechten Spalte. Außergewöhnlich ansprechendes Exemplar, zuletzt in der Sammlung des Marylander Pharmainvestors Charles W. Newhall. {BN#27149}
¶ VD 16, A 3086. IA 106.422. Adams A 1291. BM-STC German 37. Stalla 85. Brunet I, 342. Van Ortroy 109. Günther (Apian) 20f. (ausf.).

In meine Auswahl

Aus der Bibliothek der Grafen Kaunitz

Apian, Petrus. Inscriptiones sacrosanctae vetustatis non illae quidem Romanae, sed... totius fere orbis summo studio ac maximis impensis Terra Marique conquistae feliciter incipiunt. Ingolstadt, P. Apianus, 1534. Ingolstadt, P. Apianus, 1534. (40), DXII, (8) SS. Rot-schwarz gedruckter Titel mit großem Emblemholzschnitt nach Albrecht Dürer; am letzten Bl. verso Holzschnittdruckermarke. Mit Holzschnittwappen des Raimund Fugger, 7 großen Holzschnittinitialen mit astronomischen und mathematischen Motiven sowie 184 Holzschnittillustrationen; Text praktisch durchgehend von wechselnden vierteiligen Holzschnittbordüren eingefaßt. Lederband des 18. Jhs. mit goldgepr. Deckelsupralibros des Maximilian Ulrich von Kaunitz-Riedberg; Spuren eines gepr. Rückenschildchens auf 5 Bünden. Dreiseitiger gesprenkelter Rotschnitt. Folio (210:292 mm).

EUR 3.500,00

Einzige Ausgabe. - Das auf Kosten des Bankiers Raimund Fugger herausgegebene Werk versammelt antike Inschriften und Statuen aus ganz Europa, letztere aus Fuggers eigener Sammlung. Der Text beruht auf älteren Studien von Peutinger, Pirckheimer und anderen. Außerordentlich schön ausgestattete Produktion aus der Privatpresse des als Mathematiker und Geographen bekannten Petrus Apianus (1495-1552); "ein wirklich bedeutendes Zeugnis aus Apians Schaffen auf nicht-mathematischem Gebiet" (Günther). Titelholzschnitt von Hans Brosamer nach Dürer; der Fugger'sche Wappenholzschnitt von M. Ostendorfer. - Einband berieben und an Ecken und Kanten bestoßen. Titel und Schlusseite angestaubt; zu Beginn schwacher Wasserrand. Textbereich der bis weit in den Rand hinein bedruckten Seite tt1r eingefaltet (Beschnitt berührt eben das letzte Zeichen der rechten Spalte; die Abbildung der Statue gering angeschnitten). Am Titel hs. Besitzvermerk des Grafen Leopold Wilhelm von Kaunitz (1614-55), datiert 1647; am letzten Blatt recto (von dessen Hand?) Eintragung zu einem Grab des 15. Jahrhunderts in der Pfarrkirche Everdingen: "Hie liegt begraben der edel undt veste Herr Christianus Haymon von Harteneck, welcher gestorben ist an der plag der Francosen." Um 1720 gebunden für Leopold Wilhelms Enkel Maximilian Ulrich Graf von Kaunitz-Rietberg (1679-1746), kaiserlicher Staatsmann und ab 1720 Landeshauptmann von Mähren, Vater des Staatskanzlers Wenzel Anton von Kaunitz-Rietberg. {BN#34141}
¶ VD 16, A 3086. IA 106.422. Adams A 1291. BM-STC German 37. Stalla 85. Brunet I, 342. Van Ortroy 109. Günther (Apian) 20f. (ausf.).

In meine Auswahl

Apollonios von Rhodos. Argonauticorum libri quatuor, nunc primum latinitate donati, atque... in lucem editi. Ioanne Hartungo interprete. Acceßit locuples rerum & verborum memorabilium index. Basel, (Kolophon: Johannes Oporin, Februar 1550). Basel, (Kolophon: Johannes Oporin, Februar 1550). (32), 226, (28) SS., l. w. Bl. Mit 2 figuralen Initialen in Holzschnitt. Pergamentband der Zeit mit goldgepr. Rückenschildchen. Dreiseitiger gesprenkelter Rotschnitt. 8vo.

EUR 1.400,00

Erste lateinische Ausgabe; die einzige lateinische Versübertragung des 16. Jhs. Das bedeutendste, einzig vollständig überlieferte Epos des alexandrinischen Hellenismus in der Nachfolge Homers war von großen Einfluß, auch auf Vergil. - Der Philologe J. Hartung (1505-79), der sein Studium der Theologie, Philosophie und Jurisprudenz in Heidelberg aus finanziellen Gründen wiederholt unterbrechen und sich als Lehrer, Begleiter des Grafen von Falkenstein und Soldat in Ungarn verdingen mußte, erhielt 1537 eine Gräzistikprofessur in Heidelberg. 1546 folgte er "einem Ruf als Professor der griechischen und hebräischen Sprache an die Universität Freiburg/Br., wo er zeitweise auch Poesie lehrte" (DBE). - Hartungs Widmung richtet sich an den Freiburger Juristen Johann Venator: Hartung habe "beim Übersetzen oft an den Nägeln kauen, sich den Kopf kratzen müssen, bis er verderbte Stellen wiederhergestellt, Dunkles verstanden habe. Er möge das Werk dafür umso mehr schätzen; zudem habe er diesen Dichter schon lange geliebt und beherrsche die griechische Sprache so gut, dass er sie schon öffentlich mit grossem Erfolg gelehrt habe. Was wenige Vertreter seines Faches vermöchten" (Hieronymus). Mit Widmungsgedichten von Joachim Mynsinger, Jacob Micyllus und Balthasar Acanthius; auf diese folgen "griechische Textverbesserungen gegenüber der Aldina und der Frankfurter Ausgabe mit lateinischen und zum Teil - ganz ungewöhnlich - deutschen (in Fraktur!) Erklärungen" (Hieronymus). - Durchgehend etwas (teils stärker) gebräunt. Kl. Stempel der Bibliothek Bonclerici am Titel. {BN#6791}
¶ VD 16, A 3132. IA 106.503. Hoffmann I, 215. Schweiger I, 38. Hieronymus, Griechischer Geist 188. Nicht bei Adams oder BM-STC German. Nicht bei Dibdin oder Moss.

In meine Auswahl

Handbuch für angehende Prostituierte

Aretino, Pietro. La prima [-seconda] parte de ragionamenti di M.... Pietro Aretino, cognominato il flagello de prencipi, il veritiero, e'l divino, divisa in tre giornate, la contenenza de le quali si porra ne la facciata seguente. Veritas odium parit. Bengodi [d. i. London, John Windet f. John Wolfe], "21. Oktober 1584". Bengodi [d. i. London, John Windet f. John Wolfe], "21. Oktober 1584". 3 Tle. in 1 Bd. (12), 228, (8), 401, (1), 142 SS., l. w. Bl. Mit Textholzschnitt (Teil III, S. 107). Ohne das weiße Bl. zu Beginn und die beiden w. Bll. am Ende des 2. Teils. Lederband des 18. Jhs. mit mehrfachen Deckelfileten, Rückentitel und hübscher Rückenvergoldung. Stehkanten- und Innenkantenvergoldung. Marmorvorsätze. Dreiseitiger Rotschnitt. 8vo.

EUR 1.800,00

Zweiter Nachdruck (im Originalverlag) der ersten Sammelausgabe von Aretinos berühmten "Unterhaltungen", welche John Wolfe 1584 in London druckte. Nach Brunet existieren, das Original eingeschlossen, vier verschiedene Ausgaben, die alle das Jahr "1584" am Titel tragen (wovon unsere die zweite darstellt), sämtlich in sehr kleiner Auflage gedruckt und "entre lesquelles, jusqu'ici, il y a eu peu de différence pour le prix" (Brunet). Erst durch die Forschungen Woodfields wurde eine Unterscheidung und Lokalisierung der Nachdrucke möglich, aber das Nordmann-Exemplar mit dem gleichen Impressum wie vorliegend wird dennoch katalogisiert als "extrement rare [...] comme les 3 autres" (Bibliothèque érotique Gérard Nordmann. Christie's Paris, 27. IV. 2006, lot 34 [est. EUR 20,000-30,000]). - Erster und zweiter Teil enthalten jeweils drei 'giornate', während der dritte betitelt ist "Commento di Ser Agresto da Ficarvolo (= Annibale Caro) sopra la prima ficata del Padre Siceo (= F. M. Molza). Con la diceria de nasi". - Schöne Sammelausgabe der Dialoge Pietro Aretinos (1492-1556), des großen italienischen Satirikers und Günstlings Giovanni de'Medicis, dessen freizügige Werke ihn so berühmt wie berüchtigt machten. Im Jahre 1558 wurde sein Gesamtwerk auf den Römischen Index gesetzt. Die Dialoge behandeln die drei Erscheinungsformen italienischer Frauen, nämlich Nonne, Ehegattin, Hure, "although the work is more a training manual on how to become a prostitute" (H. P. Kraus. Cat. 204, 8). - Ecken bestoßen. Etwas gebräunt; recht knapp beschnitten. In Teil II das Bl. E6 mit oberem Eckausriß (Verlust der Paginierung). Vorsatz mit aufgeklebtem Katalogausschnitt; am vorderen Innendeckel gest. Wappenexlibris des Florentiner Domherrn Giulio del Riccio (gest. 1750). {BN#30563}
¶ Woodfield 46-47. Enfer 209-211. Edit 16 CNCE 2483 (nur Tle. I und II; nur 2 Ex. im Vatikan und Mailand). BM-STC Italian 518. IA 107.119: "At least 4 different editions." Brunet I, 411. Gamba 1201. Nicht im STC (urspr. 19912).

In meine Auswahl

Handbuch für angehende Prostituierte

Aretino, Pietro. La prima [-seconda] parte de ragionamenti di M.... Pietro Aretino, cognominato il flagello de prencipi, il veritiero, e'l divino, divisa in tre giornate, la contenenza de le quali si porra ne la facciata seguente. Veritas odium parit. Bengodi [d. i. London, John Windet f. John Wolfe], "21. Oktober 1584" [recte: ca. 1597]. Bengodi [d. i. London, John Windet f. John Wolfe], "21. Oktober 1584" [recte: ca. 1597]. 3 Tle. in 1 Bd. (12), 228 SS. 1. w. Bl., (8), 401, (1) SS., 2 l. w. Bll. 142 SS., l. w. Bl. Mit Textholzschnitt (Tl. III, S. 107). Flexibler Pergamentband im Stil der Zeit. 8vo.

EUR 1.500,00

Zweiter Nachdruck (im Originalverlag) der ersten Sammelausgabe von Aretinos berühmten "Unterhaltungen", welche John Wolfe 1584 in London druckte. Nach Brunet existieren, das Original eingeschlossen, vier verschiedene Ausgaben, die alle das Jahr "1584" am Titel tragen (wovon unsere die zweite darstellt), sämtlich in sehr kleiner Auflage gedruckt und "entre lesquelles, jusqu'ici, il y a eu peu de différence pour le prix" (Brunet). Erst durch die Forschungen Woodfields wurde eine Unterscheidung und Lokalisierung der Nachdrucke möglich, aber das Nordmann-Exemplar mit dem gleichen Impressum wie vorliegend wird dennoch katalogisiert als "extrement rare [...] comme les 3 autres" (Bibliothèque érotique Gérard Nordmann. Christie's Paris, 27. IV. 2006, lot 34 [est. EUR 20,000-30,000]). - Erster und zweiter Teil enthalten jeweils drei 'giornate', während der dritte betitelt ist "Commento di Ser Agresto da Ficarvolo (= Annibale Caro) sopra la prima ficata del Padre Siceo (= F. M. Molza). Con la diceria de nasi". - Schöne Sammelausgabe der Dialoge Pietro Aretinos (1492-1556), des großen italienischen Satirikers und Günstlings Giovanni de'Medicis, dessen freizügige Werke ihn so berühmt wie berüchtigt machten. Im Jahre 1558 wurde sein Gesamtwerk auf den Römischen Index gesetzt. Die Dialoge behandeln die drei Erscheinungsformen italienischer Frauen, nämlich Nonne, Ehegattin, Hure, "although the work is more a training manual on how to become a prostitute" (H. P. Kraus. Cat. 204, 8). - Etwas gebräunt bzw. braunfleckig, vereinzelt auch wasserrandig, mit wenigen Randläsuren. {BN#30565}
¶ Woodfield 46-47. Enfer 209-211. Edit 16 CNCE 2483 (nur Tle. I und II; nur 2 Ex. im Vatikan und Mailand). BM-STC Italian 518. IA 107.119: "At least 4 different editions." Brunet I, 411. Gamba 1201 ("Rari"). Nicht im STC (urspr. 19912).

In meine Auswahl

Aretino, Pietro. Quattro comedie [...] Cio' è Il Marescaléo, La... Cortegiana, La Talanta, l'Hipocrito. Novellamente ritornate, per mezzo della stampa, a luce, a richiesta de conoscitori del lor valore. [London, John Wolfe], 1588. [London, John Wolfe], 1588. Small 8vo. 4 parts in one volume. VIII, 285, (3) ff. With medallion portrait (legend: "D. Petrus Aretinus Flagellum Principum") on title (repeated three times). 19th c. calf (slightly worn).

EUR 1.500,00

Pirated edition of Aretino's "comedie" (the first appeared in Venice in 1553) printed by one of the most rebellious and outspoken of all the Elizabethan printers. Wolfe's production was in all probability chiefly destined for the European continent, as all of Aretino's works had been on the Roman Index since 1558; copies were offered for sale at the Frankfurt Book Fair of 1589. Aretino's comedies are considered the best of his works. They rank among the great works of Renaissance drama, and many of their leading characters were prototypes for later playwrights. ‘La Talanta’, for example, prepared the way for Shakespeare’s character Falstaff. "[U]n frontespizo particolare ad ogni comedia [...] ha al fine una Lettera dell'Aretino a Daniele Barbaro" (Gamba). - One gathering misbound, but a nice complete copy. {BN#14571}
¶ Edit 16, CNCE 2486. Index Aureliensis 107.120. BM-STC Italian 517. Adams A 1562. Gamba 1204 note. Brunet I, 408. Pforzheimer 800. Woodfield, Surreptious Printing in England 43.

In meine Auswahl

Orlando illustriert

Ariosto, Ludovico. Orlando furioso di M. Lodovico Ariosto, tutto ricorretto,... & di nuove figure adornato. Con le annotationi, gli avvertimenti, & le dichiarationi di Ieronimo Ruscelli. La vita dell'autore descritta dal signor Giovan Battista Pigna. Gli scontri de' luoghi mutati dall'autore dopo la prima impressione. La dichiaratione di tutte le istorie, & favole toccate nel presente libro, fatte da M. Nicolò Eugenico. Di nuovo aggiuntovi li cinque Canti del medesimo autore. Et una tavola de'principij di tutte le stanze. Conaltre cose utili, & necessarie. Venedig, heredi di Valgrisi, 1580. Venedig, heredi di Valgrisi, 1580. 2 Teile in einem Bd. (16), 654, (32) SS. Mit 51 ganzseitigen szenischen Textholzschnitten sowie zahlreichen Initialen und Vignetten in Holzschnitt. Flexibler Pergamentband der Zeit. 4to.

EUR 2.000,00

Ansprechend illustrierte Ausgabe des "Orlando Furioso"; die ganzseitigen Holzschnitte nach den Vorlagen von Dosso Dossi fanden erstmals in der Ausgabe von 1565 Verwendung. "Ottima edizione sia sul piano iconografico (51 tavole a piena pagina incise in legno) che su quello esegetico: vi sono le annotazioni del Ruscelli, la biografia ariostea del Pigna" (Agnelli). "A c. 2L3r con proprio front.: I cinque canti di m. Lodovico Ariosto" (Edit 16). - Einband gelockert. Der Titel alt aufgezogen, durchgehend leicht gebräunt, vereinzelt auch minimal fleckig, Eck- und Randläsuren. {BN#23962}
¶ Edit 16, CNCE 2796. Agnelli/Ravegiani I, 151. Adams A 1676. Brunet I, 436.

In meine Auswahl

Einband von Jakob Krause "auf frantzosische Art"

[Aristoteles u. a.]. Problemata Aristotelis. Mancherley zweyfelhafftiger Fragen gründtliche Erörterung und... aufflösung, Deß hochberühmten Aristotelis, und vil anderer bewerten natur erkundiger [...]. Frankfurt am Main, Johann Wolff, 1571. Frankfurt am Main, Johann Wolff, 1571. 152 nn. Bll. Brauner Kalblederband von Jakob Krause auf vier Doppelbünden über Pappe mit reicher Decken-, Rücken- und Stehkantenvergoldung. Decken mit reichem Band- und Flechtwerk und goldgeprägtem Deckeltitel im Oval "PRO|BLE|MA" (Vorderdeckel) und "A|RIS|TOT|ELI|S" (Hinterdeckel). Schnitt vergoldet und arabesk gepunzt. In Kassette. 8vo.

EUR 22.000,00

Prachtvolle, an die bekannten, vor allem durch die Bibliothek Groliers überlieferten französischen Vorbilder angelehnte Arbeit Jakob Krauses (1531-1586), der als der "bedeutendste deutsche Buchbinder der Renaissance" (DBE) gilt. Es handelt sich um einen der seltenen Geschenkbände des Kurfürsten August von Sachsen, die als "ein besonderer Gunstbeweis gesehen werden [müssen], denn August von Sachsen achtete bei jedem seiner Hofbeamten streng darauf, daß diese nur für ihn arbeiteten. So dürfte die Kurfürstin Anna nur städtische Buchbinder für sich arbeiten lassen: Die Krause-Einbände in ihrer Bibliothek waren seltene Geschenke des Kurfürsten August" (Bibl. Palatina [1986], I 252). Zu zwei in der Gestaltung der Decken und Rückenfelder identen und mit derselben Platte (145:92 mm Platte mit Bandwerk und Ranken [Schmidt Nr. P34]) und denselben Stempeln (u. a. Schmidt E41) hergestellten Einbänden vgl. den in der Bibliotheca Palatina befindlichen Geschenkband des Kurfürsten für den Pfalzgrafen Johann Casimir bzw. die Beschreibung eines, in der Landesbibliothek Dresden aufbewahrten Bandes aus der Bibliothek des Kurfürsten August (1071:KA 288) bei K. v. Rabenau: "Auf beide Deckel ist eine Platte mit einem schmalen leeren Rahmen aufgedruckt und füllt sie bis auf [...] einen äußeren Rand mit dreifachen blinden Streicheisenlinien. In der Mitte der Platte befindet sich ein Oval innerhalb einer exzentrischen Rollwerkkartusche [...] Um die Kartusche und teilweise durch ihre Einrollungen hindurch zieht sich ein Band, das nach einer Überkreuzung sich in eine breit ausladende Metallachse verwandelt, um dann in den äußeren Rahmen einzumünden. Das Bandwerk wird umspielt und in den äußeren Regionen durchdrungen von einem System dünner Ranken, die sich verbreitern und in mauresken Blättern und Blüten enden können. Ausgangs- und Knotenpunkte für diesen Überschwang sind die großen Kelchblüten in dem Beschlagwerk oben und unten sowie die miteinander verkoppelten Ranken seitlich der Mitte [...] Die fünf Rückenfelder haben die übliche konzentrische Abstimmung und den Wechsel von geometrischen Formen und einer kleineren Rankenbordüre" (ebenda, 86). - Zum Inhalt: Das erstmals 1551 erschienene Werk "ist keine eigentliche Ubsz. der aristotel. Probleme, sondern eine Samml. aus Aristoteles, Hippokrates, Avicenna, Galen, Averrhois u. a. Philosophen u. Aerzten und scholastischer Thelogen" (Hoffmann I, 350). Die letzten 42 Blätter enthalten "Ausserlesene Fragstücke / Marci Antonii Zimare [...] An den Durchleutigsten Fürsten [...] Johannem Castriotum". - Selten, kein Exemplar über OCLC nachweisbar. Kleinere Fehlstellen am Einbandrücken und den Ecken sorgfältig restauriert, Ausriß im Titelrand fachmännisch angegossen (ohne Textberührung). {BN#2557}
¶ VD 16, P 4903. Zu identen Einbänden Krauses vgl. Stamp. Pal. V 1715 (Palatina-Ausstellung 1986, E 8.4.2 und Farbtafel 176) bzw. K. v. Rabenau, Deutsche Bucheinbände der Renaissance (Brüssel 1994), Nr. 86 (mit zwei Farbabbildungen) sowie Schunke, Vorläufiges Verzeichnis der in der sächsischen Landesbibliothek zu Dresden erhaltenen Krause-Einbände. In: Zentralblatt für Bibliothekswesen 70 (1956), S. 256. Zur hier verwendeten Platte vgl. Schmidt, Jakob Krause (Leipzig 1923), Nr. P34 (Einzelstempel u. Typen unter E41 bzw. auf Tafel 61).

In meine Auswahl

Arnoldus de Villanova, [Pseudo-] (Hg.). [Regimen sanitatis Salernitanum.] Regimen Sanitatis cu[m] expositione magistri... Arnaldi de Villa nova Cathellano Noviter Impressus. Venedig, Bernardinus Venetus de Vitalibus, [nach 1500/1505]. Venedig, Bernardinus Venetus de Vitalibus, [nach 1500/1505]. (82) Bll. (A-T4, V6). 29 Zln., Text teilweise von Kommentar umgeben. Späterer Halbpergamentband. 4to.

EUR 6.500,00

Lateinische Ausgabe des berühmten medizinischen Handbuchs, zusammengetragen in Salerno im 12. Jahrhundert, das bereits in der Inkunabelzeit zahlreiche Auflagen erlebte. Das medizinische Lehrgedicht und der begleitende Kommentar, häufig dem in Montpellier lehrenden Alchimisten des 13. Jahrhunderts Arnoldus de Villanova zugeschrieben (vgl. E. Wickersheimer, in: Comptes rendus du XIIIe Congrès international d'histoire de la médecine, 1954, S. 226-234 [Aquilon 570]), vermochte seinen außerordentlichen Einfluß in Westeuropa bis ins 19. Jahrhundert zu bewahren. - Lage Q in sich verbunden. Teils etwas braun- bzw. fingerfleckig; im Rand auch gelegentlich gering knittrig. Einige alte hs. Anstreichungen und Marginalien; am Titel späterer hs. Zusatz: "Arnoldinus in Scholam Salernitanam". Sehr selten, nur ein Nachweis in ABPC (Swann, 24. Januar 1980, lot 1792). {BN#30234}
¶ CR 5053. Goff R-77. GW M37397. BSB-Ink R-50. Klebs 830.12. Sander 6391. Pellechet 1289. BMC V, 598. Edit 16, CNCE 60481. Vgl. Essling 609f.

In meine Auswahl

Astesanus de Ast. Canones poenitentiales. [Nürnberg, Peter Wagner, ca. 1495]. [Nürnberg, Peter Wagner, ca. 1495]. Got. Type, 33 Zeilen. 8 nicht numerierte Bll. Mod. marmorierter Halblederband mit goldgeprägtem Rückentitel. 4to.

EUR 3.500,00

Wohl die erste Einzelausgabe der 'Canones' aus der 'Summa de casibus conscientiae', dem Hauptwerk des Astesanus de Ast. Der GW kennt noch eine ebenfalls undatierte Leipziger Ausgabe sowie die im Folgejahr in Wien erschienene Edition. Eine Besonderheit des vorliegenden Drucks ist Peter Wagners gleichzeitige Verwendung von in Holz geschnittener Titelzeile und Typendruck am ersten Blatt, "an experiment not found elsewhere" (BMC). - Spuren eines kl. getilgten Stempels am Titel, sonst sehr schönes und frisches Exemplar in einem ansprechenden Einband. {BN#17343}
¶ GW 2747. Goff A 1158. HC 4340. BMC II, 465. ISTC ia01158000.

In meine Auswahl

Aurelius, Aneus Robertus. Rerum iudicatarum libri IIII. Paris, Iametio Mettayer & Pierre L'Huillier, 1597. Paris, Iametio Mettayer & Pierre L'Huillier, 1597. 6 nn., 204, 130 Bll. Mit Holzschnittdruckermarke am Titel sowie zahlr. figuralen und floralen Initialen und Vignetten in Holzschnitt. Französischer Lederband des 17. Jh mit goldgepr. Deckelfileten, Rückentitel und -vergoldung. Dreiseitig gesprenkelter Schnitt. Gr.-4to.

EUR 540,00

Zweite, erweiterte Ausgabe der bedeutenden Abhandlung, erstmals 1595 erschienen. Der große Traktat über das Erbrecht behandelt Schenkungen, Stiftungen, Testamente, die soziale Bewertung des Reichtums etc. - Zahlreiche Stellen in griechischer Type. Exlibris des Juristen Saignard-Sasselanger am Spiegel, hs. Besitzvermerk "Ex libris petri fédon" (d. i. der Theologe Pierre Fédon, 1731-1799) am Vorsatz. Schönes Exemplar. {BN#1669}
¶ Vgl. BM-STC French 36 (nur Ausg. v. 1599).

In meine Auswahl

Avicenna on fevers

[Avicenna (Ibn Sina)]. Arcolani, Giovanni. De febribus [...] in Avic[ennae] quarti canonis fen... primam. Dilucida atque optima expositio [...]. Venice, heirs of Lucantonio Giunta, 1560. Venice, heirs of Lucantonio Giunta, 1560. Folio (240 x 354 mm). (18), 191 ff. (without final blank). Printer's device on title page and, in a different version, on the last page. Contemporary cardboard binding with marbled spine and ms. label. Stored in custom-made cloth-and-paper slipcase.

EUR 18.000,00

First issue under this title, previously released as "Expositio in primam fen quarti canonis Avenicennae" (1506). A commentary (with the text, in the version of Gerardus Cremonensis) of book four, part (fen) one of Avicenna's systematic "Canon of Medicine", written in Arabic but widely translated throughout the Middle Ages and the basis of medical training in the West as late as the mid-17th century. It continues in use to this day in parts of the Arab world. Through this encyclopedic work, the author exerted "perhaps a wider influence in the eastern and western hemispheres than any other Islamic thinker" (PMM). "The 'Qanun' [...] contains some of the most illuminating thoughts pertaining to distinction of mediastinitis from pleurisy; contagious nature of phthisis; distribution of diseases by water and soil; careful description of skin troubles; of sexual diseases and perversions; of nervous ailments" (Sarton, Introduction to the History of Science). The present part is dedicated to a discussion of feverish illnesses. - 18th century ownership "Manhem" on title page. Some brownstaining throughout, as common; some waterstains near end; occasional inkstains and marginal annotations. An untrimmed, comparatively wide-margined copy. {BN#46144}
¶ Edit 16, CNCE 2345. Adams A 1541. Durling 245. Cf. Wellcome I, 387 (only the Venice reprint). PMM 11.

In meine Auswahl

On timekeeping, with a world map

Beda Venerabilis. Opuscula complura de temporum ratione diligenter castigata. Cologne, Johannes Prael for Peter Quentel, May 1537. Cologne, Johannes Prael for Peter Quentel, May 1537. Folio (215 x 310 mm). (14), 18, (6), CXXVI, (4) ff. With 35 woodcuts in the text, initials, and printer's device on recto of final leaf. Contemp. vellum.

EUR 8.500,00

First edition of Beda's collected writings on historical and astronomical chronology. The section "On the Reckoning of Time" (De temporum ratione) includes an introduction to the traditional ancient and medieval view of the cosmos, including an explanation of how the spherical earth influenced the changing length of daylight, of how the seasonal motion of the sun and moon influenced the changing appearance of the new moon at evening twilight, and a quantitative relation between the changes of the tides at a given place and the daily motion of the moon. "Ce volume contient les principaux traités de l'auteur sur le calendrier" (Houzeau/L.). The woodcut world map on d1, evidently redrawn from those of Petrus de Alliaco and Ambrosius Macrobius (Shirley 12 & 13), shows the four continents of the old world surrounded by water, the southern hemisphere labeled as "nobis incognita frigida". - Very slightly browned; title page shows insignificant fingerstaining; otherwise an excellent copy with a very few contemporary marginalia. {BN#44796}
¶ VD 16, B 1440. Zinner 1657. Houzeau/L. 1074.

In meine Auswahl

[Bertholdus]. Horologium devotionis circa vitam Christi. [Basel, J. Amerbach, nicht nach 1490]. [Basel, J. Amerbach, nicht nach 1490]. Gotische Type. 66 nn. Bll. (d. l. w.). Mit 36 kol. Textholzschnitten. (Beigebunden) II: Thomas von Aquin. Novum insigneq[ue] opusculu[m] pro Christi verbu[m] eva[n]geliza[n]tibus. Ubi plures et copiosi: et aurei sermones co[n]tinentt[ur]: de septe[m] peccatis mortalibus. Basel, M. Furter, 1514. 36 nn. Bll. (d. l. w.). Titel in rot und schwarz gedruckt. (Beigebunden) III: Johannes Chrysostomus. Libellus cui est titulus Neminem posse ledi nisi a semetipso. [Basel, A. Petri], 1509. 24 nn. Bll. Mit blattgr. kol. Holzschnitt am Titel verso. Schweinslederband des frühen 16. Jhs. über Holzdeckeln mit reicher floraler Blindprägung, 1 Mittelschließe. 8vo (165 x 105 mm).

EUR 20.000,00

I: Erste Basler Ausgabe. "In seinen theologischen Schriften Vorläufer der grossen Mystiker; sein Erbauungsbuch - in Form eines Gespräches mit Christus - verfasst er zuerst deutsch (Zeitglöcklein), dann auf Wunsch für die gebildeten Leute auch lateinisch. Die Holzschnitte stammen teilweise vom Meister der Bereittung, die Flucht auf Bl. 13 ist sogar identisch, teilweise vom Meister des Moses und David dort, also vom Meister des Haintz Narr" (Hieronymus). Die Holzschnitte in kräftigem Kolorit der Zeit, überwiegend in Gelb, dazu Schwarzgrau und vereinzelt Blau. - Titel mit Besitzvermerken des 16. Jh. u. altem Stempel. - II: Seltene Ausgabe. Enthält die "Regulae quaedam perutiles, quae ad omnes religiosos pertinent" und "Tabula super totius quadragesimae evangeliis et epistolis" (Auszug aus der Summa theologica). - III: Sehr seltene Ausgabe. Der schöne Holzschnitt, altkoloriert in Gelb- u. Grüntönen, wird Hans Baldung Grien zugeschrieben. "Dieser anonyme Druck der Schrift des grossen Kirchenvaters, dass niemand - kein Christ - ausser durch sich selber verletzt werden, Schaden nehmen könne, ist von Benzing dem Basler Drucker Petri zugewiesen worden. Der Holzschnitt, der keinen engeren Zusammenhang mit dem Text zeigt, stellt Christus am Ölberg dar, im Vordergrund drei schlafende Jünger, im Hintergrund die nahenden Schergen. Stilistisch dürfte er eher auf die Umgebung Dürers [...] als auf Basel weisen" (Hieronymus). - Mehrere Besitzvermerke (Innendeckel sowie Titel u. Schluß des dritten Werkes) eines Ulrich Fuchsli des frühen 16. Jahrhunderts. Herrvorragend erhaltener Sammelband mit drei, durchwegs selten Drucken zur christlichen Mystik; das letzte, im Handel nachweisbare Exemplar des Horologiums war inkomplett (Sotheby's, July 1, 1994, lot 48, £7,000 an Tenschert). {BN#32369}
¶ I: I. Hain/C. 2993 (= H. 2990 & 8928). GW 4175. BMC III, 753. Goff B-506. Fairfax Murray 60. Schramm XXI, 617, 620, 632, 679-709. Hieronymus, Inkunabelholzschnitte 44. - II: VD 16, T 1024 (R 642 u. S 5890). Stockmeyer/R. 84, 46. - III: VD 16, J 438. Hieronymus 81.

In meine Auswahl