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Über den Stadtrat von Mailand

Aldini, Giovanni, Physiker (1762-1834). Eigenh. Brief mit U. ("Aldini"). Mailand, 18. VI. 1808. Mailand, 18. VI. 1808. 2½ SS. auf Doppelblatt. 4to.

EUR 1.500,00

Ein in seiner Eigenschaft als Stadtrat verfaßter, recht ungehaltener Brief an einen Ratskollegen, dem gegenüber er sein Mißfallen darüber äußert, daß ein von ihm verfaßter Rapport keine Unterstützung im Rat gefunden hatte. Aldini fodert für seine Meinung Respekt ein und verwahrt sich gegen die "maledetti stracci", den "verdammten Wisch", seines Kontrahenten: "[...] L'ultimo affare andò gavi matina con approvazione della seduta del consiglio Generali, benché fosse stato il solo nel quale il mio rapporto non aveva avutto il suffraggio del Consiglio degli Uditori. Feci inserire nel processo verbale il mio dissenso, e appoggiato dal Ministero del Culto, da Guicciardi, e da Contarini feci vedere a miei stessi colleghi che bisognava rispettare le mie opinioni. L'affare era legale, e senza quei vostri maledetti stracci sostenni, e vinsi la causa come potrete essere informato in detaglio dal Giudice Bellentani a cui ne scrivo, poiché me l'aveva vivamente raccomandata [...] credo che non vadi niente della vostra convenienza col ripetere mia petizione colla quale chiederete il disputo dell' affare, accennando che vi sono fondi appositi pur il noto pagamento, e che non c'è bisogno di rescrivere al Prefetto. Mandatemi la petizione per la posta per profittare del momento. Parlai al Generale Polfranneschi del Giandame Ferrari, e rimase sorpreso della condotta del Colonello Zanini, promettendo nuovamente, che non emergendo notizie in contrario, avrebbe anche a mio riguardo avuto in tutta considerazione la sua istanza [...]". - Giovanni Aldini, der Bruder des Politikers Antonio Aldini, war von Kaiser Franz I. von Österreich in Anerkennung seiner Verdienste zum Ritter der eisernen Krone geschlagen und zum Stadtrat in Mailand ernannt worden. - Bl. 2 mit kleinem Ausschnitt durch Siegelbruch (keine Textberührung), dieses größtenteils erhalten. {BN#23071}

In meine Auswahl

Excuses to his booksellers

Alibert, Jean Louis, Baron, physician to Louis XVIII (1766-1837). ALS. Paris, [c. 1830]. Paris, [c. 1830]. 160 x 207 mm. 1 p. and address.

EUR 1.500,00

To Treuttel & Wurtz, booksellers, rue de Bourbon, Paris, offering "a thousand excuses"; his factotum has made an error. He is himself at their disposal for the work that he requested and his confidence in them is such that their price will be his. - Alibert is noted for his work on skin diseases, for his elegant, fashionable life-style and several medical publications, some of them exploring the interface between medicine, physics and the moral sciences. Treuttel & Wurtz, publishers and booksellers at Strasburg and Paris, were founded by J. G. Treuttel (1744-1826) and later associated with J. G. Wurtz (1768-1841). Alongside publication of the works of Sismondi, Saint-Simon, and Frederick the Great, they produced the notable "Bibliothèque des Voyageurs". {BN#29548}

In meine Auswahl

Altmütter, Georg, Physiker (1787-1858). Eigenh. Brief mit U. Wien, 1. IV. 1846. Wien, 1. IV. 1846. 1 S. auf Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse.

EUR 120,00

An L. Schulz von Strasznizki: "Beyliegend sende ich Ihnen die Beantwortung einiger Fragepunkte, mit der Bemerkung, daß ich auch Einiges miterwähnt habe, was nicht unmittelbar in denselben liegt [...]". - Altmütter war drei Jahre Assistent für Physik am Theresianum in Wien und anschließend am Polytechnikum in Wien, wo er seit 1816 eine Professur für mechanische Technologie innehatte. Zu seinen technischen Erfindungen zählen u. a. neue Werkzeuge, Verbesserungen bei der Spielkartenfabrikation, der Fertigung von Stecknadelköpfen und von Globen. Altmütter, der mit Franz Grillparzer befreundet war, legte eine große Sammlung technischer Werkzeuge und Fabrikprodukte an, die er 1925 unter dem Titel Beschreibung der "Werkzeugsammlung am Polytechnischen Institut zu Wien" schilderte. - Ohne die erwähnten "Fragepunkte". - Mit kl. Ausschnitt durch Brieföffnung (keine Textberührung). {BN#14976}

In meine Auswahl

Amici, Giovanni Battista, Italian astronomer and microscopist (1786-1863). Autograph letter signed ("GBatt[ist]a Amici"). Florence, 11. IV. 1840. Florence, 11. IV. 1840. Large 4to. 1 p. on double leaf. With autogr. address.

EUR 1.500,00

Amicable letter to his brother Pietro on family affairs around the easter holiday: "E' arrivato da Pisa in questo momento la Norina con tutta la famiglia per passare con noi le feste di Pasqua. Dopo la lezione si metterà in viaggio anche Vincenzo, che aspettiamo stasera [...]". - Fol. 2 with small tear due to breaking of seal (not touching text). {BN#29844}

In meine Auswahl

Ammon, Christoph Friedrich, Theologe und Philosoph (1766-1850). Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D. O. O. u. D. 1 S. 8vo.

EUR 950,00

An einen namentlich nicht genannten Adressaten mit der Bitte, seine erst spät erfolgende Antwort entschuldigen zu wollen: "Ich habe Ihnen, Verehrtester, so Vieles und Mancherlei zu schreiben, daß ich seit mehreren Tagen den Augenblik vergebens suche, an dem sich meine Empfindungen des Dankes und der Liebe mit der Lebhaftigkeit und Ordnung entwiklen [?] könnten, in der ich sie Ihnen vorzutragen wünschte. Dennoch ist mein Herz mitten unter den Zerstreuungen und Freuden unserer Lieben Ihnen, Bester, unzertrenlich nahe, und hoffentlich wird es nächstens auch mein Buchstabe seyn. Biß dahin zürnen Sie mir, und vergeßen mich nicht! [...]". {BN#36673}

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Ammon, Friedrich August von, Chirurg und Ophthalmologe (1799-1861). Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D. O. O. u. D. ½ S. Gr.-8vo.

EUR 280,00

An einen namentlich nicht genannten Kollegen: "Da ich nächsten Sonnabend nicht in der Versammlung erscheinen kann, bitte ich Sie freundlichst das beyfolgende Exemplar [...] vorzulegen [...]". - Friedrich August von Ammon war in Dresden am Augenhospital und am Blindeninstitut tätig und wurde dort 1828 Professor der allgemeinen Pathologie, Materia medica, Polyklinik und Direktor der chirurgisch-medizinischen Akademie; 1837 wurde er Leibarzt König Friedrich Augusts II. von Sachsen. "Ammon gehört zu den bedeutenden deutschen Chirurgo-Ophthalmologen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Er erwarb sich Verdienste um die plastische Chirurgie, ebensosehr durch kritische Darstellung wie durch Angabe neuer Verfahren. Bedeutend war er jedoch vor allem als Augenarzt; er bemühte sich, die Augenheilkunde auf ein genaues Studium der normalen und pathologischen Anatomie zu gründen" (NDB). {BN#36010}

In meine Auswahl

Ammon, Friedrich August von, Chirurg und Ophthalmologe (1799-1861). Eigenh. Gutachten mit U. Dresden, 8. VI. 1830. Dresden, 8. VI. 1830. ½ SS. auf Doppelblatt. 4to.

EUR 220,00

Die 36jährige Charlotte Neumaier aus Dresden leidet in Folge gichtischer Anfälle in den Augen an großer Blödsichtigkeit [...]. - Friedrich August von Ammon war in Dresden am Augenhospital und am Blindeninstitut tätig und wurde dort 1828 Professor der allgemeinen Pathologie, Materia medica, Polyklinik und Direktor der chirurgisch-medizinischen Akademie; 1837 wurde er Leibarzt König Friedrich Augusts II. von Sachsen. "Ammon gehört zu den bedeutenden deutschen Chirurgo-Ophthalmologen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Er erwarb sich Verdienste um die plastische Chirurgie, ebensosehr durch kritische Darstellung wie durch Angabe neuer Verfahren. Bedeutend war er jedoch vor allem als Augenarzt; er bemühte sich, die Augenheilkunde auf ein genaues Studium der normalen und pathologischen Anatomie zu gründen" (NDB). - Mit gepr. Rundsiegel. {BN#36011}

In meine Auswahl

Ampère, André-Marie, French physicist and mathematician (1775-1836). Autograph letter signed ("A. Ampère"). Paris, 1. X. 1826. Paris, 1. X. 1826. 4to. 1 p. on bifolium. With autogr. envelope.

EUR 6.500,00

To "Mademoiselle Cuvier au jardin des plantes", daughter of the French naturalist, apologizes for delaying in seeing his friend Cuvier, and expresses the hope he may be permitted to visit him that evening to show a scientific instrument, "autrement je le laisserai au domestique, dans le cas je vous supplierai de lui offrir mes voeux pour son heureux voyage et son prompt retour [...]". {BN#34021}

In meine Auswahl

André, Charles, Astronom (1842-1912). Eigenh. Brief mit U. Saint-Genis-Laval, 28. IX. 1898. Saint-Genis-Laval, 28. IX. 1898. ½ S. 8vo.

EUR 140,00

In französischer Sprache an namentlich nicht genannte Kollegen. - Charles André war 1878 erster Direktor des neu gegründeten Observatoire de Lyon geworden. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Observatoire. {BN#44665}

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Andree, Karl Theodor, Schriftsteller und Geograph (1808-1875). Eigenh. Brief mit U. Pillnitz, 5. VII. 1856. Pillnitz, 5. VII. 1856. 1 S. Gr.-4to. Mit eh. Adresse verso (Faltbrief).

EUR 350,00

An "Oberinspector" Seifert: "Zu meinem Schrecken erfahre ich, dass Ihre Freundlichkeit gegen mich Sie möglicherweise Unannehmlichkeiten aussetzten könne. Ich beeile mich deshalb Ihnen die Postkarte, von der ich noch keinen Gebrauch gemacht habe, zurückzusenden. Ich habe wegen meines Heimathscheines, dessen Ausfertigung natürlich nicht den mindesten Anstand in meiner Vaterstadt finde, nach Braunschweig geschrieben, bis heute jedoch von einem meiner Verwandten, den ich mit Besorgung dieser Angelegenheit beauftragte, keine Antwort erhalte. Vielleicht ist derselbe eben nicht anwesend. Ich habe einen zweiten Brief abgeschickt, auf den ich im Laufe der nächsten Wochen Antwort erwarte. Am Donnerstag komme ich zur Stadt, um mit dem Grafen d'Escayrat, französ-Generalconsul in Cairo, der von Wien eintrifft, eine Conferenz wegen der Expedition zur Entdeckung der Nilquellen zu haben. Ich werde nicht ermangeln bei Ihnen vorzusprechen und Ihnen persönlich zu sagen, wie leid es mir tut dass Sie meinetwegen in Verlegenheit gerathen sind [...]". - Andree publizierte im selben Jahr eine ethnologische und geographische Studie mit dem Titel "Buenos Ayres und die argentinische Republik" (Leipzig, 1856). - Gefaltet. Am Briefkopf mit Notiz: "Postkarte für Dr. André wiederum ausgehändigt d. 14/7. 56". Spuren alter Faltung. Siegelspuren. {BN#40539}

In meine Auswahl

Andree, Richard, Ethnograph und Geograph (1835-1912). Eigenh. Brief mit U. München ["Friedrichstr. 9"], 4. XI. 1904. München ["Friedrichstr. 9"], 4. XI. 1904. 1 S. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo.

EUR 180,00

An einen namentlich nicht genannten Herrn: "Für Ihre gef. Aufforderung bin ich Ihnen sehr verbunden. Ich kann Ihnen aber in Bezug auf die Geschichte der Naturwissenschaften u. Technik gar nichts leisten, da diese mein Joch nicht sind. Jene kleine Mitteilung im Braunschweigschen Magazin entsprang lediglich dem Lokalinteresse des geborenen Braunschweigers". - Andree war Mitbegründer und, von 1873 bis 1890, Leiter der kartographischen Anstalt von Velhagen und Klasing in Leipzig. 1877 wirkte er an der Veröffentlichung eines physikalisch-statistischen Atlas des Deutschen Reiches mit. Seit 1890 arbeitete Andree in Heidelberg und von 1904 bis 1912 in München. - Spuren alter Faltung. {BN#40537}

In meine Auswahl

Andrews, Thomas, Irish physicist and chemist (1813-1885). Autograph letter signed. ["Queen's College Belfast"], 6. VII. 1867. ["Queen's College Belfast"], 6. VII. 1867. 1 p. 8vo.

EUR 250,00

To professor Schrötter: "Allow me to introduce a friend and former student of mine Dr. Cuming who intends to visit Vienna chiefly I believe with the view of studying pathology. Dr. Cuming is a good chemist and would be glad to see your laboratory. [...]". - In 1845 Andrews became vice president and professor for chemistry at the Queens' College in Belfast. - Traces of old folding. With small blind stamped vignette on stationery with watermark. {BN#40535}

In meine Auswahl

Angell, Sir Norman, economist (1872-1967). Typed letter signed. London, 29. IX. 1933. London, 29. IX. 1933. 4to. 1 p.

EUR 1.250,00

On his imprinted stationery, to the Reverend Robert Bartlett of the First Church of Christ, Longmeadow, Massachusetts. The inventor of The Money Game, a series of card games designed to teach elements of economics who won the 1933 Nobel peace prize writes in full: "I was so sorry not to see you while you were in London, but unfortunately I had to stay in the country longer than I expected, and did not return until after you had left. I am hoping very much that I may have the pleasure of seeing you when I am in New York or Boston. I am leaving for the States early in October". {BN#44262}

In meine Auswahl

Anquetil-Duperron, Abraham Hyacinthe, French orientalist (1731-1805). Printed title page with autograph signature. No place or date No place or date 1 p. 8vo.

EUR 80,00

Anquetil-Duperron became especially known for his translation of Avesta. - The printed title page origins from an edition published in 1682 of "Philosophi & Doctoris Medici, Miscelanearum observationum Libri quatuor, nunquam antehac editi" of Petri Petiti, a doctor and philologist (1617-1687). - With foxing and browned. {BN#40528}

In meine Auswahl

Appun, Karl Ferdinand, Botaniker (1820-1872). Eigenh. Brief mit U. Bunzlau, 7. XII. 1868. Bunzlau, 7. XII. 1868. 1 S. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo.

EUR 250,00

An den Geographen Karl Andree (1808-1875), Gründer der Zeitschrift "Globus": "Bereits am 19 Octbr. sandte ich einen Aufsatz über die ‚Neger' für den Globus, der jedoch bis jetzt noch nicht abgedruckt worden ist. Haben Sie irgend ein Bedenken diesen Artikel zum Abdruck zu bringen, so bitte dies mir gefl. mitzutheilen um im Falle abzuändern wo Sie es wünschen […]". - Auf Veranlassung Alexander von Humboldts und mit Unterstützung des Königs von Preußen reiste Appun 1849 zu einer zehn Jahre dauernden botanischen Expedition nach Venezuela. Seine dort zusammengetragene Hölzersammlung gewann auf einer Londoner Industrieausstellung zwei Preise. Im Auftrag der britischen Regierung durchwanderte er dann Guayana und Demerara und erforschte auf eigene Faust weite Teile Brasiliens. Von dort sandte er Berichte an deutsche Zeitschriften. Nach seiner Rückkehr 1868 schrieb er sein Hauptwerk, den umfassenden Reise- und Forschungsbericht "Unter den Tropen" (2 Bde., 1871). {BN#38924}

In meine Auswahl

Arcet, Jean Pierre Joseph d', French chemist (1777-1844). ALS. N. p., 14 March [c. 1813/14]. N. p., 14 March [c. 1813/14]. 180 x 230 mm. 1 p. on bifolium.

EUR 1.500,00

Presenting a specimen (a foot which could be used as a paper-weight) to an unnamed Duke. An attractive and clearly written letter. A pamphlet concerning a gilding furnace to which reference is made is likely to be the "Description d'un petit fourneau à coupelle, au moyen duquel on peu faire les essays des matières d'or et d'argent", which d'Arcet published in 1813. {BN#29552}

In meine Auswahl

Archenholtz, Johann Wilhelm von, Historiker (1741-1812). Eigenh. Brief mit U. Leipzig, 10. IX. 1791. Leipzig, 10. IX. 1791. 1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Adresse (Faltbrief).

EUR 650,00

An die Spenersche Buchhandlung in Leipzig: "Soeben komme ich hier an, u. finde Ihr Paquet. Ich habe mich bei Ansicht der quest: Stellen durchaus nicht orientiren können, flgl. ist eine überdachte Revision des alten Mscpts nöthig; dies aber ist verpackt, u. die Kuffer [d. i. Koffer] auf dem Wagen überkettet. Wol[l]te ich nun auch meine auf morgen früh angesetzte Reise verschieben, so fehlt es mir doch ganz an der zur Arbeit erforderlichen Geistesruhe. Ich muß es also bis Gotha ersparen. Wollen Sie mir schreiben, in Ansehung der im letzten Bande viel[l]eicht aufgestoßenen Zweifel, so bitte ich den Brief nach Strasburg an die Academische Buchhandlung zu adressiren [...]". - Mit kleinem Ausriß durch Siegelbruch (keine Textberührung). {BN#40228}

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Ardenne, Manfred von, Naturwissenschaftler (1907-1997). Eigenh. Manuskript (Fragment) mit U. O. O., 5. I. 1980. O. O., 5. I. 1980. 1 S. 4to.

EUR 250,00

[...] In diesem Rahmen ist daran zu erinnern, dass der Engpass für die Energiebildung (energiereiche Phosphate) im Organismus in der Regel nicht durch die Nahrungsaufnahme , sondern durch die Versorgung der Gewebe mit Sauerstoff gebildet wird. Im individuellen Einzelfall hängt die Güte dieser =2-Versorgung besonders von der Höhe des arteriellen pO2 und vom Zustand des Blutgefäßsystems ab [...]. - Das Manuskript in Bleistift, die spätere Datierung und U. mit Kugelschreiber; im linken Rand gelocht (keine Textberührung); die linke obere Ecke abeschrägt. {BN#48579}

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wenn Sie könnten, sollten Sie kommen

Arendt, Hannah, Philosophin und Politologin (1906-1975). 2 eigenh. Briefe mit U. O. O. bzw. [Sorrent], 11. III. 1948 bzw. 3. VII. 1961. O. O. bzw. [Sorrent], 11. III. 1948 bzw. 3. VII. 1961. Zus. (½+1¾ =) 2¼ SS. 8vo und gr.-4to.

EUR 2.500,00

I) An Max Strauss, den Cheflektor des Schocken Verlags: "Wie ganz und gar abscheulich! Dies nur um Ihnen zu sagen, wie sehr ich wünsche, dass nun endlich alles gut wird [...]" (1948). - II: Der zweite Brief ist an Strauss' Witwe Hannah gerichtet und berichtet über den Gesundheitszustand ihres Freundes Kurt Blumenfeld, den sie in Jerusalem traf, wo sie am gerade stattfindenden Eichmann-Prozess als Berichterstatterin für den "New Yorker" teilgenommen hatte: "Kurt geht es sehr schlecht und ich glaube - weiss es aber natürlich nicht -, dass er am Sterben ist. Er ist zum Skelett abgemagert, ich kann seine Oberarme mit den Fingern einer Hand leicht umspannen. Die Ärzte sagen: Erweiterung der Speiseröhre. Resultat - ob das nun stimmt oder nicht - dass er nichts essen kann [...] Der Kräfteverfall in den paar Wochen, da ich ihn sah, war rapide! [...] Er liegt meist im Bett, sagt gelegentlich - wenn er hört, wie das Mädchen am Telephon erklärt, Herrn Blumenfeld gehe es recht gut - mit Stentorstimme: 'Herr Blumenfeld stirbt', und kann mit Mühe & mit Hilfe von Stuhl zu Stuhl in der Wohnung sich schleppen [...] Ich schreibe auch, weil Kurt sagte, wenn Sie könnten, sollten Sie kommen. Aber ich weiss nicht! [...] Und wenn Sie nicht bald kommen, ist es vielleicht zu spät. Vorläufig ist er geistig noch gut beisammen [...] Liebe Hannah, dies ist ein trauriger, böser Brief aus einer Stelle, die vermutlich das Paradies ist! Ich mag nichts hinzufügen [...]" (1961). - I: Tadellos. II: Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Hotel Cocumella in Sorrent; starke Randschäden. {BN#44621}

In meine Auswahl

Arlt, Ferdinand Rt. von, Mediziner (1812-1887). Schuldschein mit eigenh. U. Wien, 10. X. 1891. Wien, 10. X. 1891. 6½ SS. auf 4 Bll. Folio. Mit Rundsiegel, mehreren Stempel-, -marken und Gegezeichnungen.

EUR 120,00

Bestätigung über den Erhalt von 5000 Gulden österreichischer Währung von Therese Roch und Verpflichtung, "dieses Darlehen vom Zuzälungsbetrage [!] ab mit 5 % [...] jährlich zu verzinsen, das Capital selbst aber nach vorausgegangener, beiden Theilen jeder Zeit freistehenden, halbjährigen Aufkündigung, hier in Wien an die Frau Gläubigerin zurückzuza[h]len [...]". - Arlt war nach seiner Promotion Assistent von Johann Nepomuk Fischer und übernahm 1849 dessen Lehrstuhl. 1856 folgte er einem Ruf als o. Prof. der Ophthalmologie nach Wien, wo er bis zu seiner Emeritierung 1883 die Augenklinik leitete. Arlt nutzte pathologische, physiologische und histologische Erkenntnisse für die Augenheilkunde und war einer ihrer Begründer als eigenständiges medizinisches Fachgebiet. Sein Lehrbuch "Die Krankheiten des Auges für practische Ärzte" galt weltweit als Standardwerk; als erster beschrieb Arlt verschiedene Krankheitsbilder und entdeckte die sagittale Verlängerung des Augapfels als Ursache der Kurzsichtigkeit. Zudem führte er neue Operationsmethoden bei der Augapfelentfernung, bei Lidverwachsungen und bei der Entfernung der Linse ein und entwickelte neue Spezialoperationsbestecke für die Augenheilkunde. {BN#17424}

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